Schlagwort: Home Office

Das Virus verändert den Führungsstil: „Es gibt kein Zurück!“

Published on 5. September 2020

Corona hat den Berufsalltag grundlegend verändert und damit auch die Führungstätigkeiten, Prioritäten und Herausforderungen österreichischer CEOs. „Die Krise hat gezeigt, welche alternativen Arbeitsweisen möglich sein können: eine Arbeitswelt, die vorwiegend remote funktioniert. Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass es ein Zurück zu einer prä-Covid-19 Arbeitswelt nicht geben kann und die Lösung eine neue Normalität sein muss“, kommentiert Olivia Stiedl, Leiterin des Bereichs People and Organisation bei PwC Österreich.

Laut aktueller Umfrage „Digitale Führung post Covid-19“ haben 87 Prozent der befragten Führungskräfte angegeben, dass sich ihre Führungstätigkeit bereits verändert hat. 93 Prozent sind sicher, dass eine digitale Führung in Zukunft bedacht werden muss. Die nun erprobte Umstellung auf Home-Office birgt viele neue Chancen zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung, die Führungskräfte künftig nutzen möchten. 70 Prozent der befragten CEOs möchten fortan flexiblere Arbeitszeitmodelle anbieten und mehr digitale Coworking-Tools einsetzen. Home-Office soll auch nach der Krise um 22 Prozent häufiger genutzt werden. Auch Video Calls gehören im „New Normal“ dazu: Über 80 Prozent der Befragten sehen in ihnen das Potenzial, Meetings und Geschäftsreisen auch in Zukunft zu reduzieren, so die Erkenntnisse der Umfrage.

Herausforderung für den Team Spirit

Während technische Hürden bei der Bereitstellung von Home-Office bei den meisten Unternehmen nur punktuelle Probleme darstellten, bleiben Herausforderungen wie der Erhalt des Team Spirits und der informellen Kommunikation im Home Office auch auf lange Sicht bestehen. „Für Teams, welche die tägliche Zusammenarbeit im Büro gewohnt waren, braucht es neue Wege für den informellen Austausch“, empfiehlt Stiedl. „Eine Möglichkeit ist beispielsweise, regelmäßige digitale Kaffeepausen fest im Teamkalender einzuplanen.“

Allerdings konstatierten nur zehn Prozent der befragten Führungskräfte, dass in ihrem Unternehmen zu Zeiten der Covid-19-Krise regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt wurden. Bei 21 Prozent gab es zumindest eine, bei 69 Prozent allerdings gar keine Mitarbeiterbefragung. „Insbesondere in Zeiten von hoher Unsicherheit ist es wichtig, als Arbeitgeber die notwendige Stabilität, Authentizität und Verantwortungsübernahme zu vermitteln“, rät Stiedl. „Die Bedenken, Ängste, Anliegen und Wünsche des eigenen Teams können durch die räumliche Trennung des Home-Office noch schwerer adressiert werden als zuvor. Eine Mitarbeiterbefragung ist daher ein einfaches, aber geeignetes Tool, um Mitarbeiter in künftige Führungsentscheidungen einzubeziehen. Zudem bietet es gute Einsicht in die aktuelle Stimmung des Teams sowie mögliche Problemherde.“ Conclusio: „Um den Mitarbeiterbedürfnissen im New normal gerecht zu werden, müssen Führungskräfte agiler werden und stärker auf adaptive und partizipative Führungstechniken vertrauen.“

Die PwC-Umfrage zeigt auch, dass die Hälfte der befragten Führungskräfte ihre eigenen digitalen Skills ausbauen möchte. Weitere 53 Prozent erkannten die Notwendigkeit, auch Mitarbeiter hinsichtlich neuer technischer Lösungen zu schulen, um so digitale Fähigkeiten weiterzuentwickeln. „63 Prozent der befragten CEOs sprechen sich außerdem für mehr eigenverantwortliches Arbeiten ihrer Mitarbeiter aus“, erklärt Stiedl. „Auch eine solche Haltung muss erkannt, entwickelt, geschult und gelebt werden. Die nie dagewesenen Herausforderungen der Krise bedürfen gezielten Upskillings auf allen Ebenen, damit gemeinsam geeignete Lösungen der Zusammenarbeit entwickelt werden können.“

Risiken und Prioritäten haben sich verändert

Dass sich die Agenda der Führungskräfte seit Beginn der Pandemie maßgeblich verändert hat, weiß man auch bei KPMG. Demnach haben die CEOs der einflussreichsten Unternehmen der Welt den Kampf um Talente für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung, sowie den Purpose des Unternehmens, seinen gesellschaftlichen Beitrag, als größte Herausforderungen identifiziert. Dazu kommt, dass sich bestehende Trends wie die ESG-Faktoren (Environmental, Social and Governance), flexibles Arbeiten und digitale Transformation beschleunigt haben.

Wenn es um die Wachstumsaussichten für die nächsten drei Jahre geht, sind 32 Prozent der CEOs heute weniger zuversichtlich als noch zu Beginn des Jahres. Die CEOs sind jedoch optimistischer in Bezug auf ihr eigenes Land (45 Prozent zuversichtlich) und wieder zuversichtlicher in Bezug auf die Widerstandsfähigkeit ihres Unternehmens in den kommenden drei Jahren. „Die signifikante Veränderung der Prioritäten der CEOs in den letzten sechs Monaten ist ein klares Indiz dafür, dass die Unternehmen sich anpassen mussten, um die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen“, erläutert KPMG Senior Partner Michael Schlenk. „Diese Krise hat die Strategien beschleunigt, die bereits im Zusammenhang mit der digitalen Transformation und der sozialen Verantwortung verfolgt wurden. In anderen Bereichen ist die Zukunftsplanung jedoch sehr viel schwieriger, insbesondere wenn es darum geht, über künftige Arbeitsweisen und Problemlösungen nachzudenken. So ist es vielleicht keine Überraschung, dass sich CEOs auf die Bedeutung von Talenten konzentrieren, um das zukünftige Wachstum aufrechtzuerhalten und zu steigern.“

Digitale Transformation als Schlüssel

21 Prozent der globalen CEOs geben an, dass die Suche nach geeigneten Talenten in den nächsten drei Jahren die größte Herausforderung darstellt. Diese Bedenken rund um das Recruiting sowie Mitarbeiterbindung stieg um elf Plätze. In weiterer Folge wurden funktionierende Lieferketten mit 18 Prozent und Umweltrisiken mit 12 Prozent angeführt. Investitionen in Technologien haben zugenommen und CEOs setzen verstärkt auf die Bedeutung der digitalen Transformation, um operativ widerstandsfähiger, agiler und kundenorientierter zu werden. 80 Prozent der Führungskräfte haben miterlebt, wie sich die digitale Transformation in ihrem Unternehmen beschleunigt hat. Die größten Fortschritte wurden bei der Digitalisierung der Betriebsabläufe erzielt und 30 Prozent gaben an, jetzt Jahre weiter zu sein als ursprünglich geplant.

Die Pandemie hat die Konzentration der globalen Führungskräfte auf ihre Rolle in der Gesellschaft beschleunigt: CEOs sind der Ansicht, dass die jüngsten Entwicklungen sie dazu veranlasst haben, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob ihr Unternehmenszweck dem Standard entspricht, der von ihren Stakeholdern erwartet wird. 79 Prozent der Befragten sagen, dass sie diesen als Folge der Covid-19-Krise neu bewerten mussten und dieselbe Anzahl gibt an, dass sie eine stärkere emotionale Verbindung zum Zweck ihrer Organisation seit der Krise aufgebaut haben.

Zurück ins Büro – so kann’s gelingen

Published on 2. Juni 2020

In den kommenden Tagen und Wochen kehren Mitarbeiter, die in den vergangenen zweieinhalb Monaten im Home Office waren, in ihre Büros zurück. Arbeitnehmer wie Arbeitgeber bereiten sich auf die neue Situation vor – denn eines ist klar: es wird anders als vor der Coronakrise. Die körperliche und geistige Gesundheit der Mitarbeiter steht an oberster Stelle. Damit einhergehen Abstandsregeln, die Definition des Raumangebotes pro Mitarbeiter und erhöhte Hygienestandards:

„Die Rückkehr in die Offices kann herausfordernd sein“, sagt Julian Schramek, Head of Building Consultancy beim Immobilien-Dienstleister CBRE Wien. „Wichtig ist die umfassende Vorbereitung und die Definition eines genauen Planes, dem die Mitarbeiter folgen.“

Flexibilität, Kommunikation, Zusammenarbeit

Während in kleineren Unternehmen eine Person – meist die Geschäftsführung – den Plan für die Rückkehr definiert, werden in größeren Unternehmen Teams, bestehend aus Mitarbeitern aller wichtigen Abteilungen, gebildet, die gemeinsam mit dem Top-Management die Maßnahmen planen.

Die Mitarbeiter benötigen klare Informationen zu den Gesundheitsvorkehrungen, die aktiv an alle (Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner etc.), die Betriebsräumlichkeiten betreten, kommuniziert werden. Feedback der Mitarbeiter sollte in die Pläne einfließen und diese sollen gegebenenfalls adaptiert werden.

Die Rückkehr in die verwaisten Offices wird zur Herausforderung werden.

Schrittweise Rückkehr

Es gibt eine Lehre aus Asien, wo man den Europäern diesbezüglich um einige Wochen voraus ist: Die Rückkehr aller Mitarbeiter ins Büro zur selben Zeit funktioniert nicht und ist auch nicht mit den aktuellen Richtlinien der WHO und anderer Institutionen vereinbar – Stichwort: Abstandsregeln.

International wurde beobachtet, dass sich nicht alle Unternehmen an diese Empfehlung halten, weshalb es umso wichtiger ist, einen Plan zu entwickeln, der festlegt, wann und wie die Anzahl der Personen in den Büros schrittweise erhöht wird. Daher ist es realistisch, dass einige Mitarbeiter bis zur Stabilisierung der Situation weiterhin im Home Office tätig sind.

„Nicht umsonst heißt es, dass jede Krise gleichzeitig eine Chance ist“, meint Schramek. „Das gilt auch jetzt, da wir uns mitten in einem Change Prozess befinden. Jetzt entscheidet sich, wie wir in Zukunft arbeiten. Trotz der Tatsache, dass die Arbeit im Home Office auch in Zukunft attraktiv sein wird, bleiben Büroräume weiterhin die wichtigsten Orte für Vernetzung und Besprechung. Es wird sich allerdings einiges ändern: große Unternehmen werden – vor allem technologisch – bestens ausgestattete und hochwertige Headquarters haben und daneben ihr Netzwerk kleinerer, lokaler Büroflächen ausbauen.“

Die Top-5-Tipps zu Planung und Koordination

  1. Ein Team – bestehend aus Mitarbeitern der wichtigsten Abteilungen – sollte gemeinsam mit dem Management die Rückkehr ins Büro planen und die Maßnahmen definieren.
  2. Notfallplan – was ist zu tun, wenn bei Mitarbeitern Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit Covid-19 hinweisen könnten.
  3. Erstellung eines Zeitplans für die schrittweise Rückkehr der Mitarbeiter ins Büro. Es sollte im Vorhinein definiert sein, wer wann ins Office zurückkehrt.
  4. Spezielle Systeme – wie z.B. Einbahnregelungen, Zutrittsbeschränkungen – für die Nutzung von gemeinsamen Räumen (Besprechungsräume, Küche etc.), damit sich nie zu viele Personen gleichzeitig in einem Raum befinden.
  5. Entwicklung einer neuen Arbeitsschutzrichtlinie und Sicherstellung der Einhaltung.
Ein Top-Tipp: Die Frischluftversorgung erhöhen!

Die Top-5-Tipps für die sichere Arbeitsumgebung

  1. Reduktion der maximalen Büronutzung. Überdenken der Arbeitsauslastung für den vorgeschriebenen und sicheren Abstand zwischen den Mitarbeitern. Sichtbare Kennzeichnungen sind hier hilfreich.
  2. Ausreichend Desinfektionsmittel für Mitarbeiter und Besucher. Erhöhte Hygienemaßnahmen & Reinigung.
  3. Aktive – nicht nur digitale – Kommunikation der Richtlinien und Empfehlungen für sicheres Arbeiten an die Mitarbeiter.
  4. Erhöhung der Frischluftversorgung in den Büros sowie auch in Nass- und anderen Nebenräumen.
  5. Temperaturmessung bei den Mitarbeitern vor Betreten des Büros (bei großen Unternehmen). Beschränkung der Anzahl der externen Besucher (inklusive Kuriere).

Die Top-5-Tipps zur Kommunikation mit den Mitarbeitern

  1. Offener Informationsaustauch sollte im gesamten Unternehmen möglich sein. Definition der geeigneten Kanäle zur internen Kommunikation.
  2. Bevor die Mitarbeiter an den Arbeitsplatz zurückkehren, sollten sie die Vorteile und Rahmenbedingungen der Arbeit im Büro kennen, z.B. Qualität der Einrichtungen, ungestörtes Arbeiten, High Speed Internet etc.
  3. Empfehlung der Mitarbeiter, MNS Masken zu tragen, Sicherheitsabstände einzuhalten und für Hygiene zu sorgen – nach dem Prinzip Eigenverantwortung.
  4. Ermutigung der Mitarbeiter, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen.
  5. Home Office wird auch in Zukunft Teil der Unternehmenskultur sein.

Leben im Homeoffice

Published on 4. Mai 2020

Herr Stückler, welchen Stellenwert erfährt das Homeoffice aufgrund der Corona-Krise?

Tecno Office Consult CEO Ewald Stückler: Durch die Krise einen unglaublich hohen Stellenwert! War vor der Covid-19-Krise das Homeoffice in einem Bereich von maximal fünf Prozent, angesiedelt, stehen wir jetzt bei einer Anwesenheitspräsenz im Homeoffice von mehr als 90 Prozent! Die Arbeitswelt wird nach der Covid-19-Krise definitiv nicht mehr dieselbe sein. Arbeitsweisen werden sich verändern, flexible Arbeitsmodelle, mit einem wesentlich höheren Anteil als vor der Covid-19-Krise müssen überdacht werden, der Homeoffice-Anteil wird massiv zunehmen, da man gesehen hat, dass es durch die aktuelle Schließung der Büros durch Homeoffice immer noch zu einem funktionierenden Bürobetrieb, wenn auch mit anderen Arbeitsabläufen gekommen ist.

Das Homeoffice erfreut sich schon länger an Beliebtheit – was kommt seit Corona noch dazu?

Stückler: Das Vertrauen der Unternehmen, dass im Homeoffice auch gearbeitet wird. Es gab durch die Krise eine massive Zunahme an Videokonferenzen mittels Skype oder anderen am Markt erhältlichen Systemen, da nicht alle Entscheidungen nur auf dem schriftlichen Weg möglich sind, sondern hier ein Face-to-Face Kontakt notwendig ist.

Wie sieht das ideale Homeoffice aus?

Stückler: Hier sollte man unterscheiden, in welchem Haushalt man lebt. In einem Ein- oder Zwei-Personenhaushalt ist es nicht unbedingt notwendig, dass dazu ein eigener Raum definiert werden muss, da hier die Ablenkung begrenzt ist. Wohnt man aber in einem Haushalt mit Kindern, ist es sinnvoll, einen eigenen Raum wenn möglich als echtes Homeoffice zu definieren, damit alle Familienmitglieder Bescheid wissen, dass zu Hause in diesem Bereich gearbeitet wird und man nicht gestört werden will.

Ein ideales Homeoffice braucht vor allem die technischen Betriebsmittel, wie Laptop, externer Bildschirm, Drucker, ausreichende Internetleitungen für Datentransfer, Arbeitstisch passend zur sonstigen Einrichtung, ergonomischen Arbeitssessel und ausreichend Stauraum für Ordner und Dokumente.

Welche Kriterien sind zu erfüllen?

Stückler: Es muss dazu auch innerhalb des Unternehmens eine klare Regelung der Homeoffice-Tätigkeiten in der Betriebsvereinbarung geklärt sein. Welche Betriebsmittel stellt das Unternehmen zur Verfügung, wie hoch soll der Anteil an Homeoffice vereinbart werden, welche Förderungen gibt es für Homeoffice, etc.

Hier bedarf es einer genaueren Beratung und Planung! Einfach zu sagen, man geht ins Homeoffice, oder erlaubt Homeoffice und das war’s, wird nicht funktionieren.

Gibt es No gos?

Stückler: Auch im Homeoffice müssen Regeln gelten. Feste Arbeitszeiten, in denen in Ruhe und konzentriert gearbeitet werden kann und der Rest der Familie weiß, dass in diesen Zeiten nicht gestört werden soll. Eine genaue Tagesplanung ist wichtig, sonst wird in der Regel sogar länger als im normalen Bürobetrieb gearbeitet.

Welche Räume sind für Homeoffice prädestiniert?

Stückler: Im Idealfall gibt es einen eigenen Raum, damit konzentriert gearbeitet werden kann. Schwierig ist es, wenn kein genauer Ort definiert ist, dann arbeitet man oft immer wieder zwischendurch, da der Arbeitsplatz immer im Blick ist und man nur schwer abschalten kann!

Welche Materialien werden beim Homeoffice bevorzugt?

Stückler: Wichtig ist, dass es für den Arbeitsplatz ausreichend Tageslicht und einen direkten Sichtbezug nach außen gibt. Es sollten hier auch Materialen eingesetzt werden, die sehr neutral sind und sich gut in das Gesamtbild der Einrichtung für den Wohnbereich einfügen und somit kein Fremdkörper der Stilrichtung sind. Ebenso ist es zu empfehlen, wenn es zu Videokonferenzen, respektive Telefon Konferenzen im Homeoffice kommen wird, akustische Maßnahmen vorzusehen!

Tecno Office Consult ist ein internationales Beratungsunternehmen und Architekturbüro und entwickelt neue Bürowelten und Bürogebäude  für Unternehmen und Investoren.

http://www.tecno.at

So wird’s gemacht: Der Homeoffice-Leitfaden für Technologie, IT-Sicherheit, Ergonomie und Digitalisierung

Published on 15. April 2020

Für einige Firmen ist das Arbeiten von Zuhause aus seit geraumer Zeit gelebte Praxis mit dem großen Vorteil, dass Arbeitsabläufe bereits eingespielt sind – für andere wiederum bedeutet es aktuell einen Kraftakt, remote arbeitsfähig zu bleiben. Für diese Unternehmen hat HP einen Leitfaden zum Thema „Arbeiten im Homeoffice“ mit Tipps und Hinweisen zusammengestellt, aus denen PON hier vier relevante Bereiche bietet:

Technologie

  1. Cloud-basierte Lösungen: Microsoft bietet es mit Office 365 bereits an – eine grundlegende Arbeitsfähigkeit kann mit Hilfe von Cloud-basierten Lösungen hergestellt werden. Mitarbeiter können mittels Internet Browser auf ihre klassischen Office Anwendungen wie Word, Excel oder Outlook mit leicht reduziertem Funktionsumfang zugreifen. Gleichzeitig stehen alle in der Cloud verfügbaren Dateien zur Verfügung. Der große Vorteil: Diese Lösung kann mit jeder Hardware genutzt werden, die über einen Browser verfügt. Sicher eine gute kurzfristige Alternative für Nutzer, die normalerweise im Büro einen Desktop-Rechner nutzen.
  2. Netzwerkanbindung: Voraussetzung für den Homeoffice-Arbeitsplatz ist eine schnelle Datenverbindung – sei es per Kabel, DSL-Anbindung oder WWAN-Technologie. Damit steht im Allgemeinen auch ein WLAN Netz zur Verfügung, in das man sich mit dem Firmennotebook einwählen kann. Ist keine kabelgebundene Breitbandverbindung vorhanden, hilft – je nach Region – der örtlich verfügbare Mobilfunkstandard. Mit einem optionalen WWAN Modem im Arbeitsgerät kann man Ausfälle des Home Netzwerks überbrücken und erweitert die mobile Arbeitsfähigkeit auf zusätzliche Standorte. Mobilfunkrouter bieten die Möglichkeit, an jedem Ort mit entsprechender Mobilfunkversorgung im Handumdrehen ein mobiles WLAN-Netz aufzubauen, über das man eine Verbindung zum Firmennetz aufbauen kann. Diese Option ist auch über das Mobiltelefon möglich. Wichtig: Datentarif prüfen!
  3. As-a-Service: Shared Economy im Unternehmen: Gerade Firmen mit kleinen IT-Abteilungen profitieren von As-a-Service-Angeboten ohne Kapitalbindung, die flexibel an die Anforderungen der Firma angepasst werden können. Vorteile: höhere Flexibilität bei der Hardware, unternehmensweit einheitliche, integrierte Sicherheitskonzepte, höhere Produktivität durch Analysetools. Zudem übernehmen As-a-Service Anbieter häufig auch die Betreuung und den technischen Service zu den Produkten – seien es OC oder Notebooks oder ganze Druckerflotten. Bei Bedarf können solche Hotline-Dienste für die Mitarbeiter flexibel skaliert werden.

IT-Sicherheit

  1. Multi-Faktor-Authentifizierung: Auch beim Zugriff auf das Firmennetzwerk vom heimischen Schreibtisch aus sollte sinnvollerweise die Multifaktor-Authentifizierung genutzt werden. Neben Kennwort oder PIN ist zum Einloggen etwa ein Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung per Windows Hello eine sinnvolle Kombination. Deshalb bieten moderne Business Notebooks optional sowohl einen Fingerabdruckscanner wie auch die nötige Infrarot-Kameratechnik als Security-Merkmal.
  2. VPN-Verschlüsselung: Insbesondere bei der Nutzung öffentlicher wie auch heimischer Netzwerke ist – wie bei allen Netzwerken außerhalb des Unternehmens – eine Verschlüsselung der übertragenen Daten dringend notwendig. Moderne VPN-Lösungen garantieren eine sichere Datenverbindung. Zusätzlich kann man, je nach VPN Lösung, die Nutzung lokaler Ressourcen unterbinden und damit das Arbeitsgerät zusätzlich schützen.
  3. Hardware-Schutz: Moderne Notebooks verfügen zudem über spezielle Sicherheitslösungen zum Schutz vor Angriffen. Viele dieser Sicherungssysteme sind bereits in die Hardware integriert. So schützt HP SureStart beispielsweise das BIOS. Sollte das BIOS unberechtigt verändert worden sein, startet das Notebook mit einer Kopie des letzten funktionierenden BIOS neu. Wirksamen Schutz vor Schadsoftware, die sich auf Webseiten oder hinter Links in E-Mails verbergen, bietet HP Sure Click. Webseiten und Dateien werden grundsätzlich in einer virtualisierten Maschine geöffnet. Etwaige Angriffe im Browser können nicht auf das restliche System zugreifen. Es reicht das Schließen des Browserfensters, um den Angriff abzuwehren.

Ergonomie

  1. Professioneller Monitor: Eine ausreichende Bildschirmgröße ist Voraussetzung für entspanntes Arbeiten. Abhängig von der Aufgabe ist ein 24-Zoll-, besser noch ein 27-Zoll-Bildschirm empfehlenswert. Optimalerweise ein Business Monitor, da diese Monitore höhenverstellbar sind. Eine Tilt- sowie ein horizontale Drehmöglichkeit sorgen für zusätzliche Ergonomie. Zudem sind Monitore mit einer integrierten Low Bluelight Reduction Funktion empfehlenswert, welche die Farbtemperatur automatisch anpassen.
  2. Dockingstation: Insbesondere bei der Nutzung von modernen Notebooks empfiehlt sich eine Dockingstation – beispielsweise eine USB-C Dock. Vorausgesetzt es besteht genug Platz für einen Arbeitsplatz, können die Peripheriegeräte verbunden bleiben. Zudem erweitert eine Dockingstation die Zahl und Art der verfügbaren Steckplätze. Das Notebook wird mit einem Kabel angeschlossen und – je nach Docking – auch direkt mit Strom versorgt.
  3. Externe Zusatzgeräte: Eine externe Maus und Tastatur vermeiden Haltungsprobleme des Nutzers und verbessern die Ergonomie zusätzlich.
  4. Arbeitsplatz: Der Arbeitsplatz sollte über einen adäquaten Sessel und Tisch verfügen. Der Sessel kann – optimaler Weise – in der Höhe angepasst werden. Der Raum sollte angenehm temperiert sein und keine störenden Lärmquellen enthalten.
  5. Ausrichtung des Arbeitsplatzes: Die Blickrichtung am Arbeitsplatz sollte im Optimalfall parallel zur Fensterfront verlaufen. Das bedeutet, Tageslicht kann nur seitlich auf den Monitor fallen. Ein Fenster – und damit Tageslicht im Rücken des Nutzers – sorgt für ungewollte Lichtreflexe, ein Fenster hinter dem Monitor – in Blickrichtung – kann sich bei längerem Arbeiten aufgrund von unterschiedlichen Helligkeitswerten störend für den Nutzer auswirken und eine schnellere Ermüdung der Augen nach sich ziehen.

Homeoffice und Digitalisierung

  1. Netzausbau: Basis für die Digitalisierung eines Landes und damit auch für Nutzungsszenarien wie Home-Office ist der Breitbandausbau. Die schnelle Datenübertragung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor – nicht nur in der produzierenden Industrie.
  2. Dezentralisierung: Die Breitbandanbindung schafft die Möglichkeit, Mitarbeiter auch außerhalb der Ballungszentren zu finden und zu beschäftigen.