Schlagwort: Immobilien

Willkommen im neuen Heim, BUWOG!

Published on 20. Oktober 2020

Auch die Corona-Krise konnte die Fertigstellung des neuen Kunden- und Verwaltungszentrums der BUWOG nicht stoppen: Nach insgesamt rund 25 Monaten Bauzeit und nur wenigen Wochen Verzögerung haben Anfang Juni die ersten Mitarbeiter unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien das neue Bürogebäude in der Rathausstraße 1 im ersten Wiener Gemeindebezirk bezogen. Das von der ARGE Schuberth Schuberth/Stadler Prenn/Ostertag entworfene Gebäude am Standort des ehemaligen Rechenzentrums der Stadt Wien präsentiert sich als moderne Arbeitswelt, die auch Kunden zum Wohlfühlen einlädt.

„Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 hat sich die BUWOG zum aktivsten privaten Wohnbauträger Österreichs entwickelt – darauf sind wir sehr stolz. Wir haben uns für den Standort in der Rathausstraße entschieden, um einerseits für unsere Kunden sowie für unser Team zentral erreichbar zu sein. Andererseits setzen wir mit der prominenten Standortwahl ein Zeichen, das unserem Ruf als erfolgreiches Wiener Wohnbauunternehmen gerecht wird“, so Daniel Riedl, Vorstandsmitglied der Vonovia SE und verantwortlich für das gesamte BUWOG-Geschäft in Österreich, über den Neubau. Andreas Holler, für das Development verantwortlicher Geschäftsführer der BUWOG Group GmbH: „Wir haben hier im Herzen von Wien einen architektonischen Blickfang geschaffen, mit dem die Marke BUWOG noch lange Zeit in Verbindung gebracht werden wird.“

Die BUWOG ist Österreichs stärkste Marke im Bereich „Wohnen“.

Sobald es die Corona-bedingten Umstände wieder zulassen, empfängt ein mit Bibliothek und gemütlichen Sitzmöglichkeiten ausgestatteter Wartebereich in der Eingangshalle die Kunden. Der Kunden- und Vertriebsbereich verfügt über bequeme Sofas, eine Kinderspielecke und im Showroom werden Interessierten unterschiedliche Ausstattungsmuster präsentiert. Vom Raumkonzept bis zum Schreibtisch – alles ist hochmodern und entspricht dem neuesten Stand der Technik. Offene, helle Flächen mit viel Glas prägen die Arbeitsumgebung ebenso wie Besprechungszonen und Rückzugsmöglichkeiten. Die Kombination aus Begegnungszonen und ruhigen Arbeitsplätzen lässt viel Freiraum für Kreativität und Innovation, fördert damit die Unternehmenskultur und schafft neue Chancen. Hinzu kommt die optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sowie die ausgezeichnete Infrastruktur in der Umgebung. Ein Supermarkt befindet sich direkt im Gebäude, Apotheken und gastronomische Angebote in unmittelbarer Nähe.

Gesundheit am Arbeitsplatz

Die mit dem Gütesiegel für familieundberuf ausgezeichnete BUWOG legt auch im neuen Kunden- und Verwaltungszentrum Priorität auf Gesundheit und Sicherheit sowie die ausgewogene Work-Life-Balance der Mitarbeiter. Um ihrem Anspruch als familienfreundlicher Arbeitgeber gerecht zu werden, wurde im neuen Bürogebäude ein Familienbüro mit zwei Arbeitsplätzen eingerichtet: Es verfügt über einen Spielebereich, der Kindern unterschiedlicher Altersgruppen Unterhaltungsmöglichkeiten bietet. Eltern können ihrer Arbeit nachgehen und wissen dabei ihre Schützlinge sicher aufgehoben. Büromöbel wie höhenverstellbare Schreibtische entsprechen ergonomischen Anforderungen und hochmoderne Tageslicht-Stehlampen spenden angenehmes Licht, das über Bewegungsmelder gesteuert wird. Darüber hinaus versorgt das neue Bistro das BUWOG-Team täglich mit frischgekochten Speisen aus Großteils regionalen Produkten.

Bereits bei der ersten Entwurfsplanung wurde dem schonenden Umgang mit Ressourcen größter Wert beigemessen. Anstatt das frühere Bestandsgebäude einfach abzureißen, wurde das ehemalige Rechenzentrum der Stadt Wien in mehreren Etappen und in enger Zusammenarbeit mit BauKarussel, zurückgebaut. Gemeinsam mit der ReUse-Plattform „Harvest Map“ wurden sämtliche wiederverwertbare Bauteile, inklusive Möbel und Innenausstattung, gezielt einer neuen Funktion zugeführt. Letztlich konnten rund 90 Prozent des Gebäudes über eine Aufbereitungsanlage als Sekundärrohstoff in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Der Neubau wurde mit Augenmerk auf den Einsatz nachhaltiger Baumaterialien sowie auf das Produkt- und Chemikalienmanagement für gesunde Raumluft entwickelt. bauXund begleitete die Ausführung und stellte die Integration der bauökologischen Vorgaben des Bauvorhabens, der ÖGNI- Kriterien, für alle Subunternehmer-Leistungen sicher. Das neue Kunden- und Verwaltungszentrum der BUWOG erhielt bereits das Gold-Vorzertifikat der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen). Ziel ist nach Fertigstellung des Projekts die ehest mögliche, endgültige Auszeichnung des Projektes mit dem Level „Gold“.

Architektur, die sich sehen lassen kann

Das neue Kunden- und Verwaltungszentrum der BUWOG fügt sich optimal in den Standort des früheren „Glaspalastes“ ein. Bei der Planung des Baukörpers durch die ARGE Schuberth Schuberth/Stadler Prenn/Ostertag wurde darauf Bedacht genommen, dass die Sichtachse von der Josefstädterstraße zum Stephansdom erhalten bleibt. Arkaden rund um das Gebäude erhöhen zudem die Attraktivität für den Fußgängerverkehr. Für die Gestaltung der Innenräume zeichnet das Architekturbüro Atelier Heiss verantwortlich. „Gemeinsam mit der Arge und dem Atelier Heiss ist es uns gelungen, ein Bürogebäude zu entwickeln, das von außen wie von innen Stil und Leichtigkeit versprüht. Damit schaffen wir die Basis für ein angenehmes Arbeitsklima sowie eine Wohlfühlatmosphäre für unsere Kunden“, so Andreas Holler. „Unser Generalunternehmer, in diesem Fall die STRABAG, hat hier Großartiges geleistet, um unsere Vision zu realisieren.“

Der für das BUWOG-Geschäft in Österreich zuständige Vonovia-Vorstand Daniel Riedl.

Bis auf Weiteres wird es aufgrund des Coronavirus im neuen Kunden- und Verwaltungszentrum keine persönlichen Kundentermine geben; die Mitarbeiter werden in einer Art Schichtbetrieb den Bürobetrieb nach den vergangenen Monaten im Home-Office langsam wieder hochfahren. „Wir können es aber kaum erwarten, unsere Kunden sowie unsere Geschäftspartnerinnen und -partner hoffentlich bald in der Rathausstraße begrüßen zu dürfen“, meint Daniel Riedl.

Sechster Markendiamant in Folge

Nahezu gleichzeitig mit der Übersiedlung siegte die BUWOG bei den European Real Estate Brand Awards zum sechsten Mal in Folge als stärkste Marke im Bereich Residential Development. Für das Ranking der erfolgreichsten Immobilienmarken untersucht das European Real Estate Brand Institute europaweit die Top-Player der Immobilienbranche. In diesem Jahr wurden bei der größten Verbraucherstudie dieser Art über 196.000 Personen zur persönlichen Erfahrung mit über 1.000 Immobilien-Marken befragt. Mit einem gemessenen Brand-Value von 93,04 steigerte die BUWOG ihren Markenwert gegenüber dem Vorjahr und setzte sich in der Kategorie „Strongest Brand Residential Developer“ für Österreich durch.

Die jährlich durchgeführte Studie liefert wissenschaftlich abgesicherte valide Daten zur Markenpositionierung. Aus den abgebildeten Ergebnissen lassen sich wesentliche strategische Handlungsempfehlungen ableiten. Das European Real Estate Brand Institute evaluiert bei der größten wissenschaftlich anerkannten Markenwert-Studie über 1.000 Immobilienunternehmen auf 45 europäischen Märkten. Als Berechnungsbasis dient ein Markenwertmodell, das empirisch, wissenschaftlich, valide, qualitative und quantitative Methoden verbindet.

„Wir können ein Milliarden-Unternehmen werden“

Published on 5. Oktober 2020

Herr Jäger, man erschrickt beinahe über die faszinierende Vielfalt Ihrer Unternehmensgruppe …

Mich beschäftigen und interessieren verschiedenste Bereiche – es sind ausschließlich Geschäftsfelder, die mich auch emotional berühren. Weiters hatte ich einen kleinen Startvorteil, da ich aus einer Unternehmerfamilie stamme – mein Großvater hat sein „Start-up“ 1933 initiiert.

Angefangen habe ich übrigens in „Ihrer“ Branche, nämlich im Medien-Business. Mit Büros in Hamburg, Leipzig, München und Stockelsdorf (bei Lübeck) sind wir vor allem in Deutschland als bestens etablierter Vertriebspartner aktiv und erfolgreich. Dieses Geschäft sorgt für kontinuierliche, sichere Erträge bzw. Umsätze und wird sich durchaus auch in Zukunft gut behaupten.

Und dann?

Dann ist das eine oder andere dazugekommen … (lacht)

Mit der börsennotierten Preos Real Estate AG entwickeln wir Gewerbeimmobilien – vor allem in deutschen Ballungsräumen. Weiters agiere ich als Venture Capitalist und Startup-Financier vor allem im Fitness- und MedTech-Bereich. Ein Beispiel für ersteres ist Quanta mit kompakten und multifunktionalen Hämodialyse-Systemen. Bei EasyMotionSkin bin ich vor einigen Jahren als Investor eingestiegen. Mittlerweile gehört mir das Unternehmen zur Gänze und bildet eine eigene, international tätige, Unternehmensgruppe in der Jäger Firmengruppe.

Christian Jäger hat zu den verschiedensten Themen eine ganze Menge zu sagen …

Sportmanager sind Sie auch … Weltmeisterin Christina Hammer oder Weltmeister Manuel Charr findet man auf Ihrer Liste.

Ja, das kommt mit meinem Engagement im Sport- und Fitnessbereich. Es geht mir eben keinesfalls ausschließlich um die Optimierung von Cashflow, Rendite oder Umsatz. Mir liegt die Gesundheit am Herzen – natürlich meine eigene und das Wohl meiner Familie, ebenso das Wohlbefinden der Mitmenschen. Fitness und Wellness sind wesentliche Bestandteile eines erfüllten Lebens – und auch Grundvoraussetzung für jeden langfristigen unternehmerischen Erfolg.

Mens sana in corpore sano: Ohne gesunden Körper und gesunden Geist kann es kein gesundes Unternehmen geben.

Trotzdem noch einmal zurück zu den harten Fakten: Wie übersteht Ihre Gruppe die Corona-Pandemie?

Wir sind unverändert stolz auf permanentes Wachstum in allen Unternehmen und haben praktisch kaum oder keine Einbrüche zu verzeichnen. Das führe ich auf die strategische Ausrichtung der Unternehmen zurück und liegt zudem am Umstand, dass Gesundheit und Fitness auch und gerade in schwierigen Zeiten unverzichtbar sind.

Meine Mitarbeiter und Partner in der Unternehmensgruppe ziehen mit mir an einem Strang, sie bilden die Basis für alle unsere Erfolge und verkörpern unseren erfolgreichen Team-Geist nach außen.

Ihre besondere Liebe gehört jenem Projekt, auf das wir uns in der Headline beziehen …

Definitiv. Soeben haben wir dafür einen Neubau – den EasyMotionSkin DOME – in Seefeld (Tirol) um mehrere Millionen € als Leuchtturmprojekt für die Branche realisiert! EasyMotionSkin ist das „kleinste Fitnessstudio der Welt“, mit überragend positiven Aspekten in allen Bereichen.

Dieses Produkt verkörpert sozusagen 1:1 meine Lebens- und Unternehmerphilosophie: Es gibt keine Grenzen, jeder kann über sich hinauswachsen und mental und physisch erfahren, zu welchen Riesenerfolgen sie oder er fähig ist. EasyMotionSkin inspiriert, verändert, formt und fördert die Gesundheit und führt jeden Menschen – nicht nur Unternehmer – „gesund zum Erfolg“.

So weit die hymnische Vision … was dürfen sich unsere Leser konkret darunter vorstellen?

EasyMotionSkin ist ein Trainingsanzug oder besser – ein Trainingssystem –mit hochentwickelter Elektromuskelstimulation (EMS). Das „World’s Smallest Gym“, wie wir gerne sagen, trainiert und regeneriert den Körper mit der innovativsten Form von Elektromuskelstimulation. Dabei pushen patentierte Trockenelektroden mit niederfrequenten elektrischen Impulsen bis zu 90 Prozent der Körpermuskulatur und sorgen dadurch für erhöhte Sauerstoffaufnahme und die Steigerung von Muskelkraft und Leistung – kurz für optimale Trainingseffekte. EMS-Workouts verbrauchen dreimal mehr Kalorien und sind bis zu 18mal effizienter als klassische Trainings.

Unser besonderer Vorteil: EasyMotionSkin ist kabellos und damit grenzenlos frei in der Wahl der Trainings. Ob in den eigenen vier Wänden, im Fitness-Studio, beim Golfen oder draußen im Wald, beispielsweise beim Spaziergang mit dem Hund. Mittels App steuert man die zahlreichen Anwenderprogramme auf dem Phone. Die medizinisch entwickelte Regenerationsprogramme sind übrigens der perfekte Abschluss nach einem intensiven Training oder harten Arbeitstag.

Das klingt gut – aber gerade in diesem Bereich muss doch auch wissenschaftlich alles hieb- und stichfest geprüft und bewiesen sein …

Selbstverständlich. EasyMotionSkin fußt auf den Erkenntnissen und Forschungen des führenden Herzmediziners und Chefarztes Prof. Dr. Dirk Fritzsche. Er hat das erste kabellose EMS-System entwickelt und die erste Trockenelektrode patentiert, nach mehr als 2.000 Trainingseinheiten an Patienten. Zu den Schlüsselergebnissen zählen die geleistete Kraft sowie die Absenkung von Blutdruck und -zucker.

Österreichs Pioniergolfer Markus Brier.

Also ein Produkt mit einer Vision weit über den D-A-CH-Raum hinaus …

Völlig richtig! EasyMotionSkin gibt es natürlich in Europa und auch bereits in China, Iran, Japan, Mexiko, Russland und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wir können auf jede Menge absolut überzeugte „Testimonials“ wie Rodelweltmeister Wolfgang Kindl, den österreichischen Pioniergolfer Markus Brier, Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier, SKY Sport – Moderatorin Sylvia Walker, Schauspieler Ralf Moeller und viele andere verweisen.

Selbstverständlich wird EasyMotionSkin ständig weiterentwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards in Deutschland produziert. Unser neuester Deal hat mit der Raumfahrt zu tun, ich bin sehr zuversichtlich, dass EasyMotionSkin schon bald auch das Weltall erobert!

Christian Jäger vor dem Alpenchalet Wildmoos.
Verraten Sie uns zum Abschluss auch noch ein wenig aus Ihrer Privatsphäre und können Sie unseren Lesern etwas Nachhaltiges „mitgeben“?

Ich habe eine wundervolle Frau und drei großartige Kinder und selbstverständlich arbeite ich in ihren Augen (noch) immer viel zu viel … Bin aber sehr um weiter voranschreitende Strukturierung meiner selbst bemüht. (Lächelt.)

Und wenn Sie gestatten, darf ich hier meine sechs „Erfolgsregeln“ publizieren?

Sehr gerne und vielen Dank für das Gespräch!

Die sechs Erfolgsregeln
des Christian Jäger

Regel 1)
Glaube an Dich. Erfolg beginnt im Kopf.

Wenn Du nicht an Dich glaubst, glaubt auch kein anderer an Dich und Deine Ideen. Heute bin ich als Investor in der Situation, zusammen mit Gründern und Geschäftspartnern ihre Ideen nach vorne zu bringen. Wir glauben gemeinsam als Team daran, dass wir etwas Großes schaffen können. Dieser Glaube ist das, was Dich antreibt, wann immer Du in Dir selbst die Kraft suchst, weiterzumachen.

Und genau mit diesem Glauben hat auch die Erfolgsgeschichte von EasyMotionSkin begonnen – sie ist sozusagen das Produkt zu dieser Regel: Du musst glauben, dass Du besser sein kannst, Du musst aus Dir selbst heraus Grenzen überwinden wollen, wenn Du den blauen Anzug anlegst. Genau dann wirst Du es schaffen. Für alle die, die kein Limit akzeptieren – für die ist EasyMotionSkin.

Regel 2)
Arbeite hart und trainiere deinen Körper.

Jeden Morgen, wenn es noch dunkel ist, stehe ich auf, ziehe meinen blauen Anzug an und trainiere. Es ist ein festes Ritual, bei dem ich mit jedem Schritt und jeder Wiederholung dem inneren Schweinhund zurufe, dass er keine Macht über mich hat. Ja, Erfolg ist kein Glück, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Es braucht Fleiß, Schweiß und Disziplin, um seine Ziele zu erreichen.

Dabei ist unser Körper mehr als nur ein Werkzeug. Ihm wohnt die Kraft inne, auch in kritischen Situationen gelassen zu agieren und in Extremsituationen unternehmerisch die richtigen Entscheidungen zu treffen – auch nach 18-Stunden-Tagen. Deshalb braucht ein gesundes Unternehmen einen Unternehmer an der Spitze mit einem gesunden Körper. Diese Regel ist so einfach und doch so schwer täglich umzusetzen.

Regel 3)
Erst Widerstände formen den Charakter.

Widerstände sind das, woran wir wachsen. Es ist das, was uns stärker macht. Bei ruhigem Seegang auf der Brücke zu stehen und Kapitän zu spielen, ist das Einfachste der Welt. Erst wenn die See rauer wird, wenn Dir das Wasser von allen Seiten ins Gesicht peitscht, erst dann zeigt sich, aus welchem Holz Du geschnitzt bist.

Das zeichnet den Unternehmer aus: Auf der Brücke zu stehen und das Schiff zu steuern, wenn der Sturm am heftigsten tobt. Wenn dann die Stille eintritt, hast Du eine weitere wichtige Lektion in Deinem Leben gelernt. Du bist stärker geworden. Und der nächste Sturm wird Dir weniger anhaben können. Auch bei EasyMotionSkin arbeiten wir bewusst gegen Widerstände. Sie sind elektrisch und oftmals so stark, dass wir im ersten Moment nicht glauben, sie überwinden zu können. Und dann bewegst Du Dich und merkst: Du schaffst das.

Regel 4)
Ignoriere die Nein-Sager.

 „Nein.“ „Das geht nicht.“ „Das schaffst Du niemals.“ Stell Dir vor, wenn Steve Jobs oder Michael Jordan auf die Nörgler und Zweifler gehört und aufgegeben hätten? Es gäbe keine Flugzeuge, keine Autos und wir wären auch niemals zum Mond geflogen. Vor jeder großen Revolution stand immer ein großes: NEIN! Auch Du solltest die Stimmen nicht beachten, die Dich klein machen wollen.

Ich liebe Nein-Sager – Sie sind für mich Ansporn und Motivation, weil ich weiß, dass ich jetzt einen Weg gehe, den die meisten niemals gehen würden, den sie für unmöglich halten und der ihnen Angst bereitet. Genau auf diesem Weg will ich sein. Ich will dorthin, wo noch nie ein anderer gewesen ist. Ich will den Nein-Sagern jeden Tag mein „Ja!“ zurufen. „Ja, ich schaffe das!“ Das ist es, was auch Du Dir jeden Tag sagen musst.

Regel 5)
Verkaufe nur das, von dem du selbst überzeugt bist.

EasyMotionSkin ist mein Baby. Ich glaube fest an die Idee, dass man Menschen GESUND ZUM ERFOLG bringen kann. Dass in Menschen viel, viel mehr steckt, als sie selbst für möglich halten. Der blaue Anzug ist für mich wie eine Art Superman- oder Superwoman-Anzug, den man überstreift, um über die eigenen Grenzen zu gehen, um Großartiges zu schaffen.

Ich trage diesen Anzug jeden Tag. Ich trainiere hart, diszipliniert und befolge meine sechs Regeln. Jeden Tag. Für etwas anderes könnte ich niemals stehen. Etwas, was ich nicht selbst lebe, könnte ich niemals verkaufen. Deshalb: Brenne lichterloh, sei authentisch, sei selbst Dein glühendster und begeistertster Kunde und Du wirst auch andere mit Deiner Idee anzünden.

Regel 6)
Sei dankbar und gib etwas zurück.

Jeden Tag stehe ich morgens auf, blicke mich um und bin voller Dankbarkeit für das, was mir das Leben gegeben hat. Ich bin dankbar für die Menschen, die an mich glauben, die mich inspiriert haben und die zu mir stehen. Auch wenn ich dann in aller Frühe in meinem blauen Anzug durch den Wald laufe und tief die klare Morgenluft einatme, bin ich erfüllt von einem tiefen positiven Gefühl der Dankbarkeit: Für die Natur und dafür, dass ich gesund bin.

Gesund sein ist nicht selbstverständlich. Es ist ein hohes Gut und ohne Gesundheit ist alles nichts. Deshalb ist es so wichtig, die eigene Gesundheit zu schützen und anderen dabei zu helfen, selbst ein erfülltes, erfolgreiches und gesundes Leben zu führen. Nichts macht glücklicher und erfüllt mit mehr Zufriedenheit, als der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.
Nichts!

Zinshäuser unter der Lupe – und ein Blick auf die Wiener Stadtentwicklung

Published on 18. September 2020

Die Covid-19-Pandemie hat den Wunsch nach Sicherheit verstärkt. Investoren haben ihre Strategie angepasst und setzen auf weniger Risiko, während private Käufer mehr Eigenkapital einbringen und finanzielle Mittel von anderen Anlageformen abziehen.

Diese Faktoren lassen die Nachfrage am Zinshausmarkt dynamisch steigen. „Wir erwarten ein sehr gutes Zinshausjahr – um ein Rekordjahr vorauszusagen, ist es jedoch noch zu früh“, erklärt Investmentmakler Markus Arnold von Arnold Immobilien.

Starke Nachfrage beflügelt Preise

Besondere Nachfrage besteht in der Bundeshauptstadt. Seit dem Frühling haben sich hochwertig sanierte und gut vermietete Häuser um zehn Prozent verteuert. „Denn Investoren wollen sich um nichts mehr kümmern müssen“, meint Arnold. Das schlägt sich auf die Einstiegspreise nieder: Wenn alles passt, werden für Häuser in Topqualität und -lage derzeit Spitzenpreise bezahlt. Im besonderen Fokus stehen die Bezirke eins bis neun, wobei Häuser in Szenevierteln alles toppen. Außerhalb des Gürtels wird es deutlich billiger.

Im vergangenen Jahrzehnt sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise um rund 140 Prozent gestiegen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Rendite beim Zinshausinvestment fast völlig in den Hintergrund gerückt ist. Laut Markus Arnold geht es vielmehr darum, Geld in einen sicheren Hafen zu bringen.

Hohe Renditen bei Landzinshäusern

Außerhalb Wiens besteht die größte Nachfrage in Oberösterreich und in der Steiermark, wobei sich das Interesse eher auf die Landeshauptstädte fokussiert. Lokale Investoren hingegen greifen auch außerhalb von Linz und Graz zu. Diese „Landzinshäuser“ bringen aufgrund der absolut niedrigen Preise mehr Rendite: „In Wels beispielsweise sind das immerhin zwischen drei und vier Prozent“, schildert Arnold.

Übrigens verzeichnet die Berliner Niederlassung von Arnold Immobilien eine ähnliche Situation wie in Österreich: Berlin und andere deutsche Landeshauptstädte boomen. Sekundärstädte locken mit günstigen Renditen und Preisen.

Derzeit wird auch von internationalen Investoren das heimische Zinshaus stark nachgefragt. Aufgrund des strengen Mietrechtsgesetzes kommt eher der Neubau infrage, berichten die Arnold Immobilien-Niederlassungen aus Berlin, Bratislava, Prag und Budapest. Das größte Interesse verzeichnen derzeit die neuen Niederlassungen in Mailand und Madrid, wo die Corona-Pandemie die größten Eruptionen hervorgerufen hat. „In unsicheren Zeiten kann der Immobilienstandort Österreich ganz besonders punkten“, resümiert Arnold.

Immobilienwerte mit Blick in die Zukunft

Ganz generell unterliegen Immobilien unterliegen dynamischen Prozessen, daher macht es einen großen Unterschied, wenn auch ihr zukünftiges Potenzial berücksichtigt wird. „Die klassischen Parameter für die Ermittlung des Wertes einer Immobilie wie z.B. Bausubstanz, Lage, Anbindung an den öffentlichen Verkehr etc., orientieren sich an der Gegenwart“, erklärt Markus Arnold – inwieweit etwa Zwischengeschoße, Anbauten, Umwidmungen und Ähnliches vorgenommen werden können. Ein zusätzlicher Hebel, gerade in dynamisch wachsenden Städten wie Wien, kommt von der Stadtentwicklung und Raumplanung. „Wenn diese beiden Faktoren abgebildet werden, sind deutlich höhere Werte zu erzielen.“

Wien wächst, jedoch nicht alle Teile profitieren davon gleichermaßen. Arnold: „Während es mancherorts boomt, prägen immer häufiger auch Leerstände, besonders in den innerstädtischen Lagen, das Stadtbild.“ Diese Entwicklung wird durch den Onlinehandel noch beschleunigt – Grund genug für die Stadt Wien, diesem Trend mit dem STEP-Fachkonzept entgegenzuwirken. Dessen Zielsetzung besteht darin, die Attraktivität der Geschäftsstraßen zu sichern und in den neuen Stadtteilen der Bundeshauptstadt lebendige Zentren zu schaffen. Die Verkaufsflächen beispielsweise sind zwischen 2006 und 2014 in den peripheren Lagen um ein Drittel gewachsen, stagnieren hingegen in den klassischen Einkaufsstraßen. Deshalb soll in den städtischen Lagen der Bestand erneuert und durch Gestaltungsmaßnahmen – etwa im öffentlichen Raum – attraktiver werden. Für dezentrale Einkaufszentren oder Fachmarktzentren sind klare Beschränkungen geplant – ohne gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr geht künftig gar nichts mehr.

Auswirkungen des Wachstums

Die Herausforderungen aufgrund des Wachstums der Stadt werden auch vor dem Hintergrund der Pandemie weiterhin bestehen. Bis 2044 wird ein Bevölkerungszuwachs von rund 20 Prozent erwartet. Für die Bezirke 10, 11 und 20 bis 22 wird sogar ein Wachstum von bis zu 27 Prozent vorausgesagt. Die extremen Preisentwicklungen für Wohnen haben auch bis ins Umland durchgeschlagen, was den sogenannten Suburbanisierungstrend verstärkt hat.

Der Schlüsselfaktor für eine funktionierende und attraktive bauliche Entwicklung der Stadt, auf den hinkünftig gesetzt wird, ist die Grundstücksmobilisierung. „Anhand der zukünftigen Entwicklung Wiens kann man erahnen, in welchem dynamischen Umfeld sich Immobilien vielfach befinden“, sagt Jakobus Schlager, Leiter der Akquisition bei Arnold Immobilien. Die Immobilienbewertung versucht, den Wert einer Immobilie zu einem bestimmten Stichtag zu ermitteln. Jedoch fällt dieser ermittelte Wert meist geringer aus als der reale Marktpreis. Per Definition gelten Immobilien als „unbeweglich“. Fließt bei der Immobilienbewertung das Know-how der Stadtentwicklung mit ein, macht das einen deutlichen Unterschied.

„Ein weiterer wichtiger Aspekt steckt vielfach im Gebäude selbst, inwieweit eine Liegenschaft in eine andere Nutzung umgewandelt werden kann“, erklärt Schlager. Manchmal kann ein Hotel in ein Wohngebäude umgewandelt oder ein altes Bankgebäude zu einem Hotel entwickelt werden. Wenn sich beide Liegenschaften in Wien oder in einer anderen boomenden Region befinden, so lässt das den deutlichen Wertunterschied erahnen

Auch in den ländlichen Räumen können Liegenschaften ungeahntes Potenzial entfalten, wenn etwa ältere Fachmärkte in ein Logistiklager für den boomenden Onlinehandel umgenutzt werden. Arnold Immobilien versucht diese Veränderungen in und um die Immobilie mit ihrem Konzept der „Dynamischen Liegenschaftsbewertung“ möglichst umfassend abzubilden. „Dafür haben wir die Kompetenz und die Augen und Ohren für unsere Kunden am Markt, um den wahren maximalen Wert einer Liegenschaft zu erzielen“, sagt Markus Arnold.

Betongold bleibt beständig – Immobilien bleiben krisenfest

Published on 11. August 2020

Kaufpreise für Wohnungen am heimischen Markt sind spürbar gestiegen. Mietobjekte in Wien sind hingegen im internationalen Vergleich leistbar. In Städten wie Luxemburg, Paris und London mietet es sich deutlich teurer. Welche Folgen die Corona-Krise auf den Immobilienmarkt hat, wird sich zwar erst zeigen – jedoch dürfte Covid-19 laut den Experten keine signifikanten Auswirkungen auf die Eigenheimpreise haben.

Im Schnitt kostet der Wohnungs-Quadratmeter hierzulande bei Erstbezug 4.176 Euro. Das entspricht rund zehn durchschnittlichen Bruttojahresgehältern für eine 70 m2-Wohnung. Die Alpenrepublik liegt damit im europäischen Ländervergleich auf dem dritten Platz. In Wien müssen sogar durchschnittlich 4.868 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. In Tschechien sind die Wohnungspreise in Relation zum durchschnittlichen Bruttojahresgehalt am höchsten: Eine 70 m2-Neubauwohnung kostet dort mehr als elf Bruttojahresgehälter.

„Diese Preisentwicklung ist immer noch auf das günstige Zinsumfeld, die bisher steigenden Baukosten und die wachsende Beliebtheit von Immobilien als Anlageform zurückzuführen“, erklärt Gabriele Etzl, Partnerin bei Jank Weiler Operenyi/Deloitte Legal.

Eigentum in Frankreichs Hauptstadt am teuersten

Paris bleibt mit 12.863 Euro pro Quadratmeter beim Wohnungskauf die teuerste europäische Stadt. Städte wie Luxemburg mit 9.565, München mit 8.250 und London mit 7.699 Euro pro Quadratmeter zählen ebenfalls zu den teuren Pflastern in Europa.

Laut aktuellem Deloitte Property Index zeichnet sich außerdem ein anhaltend starkes Stadt-Land-Gefälle ab. In fast allen analysierten Ländern liegen die Wohnungspreise in den Ballungszentren deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. Ausnahmen bestätigen aber die Regel: In Graz werden Verkaufspreise unter dem Bundesdurchschnitt erzielt (85 Prozent).

Moderate Mietpreise in Wien

Im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten ist Wien eine leistbare Mieterstadt. Hier kostet der Quadratmeter durchschnittlich 9,90 Euro. Zum Vergleich: In Luxemburg müssen Mieter mit 30,70 Euro pro Quadratmeter rechnen, in Paris sind es im Schnitt 28,30 Euro.

„So teuer Eigentum hierzulande ist, so leistbar ist das Mieten“, kommentiert Etzl. „Bei einer Stadt mit einer hohen Lebensqualität wie Wien ist es bemerkenswert, dass sich die Mietpreise noch auf einem erschwinglichen Niveau halten können. Ein Grund dafür ist sicherlich die preisdrückende Wirkung im Vollanwendungsbereich des österreichischen Mietrechtsgesetzes sowie geförderter Wohnbau.“

Immobilienmarkt in Covid-19-Zeiten

Derzeit lassen sich laut Deloitte noch keine handfesten Prognosen hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die heimischen Mietpreise stellen. Es ist damit zu rechnen, dass zahlreiche Wohnungen, die vor der Krise noch über Online-Plattformen touristisch vermietet wurden, nun langfristig regulär vermietet werden. Das würde den Preisdruck weiter erhöhen.

Auf Kaufpreise wird die Krise laut den Deloitte Experten allerdings kaum Auswirkungen haben. „In der letzten Rezession hat der Rückgang der Bautätigkeit in Kombination mit niedrigen Finanzierungskosten und nachfolgendem wirtschaftlichem Aufschwung die Wohnimmobilienpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben“, erinnert Etzl. „Dieses Mal ist es anders: Die Projektentwickler sind auf Komplikationen besser vorbereitet. Trotz Verzögerungen bei der Genehmigung von Bauvorhaben dürfte es zu keinem signifikanten Ausfall der Bautätigkeit kommen.“

Ein Blick in die (Immo-)Glaskugel

Gemeinsam mit der EBS Wirtschaft und Recht hat der globale Immobiliendienstleister Savills vier Hypothesen erstellt, wie die Post-Covid-19-Immobilienwelt aussehen könnte.

Sobald die kurzfristigen Verwerfungen der Krise überwunden sind, dürfte der Immobilienmarkt über alle Nutzungsklassen hinweg Aufwind erfahren.

An der Asset-Klasse Immobilien führt weniger denn je ein Weg vorbei

„Flight-to-safety“ ist das Gebot der Stunde in unsicheren Zeiten wie diesen. Fehlende Anlagealternativen, gestiegene Risikoprämien für Staatsanleihen, eine verlängerte Nullzinspolitik und ein langfristiges Inflationsrisiko – ausgerechnet diese düsteren Wolken über der Wirtschaft und den Finanzmärkten könnten die Asset-Klasse Immobilien umso heller strahlen lassen. Denn sie bieten das, was durch Konkurrenzprodukte wie Anleihen nicht mehr erzielt werden kann: Attraktive Renditen. Zudem sind sie vergleichsweise sicher. Sobald die kurzfristigen Verwerfungen der Krise überwunden sind, dürfte der Immobilienmarkt über alle Nutzungsklassen hinweg Aufwind erfahren.

Wohnimmobilien werden noch attraktiver

Wohnimmobilien bieten in vielerlei Hinsicht Sicherheit: Auf der einen Seite schaffen sie Lebens- und Rückzugsräume für Menschen und stillen damit existenzielle Grundbedürfnisse, auf der anderen Seite stellen sie genau deshalb weitestgehend wertstabile Kapitalanlagen dar. Die Wohnungsmieten sind ein Ausdruck dieser Sicherheit, da sie voraussichtlich auch im Zuge der Covid-19-Pandemie und der zu erwartenden Rezession vergleichsweise stabil bleiben. In Krisenzeiten ist das Begrenzen von Risiken bei vielen Investoren oberstes Gebot. Gleichzeitig ist der Anlagedruck bei vielen Investoren nicht kleiner geworden und Renditen für risikoarme Kapitalanlagen, wie etwa Staatsanleihen, befinden sich auf einem Rekordtief. Das Wohnsegment kommt dieser Gemengelage entgegen und dürfte für Investoren noch interessanter werden.

Wohnimmobilien bieten in vielerlei Hinsicht Sicherheit.

Hinzu könnte kommen, dass die Pandemie und ihre Begleiterscheinungen wie gewachsene Homeoffice-Strukturen den Status der Wohnung als existenzielles, nicht substituierbares Gut sogar noch stärken und infolgedessen zu einem höheren Wohnflächenbedarf führen.

Flexible Workspaces gewinnen an Bedeutung

Die Corona-Pandemie könnte den Büromarkt langfristig drastisch verändern. Viele Menschen wurden im Zuge der Krise an das räumlich flexible Arbeiten herangeführt. Der Wunsch, in Zukunft ebenfalls räumlich flexibler zu arbeiten, dürfte langfristig nicht nur den Trend zum Homeoffice, sondern auch zu Flexible Workspaces begünstigen. Sie könnten als Instrument für das Gewinnen und Halten von Mitarbeitern genutzt werden, da ein Hybrid-Modell, welches das Arbeiten sowohl im Büro als auch in Flexible Workspaces in Wohnnähe erlaubt, attraktiv sein könnte.

Das Angebot an Flexible Workspaces könnte einer solchen Nachfrage zügig folgen, da sie sich durch geringe Markteintrittsbarrieren auszeichnen. Seit Beginn der Pandemie haben dies auch andere Akteure erkannt: Hotels bieten leere Zimmer als Arbeitsplatz an, obsolete Einzelhandels- und Gastronomieflächen stellen weiteres Potenzial für eine Nachnutzung als Flexible Workspace dar.

Größer, grüner, günstiger: Die Peripherie wird gestärkt

Die Krise hat bereits nachhaltige Verhaltensänderungen hervorgerufen und als Digitalisierungsbeschleuniger gewirkt. Wird auch nach der Pandemie vielerorts an mobilen Arbeitskonzepten festgehalten, haben betroffene Mitarbeiter eine größere Entscheidungsfreiheit bei der häuslichen Standortwahl. Gleichzeitig steigen die Relevanz einer eigenen Büro- und Arbeitsfläche und der Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum, sodass Randbezirke und periphere Stadtlagen aufgrund ihrer günstigeren Bodenpreise an Attraktivität gewinnen.

Auch kleinere Städte könnten demnach eine Aufwertung erleben, wenn es zu sinkenden Distanzkosten bei der Wohnortwahl kommt. Zudem nimmt die Sensibilität für Sicherheit und Freiraum zu. Eine dezentralere Stadtentwicklung wäre die Folge. Für den Immobilienmarkt könnte dies vor allem im Wohnsegment vielseitige und neue Chancen eröffnen. Ein guter Anfang wäre dabei eine Orientierung an den drei G’s „größer, grüner und günstiger“.

Was für ein Empfang!

Published on 22. März 2020

Das mittelalterliche Amt des concierge du palais, auch concierge-bailli du palais und seit 1461 nur noch bailli du palais (etwa: Palastverwalter, Burgvogt) ist in Frankreich seit dem Jahre 988 nachgewiesen. Es entsprach in etwa dem Amt des früheren Hausmeiers, wobei sich die Justizgewalt des „concierge“, der als Vertreter des Königs die mittlere und hohe Gerichtsbarkeit auszuüben berechtigt war und in seinem Namen vor dem Gericht auftrat, auf die Königsburg und ihre nähere Umgebung beschränkte. Er hatte ferner die absolute Schlüsselgewalt und beaufsichtigte den Torhüter (Pförtner) und die Schildwachen.

Im Laufe der Zeit ging die Bezeichnung „concierge“ vom königlichen Haus- und Hofverwalter auf die Wärter der zu einem Gefängnis umfunktionierten Conciergerie über, später auch auf die Wärter anderer Gefängnisse. Die Aufgabe dieses concierge de prison (Gefängnis-Concierge) bestand darin, die Bewachung und Versorgung der Gefangenen zu gewährleisten, die Ein- und Ausgangsregister sowie eine doppelte Buchhaltung der Ausgaben für jeden Tag zu führen, den ein Insasse im Gefängnis verbrachte.

Der Berufsstand der Conciergen kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Heutzutage ist alles anders und französische concierges d’immeuble („Gebäude-Concierge“) sind – vielleicht wie unsere „Hausmeister“ in privaten, gewerblichen oder öffentlichen Objekten – für die Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und Instandhaltung zuständig. Dafür sind handwerkliche Fähigkeiten wie auch soziale Eigenschaften nötig. Betreute Objekte können Büro- oder Wohnhäuser, Schulen, Studentenwohnheime, Betriebe, etc. sein. In Frankreich gibt es immer noch mehr als 52.000 Concierge-Stellen, der Beruf ist (heute offiziell mit „Gardien“ bzw. „Gardienne“ bezeichnet) gesetzlich geregelt, der Berufsstand in der nationalen Hausmeister-Gewerkschaft Snigic zusammengeschlossen, und die Richtlinien für Arbeits- und Lohnverhältnisse sind in einem Tarifvertrag festgelegt.

Manager des modernen Alltags

Zu Beginn des dritten Jahrhunderts des dritten Jahrtausends erfreut sich dieser traditionsreiche Service mittlerweile auch im Wiener Premium-Wohnsegment zunehmender Beliebtheit. Eine aktuelle Auswertung des prestigeträchtigen Wohn-Hotspots The Ambassy, der im Vorjahr mit dem Architekturpreis der MA19 ausgezeichnet wurde, ergab drei unterschiedliche Nutzergruppen des Concierge-Services: Jene Menschen, die eine Immobilie aufgrund des Concierge-Service erwerben, jene, die den Service „nebenbei“ nutzen, und jene, die es nach dem erstmaligen Kennenlernen gern annehmen.

The Ambassy punktet mit Premium-Service für seine Bewohner.

In der ersten Benutzergruppe wird zwischen zwei verschiedenen Arten des Einsatzes differenziert: Einerseits gibt es die „Heavy User“ und andererseits jene, die viel reisen und deswegen selten zu Hause sind. Im letztgenannten Fall übernimmt der Concierge Leerstandsaufgaben, indem er regelmäßige Rundgänge durch die Wohnung absolviert sowie die technische Kontrolle und Postnachsendung organisiert. „Heavy User“ hingegen erwerben eine Jahrespauschale, um Wohnungsreinigung, Putzerei, Einkäufe, Gartenpflege oder den Schuhservice zu organisieren. 30 bis 40% der Bewohner nehmen bei The Ambassy einen solchen Service in diesem Ausmaß in Anspruch.

Hauptsächlich als Ansprechpartner für die Dinge des täglichen Lebens, fungiert der Concierge für die zweite Benutzergruppe – zum Beispiel für das Rufen eines Taxis oder für regelmäßige Rundgänge durch die Luxus-Wohnung.


Die dritte Benutzergruppe nimmt vor allem das Reinigungs- und das Businesscenter (zum Beispiel, um schnell Dokumente ausdrucken zu lassen) in Anspruch.

In allen drei Fällen steht der Concierge aufmerksam und diskret in der Lobby von luxuriösen Wohnungen bereit, um die kleinen Mühen des Alltags mit Sorgfalt zu übernehmen. Er empfängt Gäste und Professionisten, kontrolliert den Zugang zum Gebäude, übernimmt Post- und Paketlieferungen, bietet Kontakt zu Serviceanbietern aller Art und sorgt im Zuge regelmäßiger Kontrollrundgänge für Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung. Damit ist der Concierge nicht nur die gute Seele des Hauses, sondern auch erster Ansprechpartner bei sämtlichen Belangen.

Der Concierge ist Ansprechpartner für alle Dinge des täglichen Lebens.

Dieser Rundum-Service, der in New York und London seit jeher Tradition hat, ist auch in Wien angekommen und bei The Ambassy ein unbestrittener Bestandteil des exklusiven Wohngefühls. Das Dienstleistungs- und Serviceangebot erfreut sich größter Beliebtheit, bestätigt Eigentümervertreterin Elisabeth Rohr: „Insbesondere dann, wenn die Betriebskosten nicht über Gebühr belasten, ist ein Concierge definitiv ein überzeugendes Kaufargument, weil Käufer oft gezielt nach Wohnungen mit Rundumbetreuung suchen.“

„Die meisten Bewohner haben ein von Hollywood geprägtes Bild im Kopf und denken anfänglich nicht, dass sie diesen Service tatsächlich täglich benötigen könnten“, erzählt Katrin Veigl, Geschäftsführerin von William Premium Services, aus dem Berufsalltag. „In Wirklichkeit geht es den Bewohnern aber um Alltägliches, wie die Sonntagszeitung mit frischem Gebäck, die Lieferung von Biolebensmitteln und Getränken oder das Entsorgen des Christbaums. Natürlich ist das Thema Sicherheit für viele ebenfalls sehr wichtig.“

Summa summarum schätzen nicht nur die Bewohner den Concierge als ersten Ansprechpartner, um Dienstleistungen jeglicher Art für die Bewohner zu vermitteln, sondern auch der Concierge selbst genießt das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Da, im Gegensatz zu Hotels, die Kunden nicht ständig wechseln, kommt ein ganz besonderes Verhältnis zu den einzelnen Bewohnern zustande. So kennt der Concierge die jeweiligen Bedürfnisse und Vorlieben und kann mit Rat und Tat zur Seite stehen oder mit passenden Informationen und Neuigkeiten den Alltag der Kunden verschönern. Dadurch weiß er, welcher Bewohner gern über Restauranteröffnungen informiert werden möchte oder Interesse an kurzfristig erhältlichen Konzertkarten hat“, fasst Veigl zusammen.

So wohnt Österreich 2020

Published on 6. März 2020

Mehr als zwei Drittel (78%) der Österreicher residieren laut einer aktuellen Studie (FindMyHome.at) in einer Wohnung. Besonders begehrt sind dabei mittelhohe Etagen wie der zweite oder dritte Stock, die zu Fuß gut erreichbar sind, sowie Neubauwohnungen, die mit 54% knapp die Mehrheit gegenüber Altbauwohnungen bilden.

Diese Wohnform ist vor allem bei den 30- bis 40-Jährigen beliebt. Nicht überraschend: Die junge Generation ist ziemlich flexibel, das Sozialleben findet oft außerhalb der eigenen vier Wände statt – in dieser Phase legen sich die wenigsten gern fest. Ein Haus wäre da einfach ein zu großer Schritt (und für einige auch zu teuer).

Miete versus Eigentum: Eine Altersfrage

Je älter man ist, umso eher kommt ein Wohnungskauf infrage.

Allgemein setzt sich der Trend, Eigentum anzuschaffen, aber fort: Mittlerweile 49%, also beinahe die Hälfte aller Befragten, wohnen in den „eigenen vier Wänden“. Für Eigentum sprechen dabei vor allem der Sicherheits- und der Anlagegedanke. Für 37% zählt das Zuhause als Wertanlage, 36% fühlen sich im Eigentum sicherer und 13% geben an, die Immobilie geerbt bzw. geschenkt bekommen zu haben. Weitere sieben Prozent sehen Eigentum langfristig als günstigere Wohnform an.

Knapp mehr als die Hälfte (51%) lebt allerdings noch in Miet-Immobilien; besonders die Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahren zieht dieses Wohnkonzept vor. Dies hat laut Erhebung folgende Gründe: Ein Drittel will flexibel bleiben, ein weiteres Drittel verfügt nicht über genügend Eigenmittel und für den Rest ist Mieten günstiger bzw. ein Kredit keine Option.

Balkon, Terrasse oder Garten bei 63 Prozent ein Muss

Geht es um die Immobilienwahl, zählt bei vielen Suchenden die Lage zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Mittlerweile aber fast genauso wichtig: Eine attraktive Außenfläche – für fast zwei Drittel (= 63%) der Befragten sind ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garten eine zentrale Voraussetzung für die Wahl einer Immobilie.

Schon 74% der Befragten wohnen auch bereits in einer Immobilie mit Außenfläche. Bei 40% bedeutet dies einen Balkon oder eine Terrasse bis 10 m2. Gerade in innerstädtischen Wohngegenden sind Außenflächen ein immer teurer werdendes Gut, das mit höheren Investitionen verbunden ist. Wer also auf der Suche nach größeren Freiflächen ist, wird eher in ländlichen Gebieten fündig. Im ländlichen Bereich wohnen mehr als ein Drittel (39%) der Teilnehmer in Immobilien mit mindestens 100 m2 Fläche, meist in Form eines Gartens, der als Außenbereich genutzt werden kann.

Ein kleines bisschen Grün oder eine Terrasse ist für die meisten ein Muss.

Single, vergeben oder verheiratet?

Ob bei der Immobiliensuche nach Miete, Eigentum, einer Wohnung oder gar einem Haus gesucht wird, steht meist im Zusammenhang mit dem aktuellen Familienstand. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. So wohnt der Großteil der Singles (91%) in einer Wohnung, die zu mehr als zwei Dritteln (69%) zur Miete bezogen wird.

Verheiratete wohnen hingegen vermehrt (61%) in Eigentum, mehr als ein Drittel (36%) davon in einem Haus. Ist der Beziehungsstatus allerdings „nur“ „vergeben“, so hält sich das Verhältnis zwischen Miete (51) und Eigentum (49%) die Waage.

Und im Alter?

Die Hälfte aller Österreicher (exakt 48%) will im Alter zu Hause wohnen, aber schon an zweiter Stelle bei den Wohnpräferenzen steht mit 23% das Betreute Wohnen in barrierefreien, speziell für ältere Menschen adaptierten Wohnhäusern. Wesentlich geringen Anklang finden Alters-/Senioren- oder Pflegeheime (zehn) und erst recht Seniorenresidenzen (fünf Prozent).

Da kommt sogar ein Winterquartier im Süden mit mobiler Pflege noch besser an (sechs Prozent). Am wenigsten können sich die Österreicher vorstellen, im Alter im Haus oder in der Wohnung der Kinder und Enkel zu wohnen.

Externe Betreuung attraktiver

Viele wollen auch im Alter in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben und dort gepflegt werden.

Von den Personen, die in den eigenen, bisherigen vier Wänden wohnen bleiben wollen, wünschen sich 26% einen mobilen Pflegedienst und 22% eine Betreuung durch die eigene Familie.

In der Altersgruppe 50plus steigt die Attraktivität von mobilen Pflegediensten sogar auf 34%, während die der Betreuung durch die eigene Familie auf 20% sinkt – schließlich sind die weiblichen Familienmitglieder, die diese Pflegetätigkeiten in den meisten Fällen durchführen, oft selbst berufstätig und damit gar nicht verfügbar oder Pflegende wie zu Pflegende bereits in einem Alter, dass dies für beide unzumutbar oder gar unmöglich ist.

„Fakt ist, die Altersgruppe 60plus umfasst derzeit in Österreich mehr als 2,2 Millionen Menschen und bis 2029 werden es noch um eine halbe Million mehr sein“, kommentiert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von Re/Max Austria. „Experten sprechen schon von einer drohenden grauen Wohnungsnot, auf die aber Österreich keinesfalls ausreichend vorbereitet ist.“ Die Politik ist also gefordert, sowohl das Angebot bei der mobilen Pflege weiter zu verstärken, als auch betreubares Wohnen entsprechend zu ermöglichen.

Eigenvorsorge schadet nicht

Die Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen tun gut daran, sich frühzeitig Gedanken zu machen, inwieweit ihre Wohnsituation altersgerecht und barrierefrei und somit gegebenenfalls auch mit Rollstuhl oder Rollator bewältigbar ist. Danach ist zu prüfen, ob allfällige Adaptierungen nötig, möglich und sinnvoll sind; eine Alternative dazu kann auch ein entspannter, weil rechtzeitiger Wohnungswechsel sein.

Besitzer von Eigenheimen sollten sich frühzeitig mit dem Thema altersgerechtes Wohnen auseinandersetzen.

Der kann auch aus finanziellen Überlegungen heraus ein Thema werden; schließlich hängt die „Leistbarkeit des Wohnens“ ja direkt mit der Vermögens- und Einkommenssituation der älteren Bevölkerung zusammen. Diese wird sich aufgrund des staatlichen Pensionsaufwands für die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er-Jahre (Babyboomer) wohl kaum deutlich verbessern. Da ist Wohnen im Eigentum ganz besonders von Vorteil: Zum einen hat man keine Miete zu bezahlen und zum anderen einen Vermögenspolster, den man immer noch liquidieren und in betreubares Wohnen investieren kann.

Auch kann ein Einfamilienhaus mit Garten für eine alleinstehende ältere Person derart mit Kosten und Mühen verbunden sein, die man sich irgendwann nicht mehr antun will. Dies ist ein häufiger Grund, rechtzeitig aus dem vorhandenen Immobilienwert Kapital zu schlagen – durch Vermietung oder Verkauf – und sich den Lebensabend mit der so zusätzlich gewonnenen finanziellen Freiheit und Sicherheit zu verschönern.

Dauerhaftes Einkommen oder maximaler Einmalerlös

Die Immobilienwirtschaft wiederum ist aufgerufen, innovative und für die Beteiligten sichere Vermarktungsmodelle anzubieten. So sollen verkaufswillige ältere Menschen aus einem Verkauf zu einem absolut sicheren Maximalpreis nicht nur einen Einmalerlös, sondern – je nach Wunsch – auch ein laufend fließendes Zusatzeinkommen (für Lebensqualität oder Pflegeaufwand) in einer notariell abgesicherten Form erhalten können.

Alternativ dazu können Senioren auch Eigentümer bleiben, ihre Immobilie vermieten und selbst in betreubares Wohnen ziehen. In allen Fällen ist ein unverbindliches Gespräch mit vertrauenswürdigen Rechts- und Immobilien-Experten sicher kein Fehler …

Top-aktuelle Herausforderungen

Die türkis-grüne Bundesregierung bei ihrer Klausurtagung in Krems.

Bekanntlich hat die neue Regierung aus ÖVP und Grünen inzwischen offiziell den Weg in Richtung Klimaneutralität eingeschlagen. Und die Energiewende birgt neben Herausforderungen auch Chancen, wie sich beispielhaft beim Thema Wohnen und Heizen zeigt. Denn geht es nach den Regierungsplänen, kommt auf die heimischen Installationsbetriebe eine arbeitsreiche Zeit zu: Bis zum Jahr 2035 soll in Österreich keine Kohle- und keine Ölheizung mehr im Einsatz sein. Und fünf Jahre später dürfte nach den derzeitigen Plänen auch kein fossiles Gas mehr zum Heizen verwendet werden. Bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden. Und das schlägt sich neben Verkehr und Industrie eben auch beim Wohnen nieder.

In sehr vielen Fällen bedeutet die Absage an Kohle, Erdöl und Erdgas, dass ein neues Heizungssystem installiert wird. Und das kommt zumeist nicht billig. In einem Einfamilienhaus schlägt der Austausch der Zentralheizung schnell einmal mit fünfstelligen Euro-Summen zu Buche. Bisweilen noch schwieriger ist die Lage für Mieter: Sie haben gar nicht die Möglichkeit, auf eigene Faust ihre Heizungsanlage umzubauen. Dazu kommt: Gerade in Mehrfamilienhäusern ist die Umstellung auf klimaneutrale Heizsysteme in vielen Fällen nur dann sinnvoll, wenn das Gebäude zuerst entsprechend saniert wurde. Auch das kostet Geld, oftmals noch deutlich mehr als der Umbau des Heizsystems.

Austro-Investmentmarkt wird (noch) attraktiver

Österreich ist und bleibt für die überwiegende Mehrheit der Investoren ein attraktiver Standort für Immobilienanlagen. 96% der Anleger schätzen den heimischen Markt heuer als attraktiv bis sehr attraktiv ein, was einer Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das sind Ergebnisse des Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2020 der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür wurden rund 50 Immobilieninvestoren befragt, die in den vergangenen Jahren am österreichischen Immobilienmarkt aktiv waren.

Laut Alexander Wlasto von EY Österreich wird die Situation in Österreich immer herausfordernder.

Alexander Wlasto, Partner und Leiter des Sektors Real Estate bei EY Österreich: „Der österreichische Immobilienmarkt ist weiterhin ein beliebtes Ziel von heimischen wie internationalen Investoren. Die Situation wird aber immer herausfordernder. Wir befinden uns mittlerweile im Spätzyklus des Immobilienmarktes.“ Anzeichen dafür sind die von den Umfrageteilnehmern präferierten Strategien. So geben 83% der Befragten an, ihren Fokus auf Nischenprodukte legen zu wollen. Immerhin 81% setzen auf Projektentwicklungen in eigener Regie, ebenso viele wollen im Ankauf nur selektiv vorgehen. Die Gewinnmitnahme durch Verkäufe sowie Investments im Ausland kommen für je 72% der Investoren infrage.

Bezogen auf das Marktumfeld, gehen je 84% der Investoren davon aus, dass die Themen Baulandknappheit und Grundstücksspekulation im laufenden Jahr in den Vordergrund treten werden. „Die Marktteilnehmer spüren die Angebotsknappheit tagtäglich; sie erwarten völlig zu Recht ein stringentes Handeln der öffentlichen Hand, um dem entgegenzuwirken: etwa durch Baulandausweisungen, schnellere Baurechtschaffung oder auch Baugebote“, erklärt Erich Sorli, Partner bei EY Österreich. Zudem fordert rund die Hälfte der Studienteilnehmer ein wirkungsvolles Vorgehen gegen Geldwäsche. Dass globalpolitische Unsicherheiten und Instabilitäten 2020 auf den österreichischen Immobilienmarkt durchschlagen werden, erwarten hingegen weniger als die Hälfte der Befragten. Nach Einschätzung der Studienteilnehmer wird sich der Fokus der Investoren im Vergleich zu 2018 und 2019 in Bezug auf die Nutzungsarten auch 2020 nicht wesentlich verändern. Hohes Interesse besteht weiterhin an Wohnimmobilien. So erwarten die Investoren in allen Lageklassen im Wohnsegment weiterhin steigende Preise. Im Bürosegment hingegen werden überwiegend gleichbleibende Preise erwartet, während Einzelhandelsimmobilien aus Sicht der Investoren verlieren. Folglich wird die Nutzungsart Büro nur noch laut 24% der Teilnehmer im Jahr 2020 stark im Investoreninteresse liegen, während das im Vorjahr noch 40% der Befragten so sahen.

Demografischer Wandel beeinflusst Immobilienmarkt

Der demografische Wandel bringt Bewegung in den Immobilienmarkt.

Wie schon in den Vorjahren identifizieren auch im Jahr 2020 96% der Investoren den demografischen Wandel als größten Treiber des Immobilienmarkts. Einen weiterhin starken Trend sehen 62% der Befragten in der Globalisierung der Investmentströme. Während sich im Vorjahr noch alle Befragten einig waren, dass die Digitalisierung die Branche in den kommenden fünf bis zehn Jahren maßgeblich beeinflussen werde, so sind heuer 15% anderer Meinung. „Beim Blick auf die Digitalisierung ist ein gesunder Realitätssinn eingekehrt“, so Wlasto „Der positive Effekt wird in der Branche erkannt und erprobt.“ 88% der Befragten sind der Meinung, dass digitale Prozesse Effizienzgewinne in der Immobilienbranche generieren. Die Grundlage für die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft bilden unternehmensübergreifende Datenstandards und -strukturen – in dieser Frage herrscht Einigkeit unter den Investoren.

An Bedeutung gewinnt wie oben bereits erwähnt der Klimawandel: 57% meinen, dass er den österreichischen Immobilienmarkt zukünftig beeinflussen wird. So steigt auch das Umweltbewusstsein in der Branche: 88% der Investoren erwarten, dass Wetterextreme die Anforderungen sowohl an die Baubranche als auch an die Stadtentwicklung erhöhen werden. Bei der Anmietung von Objekten sehen lediglich zwölf Prozent der Befragten Nachhaltigkeitskriterien als weniger relevant an – für die Mehrheit (88%) spielen sie eine relevante Rolle. „Nachhaltigkeit gewinnt nach einem leichten Durchhänger in den vergangenen Jahren spürbar wieder an Bedeutung bei Investmententscheidungen“, sagt Wlasto.

Quellen:
  1. Wohnreport 2019: FindMyHome.at analysierte die Antworten von 150 Immobiliensuchenden
  2. Re/Max Studie „Wohnen in allen Facetten“ im Alter
  3. EY Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2020

Bau-Boom in Österreich – und jenseits der Grenzen!

Published on 15. September 2019

Leyrer + Graf und der Flughafen Wien-Schwechat: Das ist die Geschichte einer langjährigen Zusammenarbeit, denn immer wieder werden Zu-, Um- oder Neubauten vorgenommen, angefangen von Pistensanierungen über deren elektrotechnische Ausstattung, den Bau eines neuen Hangars und aktuell der Umbau des Terminal 2. Leyrer + Graf ist somit einer der Partner im Rahmen der Generalsanierung des Flughafen Wien-Schwechat und wird zusammen mit dem Tochterunternehmen, der Graf-Holztechnik, einen Teil der Sanierung am Terminal 2 bis Ende Dezember 2019 vornehmen.

Dieser Terminal wurde im Jahr 1960 fertiggestellt und ist somit der älteste Teil des Flughafens, welcher seit 2018 einer umfassenden Modernisierung unterzogen wird und wo zunächst die Gebäudeinfrastruktur erneuert wird. Dabei werden die Wände, die Fußböden, die Beleuchtung sowie die Dachkonstruktion umfassend saniert. Das neue Dach wird aus gedämmten Holzdachelementen bestehen. In den Untergeschoßen wurden dazu die Stützen und Unterzüge verstärkt, und in das bestehende Dach wurden Öffnungen bis in die Erdgeschoß-Ebene hergestellt. Durch diese Öffnungen wurden Stahlverbundstützen eingefädelt, die in Verbindung mit Stahlrahmen die neue Holzfachwerkskonstruktion tragen. Erst nach der Fertigstellung der Dachkonstruktion und der Fassade werden die darunterliegenden Decken abgebrochen, um einen permanenten Witterungsschutz zu gewährleisten. Für die Erneuerung bzw. Aufstockung des 2.400 m² großen Dachs des Terminal 2 zeichnet die Graf-Holztechnik verantwortlich. Die Dachkonstruktion besteht aus zwölf Fachwerken mit einer Spannweite von 30 m, die in je 15 m langen Teilen auf die Baustelle geliefert, vor Ort zusammengebaut und mittels Baustellenkran versetzt werden. Insgesamt werden 250 m³ Brettschichtholz verbaut.

Fast 80 Lehrlinge bedeuten einen neuen Rekord

In den nächsten Jahren werden bei Leyrer + Graf genau 79 Jugendliche zu Maurern, Schalungsbauern, Tiefbauern, Pflasterern, Zimmerern, Elektrotechnikern, Gleisbautechnikern, Baumaschinen-/Kfz-Technikern, Bautechnischen Assistenten sowie Technischen Zeichnern an den Standorten Gmünd, Horn, Traun, Wien, Schwechat und Bad Pirawarth ausgebildet.

Ihr habt euch mit einer Lehre am Bau für einen der spannendsten und abwechslungsreichsten Ausbildungswege entschieden und vor allem auch für einen sehr beständigen, denn gebaut wird immer werden“, begrüßte Firmenchef Stefan Graf die „Neuankömmlinge“. „Zudem habt ihr die Möglichkeit, bei Bauprojekten mitzuwirken, die über Jahrzehnte erhalten bleiben und ihr könnt mit Stolz herzeigen, was ihr mit euren eigenen Händen geschaffen habt.“

Die Ausbildung eines eigenen und hochqualifiziertem Nachwuchses ist ein wesentlicher Bestandteil der Leyrer + Graf Unternehmenspolitik. Mit derzeit rund 2.000 Mitarbeitern, darunter 159 Lehrlingen, an 17 Standorten und einem Jahresumsatz von rund 375 Mio. € ist sich das Vorzeigeunternehmen seiner sozialen Verantwortung als Ausbildungsstätte für die Jugend sehr bewusst und erfüllt diese auch erfolgreich, denn Leyrer + Graf Lehrlinge zählen zu den Besten innerhalb der Branche und belegen regelmäßig die besten Plätze bei nationalen und auch internationalen Lehrlingswettbewerben, wie zuletzt den Titel der Europameister bei den EuroSkills 2018. „Dies spricht nicht nur für den hohen Stellenwert, sondern auch für das hohe Qualitätslevel der Lehrlingsausbildung unseres Familienunternehmens“, konstatiert Stefan Graf.

Austro-Know-how für die deutschen Nachbarn

Aus Österreich kommen Expertise und Umsetzung für ein komplexes Brückenbau-Großprojekt in Rosenheim in Oberbayern. Über dem Aicherpark, auf der Strecke der neuen Umfahrungsstraße, wird eine 670 m lange Stahlverbundbrücke gebaut. Die Westtangente Rosenheim ist eine bereits teilweise in Betrieb genommene bzw. noch in Bau befindliche, 11,5 km lange Umgehungsstraße für Rosenheim. Sie soll die Innenstadt vom Fernverkehr in Nord-Süd-Richtung entlasten. Im Rahmen dieses Bauprojekts wird eine Brücke über die Mangfall, den Mangfallkanal, das Gewerbegebiet Aicherpark und die Bahnstrecke Holzkirchen-Rosenheim errichtet.

Für die Ausführung dieses Bauprojekts mit einem Auftragsvolumen von 56 Mio. wurden die Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. gemeinsam mit der MCE GmbH als ARGE vom staatlichen Bauamt Rosenheim beauftragt. Die technische Geschäftsführung wurde von Josef Lagger, Gruppenleiter der Habau Group, übernommen, während die MCE als Zuständige der kaufmännischen Geschäftsführung agiert. „Dieses spannende Brückenprojekt ist für die Habau Group ein weiterer, strategisch wichtiger Schritt, um mit unserer Straßen- und Brückenbau-Expertise im süddeutschen Raum weiter Fuß zu fassen“, so Hubert Wetschnig, Chef der Habau Group. „In den nächsten Jahren werden im bayrischen Raum noch einige Straßenbauprojekt-Ausschreibungen folgen. Mit diesem Großprojekt liefern wir eine wichtige Referenz.“ Der hochkomplexe und entsprechend kostenintensive Brückenbau soll 2022 fertiggestellt werden. Eine der besonderen Herausforderungen dieses Bauunterfangens liegt in der wenig tragfähigen Bodenbeschaffenheit. Bis auf etwa 150 m Tiefe erstreckt sich die geologische Schicht Seeton im Untergrund, weshalb die Pylone des ersten Brückenabschnitts 45 m tief mittels Großbohrpfählen gegründet werden müssen, um die erforderliche Stabilität zu gewährleisten.

Für dieses besondere Verfahren gab es bereits jahrelang Vorversuche, um den bestmöglichen Umgang mit den sehr setzungsempfindlichen Seetonschichten zu erforschen. Für eine zusätzliche Verbesserung der Tragfähigkeit sorgen Drainage- und Verdrängungssäulen.

Eine weitere Herausforderung in der Bauumsetzung sind die hohen Auflagen für die Vermeidung von unzulässigen Emissionen, Vibrationen und Lärmbelastungen, da die Straßenführung mitten durch das Gewerbegebiet Aicherpark verläuft und somit umfangreiche Anrainerinteressen zu berücksichtigen sind.

Karl-Heinz Strauss

Porr meldet Rekord-Auftragsbestand

Bei nicht weniger als 7,6 Mrd. € lag der Auftragsbestand der Porr per Ende August/Anfang September 2019. Der Konsolidierungskurs des Unternehmens führte zu einem moderaten Anstieg der Produktionsleistung von 1,6% auf 2,5 Mrd. €. Zudem erreichte das Ergebnis vor Steuern (EBT) im ersten Halbjahr 8,2 Mio. Das eingeleitete Transformationsprogramm „Porr 2025“ soll die Rahmenbedingungen für ein profitables Wachstum und operative Exzellenz schaffen.

„Eine historisch einmalige Situation prägt im Moment den Bausektor“, bestätigt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss die TOP LEADER-Headline „Bau-Boom in Österreich“. „Mit unserem Rekord-Auftragspolster sowie ungebrochen starker Nachfrage nach unseren Baudienstleistungen sehen wir dennoch einem schwierigen Marktumfeld entgegen. Unsere Märkte bieten aber langfristiges Potenzial. Mit ‚Porr 2025‘ haben wir ein Transformationsprogramm eingeleitet, um diese Chance bestmöglich zu nutzen.“

Mit einer Vollauslastung in allen Segmenten erzielten Österreich und Deutschland mit 70% erneut den Großteil der Leistung. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten vor allem der Ingenieurbau Deutschland sowie Tschechien, die Slowakei und die Schweiz. 90% der Leistung der Porr werden in den stabilen, sicheren und wachstumsstarken Heimmärkten erwirtschaftet. Im Rekord-Auftragsbestand finden sich Projekte in Österreich wie u.a. die Wohnbauaufträge Geiselbergstraße im elften Wiener Bezirk Simmering oder das Q6 Nord in Graz-Reininghaus. In Rumänien, das sich zum neuen Heimmarkt entwickelt hat, kam der Design-Build-Auftrag für die Autobahn von Sibiu hinzu. In Polen gewann die Porr das Büroprojekt Skysawa. In Norwegen konnte der Bau der 836 m langen Minnevika-Brücke akquiriert werden.

Mit einer bereits begonnenen Neuausrichtung der Organisation verschlankt die Porr ihre Business Units, optimiert die Kosten der Zentralfunktionen (Shared Service Center) und vereinfacht Managementstrukturen mittels neuer Unternehmenskultur – drei der wichtigsten Prinzipien. Weitere strategische Initiativen schärfen den Fokus auf die bestehenden Heimmärkte und die Kernkompetenzen, verbessern operative Prozesse und erhöhen die Kostendisziplin. Hinzu kommt die Weiterentwicklung zentraler Themen im Bereich Digitalisierung, die enorme Potenziale bietet und die Wettbewerbsfähigkeit der Porr weiter stärkt.

Für die Baumärkte in Europa, die im Fokus der Porr stehen, rechnen Experten auf Basis aktueller Prognosen mit einem weitgehend stabilen Wachstum, jedoch mit regionalen Unterschieden. Österreich, Deutschland und die Schweiz zeigen eine robuste Baukonjunktur; Tschechien, die Slowakei, Rumänien und vor allem Polen sollten nachfrageseitig weiter wachsen. In Polen lassen die Indikatoren keine Entwarnung bei Themen wie dem Fachkräftemangel, Engpässen bei Nachunternehmern sowie beim Preisniveau von Baumaterialien und Löhnen erkennen. Der Druck auf die Margen bleibt hoch. In Katar bzw. den VAE (Vereinigte Arabische Emirate)verfolgt die PORR eine risikoreduzierte Strategie. Norwegen bietet weiterhin gute Gelegenheiten im Infrastrukturbereich, das Marktumfeld ist jedoch sehr schwierig. Großbritannien weist für die Porr aufgrund der makroökonomischen Unsicherheit keine weiteren Potenziale auf.

Systembau Eder

Die 12 Millionen-Investition in Oberösterreich

Systembau Eder mit Sitz in Peuerbach und dem Produktionsstandort in Kallham hat jetzt mit einer Gesamtinvestition von 12 Mio. € eine neue Umlaufanlage für Doppelwände und Elementdecken aus Beton errichtet. Die neue Produktionshalle hat eine Länge von 155 m und eine Größe von 6.000 m². Neben der Notwendigkeit, die Dimensionen von Wandelementen zu erhöhen und die Lieferzeiten zu verkürzen, galt das Hauptaugenmerk der optimalen Ausstattung der Arbeitsplätze. Neue Sozialräume, ein großzügiges Mitarbeiterrestaurant, eine speziell abgestimmte Farbgebung und ergonomische Produktionsstätten fördern ein optimales Arbeitsumfeld. „Aufgrund der modernen Architektur von Gewerbe- und Industriebauten und neuer Einsatzgebiete wurde eine technische Anpassung unserer Produktionsmöglichkeiten immer dringlicher. Jetzt können wir Doppelwände bis zu einer Höhe von zwölf Metern unter optimalen Bedingungen für unsere Kunden produzieren und sind für die Zukunft optimal gerüstet“, so Geschäftsführer Franz Josef Eder.

Systembau Eder gehört zur Firmengruppe Eder mit Sitz in Peuerbach. Am Standort Kallham werden Doppelwände, Elementdecken, Fertigtreppen und konstruktive Betonbauteile vor allem für den industriellen Hochbau hergestellt. Insgesamt beschäftigt Systembau Eder 125 Mitarbeiter, davon 95 in Kallham und weitere 30 im technischen Büro und Vertrieb in Peuerbach. Besonderes Augenmerk wird auf handwerkliche Exzellenz und die Ausbildung von Lehrlingen gelegt. Bisher wurden 25 Lehrlinge ausgebildet, 22 zählen heute noch zur Belegschaft und sind mittlerweile teilweise selbst in Führungspositionen.

Mit der Errichtung der neuen Umlaufanlage kann Eder ab sofort Doppelwände mit Dimensionen von bis zu 12,3 x 3,5 m und einer Wandstärke bis zu 50 cm realisieren. Die Betonelemente werden mit Zubehörteilen wie durchgehenden Rohren, Bewehrungsanschlüssen, Elektroeinbauteilen und Öffnungen versehen und sind auch als Thermowände mit werkseitig integrierter Wärmedämmung lieferbar. Der hohe Vorfertigungsgrad der Fertigteile beschleunigt den Bauablauf auf der Baustelle erheblich. „Mit einem genauem Planungsvorlauf lässt sich der Installationsaufwand vor Ort damit auf ein Minimum reduzieren“, beschreibt Sebastian Eder die Vorteile für die Bauausführenden.

Besonderes Augenmerk legte Eder auf die Optimierung des Arbeitsumfelds. Für die Mitarbeiter wurden neue Sozialräume, ein großzügiges Mitarbeiterrestaurant und ergonomische Produktionsstätten geschaffen. Die farbliche Innengestaltung wurde von der Farbpsychologin Billa Hebenstreit geplant. Die Farbkombination wirkt nachweislich beruhigend auf Nerven und Psyche. „Im Innenraum war es wichtig, eine fein abgestimmte, naturhafte und wie selbstverständlich wirkende Atmosphäre zu schaffen. Die gewählten Basisfarben Grauweiß, Hellgrün und Blau bilden eine Art Rahmen, der einen weiten Raum für die Menschen und für die Arbeit gibt“, beschreibt Hebenstreit ihr Konzept. „Die Maschinen in ihren Signalfarben spielen die Hauptrolle und sind klar wahrnehmbar.“

Besonders hervorzuheben sind die positiven Effekte der erwähnten Farbklänge: beruhigend, konzentrationsfördernd und auch lärmdämpfend. „Wir haben bewusst in die Qualität der Arbeitsplatzumgebung investiert, um unseren Mitarbeitern die bestmögliche Ausgangslage für einen positiven Arbeitsalltag zu geben“, unterstreicht Sebastian Eder die Wichtigkeit der Arbeitsplatzgestaltung beim Neubau.

1989 hatte Firmenchef Franz Josef Eder mit einer Investition von 55.000 € in die erste Schalungsgarnitur und damit mit der 1. Produktion von Fertigtreppen in Oberösterreich in Bruck-Peuerbach begonnen. Bereits drei Jahre später fand sich das noch heute aktive Kernteam rund um Franz Josef und Olga Eder, Klaus Altmann und Christian Hofinger. Neue CAD-Programme und die rasante Entwicklung der EDV beflügelten Anfang der 90er-Jahre die Fertigteilproduktion. Der geschichtsträchtige Industriestandort „Ziegel und Mühle Duswald“ in Kallham bot sich damals als idealer Produktionsstandort an. 1994 ging eine neue Umlaufanlage mit der ersten industriellen Produktion von Wand- und Deckenelementen in Oberösterreich in Betrieb. Insgesamt wurden seit der Gründung vor 30 Jahren 24 Mio. € in die technische Ausstattung und Betriebseinrichtung investiert. Topaktuell: Das 30jährige Bestehen wird mit einem Event am 20. September gefeiert!

Thomas Birtel, Strabag

Strabag modernisiert tschechische Bahnstrecke

Strabag Rail a.s., eine Tochtergesellschaft des börsennotierten Baukonzerns Strabag SE, hat den Auftrag zur Modernisierung des Bahnstreckenabschnitts Duchcova–Bílina im Norden Tschechiens erhalten. Im Rahmen des Auftrags mit einem Gesamtwert von umgerechnet rund 74 Mio. € wird eine Bahnstrecke von ca. 12 km Länge erneuert. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Der Anteil der Konsortialsführerin Strabag Rail a.s. beträgt 73%.

„Tschechien ist einer unserer Heimatmärkte, in denen wir seit Jahren die Marktführerschaft halten“, sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Birtel zu TOP LEADER. „Wir sind stolz, in diesem Jahr bereits den zweiten Großauftrag zur Modernisierung des tschechischen Bahnnetzes erhalten zu haben.“ Durch die Modernisierung sollen die mögliche Höchstgeschwindigkeit und die Sicherheit erhöht werden. So werden Bahnsteige verlegt, Kommunikations- und Sicherheitsanlagen samt den zugehörigen Technologien neu errichtet und es wird für den barrierefreien Zugang zu den modernisierten Haltestellen und Stationen gesorgt.

Auch die schöne Tochter reüssiert

Außerdem implementiert die auf Mauterhebungssysteme spezialisierte Strabag-Tochter Efkon ein Verkehrsüberwachungssystem im indischen Aligarh. Der Auftragswert für dieses Smart City-Projekt liegt im zweistelligen Mio.-Euro-Bereich. Es geht um Installierung, Betrieb und Wartung eines neuen Verkehrsüberwachungssystems über eine Fläche von 85 km² mit 227 Kameras und 63 beliebig bewegbaren Kameras (Pan-Tilt-Zoom/PTZ), Rotlicht-Überwachungsanlagen mit 74 Kameras und um weitere Komponenten zum Traffic Management. Die Errichtung läuft über zwölf Monate, gefolgt von 60 Monaten Betrieb und Wartung.

„Indien besitzt eines der größten, aber keineswegs dichtesten Straßen- und Eisenbahnnetze der Welt“, erklärt Birtel. „Trotz ständiger Anpassungen ist das Verkehrssystem oft völlig überlastet.“ Die Ursachen dafür liegen im Bevölkerungswachstum, dem die Verkehrsplanung und der Städtebau nicht gewachsen sind, sowie in der hohen Zahl an Pendlern. Mit der Einführung des neuen Verkehrssystems wird die Verkehrssicherheit erhöht – und auch die Verkehrssteuerung, welche die generelle Fahrzeit reduziert und Staus minimiert, wird dabei helfen, das hohe Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Summa summarum: Bau-Boom in Österreich – auch jenseits der Grenzen!

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