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2020 kann Österreichs Klima kurz durchatmen

Published on 3. November 2020

Wie Simulationen des Umweltbundesamtes zeigen, erfordert die Klimaneutralität einen weitreichenden Umbau der Wirtschaftssektoren. Darüber hinaus werden die Menschen vor allem ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig verändern müssen. „In diesem Zusammenhang gibt das geplante europäische Klimagesetz, das die Green Deal-Ziele rechtsverbindlich verankern soll, Anlass zum Optimismus. Allerdings ist es bisher nur ein Vorschlag der Kommission, der von den Mitgliedern noch angenommen werden muss“, sagt UniCredit Bank Austria Ökonom Günter Wolf in einer Analyse der UniCredit Bank Austria zum Thema Klimaschutz in Österreich.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die internationale Energieagentur weltweit mit einem Minus von fast acht Prozent. „Trotz des Rekordrückgangs an klimaschädlichen Emissionen zeigt die Entwicklung 2020 auch klar, dass die Klimakrise keinesfalls nur mit der eingeschränkten Nutzung von Flugzeugen und Autos und einem geringeren Energieverbrauch in der Produktion gelöst werden kann“, sagt Wolf. „Dagegen sprechen nicht nur die massiven sozioökonomischen Verwerfungen der Wirtschaftskrise, die sich schon jetzt erkennen lassen. Zudem wächst die Energienachfrage mit der Lockerung der Maßnahmen und der Wirtschaftserholung wieder praktisch ohne Verzögerung.“

Unverändert Handlungsbedarf

In Österreich werden die Treibhausgasemissionen 2020, laut einer Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes, um etwa 10 Prozent auf rund 73 Millionen Tonnen sinken, den niedrigsten Wert seit Jahrzehnten. Damit das Land aber bis 2040 klimaneutral wird, wie im Regierungsprogramm festgehalten, muss das Emissionsvolumen auch in den nächsten zwanzig Jahren im Durchschnitt zumindest um 10 Prozent pro Jahr reduziert werden (auch wenn Einsparungen in diesem Ausmaß erreicht werden, werden 2040 noch immer ca. 9 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert, die in Kohlenstoffsenken aufgenommen werden müssen).

Die Klimaneutralität erfordert nicht nur den fast vollständigen Verzicht auf fossile Energien. Der Rest an fossilen Brennstoffen, der beispielsweise zum kurzfristigen Lastausgleich in der Stromversorgung gebraucht wird, muss mit Importen erneuerbarer Energien kompensiert werden. Zudem muss der Teil an nicht vermeidbaren Treibhausgasen, der nicht in natürlichen Kohlenstoffsenken gespeichert wird, in geologische Strukturen eingebunden werden. Derzeit werden nur etwa 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid Großteiles von Österreichs Wäldern aufgenommen.

Eine besondere Herausforderung im Verkehr

Auf Sektor ebene sind die größten Treibhausgasemittenten in Österreich die Industrie und der Verkehr, mit einem Anteil an den Gesamtemissionen von rund 34 respektive 30 Prozent. Darüber hinaus tragen die Energieversorger etwa 14 Prozent zum Emissionsvolumen bei und die Landwirtschaft und der Gebäudesektor, dabei vor allem Heizungsanlagen privater Haushalte, jeweils rund zehn Prozent. Im Vergleich zu 1990 hat sich die Menge an Treibhausgasen, die in Österreich emittiert wurden, kaum verändert. Die höchsten Emissionseinsparungen wurden aufgrund effizienterer Heizanlagen und energiesparender Bauweisen im Gebäudesektor (–39 Prozent seit 1990) und mit dem Einsatz erneuerbarer Energien bei den Energieversorgern (–26 Prozent) erzielt. Die Landwirtschaft hat ihr Treibhausgasvolumen um 14 Prozent reduziert. Gleichzeitig sind die klimaschädlichen Emissionen in der Industrie um 13 Prozent und im Verkehr sogar um 73 Prozent gestiegen.

„Angesichts der wachsenden Gütertransportleistung, des hohen Mobilitätsbedürfnisses der Menschen und der Dominanz fossiler Fahrzeugantriebe stellt ein möglichst emissionsfreier Verkehrssektor wahrscheinlich die größte Herausforderung für den Klimaschutz dar“, sagt Wolf. Langfristig ist eine relevante Marktdurchdringung mit E-Fahrzeugen sicher möglich, da die Kfz-Hersteller vor dem Hintergrund der drohenden Strafzahlungen schon jetzt das Segment deutlich forcieren. Allerdings wird die weitgehende Umstellung des Fuhrparks auf emissionsfreie Antriebe noch Jahrzehnte brauchen, gemessen am Anteil von Elektrofahrzeugen und Plug-In-Hybriden am österreichischen Pkw-Bestand von 0,8 Prozent 2019.

Mit der Elektrifizierung des Fuhrparks und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur wächst der Bedarf an „grünem“ Strom. Im sogenannten „Transition-Szenario“ hat das Umweltbundesamt die Maßnahmen skizziert, die zur Erreichung der Klimaneutralität des Landes bis 2050 notwendig sind. Demnach sollte der Gesamtenergieverbrauch des Verkehrssektors um 70 Prozent auf 38 Terawattstunden sinken, wobei vor allem fossile Treibstoffe eingespart werden. Allerdings wird sich der Strombedarf des Sektors in den nächsten dreißig Jahren in etwa versechsfachten, von rund 4 auf 24 Terawattstunden. Der Verkehr verbraucht dann etwa 30 Prozent der gesamten elektrischen Energie in Österreich (derzeit sind es rund 5 Prozent). Auch wenn die benötigte Strommenge bereitgestellt werden kann, wird der Antriebswechsel zum Elektromotor sicher nicht ausreichen, um den Verkehr möglichst emissionsfrei zu bekommen. Das dürfte nur mit einer weitreichenden Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs zum öffentlichen Verkehr möglich sein.

Kostenintensiv, aber realisierbar

Von den rund 27 Millionen Tonnen an Treibhausgasen, die pro Jahr von der Industrie in Österreich emittiert werden, stammen fast die Hälfte von der Stahlindustrie, weitere 20 Prozent von den Bauzulieferbranchen, vor allem der Zementindustrie, und jeweils rund 10 Prozent von der Öl- und Chemieindustrie.

Das größte Treibhausgas-Einsparungspotenzial in der Industrie bietet die weitgehende Umstellung der Stahlproduktion auf die sogenannte Wasserstoffplasmaschmelzreduktion. Allerdings ist die Großindustrielle Anwendung des Verfahrens erst in Entwicklung und der Einsatz des Verfahrens ist klimapolitisch nur sinnvoll, wenn Wasserstoff mit Hilfe von erneuerbarem Strom gewonnen wird. In der Zementherstellung können die energiebedingten Treibhausgasemissionen, das ist rund die Hälfte der Gesamtemissionen der Branche, durch den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energiequellen und energieeffizienteren Produktionsmethoden verringert werden. Um aber die prozessbedingten Emissionen einzudämmen, braucht es in der Branche zum Teil noch im Forschungsstadium befindliche Verfahren.

„Die Frage, wie die notwendigen technologischen Umrüstungen für einen möglichst emissionsfreien Betrieb in vielen Industriebranchen umgesetzt werden können, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geschädigt wird, ist noch unbeantwortet“, weiß Wolf. „Auf jeden Fall werden die Klimaschutzmaßnahmen in nächster Zukunft nicht nur die Stahl- und die Zementindustrie mit hohen Kosten belasten. Zudem bleibt die Frage offen, wie die erforderliche Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt und den Unternehmen vor Ort zur Verfügung gestellt werden kann.“

Energiesektor mit wichtigen Klimaschutzfunktionen

Der Energiesektor ist in Österreich aufgrund des hohen Anteils erneuerbarer Energiequellen zwar nur für 15 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Allerdings kommt dem Sektor im Klimaschutz eine entscheidende Rolle zu, vor allem aufgrund des steigenden Strombedarfs, der sich mit der zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft und des Verkehrs ergibt. Die Wirtschaftskrise hilft dabei, die Ziele des Energieeffizienzgesetzes für 2020 ohne zusätzliche Maßnahmen zu erreichen, beispielsweise den Anteil an erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch von 34 Prozent. Damit Österreich klimaneutral wird, brauchtes aber noch erhebliche Anstrengungen, nicht nur im Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Im Wesentlichen sind das höhere Energiepreise, die Verschiebung des Personen- und Güterverkehrs in Richtung umweltfreundlicher Verkehrsträger und eine umfassende thermisch-energetische Sanierung von Gebäuden.

Im „Transition-Szenario“ wurden vom Umweltbundesamt für einige Bereiche im Energiesektor konkrete Ziele formuliert. Bis 2050 sind das vor allem der Ausbau der Wasserkraftwerke auf eine jährliche Produktionsleistung von 47 Terawattstunden (2018: 38 Terawattstunden), der Windkraft auf 28 Terawattstunden (2018: 6), der Photovoltaik auf 26 Terawattstunden (2018: 1,4) und der Biomasse- und Biogasanlagen auf 8 Terawattstunden (2018: 5). Im Bereich der Wasserkraft rückt das Ausbauziel bereits 2030 näher, wenn alle Kraftwerke fertiggestellt werden, die laut E-Control bereits 2018 in Bau beziehungsweise eingereicht oder geplant waren. Da schon jetzt etwa 70 Prozent des technisch-wirtschaftlichen Wasserkraft-Potenzials an Österreichs Fließgewässern ausgenutzt werden, bleibt der weitere Ausbau beschränkt.

Schwieriger wird der Ausbau anderer erneuerbarer Energiequellen. Auch wenn in den nächsten Jahren mit verbesserten Rahmenbedingungen in dem Bereich gerechnet werden kann, ist es unwahrscheinlich, dass damit beispielsweise die Vorbehalte gegenüber Windkraftanlagen ausgeräumt werden. Um die Leistung der Windkraftanlagen von 6 auf 28 Terawattstunden zu erhöhen, braucht es zusätzlich zu den aktuell installierten 1.340 Windrädern noch wenigstens 2.000 neue Anlagen (unter der Annahme, dass die Leistungsfähigkeit der Anlagen zunimmt). In diesem Zusammenhang könnte das Ergebnis einer Studie der BOKU Wien vom Juni 2020 die Diskussion zumindest voranbringen: abhängig vom CO2-Preis fallen Opportunitätskosten von ca. 1,4 Millionen Euro pro Windkraftanlage an, die durch eine Photovoltaikanlage mit derselben Leistung ersetzt wird. Diese Kosten eines „ungestörten Landschaftsbildes“ könnten als Kompensationszahlungen für Anrainer von Windparks verwendet werden.

Photovoltaik und Biomasse

Im Bereich der Photovoltaik können die langfristigen Energieziele erreicht werden. Derzeit liefern die Anlagen nur rund 2 Prozent beziehungsweise 1,4 Terawattstunden an elektrischer Energie, die in Österreich erzeugt wird. Auf den vorhandenen Dachflächen könnten noch Anlagen mit einer Gesamtleistung von 12,3 Terawattstunden installiert werden. Die Leistung lässt sich weiter verdoppeln, wenn zudem geeignete Fassadenflächen genutzt und einige größere Anlagen und zusätzliche Speicherkapazitäten errichtet werden. Mit der wachsenden Nachfrage sollten auch die Kosten der Stromerzeugung mittels Photovoltaik sinken.

Auch der zusätzliche Strombedarf aus Biomasse, der langfristig gebraucht wird, kann gedeckt werden. Der Anteil biogener Brennstoffe an der Stromerzeugung in Österreich soll im „Transition-Szenario“ von knapp 5 auf rund 8 Terawattstunden 2050 steigen. Laut dem Biomasseverband ist es möglich, bis 2030 in Österreich zusätzlich Biomassekapazitäten mit einer Gesamtenergieleistung von rund 30 Terawattstunden nutzbar zu machen (derzeit sind es 63 Terawattstunden). Das wäre sowohl für die Strom- als auch für die Wärmeerzeugung mehr als ausreichend, um den zusätzlichen Bedarf langfristig zu decken. Nicht zuletzt, weil der Verbrauch an Biomasse für die Wärmeerzeugung in Gebäuden aufgrund der geplanten Energiesparmaßnahmen nach 2030 stark sinken wird.

Investitionsbedarf wenigstens 2,6 Milliarden Euro pro Jahr bis 2030

Die Ziele aus dem „Transition-Szenario“ wurden in ähnlicher Form im neuen Regierungsprogramm übernommen, mit dem wesentlichen Unterschied, dass bereits 2030 eine vollständige Umstellung der Stromerzeugung auf Ökostrom erreicht werden soll (derzeit sind es 73 Prozent). Entsprechend rasch wird der Investitionsbedarf nicht nur im Energiesektor wachsen. Grundsätzlich bieten Investitionen in eine klimaneutrale Infrastruktur starke Wachstumsimpulse in unterschiedlichsten Branchen, sie schaffen Arbeitsplätze und sind damit ein wirksames Mittel, um die negativen Wirkungen der Corona bedingten Wirtschaftskrise abzufedern.

Eine Studie der TU Wien aus dem Jahr 2019 zeigt, dass ein Anteil von 100 Prozent grünem Strom am Stromverbrauch in Österreich 2030, vor allem aufgrund des stark steigenden Strombedarfs im Verkehr, zumindest 30 Terawattstunden zusätzlicher Leistung aus erneuerbaren Quellen braucht. Die dafür notwendigen Produktionskapazitäten erfordern etwa 2,6 Milliarden Euro an Investitionen pro Jahr in erneuerbare Energietechnologien. Dazu müssen noch etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr an Förderungen für den Strom aus erneuerbaren Quellen ausgegeben werden (wobei die Fördersumme von der allgemeinen Strompreisentwicklung abhängt und bei niedrigen Strompreisen noch höher liegt).

„In Summe sind die Klimaschutzziele äußerst ambitioniert, aber umsetzbar, unter der Voraussetzung, dass die politischen Weichenstellungen dafür rasch erfolgen“, rät Wolf. „Die Investitionssummen sind auch im Energiesektor ungleich höher, wenn schon 2040 ein klimaneutrales Österreich erreicht werden soll.“

Magenta-Chef Andreas Bierwirth erwartet Digitalisierungsschub

Published on 2. November 2020

Magenta Telekom-CEO Andreas Bierwirth erwartet für die Wirtschaft in Österreich einen massiven Digitalisierungsschub nach Corona. Auch wenn die Telekommunikation vielleicht zu den Profiteuren zählt, sind von der Pandemie alle betroffen. Da braucht es Verantwortung und Mut, die richtigen Schritte zu gehen. Voraussetzung sind totales Commitment zum Team und das gemeinsame Verständnis einer Vision der Zukunft.

„Im Spitzensport arbeitet man mit Stäben, Psychologen und Taktikern. Das sollte im Management nicht anders sein. Wir wollen ja Spitzenleistungen erbringen.“ Über die Rolle einer Ländergesellschaft in einem internationalen Konzern: „Da darf man nicht auf die Chance der Zukunft warten, dass irgendwer von oben sagt, du musst aber das und das machen, sondern wir sollten mehr Ideen haben als umsetzbar sind und dann schauen, wie weit wir kommen.“

„Das Rebranding war ein absolut logischer Schritt“, erklärt Andreas Bierwirth.

Markenwechsel notwendig

Den Kauf des Kabel-TV-Anbieters UPC 2015 nennt Bierwirth einen Glücksfall. Dieser wäre sechs Monate später aufgrund von US-Aktivitäten des Konzerns gar nicht mehr möglich gewesen. Der Umstieg von T-Mobile auf Magenta im Vorjahr war „pure Notwendigkeit“: „Wir haben für das Wachstum der Firma einen eigenen Markt geschaffen, dadurch konnten wir uns eine Spur weit von den dynamischen Entwicklungen auf dem Mobilfunkmarkt entkoppeln. Außerdem wäre die Verbreiterung mit der Marke T-Mobile nicht zu bewältigen gewesen. Sie steht ja nicht für Fernsehen oder Breitband.“

Bierwirth: „Das Rebranding war ein absolut logischer Schritt. Das Einmalinvestment in die Marke, die jetzt schon viel bunter und vielfältiger wahrgenommen wird als T-Mobile jemals wahrgenommen wurde, war eine wichtige Operation – aber nicht die einzige. Wir haben auch die Zweitmarke Telering aus dem Markt herausgenommen und zu Magenta migriert. Gerade für die Telering-Kunden war es deutlich einfacher, eine Marke Magenta zu akzeptieren als in die Parallelmarke T-Mobile reinzugehen.“

Was vielleicht nicht so gut funktioniert hat dabei, waren die Prozesse im Detail. „Das haben wir unterschätzt. Wir sind durch die Übernahme von UPC ein technologischeres Unternehmen geworden.“ Die Art und Weise sowie Geschwindigkeit der Transformation in eine völlig neue Firma hätten ihn selbst überrascht. Und das nicht nur im Team, sondern auch innerhalb der Geschäftsführung. „Es ist nur noch eine Kollegin von T-Mobile dabei, alle anderen sind neu. Da gibt es andere Bedürfnisse, eine andere Generation. Ich bin plötzlich der Älteste, das macht auch etwas mit uns.“

„Im Rahmen des fünfjährigen Mergerplans hätten wir jedes Jahr Kostensynergien“, sagt Magenta Telekom-CEO Andreas Bierwirth.

Covid-19 und die Folgen

Hinsichtlich der Corona-Folgen meint Bierwirth, dass die Telekomwirtschaft zwar nicht zu den Verlierern zählt, aber ebenso schwer darunter leidet. Durch den Wegfall von Geschäftsreisen und Tourismus etwa haben sich auch die Roamingumsätze quasi über Nacht pulverisiert, das hat Auswirkungen auf die Ergebnisse. Umgekehrt fordert der Kapitalmarkt durch die zunehmende Digitalisierung, dem Trend zu Home-Office und Video-Conferencing steigende, zumindest aber stabile Gewinne. „Das heißt, wir müssen das, was wir durch Roaming verloren haben, aus uns selber wieder rausschnitzen, durch Kurzarbeit und Kostensenkungsprograme, um durch die nächsten 12 bis 24 Monate zu kommen.“

Hinzu kommt, dass sich das Thema Kostensenkung bei Magenta durch die noch laufende Integration von UPC potenziert. „Im Rahmen des fünfjährigen Mergerplans hätten wir jedes Jahr Kostensynergien“, sagt Bierwirth. „Jetzt müssen wir zusätzlich Kosten senken aufgrund der Corona-Situation. Das macht es für viele Mitarbeiter unverständlich. Wir sind ja stabil, bauen aber trotzdem Mitarbeiter ab. Das hat aber nichts mit Corona zu tun, sondern ist eine Folge des Mergers. Gleichzeitig müssen wir noch Kurzarbeit und andere Einsparungen machen, um den negativen Corona-Effekt wegzuarbeiten.“

Nicht zu vergessen: „Das Wichtigste ist natürlich, dass unsere Kunden im Businessbereich auch noch unsere Kunden bleiben, und nicht sozusagen die Krise zwar uns nicht betrifft, aber wir am Ende keine Kunden mehr haben, weil im Frühjahr die große Insolvenzwelle rollt. Das betrachten wir mit Sorge.“

Bierwirth zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Was uns sehr gutgetan hat, ist, dass die Systemrelevanz der Telkos für das Land klarer wurde. Wir sind ja ein sehr stark regulierter Bereich – siehe Telekommunikationsgesetz, Konsumentenschutz, Auktionen. Hier wird man uns künftig mit sehr viel mehr Augenmaß regulieren. Die Firmen müssen ja weiterhin fähig bleiben, in die Infrastruktur zu investieren.“

Trotzdem optimistisch!

Published on 2. November 2020

Unternehmenslenker im deutschsprachigen Raum beurteilen die aktuelle Geschäftslage und ihre Zukunftsaussichten trotz Corona-Krise überraschend optimistisch. Sie haben hohes Vertrauen in die eigenen Stärken und sind davon überzeugt, bei der Steuerung ihres Unternehmens überwiegend selbstbestimmt und nur wenig von externen Faktoren abhängig zu sein. Den Volatilitätsschock in Folge der Corona-Krise sehen sie eher als historische Ausnahme und weniger als Ausdruck immer unsicherer und volatiler werdender Märkte. Ihren Strategieprozess passen sie in der Folge nur marginal an und verlieren dadurch möglicherweise wertvolle Zeit, um sich für künftige Krisen zu rüsten.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von PwC in Kooperation mit Kantar und der Technischen Universität Darmstadt, für die 157 Entscheider, darunter 29 aus Österreich, aus Vorstand, Strategie und M&A in der DACH-Region befragt wurden. 

Gerald Eibisberger, Partner und Leiter des Bereichs Deals bei PwC Österreich.

Großer Optimismus trotz volatiler Märkte

„Österreichische Manager sehen der Geschäftsentwicklung in den kommenden fünf Jahren, ähnlich wie Befragte in den Nachbarländern Deutschland und Schweiz, relativ optimistisch entgegen“, erklärt Gerald Eibisberger, Partner und Leiter des Bereichs Deals bei PwC Österreich. „Trotz der erheblichen Marktturbulenzen der vergangenen Monate lässt sich eine starke Zuversicht beobachten. So gehen die Befragten davon aus, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie gemessen an einem Fünf-Jahres-Horizont relativ gering und damit eher eine temporäre Ausnahmeerscheinung sind.“

Auch die künftige Marktattraktivität und die Wachstumschancen in ihrem Geschäftsumfeld bewerten befragte Manager mit Zuversicht. Der große Optimismus der Entscheider zeigt sich auch daran, dass sie sich als überwiegend selbstbestimmt sehen: Sie gehen tendenziell davon aus, dass sie ihr Unternehmen in den kommenden fünf Jahren frei steuern können und nicht allzu stark von externen Faktoren und Einflüssen abhängen.

Markt-Experte Gerald Eibisberger warnt jedoch vor zu großer Zuversicht: „Aktuell könnten die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise durch den Rettungsschirm aus Unterstützungsmaßnahmen, wie z.B. Kurzarbeitsgeldern, Abgabenstundungen und Garantien für Kredite oder Zuschüsse, noch etwas verzerrt und damit abgemildert wahrgenommen werden. Auf Unternehmensseite besteht derzeit die akute Gefahr, die Chancen zur Selbstreflektion und zur Vorbereitung des Business auf künftige Unsicherheiten zu versäumen.“ 

Wirtschaftsabschwung gilt als größte Bedrohung

Denn Risiken gibt es natürlich zahlreiche, das sehen die Befragten auch so. Nach den größten Bedrohungen für die Positionierung im Wettbewerb befragt, nennen die Studienteilnehmer vor allem einen Wirtschaftsabschwung (80 Prozent), Umweltrisiken und Pandemien (61), den sich verstärkenden Wettbewerb (60) und regulatorische Risiken (55 Prozent).

Finanzierungsrisiken sieht nur jeder Vierte als Bedrohung. Doch die Studie zeigt auch, dass Unternehmen dennoch Anpassungen an ihrem strategischen Kurs vornehmen: So stellen Verantwortliche ihre Strategie daher aktuell in leicht verkürzten Zeitabständen auf den Prüfstand. Je pessimistischer die Befragten die Marktattraktivität und die Zukunftsaussichten einschätzen, desto eher verkürzen sie den Zeithorizont für die Überprüfung ihrer Strategie. 

Österreichische Entscheidungsträger ergreifen ähnlich wie deutsche und Schweizer Manager in erster Linie organische Maßnahmen.

Kundenpräferenzen als ausschlaggebender Faktor

91 Prozent der befragten Manager sehen in den Veränderungen der Verbraucherpräferenzen den wichtigsten Anlass, die Unternehmensstrategie anzupassen. Drei Viertel führen die Veränderungen im Wettbewerbsumfeld an. Gefragt nach den strategischen Maßnahmen, auf die sich die Entscheider aktuell fokussieren, nennen die Befragten die Optimierung der Effizienz, die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die Entwicklung neuer Technologien. Die Neuausrichtung des Portfolios gilt als weitaus weniger wichtig.

Österreichische Entscheidungsträger ergreifen ähnlich wie deutsche und Schweizer Manager in erster Linie organische Maßnahmen, um ihr Geschäft zu stabilisieren und zu optimieren: Als wichtige Strategien der kommenden fünf Jahre nennen rund zwei Drittel der österreichischen Teilnehmer Wachstumsprogramme (69 Prozent) und Restrukturierungen (66 Prozent). Insbesondere Wachstums-Maßnahmen haben im Ländervergleich zu Deutschland (75) und der Schweiz (83 Prozent) hierzulande weniger Stellenwert. Große Priorität haben in Österreich dafür strategische Maßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung (72 Prozent) – und damit deutlich mehr Gewicht als für deutsche (60) und Schweizer Teilnehmer (62 Prozent).

Anorganische Maßnahmen wie Transaktionen zur Anpassung des Unternehmensportfolios stehen in allen drei Ländern deutlich seltener auf der Agenda: Nur 14 Prozent aller Befragten ziehen Carve-outs als mögliche Maßnahme in Erwägung, bei österreichischen Managern sind sie sogar nur für rund 4 Prozent eine Option. 

„Österreichische Entscheider fokussieren sich aktuell auf ihr Kerngeschäft sowie die Produkt- und Innovationspipeline. Nur ein geringer Anteil zieht Transaktionen in Betracht, um diese Ziele zu erreichen“, beobachtet Gerald Eibisberger. „Anorganische Entwicklungsmaßnahmen wie Akquisitionen oder Veräußerungen werden aber mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Vergleich mit organischen Maßnahmen bieten Transaktionen zahlreiche Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und Wirkung.“

Kärnten und die Steiermark sollen zum Green Tech Valley werden

Published on 2. November 2020

Die Bereiche Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft bieten angesichts des europäischen Green Deals enorme Wachstumschancen in der grünen Transformation. In Kärnten können 70 bis 100 Betriebe diesem Zukunftssektor zugerechnet werden. In der Steiermark sind es 220 Unternehmen, die Mitglied des steirischen Green Tech Cluster sind. Dank einer neuen bundesländerübergreifenden Kooperation steht diese Plattform nun auch Kärntner Unternehmen offen. Mit der Stadt Villach wird zudem eine Kärntner Kommune Cluster-Partner.

„Wir etablieren damit den Süden Österreichs als Green Tech Valley und erhöhen mit der Zusammenarbeit unsere internationale Sichtbarkeit und Strahlkraft“, sagt der Kärntner Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig.

Viola aus Österreich mahnt „Recycle deine Elektroaltgeräte!“

Ein wichtiges Netzwerk

„Der Green Tech Cluster ist ein international top bewertetes Netzwerk, das Unternehmen beim Wachstum mit grünen Innovationen stärkt“, erklärt die Kärntner Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. „Durch die nunmehrige Zusammenarbeit von Kärnten und Steiermark im Cluster werden Synergien gehoben und die kritische Masse in diesem Bereich ausgebaut. Grüne Technologien gehören zu den wichtigsten Zukunftsthemen – so wie der Silicon Alps Cluster in der Sparte der elektronikbasierten Systeme soll der Green Tech Cluster Kärntner Betrieben aus den Bereichen Solar, Biomasse, Wind, Wasserkraft oder Recycling internationale Sichtbarkeit, gemeinsame Innovationsmöglichkeiten und ein wertvolles Netzwerk bieten.

Ein erster gemeinsamer Themenschwerpunkt beider Bundesländer ist die nachhaltige Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff als Treiber der Energie- und Mobilitätswende. Dazu erscheint Ende November das Green Tech Radar, das die Technologie- und Marktentwicklung der kommenden Jahre aufzeigt. Um Covid-bedingt nun den Export dieser Technologien weiter zu stärken, werden im Cluster gemeinsame Aktivitäten umgesetzt. Mit der Kampagne „Don’t waste // invest“ wird das Know-how von Unternehmen wie Lindner Recycling international kommuniziert. Gemeinsame Einkäufertage sowie eine neue Vertriebsplattform werden nachhaltige Lösungen internationalen Kunden zugänglich machen.

Green Tech bietet für Kärnten und die Steiermark die nächste große Zukunftschance.

Die Süd-Achse wird weiter gestärkt

Die Steiermark und Kärnten haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreiche Kooperationen aufgebaut – etwa mit der Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH, dem gemeinsamen Mikroelektronik-Cluster Silicon Alps und dem Forschungszentrum Silicon Austria Labs. „Ich freue mich daher, dass wir nun auch im Bereich der grünen Technologien verstärkt zusammenarbeiten und damit die Süd-Achse weiter stärken“, meint die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. „Der Sektor ist seit vielen Jahren ein wesentliches wirtschaftliches Stärkefeld der Steiermark. Ich bin davon überzeugt, dass wir wechselseitig voneinander profitieren können und künftig gemeinsam einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten werden.“

Green Tech bietet für Kärnten und die Steiermark die nächste große Zukunftschance, die bestehende Achse bei der Entwicklung und Anwendung von Wasserstoff-Technologien künftig noch weiter zu stärken. Mit der HyCENTA Forschungsgesellschaft der TU Graz wurde bereits ein relevanter wissenschaftlicher Partner gewonnen. Die Green Tech Kooperation bietet nun dem Wirtschaftsstandort Kärnten weiteres Potential, die Riesenchancen von Wasserstoff zu nutzen: in der Industrie, im Verkehrsbereich, in der Wirtschaft und für Green Jobs.

Villach macht mit

Ihren Beitritt zum Cluster bereits beschlossen hat diese Woche die Stadt Villach. Energiereferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner: „Wir räumen den Themen Energieeffizienz, E-Mobilität, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert ein und haben für unser Engagement schon internationale Preise erhalten. Spätestens seit der Milliarden-Investition bei Infineon ist Energieeffizienz nun auch ein industrieller Schwerpunkt in unserer Stadt. Als Partner des Green Tech Clusters kann Villach als Brückenkopf für regionale Unternehmen fungieren und den Konnex zu relevanten Playern herstellen.“

Breitgefächertes Wissen wird gebündelt und multipliziert sich mit der Anzahl der Partner. 2018 hat der Cluster 37 Innovationprojekte mitinitiiert, über 1.500 Ideen bei Unternehmen generiert und rund 1.200 B2B-Kontakte erfolgreich hergestellt. „Der KWF bringt 100.000 EUR jährlich für vorerst zweieinhalb Jahre als Anschubfinanzierung in dem Cluster ein und gestaltet den Jahresplan und die Aktivitäten mit“, berichtet KWF-Vorstand Erhard Juritsch. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich in Österreich Kooperation als überlegener Modus in der Forschung etabliert und die Forschungsachse Süd wächst mit der Koralmbahn ab 2025 noch enger zusammen.

Grüne Technologien sind mit attraktiven Konditionen förderbar und werden es auch auf lange Sicht bleiben. Die Unternehmen im Cluster zahlen je nach Unternehmensgröße Jahresbeiträge von zwischen 750 und 5.900 EUR. Die Unternehmen lernen voneinander, entwickeln gemeinsam F&E-Projekte, nutzen das Netzwerk und direkte Marktzugänge. Das Wachstum Kärntner Unternehmen im Green Tech-Segment in Bezug auf Umsatz und Beschäftigung ist prozentuell größer als das regionale BIP-Wachstum Kärntens.

Klimaschutz schafft Wachstum

Die 220 Unternehmen im Green Tech Cluster haben binnen eines Jahrzehnts diesem Bereich die Arbeitsplätze auf über 25.000 verdoppelt und die Umsätze auf mehr als fünf Milliarden Euro verdreifacht. Mit ihren Technologien leisten die Unternehmen einen globalen Beitrag zum Klimaschutz und der Kreislaufwirtschaft.

Der Cluster unterstützt mit F&E-Projektentwicklung, Technologietrends, Marktchancen sowie globalen Kontakten. Der Cluster wurde wiederholt zum weltbesten Umwelttechnik-Cluster gerankt (VDI/VDE, Global Cleantech Directory sowie Regiostars Award der EU).

Hoffen und Bangen in der Industrie

Published on 21. Oktober 2020

Wie der aktuelle Branchenüberblick der UniCredit Bank Austria zeigt, haben sich bis September die Produktionserwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate in immerhin zwei größeren Industriebranchen, nämlich in der Chemie und der Herstellung von Informations- und Kommunikationstechnik (kurz: Elektronik), am Bau und in einigen wirtschaftsnahen Diensten per Saldo verbessert oder sind positiv geblieben.

Die Chemie wird ihr Produktionsplus von 1,2 Prozent vom ersten Halbjahr bis Jahresende wahrscheinlich etwas ausbauen können. Hingegen wird das Produktionsminus in der Elektronik von knapp neun Prozent vom ersten Halbjahr nicht ganz ausgeglichen werden.

Insgesamt soll sich die Industriekonjunktur im zweiten Halbjahr erholen – allerdings kann das Produktionsminus von zwölf Prozent aus der ersten Jahreshälfte wohl nur zu einem geringen Teil ausgeglichen werden.

Hans Dieter Pötsch, Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG sowie Vorstandsvorsitzender der Porsche SE.

Die schwierige Aufholjagd

In anderen Industrie­branchen sind die Produktionserwartungen für die nächsten Monate und damit auch das Branchenklima im September per Saldo negativ geblieben, wie in der Stahlindustrie und der Elektrotechnik, oder haben sich wieder verschlechtert, wie in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau; diese Branchen werden bis Jahresende nur einen kleinen Teil ihrer Produktionseinbußen vom ersten Halbjahr aufholen.

Im Produktionssektor hinterlässt die Krise bei den Investitionsgüterbranchen, die den Großteil ihrer Produkte im Export absetzen, tiefe Spuren. Dazu zählen vor allem die Fahrzeugerzeugung, die zudem technologisch bedingte Restrukturierungsmaßnahmen belasten, der Maschinenbau und zum Teil die Metallerzeugung- und -verarbeitung. In diesen Branchen ist die Produktion bis Juni 2020 um 15 bis mehr als 30% in der Kfz-Indus­trie gesunken.

Von überdurchschnittlich hohen Einbußen berichten auch kleinere, konsumnahe Indus­triebranchen, die Gebrauchsartikel wie Bekleidung und Schuhe oder Druckereiwaren erzeugen.

„Zwar sind auch die Unternehmen der Kfz-Industrie in ihren Produktionserwartungen im September wieder etwas vorsichtiger geworden. Allerdings waren die Erwartungen bereits in den Vormonaten per Saldo mehrheitlich positiv. Zudem ist die Kapazitätsauslastung der Branche im dritten Quartal wieder gestiegen; dementsprechend dürfte die Kfz-Industrie im weiteren Jahresverlauf 2020 noch an Fahrt gewinnen“, sagt dazu Günter Wolf, Ökonom der UniCredit Bank Austria.

Für die in Oberösterreich beheimatete Miba Gruppe ist Deutschland weltweit der mit Abstand wichtigste Markt.

Für offene Märkte

Die Corona-Pandemie belaste die deutsche und österreichische Wirtschaft zwar in einem „nie dagewesenen Ausmaß“, sagt Hans Dieter Pötsch, Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG sowie Vorstandsvorsitzender der Porsche SE, doch es helfe nicht weiter, die Entwicklung in Schockstarre zu verfolgen.

Generell gelte es, weiterhin für offene Märkte zu sorgen. Protektionismus und Renationalisierung der Produktion seien keine Lösung für die aktuellen Probleme. „Das Zusammenbrechen von globalen Lieferketten während des Lockdowns sollte uns nicht zu dem falschen Schluss führen, dass Protektionismus und Renationalisierung Antworten liefern können“, betont F. Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender des Industrie- und Technologieunternehmens Miba und Vizepräsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich.

Gerade für ein kleines Land wie Österreich sei es essenziell, dass die Unternehmen ungehindert weltweit aktiv sein können: Für die in Oberösterreich beheimatete Miba Gruppe ist Deutschland weltweit der mit Abstand wichtigste Markt, gefolgt von den USA und China. Mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent im vorigen Geschäftsjahr ist Automotive der größte Geschäftsbereich der Miba.

Industrie profitiert von der Kurzarbeit

Dank Kurzarbeit konnten 2020 in der Industrie bisher stärkere Beschäftigungseinbußen vermieden werden. Obwohl die Kapazitätsauslastung der Industrie in Q2 auf 74% und damit tiefer als im Krisenjahr 2009 gefallen ist, ist die Zahl der Arbeitsplätze bis August 2020 lediglich um 1,4 Prozent gesunken – 2009 um insgesamt 5,4 Prozent.

Es ist zwar zu befürchten, dass 2020/21 noch mehr Industrie­beschäftigte, die jetzt noch in Kurz­arbeit sind, ihre Arbeit verlieren. Allerdings bleiben Ausmaß und wohl auch Dauer der Beschäfti­gungskrise im Vergleich zu 2009 moderat, als die Industrie­beschäf­tigung erst nach neun Jahren ihr Vor­krisenniveau wieder erreichte.

Die Bauindustrie läuft noch gut, der Ausblick ist allerdings sehr verhalten.

Optimismus im Osten

Die in die Zukunft gerichteten Indikatoren der jüngsten Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der Sparte Industrie für das zweite Quartal lassen darauf hoffen, dass der Tiefpunkt der Coronakrise durchschritten ist – vorausgesetzt, es kommt zu keiner größeren zweiten Welle.

Allerdings hat sich die Geschäftslage bei den burgenländischen Industriebetrieben im zweiten Quartal insgesamt nochmals verschärft. Dabei gibt es teilweise deutliche Unterschiede in den einzelnen Industriebranchen. So sind die Einschätzungen aus der Pharma-, Medizintechnik- und Lebensmittelbranche optimistischer.

Die Bauindustrie läuft noch gut, der Ausblick ist allerdings sehr verhalten. Sehr schwierig ist die Situation für Unternehmen, die der Automotivindustrie zuliefern; auch die Gesamtauftragsbestände sind im aktuellen Beobachtungszeitraum stark eingebrochen.

Völlig unklar bleibt weiterhin, wie stark und wie schnell die Erholung auf den globalen Märkten stattfindet. Unternehmen reagieren darauf mit Investitionszurückhaltung. Fahren auf Sicht ist derzeit die Devise. Die aktuellen Konjunkturdaten spiegeln damit die allgemeine Unsicherheit wider.

Investitionen vonnöten

Dennoch zeigt der Ausblick auf die nächsten Monate auch wieder leichten Optimismus. So wird die Geschäftslage in sechs Monaten wieder etwas positiver eingeschätzt. Die auf den Shutdown folgenden Lockerungsmaßnahmen, gefolgt von Konjunkturpaketen, haben die Situation deutlich entschärft. Leicht verbessert hat sich auch der Indikator für den Beschäftigungsstand in drei Monaten.

„Ein nachhaltiger Weg aus der Krise kann nur über investitions­getriebenes Wachstum führen“, betont Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland. Es braucht daher rasch eine optimistische Stimmung und die entsprechenden Rahmenbedingungen wie konjunkturstärkende Maßnahmen, um dem Standort wieder den nötigen Aufschwung zu verleihen. „Hier sind vor allem gezielte Förderungen von Investitionen sowie die Senkung der Körperschaftssteuer gefragt. Retro-Belastungsideen wie neue Steuern oder gar Arbeitszeitverkürzung sind Arbeitsplatz-Vernichter und somit völlig kontraproduktiv“, so Puschautz-Meidl.

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Spotlights aus Brüssel

Published on 16. Oktober 2020

Digitale Bildung und Forschung

Das sind die Erfolgsfaktoren Nr. 1, damit Europa im globalen Wettbewerb bestehen kann. Daher müssen diese Themen auch im europäischen Wiederaufbauplan entsprechend berücksichtigt werden.

Die EU-Kommission hat kürzlich drei Initiativen im Bereich Bildung und Forschung präsentiert: den Aktionsplan für digitale Bildung, eine Initiative zum Europäischen Bildungsraum sowie eine zum Europäischen Forschungsraum.

Starker Einsatz für die „de minimis-Erhöhung“

Es steht zu befürchten, dass das Europäische Parlament in seinen Verhandlungen mit dem Rat die von Kommission und Parlament vorgeschlagene Hilfe für existenzgefährdete Betriebe (Solvency Aid) nicht erhalten wird.

Umso wichtiger wäre es, wenn die Kommission unbürokratisch rasche Hilfe ermöglicht: Die Erhöhung von staatlichen Beihilfen von derzeit max. 200.000 auf 500.000 Euro ohne europäische Prüfung und Genehmigung sollte zumindest während der Corona-Krise eine wirksame Unterstützung europäischer Betriebe sein. Eurochambres-Mitglieder treten auf der nationalen Ebene und auch in den Medien dafür verstärkt ein.

Einheitliche Kriterien für Reiseverkehr

Wer heute in Europa eine Reise unternehmen will, stößt auf eine Vielzahl völlig unterschiedlicher Ein- und Ausreiseregelungen, verschärft natürlich durch die sich täglich ändernde Covid-19-Situation. Dies beeinträchtigt massiv den Geschäfts- und Freizeittourismus. Unklare und unverständliche Vorgaben werden oft mehr von Willkür als von Sachverstand geleitet.

Meine Forderung: Einheitliche und klare Kriterien für ganz Europa, zumindest als Empfehlung der EU.

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, hält die Erholung der europäischen Wirtschaft für „unvollständig, unsicher und holprig“.

EZB zweifelt an rascher Erholung

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, hält die Erholung der europäischen Wirtschaft für „unvollständig, unsicher und holprig“.

Falls erforderlich, werde die EZB daher ihre Instrumente anpassen. Eurochambres wird diese Überlegungen begleiten und konkrete Vorschläge dazu einbringen.

Starker Euro erschwert Exporte

Der hohe Wechselkurs des Euro zum Dollar kommt gerade für exportierende Unternehmen zur falschen Zeit. Exporte werden dadurch erschwert, Importe aus dem Dollar-Raum zwar verbilligt, was jedoch bei der derzeit sehr niedrigen Inflation kein starkes Argument ist.

Immerhin jedoch ist es ein gutes Zeichen, dass man der europäischen Wirtschaft in hohem Maße vertraut.

Europa fehlt ein Gesamtplan einer Kooperation mit Afrika!

EU – Afrika

Die geplante Konferenz für eine verstärkte Kooperation zwischen der Europäischen Union und Afrika wurde auf das kommende Jahr verschoben. Es findet derzeit auch keine virtuelle Konferenz dazu statt. Dies ist aus meiner Sicht bedauernswert, weil es auf elektronischem Weg genug Möglichkeiten gibt, Ideen, Anregungen, Erfahrungen und Potentiale aufzuzeigen, daran zu arbeiten und sie als Vorbereitung für eine Konferenz einzubringen.

Europa fehlt ein Gesamtplan einer Kooperation mit Afrika! Viele einzelne Beispiele sind in höchstem Maße anerkennenswert, aber eine koordinierte Strategie, die dringend notwendig wäre und die auch unseren Betrieben viele Chancen eröffnen würde, fehlt.

„Man wird bescheiden“

Published on 16. Oktober 2020

Mit 409.000 Arbeitslosen Ende September bleibt die Lage am Arbeitsmarkt angespannt. Stehen wir vor einer zweiten Welle?

Mit diesen Zahlen kann man natürlich nicht zufrieden sein. Aber mit wir sind jetzt doch deutlich unter dem Höchstwert von 530.000 Personen, die Mitte April arbeitslos gemeldet oder in Schulungen waren. Ende September lagen wir um 22 Prozent über dem Wert des Vorjahres, das ist immer noch viel zu hoch, aber besser als in den Vormonaten – man wird ja bescheiden. Von einer „zweiten Welle“ am Arbeitsmarkt kann erfreulicherweise nicht gesprochen werden, trotzt strengerer Gesundheitsmaßnahmen. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit hat sich reduziert. Und auch die Sommersaison im Tourismus ist in vielen Regionen besser gelaufen als befürchtet.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung, was kommt da auf uns zu?

In den Wintermonaten kommen erfahrungsgemäß rund 100.000 Saisonarbeitslose auf den Arbeitsmarkt, vor allem aus den Branchen Bau und Tourismus. Diese mit eingerechnet, erwarte ich für Jänner mit rund einer halbe Million Personen, die arbeitslos gemeldet oder in Schulungen sind.

Die Bundesregierung will 700 Millionen in Umschulung und Weiterbildung von Arbeitslosen investieren. Ist das der richtige Ansatz?

Diese zusätzlichen Mittel – und das ist wirklich ein großes Paket – sind absolut sinnvoll. Denn in Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt stark belastet ist, ist es am besten, in Qualifizierung und Weiterbildung zu investieren. Sobald die Konjunktur wieder anzieht, werden genau diese ausgebildeten Fachkräfte benötigt. Deshalb war es auch wichtig, dass wir die Zahl der angebotenen Lehrstellen von 10.000 auf 13.000 erhöhen konnten.

Es gibt mehr Arbeitslose als sonst, trotzdem fehlt es in manchen Branchen an Fachkräften. Ist Corona ein Anlass, mal wieder über eine Verschärfung von Zumutbarkeitsregelungen nachzudenken?

Ich sehe dieses Thema derzeit nicht. Das ist eher relevant, wenn das Angebot an Arbeitskräften gering ist. Aber natürlich gilt auch jetzt: Wer mobil ist, hat bessere Chancen auf einen neuen Job.

Droht uns eine höhere Sockelarbeitslosigkeit von Menschen, die dauerhaft arbeitslos sind?

Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass solche Krisen auf die Langzeitarbeitslosigkeit einen negativen Effekt haben. Das ist auch dieses Mal zu befürchten. Denn jetzt werden bevorzugt Personen eingestellt, die aus der Kurzarbeit kommen – mit dem Effekt, dass die „mittleren“ Arbeitslosen in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. Auch da hilft nur Qualifikation.

Der Chef des Instituts für Höhere Studien, Martin Kocher, erwartet, das wir erst 2024 wieder auf das Vor-Krisen-Niveau bei der Arbeitslosigkeit herunter kommen. Sehen Sie das auch so pessimistisch?

Es ist schwer, das so genau zu prognostizieren. Aber ich erwarte auch, dass uns die Probleme, die wir jetzt aufbauen, die nächsten zwei bis drei Jahre beschäftigen werden. Es hängt alles davon ab, wie schnell wir aus der Talsohle wieder herauskommen. Und natürlich auch davon, wie lange die finanziellen Ressourcen der Unternehmen noch reichen, diese kritische Phase durch zu tauchen. Nach der Finanzkrise 2009 ist es recht schnell wieder nach oben gegangen. Ich wünsche mir, dass das jetzt auch wieder gelingt.

Autor/in: Mag. Arne Johannsen

„Wir können ein Milliarden-Unternehmen werden“

Published on 5. Oktober 2020

Herr Jäger, man erschrickt beinahe über die faszinierende Vielfalt Ihrer Unternehmensgruppe …

Mich beschäftigen und interessieren verschiedenste Bereiche – es sind ausschließlich Geschäftsfelder, die mich auch emotional berühren. Weiters hatte ich einen kleinen Startvorteil, da ich aus einer Unternehmerfamilie stamme – mein Großvater hat sein „Start-up“ 1933 initiiert.

Angefangen habe ich übrigens in „Ihrer“ Branche, nämlich im Medien-Business. Mit Büros in Hamburg, Leipzig, München und Stockelsdorf (bei Lübeck) sind wir vor allem in Deutschland als bestens etablierter Vertriebspartner aktiv und erfolgreich. Dieses Geschäft sorgt für kontinuierliche, sichere Erträge bzw. Umsätze und wird sich durchaus auch in Zukunft gut behaupten.

Und dann?

Dann ist das eine oder andere dazugekommen … (lacht)

Mit der börsennotierten Preos Real Estate AG entwickeln wir Gewerbeimmobilien – vor allem in deutschen Ballungsräumen. Weiters agiere ich als Venture Capitalist und Startup-Financier vor allem im Fitness- und MedTech-Bereich. Ein Beispiel für ersteres ist Quanta mit kompakten und multifunktionalen Hämodialyse-Systemen. Bei EasyMotionSkin bin ich vor einigen Jahren als Investor eingestiegen. Mittlerweile gehört mir das Unternehmen zur Gänze und bildet eine eigene, international tätige, Unternehmensgruppe in der Jäger Firmengruppe.

Christian Jäger hat zu den verschiedensten Themen eine ganze Menge zu sagen …

Sportmanager sind Sie auch … Weltmeisterin Christina Hammer oder Weltmeister Manuel Charr findet man auf Ihrer Liste.

Ja, das kommt mit meinem Engagement im Sport- und Fitnessbereich. Es geht mir eben keinesfalls ausschließlich um die Optimierung von Cashflow, Rendite oder Umsatz. Mir liegt die Gesundheit am Herzen – natürlich meine eigene und das Wohl meiner Familie, ebenso das Wohlbefinden der Mitmenschen. Fitness und Wellness sind wesentliche Bestandteile eines erfüllten Lebens – und auch Grundvoraussetzung für jeden langfristigen unternehmerischen Erfolg.

Mens sana in corpore sano: Ohne gesunden Körper und gesunden Geist kann es kein gesundes Unternehmen geben.

Trotzdem noch einmal zurück zu den harten Fakten: Wie übersteht Ihre Gruppe die Corona-Pandemie?

Wir sind unverändert stolz auf permanentes Wachstum in allen Unternehmen und haben praktisch kaum oder keine Einbrüche zu verzeichnen. Das führe ich auf die strategische Ausrichtung der Unternehmen zurück und liegt zudem am Umstand, dass Gesundheit und Fitness auch und gerade in schwierigen Zeiten unverzichtbar sind.

Meine Mitarbeiter und Partner in der Unternehmensgruppe ziehen mit mir an einem Strang, sie bilden die Basis für alle unsere Erfolge und verkörpern unseren erfolgreichen Team-Geist nach außen.

Ihre besondere Liebe gehört jenem Projekt, auf das wir uns in der Headline beziehen …

Definitiv. Soeben haben wir dafür einen Neubau – den EasyMotionSkin DOME – in Seefeld (Tirol) um mehrere Millionen € als Leuchtturmprojekt für die Branche realisiert! EasyMotionSkin ist das „kleinste Fitnessstudio der Welt“, mit überragend positiven Aspekten in allen Bereichen.

Dieses Produkt verkörpert sozusagen 1:1 meine Lebens- und Unternehmerphilosophie: Es gibt keine Grenzen, jeder kann über sich hinauswachsen und mental und physisch erfahren, zu welchen Riesenerfolgen sie oder er fähig ist. EasyMotionSkin inspiriert, verändert, formt und fördert die Gesundheit und führt jeden Menschen – nicht nur Unternehmer – „gesund zum Erfolg“.

So weit die hymnische Vision … was dürfen sich unsere Leser konkret darunter vorstellen?

EasyMotionSkin ist ein Trainingsanzug oder besser – ein Trainingssystem –mit hochentwickelter Elektromuskelstimulation (EMS). Das „World’s Smallest Gym“, wie wir gerne sagen, trainiert und regeneriert den Körper mit der innovativsten Form von Elektromuskelstimulation. Dabei pushen patentierte Trockenelektroden mit niederfrequenten elektrischen Impulsen bis zu 90 Prozent der Körpermuskulatur und sorgen dadurch für erhöhte Sauerstoffaufnahme und die Steigerung von Muskelkraft und Leistung – kurz für optimale Trainingseffekte. EMS-Workouts verbrauchen dreimal mehr Kalorien und sind bis zu 18mal effizienter als klassische Trainings.

Unser besonderer Vorteil: EasyMotionSkin ist kabellos und damit grenzenlos frei in der Wahl der Trainings. Ob in den eigenen vier Wänden, im Fitness-Studio, beim Golfen oder draußen im Wald, beispielsweise beim Spaziergang mit dem Hund. Mittels App steuert man die zahlreichen Anwenderprogramme auf dem Phone. Die medizinisch entwickelte Regenerationsprogramme sind übrigens der perfekte Abschluss nach einem intensiven Training oder harten Arbeitstag.

Das klingt gut – aber gerade in diesem Bereich muss doch auch wissenschaftlich alles hieb- und stichfest geprüft und bewiesen sein …

Selbstverständlich. EasyMotionSkin fußt auf den Erkenntnissen und Forschungen des führenden Herzmediziners und Chefarztes Prof. Dr. Dirk Fritzsche. Er hat das erste kabellose EMS-System entwickelt und die erste Trockenelektrode patentiert, nach mehr als 2.000 Trainingseinheiten an Patienten. Zu den Schlüsselergebnissen zählen die geleistete Kraft sowie die Absenkung von Blutdruck und -zucker.

Österreichs Pioniergolfer Markus Brier.

Also ein Produkt mit einer Vision weit über den D-A-CH-Raum hinaus …

Völlig richtig! EasyMotionSkin gibt es natürlich in Europa und auch bereits in China, Iran, Japan, Mexiko, Russland und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wir können auf jede Menge absolut überzeugte „Testimonials“ wie Rodelweltmeister Wolfgang Kindl, den österreichischen Pioniergolfer Markus Brier, Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier, SKY Sport – Moderatorin Sylvia Walker, Schauspieler Ralf Moeller und viele andere verweisen.

Selbstverständlich wird EasyMotionSkin ständig weiterentwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards in Deutschland produziert. Unser neuester Deal hat mit der Raumfahrt zu tun, ich bin sehr zuversichtlich, dass EasyMotionSkin schon bald auch das Weltall erobert!

Christian Jäger vor dem Alpenchalet Wildmoos.
Verraten Sie uns zum Abschluss auch noch ein wenig aus Ihrer Privatsphäre und können Sie unseren Lesern etwas Nachhaltiges „mitgeben“?

Ich habe eine wundervolle Frau und drei großartige Kinder und selbstverständlich arbeite ich in ihren Augen (noch) immer viel zu viel … Bin aber sehr um weiter voranschreitende Strukturierung meiner selbst bemüht. (Lächelt.)

Und wenn Sie gestatten, darf ich hier meine sechs „Erfolgsregeln“ publizieren?

Sehr gerne und vielen Dank für das Gespräch!

Die sechs Erfolgsregeln
des Christian Jäger

Regel 1)
Glaube an Dich. Erfolg beginnt im Kopf.

Wenn Du nicht an Dich glaubst, glaubt auch kein anderer an Dich und Deine Ideen. Heute bin ich als Investor in der Situation, zusammen mit Gründern und Geschäftspartnern ihre Ideen nach vorne zu bringen. Wir glauben gemeinsam als Team daran, dass wir etwas Großes schaffen können. Dieser Glaube ist das, was Dich antreibt, wann immer Du in Dir selbst die Kraft suchst, weiterzumachen.

Und genau mit diesem Glauben hat auch die Erfolgsgeschichte von EasyMotionSkin begonnen – sie ist sozusagen das Produkt zu dieser Regel: Du musst glauben, dass Du besser sein kannst, Du musst aus Dir selbst heraus Grenzen überwinden wollen, wenn Du den blauen Anzug anlegst. Genau dann wirst Du es schaffen. Für alle die, die kein Limit akzeptieren – für die ist EasyMotionSkin.

Regel 2)
Arbeite hart und trainiere deinen Körper.

Jeden Morgen, wenn es noch dunkel ist, stehe ich auf, ziehe meinen blauen Anzug an und trainiere. Es ist ein festes Ritual, bei dem ich mit jedem Schritt und jeder Wiederholung dem inneren Schweinhund zurufe, dass er keine Macht über mich hat. Ja, Erfolg ist kein Glück, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Es braucht Fleiß, Schweiß und Disziplin, um seine Ziele zu erreichen.

Dabei ist unser Körper mehr als nur ein Werkzeug. Ihm wohnt die Kraft inne, auch in kritischen Situationen gelassen zu agieren und in Extremsituationen unternehmerisch die richtigen Entscheidungen zu treffen – auch nach 18-Stunden-Tagen. Deshalb braucht ein gesundes Unternehmen einen Unternehmer an der Spitze mit einem gesunden Körper. Diese Regel ist so einfach und doch so schwer täglich umzusetzen.

Regel 3)
Erst Widerstände formen den Charakter.

Widerstände sind das, woran wir wachsen. Es ist das, was uns stärker macht. Bei ruhigem Seegang auf der Brücke zu stehen und Kapitän zu spielen, ist das Einfachste der Welt. Erst wenn die See rauer wird, wenn Dir das Wasser von allen Seiten ins Gesicht peitscht, erst dann zeigt sich, aus welchem Holz Du geschnitzt bist.

Das zeichnet den Unternehmer aus: Auf der Brücke zu stehen und das Schiff zu steuern, wenn der Sturm am heftigsten tobt. Wenn dann die Stille eintritt, hast Du eine weitere wichtige Lektion in Deinem Leben gelernt. Du bist stärker geworden. Und der nächste Sturm wird Dir weniger anhaben können. Auch bei EasyMotionSkin arbeiten wir bewusst gegen Widerstände. Sie sind elektrisch und oftmals so stark, dass wir im ersten Moment nicht glauben, sie überwinden zu können. Und dann bewegst Du Dich und merkst: Du schaffst das.

Regel 4)
Ignoriere die Nein-Sager.

 „Nein.“ „Das geht nicht.“ „Das schaffst Du niemals.“ Stell Dir vor, wenn Steve Jobs oder Michael Jordan auf die Nörgler und Zweifler gehört und aufgegeben hätten? Es gäbe keine Flugzeuge, keine Autos und wir wären auch niemals zum Mond geflogen. Vor jeder großen Revolution stand immer ein großes: NEIN! Auch Du solltest die Stimmen nicht beachten, die Dich klein machen wollen.

Ich liebe Nein-Sager – Sie sind für mich Ansporn und Motivation, weil ich weiß, dass ich jetzt einen Weg gehe, den die meisten niemals gehen würden, den sie für unmöglich halten und der ihnen Angst bereitet. Genau auf diesem Weg will ich sein. Ich will dorthin, wo noch nie ein anderer gewesen ist. Ich will den Nein-Sagern jeden Tag mein „Ja!“ zurufen. „Ja, ich schaffe das!“ Das ist es, was auch Du Dir jeden Tag sagen musst.

Regel 5)
Verkaufe nur das, von dem du selbst überzeugt bist.

EasyMotionSkin ist mein Baby. Ich glaube fest an die Idee, dass man Menschen GESUND ZUM ERFOLG bringen kann. Dass in Menschen viel, viel mehr steckt, als sie selbst für möglich halten. Der blaue Anzug ist für mich wie eine Art Superman- oder Superwoman-Anzug, den man überstreift, um über die eigenen Grenzen zu gehen, um Großartiges zu schaffen.

Ich trage diesen Anzug jeden Tag. Ich trainiere hart, diszipliniert und befolge meine sechs Regeln. Jeden Tag. Für etwas anderes könnte ich niemals stehen. Etwas, was ich nicht selbst lebe, könnte ich niemals verkaufen. Deshalb: Brenne lichterloh, sei authentisch, sei selbst Dein glühendster und begeistertster Kunde und Du wirst auch andere mit Deiner Idee anzünden.

Regel 6)
Sei dankbar und gib etwas zurück.

Jeden Tag stehe ich morgens auf, blicke mich um und bin voller Dankbarkeit für das, was mir das Leben gegeben hat. Ich bin dankbar für die Menschen, die an mich glauben, die mich inspiriert haben und die zu mir stehen. Auch wenn ich dann in aller Frühe in meinem blauen Anzug durch den Wald laufe und tief die klare Morgenluft einatme, bin ich erfüllt von einem tiefen positiven Gefühl der Dankbarkeit: Für die Natur und dafür, dass ich gesund bin.

Gesund sein ist nicht selbstverständlich. Es ist ein hohes Gut und ohne Gesundheit ist alles nichts. Deshalb ist es so wichtig, die eigene Gesundheit zu schützen und anderen dabei zu helfen, selbst ein erfülltes, erfolgreiches und gesundes Leben zu führen. Nichts macht glücklicher und erfüllt mit mehr Zufriedenheit, als der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.
Nichts!

14,3 Prozent

Published on 5. Oktober 2020

EIN DRITTEL

Der heimische Tourismus hat rund ein Drittel eingebüßt.

11,5 Millionen „Erneuerbare Energie“-Arbeitsplätze weltweit

Die Welt ist aktuell Zeuge eines vielversprechenden Beschäftigungswachstums im Sektor der erneuerbaren Energien, wo es immer mehr Jobs gibt.
Spitzenreiter ist die Photovoltaik mit rund 3,8 Millionen vor dem Bereich der Biokraftstoffe mit 2,5 Millionen Arbeitsplätzen.

50 Milliarden Euro

So viel ist das Hilfspaket für die heimische Wirtschaft „schwer“.
Dazu kommen Stundungen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen etc.

405.575 Arbeitslose

So viele Menschen sind derzeit (Stand: 29.9.) ohne Job beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet.
Das sind rund 74.000 mehr als vor einem Jahr.
In Kurzarbeit befinden sich 290.696 Personen.

Rund 20 Prozent

Immerhin etwa jedes fünfte österreichische Unternehmen will aktuell das Weiterbildungsbudget erhöhen.
69 Prozent der Firmen wollen trotz Covid-19 an ihren Weiterbildungsbudgets festhalten.

8 von 30

So viele „Wohlstandsindikatoren“ bewertet die Arbeiterkammer derzeit positiv: die sehr hohe Arbeitsproduktivität und hohe real verfügbare Einkommen in Österreich, hohe Lebenszufriedenheit und physische Sicherheit, geringe Armutsgefährdung, hohe Forschungsausgaben und Erwerbsquoten, einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, entwickelte Mitbestimmung, vergleichsweise niedrige Feinstaubbelastung und ökonomische Stabilität.

Quellen: Arbeiterkammer, IRENA (Internationale Agentur für Erneuerbare Energien), Makam Research, Statistik Austria, eigene Recherchen

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Drei Top-Ideen gegen das Virus

Published on 5. Oktober 2020

eyepin launcht digitale Lösung für die Gästeregistrierung in der Gastronomie

Angesichts der Registrierungspflicht von Gästen in Restaurants hat der Marketing-Spezialist eyepin nun einen kostengünstigen und datenschutzrechtlich sicheren Service vorgestellt. Mit SafeGuest können Gäste mit ihrem Mobiltelefon einfach einen QR-Code am Tisch abscannen, ihre Kontaktdaten eingeben und sind somit registriert.

Franz Kolostori, Geschäftsführer von eyepin: „Der Gast braucht in der Regel weniger als eine Minute, um seine Daten einzugeben und für den Lokalbetreiber bietet SafeGuest eine Übersicht, welcher Tisch bereits seine Daten bekanntgegeben hat. Dazu braucht es weder die Installation einer Software noch einer App. Einfacher geht es nicht.“

Lokalbetreiber ersparen sich zusätzliche Zettelwirtschaft und sind damit sicher vor teilweise drakonischen Strafen, denn die Informationen der Gäste werden je nach gesetzlicher Vorgabe DSGVO-konform im Hochsicherheits-Datenzentrum von eyepin gespeichert und sind im Falle eines notwendigen Contact Tracings sofort verfügbar.

„Es gibt in jedem Land und in beinahe jedem Bundesland in der DACH-Region andere gesetzliche Regelungen, die wir über den Standort des Betriebes jederzeit adaptieren können“, erklärt Franz Kolostori.

Im Unterschied zu den meisten verfügbaren Tools ist SafeGuest an regional unterschiedliche Vorgaben der Gesundheitsbehörden anpassbar. „Wir haben in jedem Land und in beinahe jedem Bundesland in der DACH-Region andere gesetzliche Regelungen, die wir über den Standort des Betriebes jederzeit adaptieren können“, so Kolostori.

Der Gastronom meldet sich online bei SafeGuest an und erhält einen Account mit Druckvorlagen für Tischaufsteller und Aushängen. Diese enthalten einen QR-Code sowie eine Kurz-URL, welche die SafeGuest Registrierungs-Site des Betriebes öffnet. Der Gast gibt lediglich seine Daten ein und bekommt eine Bestätigung dafür. Binnen zwei Minuten können sich Betriebe online registrieren und SafeGuest einen Monat kostenfrei nutzen, danach wird eine Monatsgebühr von € 9,90 exkl. MwSt. verrechnet. Der Service kann monatlich gekündigt werden.

www.eyepin.com/de/safeguest

„Dass wir fortan noch einfacher, schneller und vernetzter zusammenarbeiten können, war uns ein wichtiges Anliegen.“

ISS Österreich zeigt sich mit IDA gut gerüstet

Mit der Ausbreitung des Coronavirus sind Unternehmen insbesondere in der Mitarbeiterkommunikation stark gefordert – so auch ISS Österreich, Nummer 1 auf dem heimischen Facility Services Markt. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, vernetzt ISS Österreich nun alle ISS-Teams an den rund 5.000 Kundenstandorten bzw. rund 7.000 Mitarbeiter mit Hilfe einer neuen Mitarbeiter App namens IDA. ISS wird damit nicht nur den aktuellen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung gerecht, sondern rüstet sich gegen die Herausforderungen der Corona-Krise und einer möglichen zweiten Welle im Herbst.

Tagesaktuelle Entscheidungen, neue Verhaltensregelungen und Vorkehrungen können so in Echtzeit intern kommuniziert und Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden. „Dass wir fortan noch einfacher, schneller und vernetzter zusammenarbeiten können, war uns ein wichtiges Anliegen“, sagt Nicolas Salinger, Head of Marketing & Sales. Denn gerade die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig die Kommunikation mit und unter den Mitarbeitern sei. „In vielen Situationen waren wir gefordert, sehr rasch mit allen zu kommunizieren. Mit IDA sind wir in der Lage, unsere Mitarbeiter umgehend zu informieren – unabhängig davon, wo sie sich aufhalten.“

Gerade bei ISS Österreich spielt die interne Kommunikation eine entscheidende Rolle, da die 7.000 Mitarbeiter an einer Vielzahl von Kundenstandorten verteilt sind und rund 80 Prozent aller Mitarbeiter über keinen unmittelbaren PC-Zugang verfügen: „Umso wichtiger war es, dass wir einen Weg finden, unsere Kollegen mit einer intuitiv zu bedienenden und mobilen Plattform immer up-to-date halten“, erklärt Salinger. Dazu wurde von ISS auch ein neues Videoformat namens „ISS TV“ ins Leben gerufen. Das neue Format „ISS TV“ und die damit transportierten CEO-Nachrichten an alle Mitarbeiter waren speziell in den letzten Wochen wichtiger Bestandteil der Krisenkommunikation – auch hinsichtlich einer zweiten Welle wird dieses Format seiner Bedeutung auch künftig gerecht.

Erich Steinreiber, CEO ISS

Besonderen Wert legt der Gebäudespezialist auf die Möglichkeit der Interaktion und Partizipation. In einem unternehmensweiten Wettbewerb wurden Mitarbeiter eingeladen, Namensvorschläge für die App einzureichen – so entstand der Name „IDA“, der auf die dänischen Wurzeln des Konzerns referenziert. Auch in der App selbst gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Interaktion: neben einem Social Feed, der die neuesten Informationen und News im Unternehmen beinhaltet, macht es eine eigene Funktion möglich, dass Mitarbeiter „IDA“ Geschichten aus dem Alltag bzw. vom Team erzählen. Das Einreichen von Geschichten und ebenso das Liken, Teilen oder Kommentieren von Beiträgen bzw. das Empfehlen von neuen Mitarbeitern wird mit Goodie-Punkten belohnt. Diese Punkte können wiederum im internen Goodie-Store gegen Preise, Reisen oder Frühstückstermine mit dem CEO eingetauscht werden. „Die aktuellen Nutzungsraten stimmen uns sehr positiv und wir sehen, dass unsere Teams die App sehr gut annehmen und fleißig am Unternehmensgeschehen teilnehmen“, sagt Salinger abschließend. Damit fühle sich Salinger gut gerüstet für eine mögliche zweite Welle im Herbst.

Markus Nagl (CEO wocodea) und Paula Czeczil (Senior Advisor wocodea).

Neukunden gewinnen in Zeiten von „social distancing“: mit einer Weiterempfehlungs-App

Die Corona-Pandemie mit allen damit verbunden sozialen Einschränkungen macht es für Unternehmen zunehmend schweres Wachstum zu generieren. Das im August gegründete österreichische Start-up Wocodea schafft hier mit seiner gleichnamigen Weiterempfehlungs-App Abhilfe. Sie macht es trotz „social distancing“ auf einfache Art möglich, neue Kunden zu akquirieren. Die App baut auf die persönliche Weiterempfehlung begeisterter Kunden auf und stellt über Social Media den direkten Draht zwischen dem jeweiligen Unternehmen und seinen potentiellen Neukunden her.

„Konkret wurde Wocodea für WhatsApp und den Facebook Messenger entwickelt“, erklärt Markus Nagl, Gründer und Geschäftsführer des Start-ups. Mitgründerin Paula Czeczil: „Wir haben uns schon lange mit Neukundenakquise in einer zunehmend digitalen Welt beschäftigt. In Zeiten von Corona, in denen der persönliche Kontakt schwieriger wird, ist dieser Bedarf mehr denn je gegeben. Mit Wocodea haben wir eine einfach handhabbare Lösung in die Welt gesetzt, die es Unternehmen ermöglicht, auf innovativem, aber trotzdem vertrauensvollen Wege potentielle Kunden anzusprechen.“

Die App – erhältlich für Apple- und Android-Geräte – ermöglicht mit nur einem Klick eine Weiterempfehlung für ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung an persönliche Kontakte – angefangen bei Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten bis hin zu Kollegen. „Nach Gesprächen mit mehr als tausend Verkäufern in den letzten Jahren wissen wir, dass dieser Weg besonders effektiv ist, weil echte Interessenten angesprochen werden. Die Erfolgschancen in der Akquise sind hoch und das Wachstum damit sehr effizient“, informiert Czeczil. Das Konzept ist einzigartig. Nicht das technische Tool = die App gibt die Empfehlung ab, sondern ein begeisterter Kunde. Wocodea ist somit, einfach gesagt, Mundpropaganda in digitaler Form. Eine monetäre Vergütung gibt es für das Abgeben einer Weiterempfehlung nicht, was diese besonders vertrauenswürdig macht. „Ich bin begeistert von dieser Dienstleistung oder diesem Produkt, sieh Dir das dich an, vielleicht findest Du auch Gefallen daran“ – das ist laut Geschäftsführer Nagl die Hauptmotivation für die Nutzung der App. Nagl blickt auf über zehn Jahre Selbstständigkeit im Vertriebsbereich zurück und kennt daher die vertrieblichen Herausforderungen, mit denen insbesondere Einzelunternehmer konfrontiert sind, aus erster Hand.

Für das schmalere Budget gibt es die App als „Easy-Growing“-Variante. Diese ist in erster Linie für Freelancer und Einzelunternehmen konzipiert worden. Die „Professional-Growing“-Variante beinhaltet erweiterte Features und ist insbesondere an Unternehmen gerichtet, die aufgrund ihrer Produktvielfalt mehrere Zielgruppen ansprechen. Zunächst legt ein Unternehmen, zum Beispiel der Friseur Shininghair, in der App ein Profil mit Informationen wie Firmenname, Kurzbeschreibung und einem Willkommensangebot an. Nun ist die Kundin Pia sehr zufrieden mit einer Dienstleistung von Shininghair. Der Friseur bittet Pia, das Unternehmen weiterzuempfehlen und schickt ihr dafür einen Wocodea-Link. Dieser kann nun über WhatsApp oder den Facebook Messenger an beliebig viele Freunde weitergeleitet werden. Natürlich weiß Pia sehr genau, wer Interesse an den Dienstleistungen von Shininghair haben könnte. So wird der „perfect fit“ ermöglicht. Öffnet nun zum Beispiel Pias Freundin Sarah, den Link, erhält sie ein Willkommensangebot. Erst wenn Sarah an diesem Angebot aktiv Interesse zeigt, werden ihre Kontaktdaten an Shininghair weitergeleitet.

Die erste Kontaktperson, die via Wocodea Interesse zeigt, ist kostenlos für das angemeldete Unternehmen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, zwischen den beiden App-Variationen zu wählen. Der Preis für die „Easy-Growing“-Version beläuft sich auf 29,99 Euro, die „Professional-Growing“-App gibt es ab 49,99 Euro pro Monat.