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2020 kann Österreichs Klima kurz durchatmen

Published on 3. November 2020

Wie Simulationen des Umweltbundesamtes zeigen, erfordert die Klimaneutralität einen weitreichenden Umbau der Wirtschaftssektoren. Darüber hinaus werden die Menschen vor allem ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig verändern müssen. „In diesem Zusammenhang gibt das geplante europäische Klimagesetz, das die Green Deal-Ziele rechtsverbindlich verankern soll, Anlass zum Optimismus. Allerdings ist es bisher nur ein Vorschlag der Kommission, der von den Mitgliedern noch angenommen werden muss“, sagt UniCredit Bank Austria Ökonom Günter Wolf in einer Analyse der UniCredit Bank Austria zum Thema Klimaschutz in Österreich.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die internationale Energieagentur weltweit mit einem Minus von fast acht Prozent. „Trotz des Rekordrückgangs an klimaschädlichen Emissionen zeigt die Entwicklung 2020 auch klar, dass die Klimakrise keinesfalls nur mit der eingeschränkten Nutzung von Flugzeugen und Autos und einem geringeren Energieverbrauch in der Produktion gelöst werden kann“, sagt Wolf. „Dagegen sprechen nicht nur die massiven sozioökonomischen Verwerfungen der Wirtschaftskrise, die sich schon jetzt erkennen lassen. Zudem wächst die Energienachfrage mit der Lockerung der Maßnahmen und der Wirtschaftserholung wieder praktisch ohne Verzögerung.“

Unverändert Handlungsbedarf

In Österreich werden die Treibhausgasemissionen 2020, laut einer Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes, um etwa 10 Prozent auf rund 73 Millionen Tonnen sinken, den niedrigsten Wert seit Jahrzehnten. Damit das Land aber bis 2040 klimaneutral wird, wie im Regierungsprogramm festgehalten, muss das Emissionsvolumen auch in den nächsten zwanzig Jahren im Durchschnitt zumindest um 10 Prozent pro Jahr reduziert werden (auch wenn Einsparungen in diesem Ausmaß erreicht werden, werden 2040 noch immer ca. 9 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert, die in Kohlenstoffsenken aufgenommen werden müssen).

Die Klimaneutralität erfordert nicht nur den fast vollständigen Verzicht auf fossile Energien. Der Rest an fossilen Brennstoffen, der beispielsweise zum kurzfristigen Lastausgleich in der Stromversorgung gebraucht wird, muss mit Importen erneuerbarer Energien kompensiert werden. Zudem muss der Teil an nicht vermeidbaren Treibhausgasen, der nicht in natürlichen Kohlenstoffsenken gespeichert wird, in geologische Strukturen eingebunden werden. Derzeit werden nur etwa 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid Großteiles von Österreichs Wäldern aufgenommen.

Eine besondere Herausforderung im Verkehr

Auf Sektor ebene sind die größten Treibhausgasemittenten in Österreich die Industrie und der Verkehr, mit einem Anteil an den Gesamtemissionen von rund 34 respektive 30 Prozent. Darüber hinaus tragen die Energieversorger etwa 14 Prozent zum Emissionsvolumen bei und die Landwirtschaft und der Gebäudesektor, dabei vor allem Heizungsanlagen privater Haushalte, jeweils rund zehn Prozent. Im Vergleich zu 1990 hat sich die Menge an Treibhausgasen, die in Österreich emittiert wurden, kaum verändert. Die höchsten Emissionseinsparungen wurden aufgrund effizienterer Heizanlagen und energiesparender Bauweisen im Gebäudesektor (–39 Prozent seit 1990) und mit dem Einsatz erneuerbarer Energien bei den Energieversorgern (–26 Prozent) erzielt. Die Landwirtschaft hat ihr Treibhausgasvolumen um 14 Prozent reduziert. Gleichzeitig sind die klimaschädlichen Emissionen in der Industrie um 13 Prozent und im Verkehr sogar um 73 Prozent gestiegen.

„Angesichts der wachsenden Gütertransportleistung, des hohen Mobilitätsbedürfnisses der Menschen und der Dominanz fossiler Fahrzeugantriebe stellt ein möglichst emissionsfreier Verkehrssektor wahrscheinlich die größte Herausforderung für den Klimaschutz dar“, sagt Wolf. Langfristig ist eine relevante Marktdurchdringung mit E-Fahrzeugen sicher möglich, da die Kfz-Hersteller vor dem Hintergrund der drohenden Strafzahlungen schon jetzt das Segment deutlich forcieren. Allerdings wird die weitgehende Umstellung des Fuhrparks auf emissionsfreie Antriebe noch Jahrzehnte brauchen, gemessen am Anteil von Elektrofahrzeugen und Plug-In-Hybriden am österreichischen Pkw-Bestand von 0,8 Prozent 2019.

Mit der Elektrifizierung des Fuhrparks und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur wächst der Bedarf an „grünem“ Strom. Im sogenannten „Transition-Szenario“ hat das Umweltbundesamt die Maßnahmen skizziert, die zur Erreichung der Klimaneutralität des Landes bis 2050 notwendig sind. Demnach sollte der Gesamtenergieverbrauch des Verkehrssektors um 70 Prozent auf 38 Terawattstunden sinken, wobei vor allem fossile Treibstoffe eingespart werden. Allerdings wird sich der Strombedarf des Sektors in den nächsten dreißig Jahren in etwa versechsfachten, von rund 4 auf 24 Terawattstunden. Der Verkehr verbraucht dann etwa 30 Prozent der gesamten elektrischen Energie in Österreich (derzeit sind es rund 5 Prozent). Auch wenn die benötigte Strommenge bereitgestellt werden kann, wird der Antriebswechsel zum Elektromotor sicher nicht ausreichen, um den Verkehr möglichst emissionsfrei zu bekommen. Das dürfte nur mit einer weitreichenden Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs zum öffentlichen Verkehr möglich sein.

Kostenintensiv, aber realisierbar

Von den rund 27 Millionen Tonnen an Treibhausgasen, die pro Jahr von der Industrie in Österreich emittiert werden, stammen fast die Hälfte von der Stahlindustrie, weitere 20 Prozent von den Bauzulieferbranchen, vor allem der Zementindustrie, und jeweils rund 10 Prozent von der Öl- und Chemieindustrie.

Das größte Treibhausgas-Einsparungspotenzial in der Industrie bietet die weitgehende Umstellung der Stahlproduktion auf die sogenannte Wasserstoffplasmaschmelzreduktion. Allerdings ist die Großindustrielle Anwendung des Verfahrens erst in Entwicklung und der Einsatz des Verfahrens ist klimapolitisch nur sinnvoll, wenn Wasserstoff mit Hilfe von erneuerbarem Strom gewonnen wird. In der Zementherstellung können die energiebedingten Treibhausgasemissionen, das ist rund die Hälfte der Gesamtemissionen der Branche, durch den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energiequellen und energieeffizienteren Produktionsmethoden verringert werden. Um aber die prozessbedingten Emissionen einzudämmen, braucht es in der Branche zum Teil noch im Forschungsstadium befindliche Verfahren.

„Die Frage, wie die notwendigen technologischen Umrüstungen für einen möglichst emissionsfreien Betrieb in vielen Industriebranchen umgesetzt werden können, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geschädigt wird, ist noch unbeantwortet“, weiß Wolf. „Auf jeden Fall werden die Klimaschutzmaßnahmen in nächster Zukunft nicht nur die Stahl- und die Zementindustrie mit hohen Kosten belasten. Zudem bleibt die Frage offen, wie die erforderliche Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt und den Unternehmen vor Ort zur Verfügung gestellt werden kann.“

Energiesektor mit wichtigen Klimaschutzfunktionen

Der Energiesektor ist in Österreich aufgrund des hohen Anteils erneuerbarer Energiequellen zwar nur für 15 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Allerdings kommt dem Sektor im Klimaschutz eine entscheidende Rolle zu, vor allem aufgrund des steigenden Strombedarfs, der sich mit der zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft und des Verkehrs ergibt. Die Wirtschaftskrise hilft dabei, die Ziele des Energieeffizienzgesetzes für 2020 ohne zusätzliche Maßnahmen zu erreichen, beispielsweise den Anteil an erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch von 34 Prozent. Damit Österreich klimaneutral wird, brauchtes aber noch erhebliche Anstrengungen, nicht nur im Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Im Wesentlichen sind das höhere Energiepreise, die Verschiebung des Personen- und Güterverkehrs in Richtung umweltfreundlicher Verkehrsträger und eine umfassende thermisch-energetische Sanierung von Gebäuden.

Im „Transition-Szenario“ wurden vom Umweltbundesamt für einige Bereiche im Energiesektor konkrete Ziele formuliert. Bis 2050 sind das vor allem der Ausbau der Wasserkraftwerke auf eine jährliche Produktionsleistung von 47 Terawattstunden (2018: 38 Terawattstunden), der Windkraft auf 28 Terawattstunden (2018: 6), der Photovoltaik auf 26 Terawattstunden (2018: 1,4) und der Biomasse- und Biogasanlagen auf 8 Terawattstunden (2018: 5). Im Bereich der Wasserkraft rückt das Ausbauziel bereits 2030 näher, wenn alle Kraftwerke fertiggestellt werden, die laut E-Control bereits 2018 in Bau beziehungsweise eingereicht oder geplant waren. Da schon jetzt etwa 70 Prozent des technisch-wirtschaftlichen Wasserkraft-Potenzials an Österreichs Fließgewässern ausgenutzt werden, bleibt der weitere Ausbau beschränkt.

Schwieriger wird der Ausbau anderer erneuerbarer Energiequellen. Auch wenn in den nächsten Jahren mit verbesserten Rahmenbedingungen in dem Bereich gerechnet werden kann, ist es unwahrscheinlich, dass damit beispielsweise die Vorbehalte gegenüber Windkraftanlagen ausgeräumt werden. Um die Leistung der Windkraftanlagen von 6 auf 28 Terawattstunden zu erhöhen, braucht es zusätzlich zu den aktuell installierten 1.340 Windrädern noch wenigstens 2.000 neue Anlagen (unter der Annahme, dass die Leistungsfähigkeit der Anlagen zunimmt). In diesem Zusammenhang könnte das Ergebnis einer Studie der BOKU Wien vom Juni 2020 die Diskussion zumindest voranbringen: abhängig vom CO2-Preis fallen Opportunitätskosten von ca. 1,4 Millionen Euro pro Windkraftanlage an, die durch eine Photovoltaikanlage mit derselben Leistung ersetzt wird. Diese Kosten eines „ungestörten Landschaftsbildes“ könnten als Kompensationszahlungen für Anrainer von Windparks verwendet werden.

Photovoltaik und Biomasse

Im Bereich der Photovoltaik können die langfristigen Energieziele erreicht werden. Derzeit liefern die Anlagen nur rund 2 Prozent beziehungsweise 1,4 Terawattstunden an elektrischer Energie, die in Österreich erzeugt wird. Auf den vorhandenen Dachflächen könnten noch Anlagen mit einer Gesamtleistung von 12,3 Terawattstunden installiert werden. Die Leistung lässt sich weiter verdoppeln, wenn zudem geeignete Fassadenflächen genutzt und einige größere Anlagen und zusätzliche Speicherkapazitäten errichtet werden. Mit der wachsenden Nachfrage sollten auch die Kosten der Stromerzeugung mittels Photovoltaik sinken.

Auch der zusätzliche Strombedarf aus Biomasse, der langfristig gebraucht wird, kann gedeckt werden. Der Anteil biogener Brennstoffe an der Stromerzeugung in Österreich soll im „Transition-Szenario“ von knapp 5 auf rund 8 Terawattstunden 2050 steigen. Laut dem Biomasseverband ist es möglich, bis 2030 in Österreich zusätzlich Biomassekapazitäten mit einer Gesamtenergieleistung von rund 30 Terawattstunden nutzbar zu machen (derzeit sind es 63 Terawattstunden). Das wäre sowohl für die Strom- als auch für die Wärmeerzeugung mehr als ausreichend, um den zusätzlichen Bedarf langfristig zu decken. Nicht zuletzt, weil der Verbrauch an Biomasse für die Wärmeerzeugung in Gebäuden aufgrund der geplanten Energiesparmaßnahmen nach 2030 stark sinken wird.

Investitionsbedarf wenigstens 2,6 Milliarden Euro pro Jahr bis 2030

Die Ziele aus dem „Transition-Szenario“ wurden in ähnlicher Form im neuen Regierungsprogramm übernommen, mit dem wesentlichen Unterschied, dass bereits 2030 eine vollständige Umstellung der Stromerzeugung auf Ökostrom erreicht werden soll (derzeit sind es 73 Prozent). Entsprechend rasch wird der Investitionsbedarf nicht nur im Energiesektor wachsen. Grundsätzlich bieten Investitionen in eine klimaneutrale Infrastruktur starke Wachstumsimpulse in unterschiedlichsten Branchen, sie schaffen Arbeitsplätze und sind damit ein wirksames Mittel, um die negativen Wirkungen der Corona bedingten Wirtschaftskrise abzufedern.

Eine Studie der TU Wien aus dem Jahr 2019 zeigt, dass ein Anteil von 100 Prozent grünem Strom am Stromverbrauch in Österreich 2030, vor allem aufgrund des stark steigenden Strombedarfs im Verkehr, zumindest 30 Terawattstunden zusätzlicher Leistung aus erneuerbaren Quellen braucht. Die dafür notwendigen Produktionskapazitäten erfordern etwa 2,6 Milliarden Euro an Investitionen pro Jahr in erneuerbare Energietechnologien. Dazu müssen noch etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr an Förderungen für den Strom aus erneuerbaren Quellen ausgegeben werden (wobei die Fördersumme von der allgemeinen Strompreisentwicklung abhängt und bei niedrigen Strompreisen noch höher liegt).

„In Summe sind die Klimaschutzziele äußerst ambitioniert, aber umsetzbar, unter der Voraussetzung, dass die politischen Weichenstellungen dafür rasch erfolgen“, rät Wolf. „Die Investitionssummen sind auch im Energiesektor ungleich höher, wenn schon 2040 ein klimaneutrales Österreich erreicht werden soll.“

Magenta-Chef Andreas Bierwirth erwartet Digitalisierungsschub

Published on 2. November 2020

Magenta Telekom-CEO Andreas Bierwirth erwartet für die Wirtschaft in Österreich einen massiven Digitalisierungsschub nach Corona. Auch wenn die Telekommunikation vielleicht zu den Profiteuren zählt, sind von der Pandemie alle betroffen. Da braucht es Verantwortung und Mut, die richtigen Schritte zu gehen. Voraussetzung sind totales Commitment zum Team und das gemeinsame Verständnis einer Vision der Zukunft.

„Im Spitzensport arbeitet man mit Stäben, Psychologen und Taktikern. Das sollte im Management nicht anders sein. Wir wollen ja Spitzenleistungen erbringen.“ Über die Rolle einer Ländergesellschaft in einem internationalen Konzern: „Da darf man nicht auf die Chance der Zukunft warten, dass irgendwer von oben sagt, du musst aber das und das machen, sondern wir sollten mehr Ideen haben als umsetzbar sind und dann schauen, wie weit wir kommen.“

„Das Rebranding war ein absolut logischer Schritt“, erklärt Andreas Bierwirth.

Markenwechsel notwendig

Den Kauf des Kabel-TV-Anbieters UPC 2015 nennt Bierwirth einen Glücksfall. Dieser wäre sechs Monate später aufgrund von US-Aktivitäten des Konzerns gar nicht mehr möglich gewesen. Der Umstieg von T-Mobile auf Magenta im Vorjahr war „pure Notwendigkeit“: „Wir haben für das Wachstum der Firma einen eigenen Markt geschaffen, dadurch konnten wir uns eine Spur weit von den dynamischen Entwicklungen auf dem Mobilfunkmarkt entkoppeln. Außerdem wäre die Verbreiterung mit der Marke T-Mobile nicht zu bewältigen gewesen. Sie steht ja nicht für Fernsehen oder Breitband.“

Bierwirth: „Das Rebranding war ein absolut logischer Schritt. Das Einmalinvestment in die Marke, die jetzt schon viel bunter und vielfältiger wahrgenommen wird als T-Mobile jemals wahrgenommen wurde, war eine wichtige Operation – aber nicht die einzige. Wir haben auch die Zweitmarke Telering aus dem Markt herausgenommen und zu Magenta migriert. Gerade für die Telering-Kunden war es deutlich einfacher, eine Marke Magenta zu akzeptieren als in die Parallelmarke T-Mobile reinzugehen.“

Was vielleicht nicht so gut funktioniert hat dabei, waren die Prozesse im Detail. „Das haben wir unterschätzt. Wir sind durch die Übernahme von UPC ein technologischeres Unternehmen geworden.“ Die Art und Weise sowie Geschwindigkeit der Transformation in eine völlig neue Firma hätten ihn selbst überrascht. Und das nicht nur im Team, sondern auch innerhalb der Geschäftsführung. „Es ist nur noch eine Kollegin von T-Mobile dabei, alle anderen sind neu. Da gibt es andere Bedürfnisse, eine andere Generation. Ich bin plötzlich der Älteste, das macht auch etwas mit uns.“

„Im Rahmen des fünfjährigen Mergerplans hätten wir jedes Jahr Kostensynergien“, sagt Magenta Telekom-CEO Andreas Bierwirth.

Covid-19 und die Folgen

Hinsichtlich der Corona-Folgen meint Bierwirth, dass die Telekomwirtschaft zwar nicht zu den Verlierern zählt, aber ebenso schwer darunter leidet. Durch den Wegfall von Geschäftsreisen und Tourismus etwa haben sich auch die Roamingumsätze quasi über Nacht pulverisiert, das hat Auswirkungen auf die Ergebnisse. Umgekehrt fordert der Kapitalmarkt durch die zunehmende Digitalisierung, dem Trend zu Home-Office und Video-Conferencing steigende, zumindest aber stabile Gewinne. „Das heißt, wir müssen das, was wir durch Roaming verloren haben, aus uns selber wieder rausschnitzen, durch Kurzarbeit und Kostensenkungsprograme, um durch die nächsten 12 bis 24 Monate zu kommen.“

Hinzu kommt, dass sich das Thema Kostensenkung bei Magenta durch die noch laufende Integration von UPC potenziert. „Im Rahmen des fünfjährigen Mergerplans hätten wir jedes Jahr Kostensynergien“, sagt Bierwirth. „Jetzt müssen wir zusätzlich Kosten senken aufgrund der Corona-Situation. Das macht es für viele Mitarbeiter unverständlich. Wir sind ja stabil, bauen aber trotzdem Mitarbeiter ab. Das hat aber nichts mit Corona zu tun, sondern ist eine Folge des Mergers. Gleichzeitig müssen wir noch Kurzarbeit und andere Einsparungen machen, um den negativen Corona-Effekt wegzuarbeiten.“

Nicht zu vergessen: „Das Wichtigste ist natürlich, dass unsere Kunden im Businessbereich auch noch unsere Kunden bleiben, und nicht sozusagen die Krise zwar uns nicht betrifft, aber wir am Ende keine Kunden mehr haben, weil im Frühjahr die große Insolvenzwelle rollt. Das betrachten wir mit Sorge.“

Bierwirth zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Was uns sehr gutgetan hat, ist, dass die Systemrelevanz der Telkos für das Land klarer wurde. Wir sind ja ein sehr stark regulierter Bereich – siehe Telekommunikationsgesetz, Konsumentenschutz, Auktionen. Hier wird man uns künftig mit sehr viel mehr Augenmaß regulieren. Die Firmen müssen ja weiterhin fähig bleiben, in die Infrastruktur zu investieren.“

Trotzdem optimistisch!

Published on 2. November 2020

Unternehmenslenker im deutschsprachigen Raum beurteilen die aktuelle Geschäftslage und ihre Zukunftsaussichten trotz Corona-Krise überraschend optimistisch. Sie haben hohes Vertrauen in die eigenen Stärken und sind davon überzeugt, bei der Steuerung ihres Unternehmens überwiegend selbstbestimmt und nur wenig von externen Faktoren abhängig zu sein. Den Volatilitätsschock in Folge der Corona-Krise sehen sie eher als historische Ausnahme und weniger als Ausdruck immer unsicherer und volatiler werdender Märkte. Ihren Strategieprozess passen sie in der Folge nur marginal an und verlieren dadurch möglicherweise wertvolle Zeit, um sich für künftige Krisen zu rüsten.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von PwC in Kooperation mit Kantar und der Technischen Universität Darmstadt, für die 157 Entscheider, darunter 29 aus Österreich, aus Vorstand, Strategie und M&A in der DACH-Region befragt wurden. 

Gerald Eibisberger, Partner und Leiter des Bereichs Deals bei PwC Österreich.

Großer Optimismus trotz volatiler Märkte

„Österreichische Manager sehen der Geschäftsentwicklung in den kommenden fünf Jahren, ähnlich wie Befragte in den Nachbarländern Deutschland und Schweiz, relativ optimistisch entgegen“, erklärt Gerald Eibisberger, Partner und Leiter des Bereichs Deals bei PwC Österreich. „Trotz der erheblichen Marktturbulenzen der vergangenen Monate lässt sich eine starke Zuversicht beobachten. So gehen die Befragten davon aus, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie gemessen an einem Fünf-Jahres-Horizont relativ gering und damit eher eine temporäre Ausnahmeerscheinung sind.“

Auch die künftige Marktattraktivität und die Wachstumschancen in ihrem Geschäftsumfeld bewerten befragte Manager mit Zuversicht. Der große Optimismus der Entscheider zeigt sich auch daran, dass sie sich als überwiegend selbstbestimmt sehen: Sie gehen tendenziell davon aus, dass sie ihr Unternehmen in den kommenden fünf Jahren frei steuern können und nicht allzu stark von externen Faktoren und Einflüssen abhängen.

Markt-Experte Gerald Eibisberger warnt jedoch vor zu großer Zuversicht: „Aktuell könnten die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise durch den Rettungsschirm aus Unterstützungsmaßnahmen, wie z.B. Kurzarbeitsgeldern, Abgabenstundungen und Garantien für Kredite oder Zuschüsse, noch etwas verzerrt und damit abgemildert wahrgenommen werden. Auf Unternehmensseite besteht derzeit die akute Gefahr, die Chancen zur Selbstreflektion und zur Vorbereitung des Business auf künftige Unsicherheiten zu versäumen.“ 

Wirtschaftsabschwung gilt als größte Bedrohung

Denn Risiken gibt es natürlich zahlreiche, das sehen die Befragten auch so. Nach den größten Bedrohungen für die Positionierung im Wettbewerb befragt, nennen die Studienteilnehmer vor allem einen Wirtschaftsabschwung (80 Prozent), Umweltrisiken und Pandemien (61), den sich verstärkenden Wettbewerb (60) und regulatorische Risiken (55 Prozent).

Finanzierungsrisiken sieht nur jeder Vierte als Bedrohung. Doch die Studie zeigt auch, dass Unternehmen dennoch Anpassungen an ihrem strategischen Kurs vornehmen: So stellen Verantwortliche ihre Strategie daher aktuell in leicht verkürzten Zeitabständen auf den Prüfstand. Je pessimistischer die Befragten die Marktattraktivität und die Zukunftsaussichten einschätzen, desto eher verkürzen sie den Zeithorizont für die Überprüfung ihrer Strategie. 

Österreichische Entscheidungsträger ergreifen ähnlich wie deutsche und Schweizer Manager in erster Linie organische Maßnahmen.

Kundenpräferenzen als ausschlaggebender Faktor

91 Prozent der befragten Manager sehen in den Veränderungen der Verbraucherpräferenzen den wichtigsten Anlass, die Unternehmensstrategie anzupassen. Drei Viertel führen die Veränderungen im Wettbewerbsumfeld an. Gefragt nach den strategischen Maßnahmen, auf die sich die Entscheider aktuell fokussieren, nennen die Befragten die Optimierung der Effizienz, die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die Entwicklung neuer Technologien. Die Neuausrichtung des Portfolios gilt als weitaus weniger wichtig.

Österreichische Entscheidungsträger ergreifen ähnlich wie deutsche und Schweizer Manager in erster Linie organische Maßnahmen, um ihr Geschäft zu stabilisieren und zu optimieren: Als wichtige Strategien der kommenden fünf Jahre nennen rund zwei Drittel der österreichischen Teilnehmer Wachstumsprogramme (69 Prozent) und Restrukturierungen (66 Prozent). Insbesondere Wachstums-Maßnahmen haben im Ländervergleich zu Deutschland (75) und der Schweiz (83 Prozent) hierzulande weniger Stellenwert. Große Priorität haben in Österreich dafür strategische Maßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung (72 Prozent) – und damit deutlich mehr Gewicht als für deutsche (60) und Schweizer Teilnehmer (62 Prozent).

Anorganische Maßnahmen wie Transaktionen zur Anpassung des Unternehmensportfolios stehen in allen drei Ländern deutlich seltener auf der Agenda: Nur 14 Prozent aller Befragten ziehen Carve-outs als mögliche Maßnahme in Erwägung, bei österreichischen Managern sind sie sogar nur für rund 4 Prozent eine Option. 

„Österreichische Entscheider fokussieren sich aktuell auf ihr Kerngeschäft sowie die Produkt- und Innovationspipeline. Nur ein geringer Anteil zieht Transaktionen in Betracht, um diese Ziele zu erreichen“, beobachtet Gerald Eibisberger. „Anorganische Entwicklungsmaßnahmen wie Akquisitionen oder Veräußerungen werden aber mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Vergleich mit organischen Maßnahmen bieten Transaktionen zahlreiche Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und Wirkung.“

Kärnten und die Steiermark sollen zum Green Tech Valley werden

Published on 2. November 2020

Die Bereiche Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft bieten angesichts des europäischen Green Deals enorme Wachstumschancen in der grünen Transformation. In Kärnten können 70 bis 100 Betriebe diesem Zukunftssektor zugerechnet werden. In der Steiermark sind es 220 Unternehmen, die Mitglied des steirischen Green Tech Cluster sind. Dank einer neuen bundesländerübergreifenden Kooperation steht diese Plattform nun auch Kärntner Unternehmen offen. Mit der Stadt Villach wird zudem eine Kärntner Kommune Cluster-Partner.

„Wir etablieren damit den Süden Österreichs als Green Tech Valley und erhöhen mit der Zusammenarbeit unsere internationale Sichtbarkeit und Strahlkraft“, sagt der Kärntner Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig.

Viola aus Österreich mahnt „Recycle deine Elektroaltgeräte!“

Ein wichtiges Netzwerk

„Der Green Tech Cluster ist ein international top bewertetes Netzwerk, das Unternehmen beim Wachstum mit grünen Innovationen stärkt“, erklärt die Kärntner Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. „Durch die nunmehrige Zusammenarbeit von Kärnten und Steiermark im Cluster werden Synergien gehoben und die kritische Masse in diesem Bereich ausgebaut. Grüne Technologien gehören zu den wichtigsten Zukunftsthemen – so wie der Silicon Alps Cluster in der Sparte der elektronikbasierten Systeme soll der Green Tech Cluster Kärntner Betrieben aus den Bereichen Solar, Biomasse, Wind, Wasserkraft oder Recycling internationale Sichtbarkeit, gemeinsame Innovationsmöglichkeiten und ein wertvolles Netzwerk bieten.

Ein erster gemeinsamer Themenschwerpunkt beider Bundesländer ist die nachhaltige Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff als Treiber der Energie- und Mobilitätswende. Dazu erscheint Ende November das Green Tech Radar, das die Technologie- und Marktentwicklung der kommenden Jahre aufzeigt. Um Covid-bedingt nun den Export dieser Technologien weiter zu stärken, werden im Cluster gemeinsame Aktivitäten umgesetzt. Mit der Kampagne „Don’t waste // invest“ wird das Know-how von Unternehmen wie Lindner Recycling international kommuniziert. Gemeinsame Einkäufertage sowie eine neue Vertriebsplattform werden nachhaltige Lösungen internationalen Kunden zugänglich machen.

Green Tech bietet für Kärnten und die Steiermark die nächste große Zukunftschance.

Die Süd-Achse wird weiter gestärkt

Die Steiermark und Kärnten haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreiche Kooperationen aufgebaut – etwa mit der Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH, dem gemeinsamen Mikroelektronik-Cluster Silicon Alps und dem Forschungszentrum Silicon Austria Labs. „Ich freue mich daher, dass wir nun auch im Bereich der grünen Technologien verstärkt zusammenarbeiten und damit die Süd-Achse weiter stärken“, meint die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. „Der Sektor ist seit vielen Jahren ein wesentliches wirtschaftliches Stärkefeld der Steiermark. Ich bin davon überzeugt, dass wir wechselseitig voneinander profitieren können und künftig gemeinsam einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten werden.“

Green Tech bietet für Kärnten und die Steiermark die nächste große Zukunftschance, die bestehende Achse bei der Entwicklung und Anwendung von Wasserstoff-Technologien künftig noch weiter zu stärken. Mit der HyCENTA Forschungsgesellschaft der TU Graz wurde bereits ein relevanter wissenschaftlicher Partner gewonnen. Die Green Tech Kooperation bietet nun dem Wirtschaftsstandort Kärnten weiteres Potential, die Riesenchancen von Wasserstoff zu nutzen: in der Industrie, im Verkehrsbereich, in der Wirtschaft und für Green Jobs.

Villach macht mit

Ihren Beitritt zum Cluster bereits beschlossen hat diese Woche die Stadt Villach. Energiereferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner: „Wir räumen den Themen Energieeffizienz, E-Mobilität, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert ein und haben für unser Engagement schon internationale Preise erhalten. Spätestens seit der Milliarden-Investition bei Infineon ist Energieeffizienz nun auch ein industrieller Schwerpunkt in unserer Stadt. Als Partner des Green Tech Clusters kann Villach als Brückenkopf für regionale Unternehmen fungieren und den Konnex zu relevanten Playern herstellen.“

Breitgefächertes Wissen wird gebündelt und multipliziert sich mit der Anzahl der Partner. 2018 hat der Cluster 37 Innovationprojekte mitinitiiert, über 1.500 Ideen bei Unternehmen generiert und rund 1.200 B2B-Kontakte erfolgreich hergestellt. „Der KWF bringt 100.000 EUR jährlich für vorerst zweieinhalb Jahre als Anschubfinanzierung in dem Cluster ein und gestaltet den Jahresplan und die Aktivitäten mit“, berichtet KWF-Vorstand Erhard Juritsch. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich in Österreich Kooperation als überlegener Modus in der Forschung etabliert und die Forschungsachse Süd wächst mit der Koralmbahn ab 2025 noch enger zusammen.

Grüne Technologien sind mit attraktiven Konditionen förderbar und werden es auch auf lange Sicht bleiben. Die Unternehmen im Cluster zahlen je nach Unternehmensgröße Jahresbeiträge von zwischen 750 und 5.900 EUR. Die Unternehmen lernen voneinander, entwickeln gemeinsam F&E-Projekte, nutzen das Netzwerk und direkte Marktzugänge. Das Wachstum Kärntner Unternehmen im Green Tech-Segment in Bezug auf Umsatz und Beschäftigung ist prozentuell größer als das regionale BIP-Wachstum Kärntens.

Klimaschutz schafft Wachstum

Die 220 Unternehmen im Green Tech Cluster haben binnen eines Jahrzehnts diesem Bereich die Arbeitsplätze auf über 25.000 verdoppelt und die Umsätze auf mehr als fünf Milliarden Euro verdreifacht. Mit ihren Technologien leisten die Unternehmen einen globalen Beitrag zum Klimaschutz und der Kreislaufwirtschaft.

Der Cluster unterstützt mit F&E-Projektentwicklung, Technologietrends, Marktchancen sowie globalen Kontakten. Der Cluster wurde wiederholt zum weltbesten Umwelttechnik-Cluster gerankt (VDI/VDE, Global Cleantech Directory sowie Regiostars Award der EU).

Österreichische Finanzchefs wegen COVID-19 im Stimmungstief

Published on 2. November 2020

Bereits zum Ende des Vorjahres zeichnete sich eine gewisse Ernüchterung unter Europas Finanzvorständen ab. Durch die weltweite COVID-19-Pandemie hat sich die Stimmung im ersten Quartal 2020 jedoch nochmals drastisch verschlechtert. Das Beratungsunternehmen Deloitte verzeichnet im aktuellen CFO Survey ein Rekordtief seit 2015. Insgesamt wurden im März 2020 rund 1.000 Finanzvorstände aus 18 europäischen Ländern zur aktuellen Situation befragt, darunter auch 50 Top-CFOs in Österreich.

„Das Coronavirus hinterlässt deutliche Spuren in der österreichischen Wirtschaft. Der Großteil der Finanzchefs zeigt sich daher wenig optimistisch: Rund zwei Drittel der österreichischen Befragten blicken pessimistischer in die finanzielle Zukunft ihres Unternehmens als noch vor drei Monaten“, erklärt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Langfristige Auswirkungen auf Umsatz

Weltweit kursieren die unterschiedlichsten Szenarien zum weiteren Verlauf der Krise und der damit einhergehenden Rezession. Die europäischen Finanzchefs sind laut Deloitte Umfrage derzeit wenig zuversichtlich: Über drei Viertel erwarten innerhalb der nächsten sechs Monaten sinkende Unternehmensumsätze durch COVID-19. In Österreich rechnen zwei Drittel zumindest mit einem kurzfristigen Rückgang, 57 % befürchten auch auf lange Sicht rückläufige Umsatzzahlen.

„Anstelle einer schnellen und starken Erholung bereiten sich die Unternehmen auf eine eher schleppende Erholung ihres Geschäftes vor. Das wird sich längerfristig auf den Erfolg der meisten Unternehmen auswirken“, analysiert Marterbauer.

Trüber Ausblick für Beschäftigung

Aufgrund der verhaltenen Geschäftserwartungen fahren aktuell viele europäische Unternehmen ihre Einstellungspläne zurück. Auch unter den heimischen CFOs gehen 43 % der Befragten von einem Rückgang der Mitarbeiteranzahl in den nächsten zwölf Monaten aus. Dieses Ergebnis markiert eine Trendumkehr im Jahresvergleich. Im vorigen Quartal erwarteten die meisten Unternehmen noch einen Anstieg – aber das war vor COVID-19. Auch die Risikobereitschaft nimmt ab: Nur ein Viertel der österreichischen Befragten ist derzeit bereit, höhere Risiken in der Bilanz einzugehen.

„Generell kommt es aktuell zu einer Neubewertung des Risikoumfeldes durch die Finanzvorstände: Die schlechten Konjunkturaussichten haben den Fachkräftemangel derzeit als größten Risikofaktor abgelöst. Auch die sinkende Auslandsnachfrage bereitet den CFOs momentan Kopfzerbrechen“, ergänzt Deloitte Experte Gerhard Marterbauer.

Reaktive Maßnahmen zur Abfederung

Um die Folgen von COVID-19 für das eigene Unternehmen einzudämmen, setzen viele Befragte auf reaktive Maßnahmen. 55 % der heimischen Unternehmen wollen in erster Linie die Ausgaben reduzieren. Auch neue Arbeitsmodelle für die Belegschaft (52 %) sowie die Überprüfung der Kommunikation mit wichtigen Stakeholdern (42 %) stehen jetzt weit oben auf der Unternehmensagenda. Diese Tendenz lässt sich laut der Deloitte Studie in ganz Europa feststellen.

Auch die strategische Ausrichtung der Unternehmen wird durch die jüngsten Entwicklungen beeinflusst: Neben der Senkung der Kosten und des Betriebsaufwandes sind das Wachstum in bestehenden Märkten und das Vorantreiben der Digitalisierung die zentralen strategischen Ziele der österreichischen CFOs. „In der derzeitigen Krise konzentrieren sich die Unternehmen auf die Sicherung der Liquidität und die effektive Nutzung vorhandener Ressourcen“, sagt Marterbauer. „Auch die Digitalisierung wird nun stark vorangetrieben – das kann auch ein Erfolgsfaktor für die Zeit nach der Krise sein.“ 

Hoffen und Bangen in der Industrie

Published on 21. Oktober 2020

Wie der aktuelle Branchenüberblick der UniCredit Bank Austria zeigt, haben sich bis September die Produktionserwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate in immerhin zwei größeren Industriebranchen, nämlich in der Chemie und der Herstellung von Informations- und Kommunikationstechnik (kurz: Elektronik), am Bau und in einigen wirtschaftsnahen Diensten per Saldo verbessert oder sind positiv geblieben.

Die Chemie wird ihr Produktionsplus von 1,2 Prozent vom ersten Halbjahr bis Jahresende wahrscheinlich etwas ausbauen können. Hingegen wird das Produktionsminus in der Elektronik von knapp neun Prozent vom ersten Halbjahr nicht ganz ausgeglichen werden.

Insgesamt soll sich die Industriekonjunktur im zweiten Halbjahr erholen – allerdings kann das Produktionsminus von zwölf Prozent aus der ersten Jahreshälfte wohl nur zu einem geringen Teil ausgeglichen werden.

Hans Dieter Pötsch, Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG sowie Vorstandsvorsitzender der Porsche SE.

Die schwierige Aufholjagd

In anderen Industrie­branchen sind die Produktionserwartungen für die nächsten Monate und damit auch das Branchenklima im September per Saldo negativ geblieben, wie in der Stahlindustrie und der Elektrotechnik, oder haben sich wieder verschlechtert, wie in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau; diese Branchen werden bis Jahresende nur einen kleinen Teil ihrer Produktionseinbußen vom ersten Halbjahr aufholen.

Im Produktionssektor hinterlässt die Krise bei den Investitionsgüterbranchen, die den Großteil ihrer Produkte im Export absetzen, tiefe Spuren. Dazu zählen vor allem die Fahrzeugerzeugung, die zudem technologisch bedingte Restrukturierungsmaßnahmen belasten, der Maschinenbau und zum Teil die Metallerzeugung- und -verarbeitung. In diesen Branchen ist die Produktion bis Juni 2020 um 15 bis mehr als 30% in der Kfz-Indus­trie gesunken.

Von überdurchschnittlich hohen Einbußen berichten auch kleinere, konsumnahe Indus­triebranchen, die Gebrauchsartikel wie Bekleidung und Schuhe oder Druckereiwaren erzeugen.

„Zwar sind auch die Unternehmen der Kfz-Industrie in ihren Produktionserwartungen im September wieder etwas vorsichtiger geworden. Allerdings waren die Erwartungen bereits in den Vormonaten per Saldo mehrheitlich positiv. Zudem ist die Kapazitätsauslastung der Branche im dritten Quartal wieder gestiegen; dementsprechend dürfte die Kfz-Industrie im weiteren Jahresverlauf 2020 noch an Fahrt gewinnen“, sagt dazu Günter Wolf, Ökonom der UniCredit Bank Austria.

Für die in Oberösterreich beheimatete Miba Gruppe ist Deutschland weltweit der mit Abstand wichtigste Markt.

Für offene Märkte

Die Corona-Pandemie belaste die deutsche und österreichische Wirtschaft zwar in einem „nie dagewesenen Ausmaß“, sagt Hans Dieter Pötsch, Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG sowie Vorstandsvorsitzender der Porsche SE, doch es helfe nicht weiter, die Entwicklung in Schockstarre zu verfolgen.

Generell gelte es, weiterhin für offene Märkte zu sorgen. Protektionismus und Renationalisierung der Produktion seien keine Lösung für die aktuellen Probleme. „Das Zusammenbrechen von globalen Lieferketten während des Lockdowns sollte uns nicht zu dem falschen Schluss führen, dass Protektionismus und Renationalisierung Antworten liefern können“, betont F. Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender des Industrie- und Technologieunternehmens Miba und Vizepräsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich.

Gerade für ein kleines Land wie Österreich sei es essenziell, dass die Unternehmen ungehindert weltweit aktiv sein können: Für die in Oberösterreich beheimatete Miba Gruppe ist Deutschland weltweit der mit Abstand wichtigste Markt, gefolgt von den USA und China. Mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent im vorigen Geschäftsjahr ist Automotive der größte Geschäftsbereich der Miba.

Industrie profitiert von der Kurzarbeit

Dank Kurzarbeit konnten 2020 in der Industrie bisher stärkere Beschäftigungseinbußen vermieden werden. Obwohl die Kapazitätsauslastung der Industrie in Q2 auf 74% und damit tiefer als im Krisenjahr 2009 gefallen ist, ist die Zahl der Arbeitsplätze bis August 2020 lediglich um 1,4 Prozent gesunken – 2009 um insgesamt 5,4 Prozent.

Es ist zwar zu befürchten, dass 2020/21 noch mehr Industrie­beschäftigte, die jetzt noch in Kurz­arbeit sind, ihre Arbeit verlieren. Allerdings bleiben Ausmaß und wohl auch Dauer der Beschäfti­gungskrise im Vergleich zu 2009 moderat, als die Industrie­beschäf­tigung erst nach neun Jahren ihr Vor­krisenniveau wieder erreichte.

Die Bauindustrie läuft noch gut, der Ausblick ist allerdings sehr verhalten.

Optimismus im Osten

Die in die Zukunft gerichteten Indikatoren der jüngsten Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der Sparte Industrie für das zweite Quartal lassen darauf hoffen, dass der Tiefpunkt der Coronakrise durchschritten ist – vorausgesetzt, es kommt zu keiner größeren zweiten Welle.

Allerdings hat sich die Geschäftslage bei den burgenländischen Industriebetrieben im zweiten Quartal insgesamt nochmals verschärft. Dabei gibt es teilweise deutliche Unterschiede in den einzelnen Industriebranchen. So sind die Einschätzungen aus der Pharma-, Medizintechnik- und Lebensmittelbranche optimistischer.

Die Bauindustrie läuft noch gut, der Ausblick ist allerdings sehr verhalten. Sehr schwierig ist die Situation für Unternehmen, die der Automotivindustrie zuliefern; auch die Gesamtauftragsbestände sind im aktuellen Beobachtungszeitraum stark eingebrochen.

Völlig unklar bleibt weiterhin, wie stark und wie schnell die Erholung auf den globalen Märkten stattfindet. Unternehmen reagieren darauf mit Investitionszurückhaltung. Fahren auf Sicht ist derzeit die Devise. Die aktuellen Konjunkturdaten spiegeln damit die allgemeine Unsicherheit wider.

Investitionen vonnöten

Dennoch zeigt der Ausblick auf die nächsten Monate auch wieder leichten Optimismus. So wird die Geschäftslage in sechs Monaten wieder etwas positiver eingeschätzt. Die auf den Shutdown folgenden Lockerungsmaßnahmen, gefolgt von Konjunkturpaketen, haben die Situation deutlich entschärft. Leicht verbessert hat sich auch der Indikator für den Beschäftigungsstand in drei Monaten.

„Ein nachhaltiger Weg aus der Krise kann nur über investitions­getriebenes Wachstum führen“, betont Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland. Es braucht daher rasch eine optimistische Stimmung und die entsprechenden Rahmenbedingungen wie konjunkturstärkende Maßnahmen, um dem Standort wieder den nötigen Aufschwung zu verleihen. „Hier sind vor allem gezielte Förderungen von Investitionen sowie die Senkung der Körperschaftssteuer gefragt. Retro-Belastungsideen wie neue Steuern oder gar Arbeitszeitverkürzung sind Arbeitsplatz-Vernichter und somit völlig kontraproduktiv“, so Puschautz-Meidl.

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Willkommen im neuen Heim, BUWOG!

Published on 20. Oktober 2020

Auch die Corona-Krise konnte die Fertigstellung des neuen Kunden- und Verwaltungszentrums der BUWOG nicht stoppen: Nach insgesamt rund 25 Monaten Bauzeit und nur wenigen Wochen Verzögerung haben Anfang Juni die ersten Mitarbeiter unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien das neue Bürogebäude in der Rathausstraße 1 im ersten Wiener Gemeindebezirk bezogen. Das von der ARGE Schuberth Schuberth/Stadler Prenn/Ostertag entworfene Gebäude am Standort des ehemaligen Rechenzentrums der Stadt Wien präsentiert sich als moderne Arbeitswelt, die auch Kunden zum Wohlfühlen einlädt.

„Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 hat sich die BUWOG zum aktivsten privaten Wohnbauträger Österreichs entwickelt – darauf sind wir sehr stolz. Wir haben uns für den Standort in der Rathausstraße entschieden, um einerseits für unsere Kunden sowie für unser Team zentral erreichbar zu sein. Andererseits setzen wir mit der prominenten Standortwahl ein Zeichen, das unserem Ruf als erfolgreiches Wiener Wohnbauunternehmen gerecht wird“, so Daniel Riedl, Vorstandsmitglied der Vonovia SE und verantwortlich für das gesamte BUWOG-Geschäft in Österreich, über den Neubau. Andreas Holler, für das Development verantwortlicher Geschäftsführer der BUWOG Group GmbH: „Wir haben hier im Herzen von Wien einen architektonischen Blickfang geschaffen, mit dem die Marke BUWOG noch lange Zeit in Verbindung gebracht werden wird.“

Die BUWOG ist Österreichs stärkste Marke im Bereich „Wohnen“.

Sobald es die Corona-bedingten Umstände wieder zulassen, empfängt ein mit Bibliothek und gemütlichen Sitzmöglichkeiten ausgestatteter Wartebereich in der Eingangshalle die Kunden. Der Kunden- und Vertriebsbereich verfügt über bequeme Sofas, eine Kinderspielecke und im Showroom werden Interessierten unterschiedliche Ausstattungsmuster präsentiert. Vom Raumkonzept bis zum Schreibtisch – alles ist hochmodern und entspricht dem neuesten Stand der Technik. Offene, helle Flächen mit viel Glas prägen die Arbeitsumgebung ebenso wie Besprechungszonen und Rückzugsmöglichkeiten. Die Kombination aus Begegnungszonen und ruhigen Arbeitsplätzen lässt viel Freiraum für Kreativität und Innovation, fördert damit die Unternehmenskultur und schafft neue Chancen. Hinzu kommt die optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sowie die ausgezeichnete Infrastruktur in der Umgebung. Ein Supermarkt befindet sich direkt im Gebäude, Apotheken und gastronomische Angebote in unmittelbarer Nähe.

Gesundheit am Arbeitsplatz

Die mit dem Gütesiegel für familieundberuf ausgezeichnete BUWOG legt auch im neuen Kunden- und Verwaltungszentrum Priorität auf Gesundheit und Sicherheit sowie die ausgewogene Work-Life-Balance der Mitarbeiter. Um ihrem Anspruch als familienfreundlicher Arbeitgeber gerecht zu werden, wurde im neuen Bürogebäude ein Familienbüro mit zwei Arbeitsplätzen eingerichtet: Es verfügt über einen Spielebereich, der Kindern unterschiedlicher Altersgruppen Unterhaltungsmöglichkeiten bietet. Eltern können ihrer Arbeit nachgehen und wissen dabei ihre Schützlinge sicher aufgehoben. Büromöbel wie höhenverstellbare Schreibtische entsprechen ergonomischen Anforderungen und hochmoderne Tageslicht-Stehlampen spenden angenehmes Licht, das über Bewegungsmelder gesteuert wird. Darüber hinaus versorgt das neue Bistro das BUWOG-Team täglich mit frischgekochten Speisen aus Großteils regionalen Produkten.

Bereits bei der ersten Entwurfsplanung wurde dem schonenden Umgang mit Ressourcen größter Wert beigemessen. Anstatt das frühere Bestandsgebäude einfach abzureißen, wurde das ehemalige Rechenzentrum der Stadt Wien in mehreren Etappen und in enger Zusammenarbeit mit BauKarussel, zurückgebaut. Gemeinsam mit der ReUse-Plattform „Harvest Map“ wurden sämtliche wiederverwertbare Bauteile, inklusive Möbel und Innenausstattung, gezielt einer neuen Funktion zugeführt. Letztlich konnten rund 90 Prozent des Gebäudes über eine Aufbereitungsanlage als Sekundärrohstoff in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Der Neubau wurde mit Augenmerk auf den Einsatz nachhaltiger Baumaterialien sowie auf das Produkt- und Chemikalienmanagement für gesunde Raumluft entwickelt. bauXund begleitete die Ausführung und stellte die Integration der bauökologischen Vorgaben des Bauvorhabens, der ÖGNI- Kriterien, für alle Subunternehmer-Leistungen sicher. Das neue Kunden- und Verwaltungszentrum der BUWOG erhielt bereits das Gold-Vorzertifikat der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen). Ziel ist nach Fertigstellung des Projekts die ehest mögliche, endgültige Auszeichnung des Projektes mit dem Level „Gold“.

Architektur, die sich sehen lassen kann

Das neue Kunden- und Verwaltungszentrum der BUWOG fügt sich optimal in den Standort des früheren „Glaspalastes“ ein. Bei der Planung des Baukörpers durch die ARGE Schuberth Schuberth/Stadler Prenn/Ostertag wurde darauf Bedacht genommen, dass die Sichtachse von der Josefstädterstraße zum Stephansdom erhalten bleibt. Arkaden rund um das Gebäude erhöhen zudem die Attraktivität für den Fußgängerverkehr. Für die Gestaltung der Innenräume zeichnet das Architekturbüro Atelier Heiss verantwortlich. „Gemeinsam mit der Arge und dem Atelier Heiss ist es uns gelungen, ein Bürogebäude zu entwickeln, das von außen wie von innen Stil und Leichtigkeit versprüht. Damit schaffen wir die Basis für ein angenehmes Arbeitsklima sowie eine Wohlfühlatmosphäre für unsere Kunden“, so Andreas Holler. „Unser Generalunternehmer, in diesem Fall die STRABAG, hat hier Großartiges geleistet, um unsere Vision zu realisieren.“

Der für das BUWOG-Geschäft in Österreich zuständige Vonovia-Vorstand Daniel Riedl.

Bis auf Weiteres wird es aufgrund des Coronavirus im neuen Kunden- und Verwaltungszentrum keine persönlichen Kundentermine geben; die Mitarbeiter werden in einer Art Schichtbetrieb den Bürobetrieb nach den vergangenen Monaten im Home-Office langsam wieder hochfahren. „Wir können es aber kaum erwarten, unsere Kunden sowie unsere Geschäftspartnerinnen und -partner hoffentlich bald in der Rathausstraße begrüßen zu dürfen“, meint Daniel Riedl.

Sechster Markendiamant in Folge

Nahezu gleichzeitig mit der Übersiedlung siegte die BUWOG bei den European Real Estate Brand Awards zum sechsten Mal in Folge als stärkste Marke im Bereich Residential Development. Für das Ranking der erfolgreichsten Immobilienmarken untersucht das European Real Estate Brand Institute europaweit die Top-Player der Immobilienbranche. In diesem Jahr wurden bei der größten Verbraucherstudie dieser Art über 196.000 Personen zur persönlichen Erfahrung mit über 1.000 Immobilien-Marken befragt. Mit einem gemessenen Brand-Value von 93,04 steigerte die BUWOG ihren Markenwert gegenüber dem Vorjahr und setzte sich in der Kategorie „Strongest Brand Residential Developer“ für Österreich durch.

Die jährlich durchgeführte Studie liefert wissenschaftlich abgesicherte valide Daten zur Markenpositionierung. Aus den abgebildeten Ergebnissen lassen sich wesentliche strategische Handlungsempfehlungen ableiten. Das European Real Estate Brand Institute evaluiert bei der größten wissenschaftlich anerkannten Markenwert-Studie über 1.000 Immobilienunternehmen auf 45 europäischen Märkten. Als Berechnungsbasis dient ein Markenwertmodell, das empirisch, wissenschaftlich, valide, qualitative und quantitative Methoden verbindet.

Spotlights aus Brüssel

Published on 16. Oktober 2020

Digitale Bildung und Forschung

Das sind die Erfolgsfaktoren Nr. 1, damit Europa im globalen Wettbewerb bestehen kann. Daher müssen diese Themen auch im europäischen Wiederaufbauplan entsprechend berücksichtigt werden.

Die EU-Kommission hat kürzlich drei Initiativen im Bereich Bildung und Forschung präsentiert: den Aktionsplan für digitale Bildung, eine Initiative zum Europäischen Bildungsraum sowie eine zum Europäischen Forschungsraum.

Starker Einsatz für die „de minimis-Erhöhung“

Es steht zu befürchten, dass das Europäische Parlament in seinen Verhandlungen mit dem Rat die von Kommission und Parlament vorgeschlagene Hilfe für existenzgefährdete Betriebe (Solvency Aid) nicht erhalten wird.

Umso wichtiger wäre es, wenn die Kommission unbürokratisch rasche Hilfe ermöglicht: Die Erhöhung von staatlichen Beihilfen von derzeit max. 200.000 auf 500.000 Euro ohne europäische Prüfung und Genehmigung sollte zumindest während der Corona-Krise eine wirksame Unterstützung europäischer Betriebe sein. Eurochambres-Mitglieder treten auf der nationalen Ebene und auch in den Medien dafür verstärkt ein.

Einheitliche Kriterien für Reiseverkehr

Wer heute in Europa eine Reise unternehmen will, stößt auf eine Vielzahl völlig unterschiedlicher Ein- und Ausreiseregelungen, verschärft natürlich durch die sich täglich ändernde Covid-19-Situation. Dies beeinträchtigt massiv den Geschäfts- und Freizeittourismus. Unklare und unverständliche Vorgaben werden oft mehr von Willkür als von Sachverstand geleitet.

Meine Forderung: Einheitliche und klare Kriterien für ganz Europa, zumindest als Empfehlung der EU.

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, hält die Erholung der europäischen Wirtschaft für „unvollständig, unsicher und holprig“.

EZB zweifelt an rascher Erholung

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, hält die Erholung der europäischen Wirtschaft für „unvollständig, unsicher und holprig“.

Falls erforderlich, werde die EZB daher ihre Instrumente anpassen. Eurochambres wird diese Überlegungen begleiten und konkrete Vorschläge dazu einbringen.

Starker Euro erschwert Exporte

Der hohe Wechselkurs des Euro zum Dollar kommt gerade für exportierende Unternehmen zur falschen Zeit. Exporte werden dadurch erschwert, Importe aus dem Dollar-Raum zwar verbilligt, was jedoch bei der derzeit sehr niedrigen Inflation kein starkes Argument ist.

Immerhin jedoch ist es ein gutes Zeichen, dass man der europäischen Wirtschaft in hohem Maße vertraut.

Europa fehlt ein Gesamtplan einer Kooperation mit Afrika!

EU – Afrika

Die geplante Konferenz für eine verstärkte Kooperation zwischen der Europäischen Union und Afrika wurde auf das kommende Jahr verschoben. Es findet derzeit auch keine virtuelle Konferenz dazu statt. Dies ist aus meiner Sicht bedauernswert, weil es auf elektronischem Weg genug Möglichkeiten gibt, Ideen, Anregungen, Erfahrungen und Potentiale aufzuzeigen, daran zu arbeiten und sie als Vorbereitung für eine Konferenz einzubringen.

Europa fehlt ein Gesamtplan einer Kooperation mit Afrika! Viele einzelne Beispiele sind in höchstem Maße anerkennenswert, aber eine koordinierte Strategie, die dringend notwendig wäre und die auch unseren Betrieben viele Chancen eröffnen würde, fehlt.

„Man wird bescheiden“

Published on 16. Oktober 2020

Mit 409.000 Arbeitslosen Ende September bleibt die Lage am Arbeitsmarkt angespannt. Stehen wir vor einer zweiten Welle?

Mit diesen Zahlen kann man natürlich nicht zufrieden sein. Aber mit wir sind jetzt doch deutlich unter dem Höchstwert von 530.000 Personen, die Mitte April arbeitslos gemeldet oder in Schulungen waren. Ende September lagen wir um 22 Prozent über dem Wert des Vorjahres, das ist immer noch viel zu hoch, aber besser als in den Vormonaten – man wird ja bescheiden. Von einer „zweiten Welle“ am Arbeitsmarkt kann erfreulicherweise nicht gesprochen werden, trotzt strengerer Gesundheitsmaßnahmen. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit hat sich reduziert. Und auch die Sommersaison im Tourismus ist in vielen Regionen besser gelaufen als befürchtet.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung, was kommt da auf uns zu?

In den Wintermonaten kommen erfahrungsgemäß rund 100.000 Saisonarbeitslose auf den Arbeitsmarkt, vor allem aus den Branchen Bau und Tourismus. Diese mit eingerechnet, erwarte ich für Jänner mit rund einer halbe Million Personen, die arbeitslos gemeldet oder in Schulungen sind.

Die Bundesregierung will 700 Millionen in Umschulung und Weiterbildung von Arbeitslosen investieren. Ist das der richtige Ansatz?

Diese zusätzlichen Mittel – und das ist wirklich ein großes Paket – sind absolut sinnvoll. Denn in Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt stark belastet ist, ist es am besten, in Qualifizierung und Weiterbildung zu investieren. Sobald die Konjunktur wieder anzieht, werden genau diese ausgebildeten Fachkräfte benötigt. Deshalb war es auch wichtig, dass wir die Zahl der angebotenen Lehrstellen von 10.000 auf 13.000 erhöhen konnten.

Es gibt mehr Arbeitslose als sonst, trotzdem fehlt es in manchen Branchen an Fachkräften. Ist Corona ein Anlass, mal wieder über eine Verschärfung von Zumutbarkeitsregelungen nachzudenken?

Ich sehe dieses Thema derzeit nicht. Das ist eher relevant, wenn das Angebot an Arbeitskräften gering ist. Aber natürlich gilt auch jetzt: Wer mobil ist, hat bessere Chancen auf einen neuen Job.

Droht uns eine höhere Sockelarbeitslosigkeit von Menschen, die dauerhaft arbeitslos sind?

Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass solche Krisen auf die Langzeitarbeitslosigkeit einen negativen Effekt haben. Das ist auch dieses Mal zu befürchten. Denn jetzt werden bevorzugt Personen eingestellt, die aus der Kurzarbeit kommen – mit dem Effekt, dass die „mittleren“ Arbeitslosen in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. Auch da hilft nur Qualifikation.

Der Chef des Instituts für Höhere Studien, Martin Kocher, erwartet, das wir erst 2024 wieder auf das Vor-Krisen-Niveau bei der Arbeitslosigkeit herunter kommen. Sehen Sie das auch so pessimistisch?

Es ist schwer, das so genau zu prognostizieren. Aber ich erwarte auch, dass uns die Probleme, die wir jetzt aufbauen, die nächsten zwei bis drei Jahre beschäftigen werden. Es hängt alles davon ab, wie schnell wir aus der Talsohle wieder herauskommen. Und natürlich auch davon, wie lange die finanziellen Ressourcen der Unternehmen noch reichen, diese kritische Phase durch zu tauchen. Nach der Finanzkrise 2009 ist es recht schnell wieder nach oben gegangen. Ich wünsche mir, dass das jetzt auch wieder gelingt.

Autor/in: Mag. Arne Johannsen

„Wir können ein Milliarden-Unternehmen werden“

Published on 5. Oktober 2020

Herr Jäger, man erschrickt beinahe über die faszinierende Vielfalt Ihrer Unternehmensgruppe …

Mich beschäftigen und interessieren verschiedenste Bereiche – es sind ausschließlich Geschäftsfelder, die mich auch emotional berühren. Weiters hatte ich einen kleinen Startvorteil, da ich aus einer Unternehmerfamilie stamme – mein Großvater hat sein „Start-up“ 1933 initiiert.

Angefangen habe ich übrigens in „Ihrer“ Branche, nämlich im Medien-Business. Mit Büros in Hamburg, Leipzig, München und Stockelsdorf (bei Lübeck) sind wir vor allem in Deutschland als bestens etablierter Vertriebspartner aktiv und erfolgreich. Dieses Geschäft sorgt für kontinuierliche, sichere Erträge bzw. Umsätze und wird sich durchaus auch in Zukunft gut behaupten.

Und dann?

Dann ist das eine oder andere dazugekommen … (lacht)

Mit der börsennotierten Preos Real Estate AG entwickeln wir Gewerbeimmobilien – vor allem in deutschen Ballungsräumen. Weiters agiere ich als Venture Capitalist und Startup-Financier vor allem im Fitness- und MedTech-Bereich. Ein Beispiel für ersteres ist Quanta mit kompakten und multifunktionalen Hämodialyse-Systemen. Bei EasyMotionSkin bin ich vor einigen Jahren als Investor eingestiegen. Mittlerweile gehört mir das Unternehmen zur Gänze und bildet eine eigene, international tätige, Unternehmensgruppe in der Jäger Firmengruppe.

Christian Jäger hat zu den verschiedensten Themen eine ganze Menge zu sagen …

Sportmanager sind Sie auch … Weltmeisterin Christina Hammer oder Weltmeister Manuel Charr findet man auf Ihrer Liste.

Ja, das kommt mit meinem Engagement im Sport- und Fitnessbereich. Es geht mir eben keinesfalls ausschließlich um die Optimierung von Cashflow, Rendite oder Umsatz. Mir liegt die Gesundheit am Herzen – natürlich meine eigene und das Wohl meiner Familie, ebenso das Wohlbefinden der Mitmenschen. Fitness und Wellness sind wesentliche Bestandteile eines erfüllten Lebens – und auch Grundvoraussetzung für jeden langfristigen unternehmerischen Erfolg.

Mens sana in corpore sano: Ohne gesunden Körper und gesunden Geist kann es kein gesundes Unternehmen geben.

Trotzdem noch einmal zurück zu den harten Fakten: Wie übersteht Ihre Gruppe die Corona-Pandemie?

Wir sind unverändert stolz auf permanentes Wachstum in allen Unternehmen und haben praktisch kaum oder keine Einbrüche zu verzeichnen. Das führe ich auf die strategische Ausrichtung der Unternehmen zurück und liegt zudem am Umstand, dass Gesundheit und Fitness auch und gerade in schwierigen Zeiten unverzichtbar sind.

Meine Mitarbeiter und Partner in der Unternehmensgruppe ziehen mit mir an einem Strang, sie bilden die Basis für alle unsere Erfolge und verkörpern unseren erfolgreichen Team-Geist nach außen.

Ihre besondere Liebe gehört jenem Projekt, auf das wir uns in der Headline beziehen …

Definitiv. Soeben haben wir dafür einen Neubau – den EasyMotionSkin DOME – in Seefeld (Tirol) um mehrere Millionen € als Leuchtturmprojekt für die Branche realisiert! EasyMotionSkin ist das „kleinste Fitnessstudio der Welt“, mit überragend positiven Aspekten in allen Bereichen.

Dieses Produkt verkörpert sozusagen 1:1 meine Lebens- und Unternehmerphilosophie: Es gibt keine Grenzen, jeder kann über sich hinauswachsen und mental und physisch erfahren, zu welchen Riesenerfolgen sie oder er fähig ist. EasyMotionSkin inspiriert, verändert, formt und fördert die Gesundheit und führt jeden Menschen – nicht nur Unternehmer – „gesund zum Erfolg“.

So weit die hymnische Vision … was dürfen sich unsere Leser konkret darunter vorstellen?

EasyMotionSkin ist ein Trainingsanzug oder besser – ein Trainingssystem –mit hochentwickelter Elektromuskelstimulation (EMS). Das „World’s Smallest Gym“, wie wir gerne sagen, trainiert und regeneriert den Körper mit der innovativsten Form von Elektromuskelstimulation. Dabei pushen patentierte Trockenelektroden mit niederfrequenten elektrischen Impulsen bis zu 90 Prozent der Körpermuskulatur und sorgen dadurch für erhöhte Sauerstoffaufnahme und die Steigerung von Muskelkraft und Leistung – kurz für optimale Trainingseffekte. EMS-Workouts verbrauchen dreimal mehr Kalorien und sind bis zu 18mal effizienter als klassische Trainings.

Unser besonderer Vorteil: EasyMotionSkin ist kabellos und damit grenzenlos frei in der Wahl der Trainings. Ob in den eigenen vier Wänden, im Fitness-Studio, beim Golfen oder draußen im Wald, beispielsweise beim Spaziergang mit dem Hund. Mittels App steuert man die zahlreichen Anwenderprogramme auf dem Phone. Die medizinisch entwickelte Regenerationsprogramme sind übrigens der perfekte Abschluss nach einem intensiven Training oder harten Arbeitstag.

Das klingt gut – aber gerade in diesem Bereich muss doch auch wissenschaftlich alles hieb- und stichfest geprüft und bewiesen sein …

Selbstverständlich. EasyMotionSkin fußt auf den Erkenntnissen und Forschungen des führenden Herzmediziners und Chefarztes Prof. Dr. Dirk Fritzsche. Er hat das erste kabellose EMS-System entwickelt und die erste Trockenelektrode patentiert, nach mehr als 2.000 Trainingseinheiten an Patienten. Zu den Schlüsselergebnissen zählen die geleistete Kraft sowie die Absenkung von Blutdruck und -zucker.

Österreichs Pioniergolfer Markus Brier.

Also ein Produkt mit einer Vision weit über den D-A-CH-Raum hinaus …

Völlig richtig! EasyMotionSkin gibt es natürlich in Europa und auch bereits in China, Iran, Japan, Mexiko, Russland und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wir können auf jede Menge absolut überzeugte „Testimonials“ wie Rodelweltmeister Wolfgang Kindl, den österreichischen Pioniergolfer Markus Brier, Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier, SKY Sport – Moderatorin Sylvia Walker, Schauspieler Ralf Moeller und viele andere verweisen.

Selbstverständlich wird EasyMotionSkin ständig weiterentwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards in Deutschland produziert. Unser neuester Deal hat mit der Raumfahrt zu tun, ich bin sehr zuversichtlich, dass EasyMotionSkin schon bald auch das Weltall erobert!

Christian Jäger vor dem Alpenchalet Wildmoos.
Verraten Sie uns zum Abschluss auch noch ein wenig aus Ihrer Privatsphäre und können Sie unseren Lesern etwas Nachhaltiges „mitgeben“?

Ich habe eine wundervolle Frau und drei großartige Kinder und selbstverständlich arbeite ich in ihren Augen (noch) immer viel zu viel … Bin aber sehr um weiter voranschreitende Strukturierung meiner selbst bemüht. (Lächelt.)

Und wenn Sie gestatten, darf ich hier meine sechs „Erfolgsregeln“ publizieren?

Sehr gerne und vielen Dank für das Gespräch!

Die sechs Erfolgsregeln
des Christian Jäger

Regel 1)
Glaube an Dich. Erfolg beginnt im Kopf.

Wenn Du nicht an Dich glaubst, glaubt auch kein anderer an Dich und Deine Ideen. Heute bin ich als Investor in der Situation, zusammen mit Gründern und Geschäftspartnern ihre Ideen nach vorne zu bringen. Wir glauben gemeinsam als Team daran, dass wir etwas Großes schaffen können. Dieser Glaube ist das, was Dich antreibt, wann immer Du in Dir selbst die Kraft suchst, weiterzumachen.

Und genau mit diesem Glauben hat auch die Erfolgsgeschichte von EasyMotionSkin begonnen – sie ist sozusagen das Produkt zu dieser Regel: Du musst glauben, dass Du besser sein kannst, Du musst aus Dir selbst heraus Grenzen überwinden wollen, wenn Du den blauen Anzug anlegst. Genau dann wirst Du es schaffen. Für alle die, die kein Limit akzeptieren – für die ist EasyMotionSkin.

Regel 2)
Arbeite hart und trainiere deinen Körper.

Jeden Morgen, wenn es noch dunkel ist, stehe ich auf, ziehe meinen blauen Anzug an und trainiere. Es ist ein festes Ritual, bei dem ich mit jedem Schritt und jeder Wiederholung dem inneren Schweinhund zurufe, dass er keine Macht über mich hat. Ja, Erfolg ist kein Glück, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Es braucht Fleiß, Schweiß und Disziplin, um seine Ziele zu erreichen.

Dabei ist unser Körper mehr als nur ein Werkzeug. Ihm wohnt die Kraft inne, auch in kritischen Situationen gelassen zu agieren und in Extremsituationen unternehmerisch die richtigen Entscheidungen zu treffen – auch nach 18-Stunden-Tagen. Deshalb braucht ein gesundes Unternehmen einen Unternehmer an der Spitze mit einem gesunden Körper. Diese Regel ist so einfach und doch so schwer täglich umzusetzen.

Regel 3)
Erst Widerstände formen den Charakter.

Widerstände sind das, woran wir wachsen. Es ist das, was uns stärker macht. Bei ruhigem Seegang auf der Brücke zu stehen und Kapitän zu spielen, ist das Einfachste der Welt. Erst wenn die See rauer wird, wenn Dir das Wasser von allen Seiten ins Gesicht peitscht, erst dann zeigt sich, aus welchem Holz Du geschnitzt bist.

Das zeichnet den Unternehmer aus: Auf der Brücke zu stehen und das Schiff zu steuern, wenn der Sturm am heftigsten tobt. Wenn dann die Stille eintritt, hast Du eine weitere wichtige Lektion in Deinem Leben gelernt. Du bist stärker geworden. Und der nächste Sturm wird Dir weniger anhaben können. Auch bei EasyMotionSkin arbeiten wir bewusst gegen Widerstände. Sie sind elektrisch und oftmals so stark, dass wir im ersten Moment nicht glauben, sie überwinden zu können. Und dann bewegst Du Dich und merkst: Du schaffst das.

Regel 4)
Ignoriere die Nein-Sager.

 „Nein.“ „Das geht nicht.“ „Das schaffst Du niemals.“ Stell Dir vor, wenn Steve Jobs oder Michael Jordan auf die Nörgler und Zweifler gehört und aufgegeben hätten? Es gäbe keine Flugzeuge, keine Autos und wir wären auch niemals zum Mond geflogen. Vor jeder großen Revolution stand immer ein großes: NEIN! Auch Du solltest die Stimmen nicht beachten, die Dich klein machen wollen.

Ich liebe Nein-Sager – Sie sind für mich Ansporn und Motivation, weil ich weiß, dass ich jetzt einen Weg gehe, den die meisten niemals gehen würden, den sie für unmöglich halten und der ihnen Angst bereitet. Genau auf diesem Weg will ich sein. Ich will dorthin, wo noch nie ein anderer gewesen ist. Ich will den Nein-Sagern jeden Tag mein „Ja!“ zurufen. „Ja, ich schaffe das!“ Das ist es, was auch Du Dir jeden Tag sagen musst.

Regel 5)
Verkaufe nur das, von dem du selbst überzeugt bist.

EasyMotionSkin ist mein Baby. Ich glaube fest an die Idee, dass man Menschen GESUND ZUM ERFOLG bringen kann. Dass in Menschen viel, viel mehr steckt, als sie selbst für möglich halten. Der blaue Anzug ist für mich wie eine Art Superman- oder Superwoman-Anzug, den man überstreift, um über die eigenen Grenzen zu gehen, um Großartiges zu schaffen.

Ich trage diesen Anzug jeden Tag. Ich trainiere hart, diszipliniert und befolge meine sechs Regeln. Jeden Tag. Für etwas anderes könnte ich niemals stehen. Etwas, was ich nicht selbst lebe, könnte ich niemals verkaufen. Deshalb: Brenne lichterloh, sei authentisch, sei selbst Dein glühendster und begeistertster Kunde und Du wirst auch andere mit Deiner Idee anzünden.

Regel 6)
Sei dankbar und gib etwas zurück.

Jeden Tag stehe ich morgens auf, blicke mich um und bin voller Dankbarkeit für das, was mir das Leben gegeben hat. Ich bin dankbar für die Menschen, die an mich glauben, die mich inspiriert haben und die zu mir stehen. Auch wenn ich dann in aller Frühe in meinem blauen Anzug durch den Wald laufe und tief die klare Morgenluft einatme, bin ich erfüllt von einem tiefen positiven Gefühl der Dankbarkeit: Für die Natur und dafür, dass ich gesund bin.

Gesund sein ist nicht selbstverständlich. Es ist ein hohes Gut und ohne Gesundheit ist alles nichts. Deshalb ist es so wichtig, die eigene Gesundheit zu schützen und anderen dabei zu helfen, selbst ein erfülltes, erfolgreiches und gesundes Leben zu führen. Nichts macht glücklicher und erfüllt mit mehr Zufriedenheit, als der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.
Nichts!