Schlagwort: Bahn

Kärnten und Steiermark werden miteinander verbunden

Published on 27. Juli 2020

Die Österreichischen Bundesbahnen haben der ARGE „FF Koralm” den Zuschlag für die bahntechnische Ausstattung des Koralmtunnels erteilt. Damit werden die ARGE-Partner Porr Bau GmbH und Rhomberg Bahntechnik GmbH ab Mai 2021 die 34,1 km lange Teilstrecke der „Koralmbahn“ errichten und sämtliche weitere Baumaßnahmen bis hin zur Inbetriebnahme begleiten. Porr hat den technischen Lead, Rhomberg Bahntechnik verantwortet die kaufmännische Geschäftsführung.

Wesentlicher Bestandteil des etwa 160 Mio. Euro schweren Auftrags ist der Bau von knapp 66 Kilometern Fester Fahrbahn im Tunnel. Dabei übernimmt die ARGE auch die Herstellung der Bankette und Randwege sowie der Zulaufstrecken in Schotter zu den Tunnelportalen. Außerdem werden Vorarbeiten für die Telekom-Technik, die Errichtung der Lüftungsgebäude am Ost- und am Westportal, die Fertigstellung des Portalgebäudes Ost sowie die Errichtung des Portalgebäudes West ausgeführt. Der Bau von Lärmschutzwänden und Absturzsicherungen links und rechts der Zulaufstrecke Ost, Adaptierungen an den Gewässerschutzanlagen sowie Straßenbauarbeiten an der L145 gehören ebenfalls zum Auftrag. Schlussendlich verantwortet die ARGE die Lieferungen und Montagearbeiten für die Oberleitung sowie die Herstellung und den Betrieb der Bauprovisorien während der Einbauphasen bis hin zur Inbetriebnahme der Strecke 2025.

Ab Mai 2021 wird die mehr als 34 km lange Teilstrecke der „Koralmbahn“ errichtet.

Nicht einmal zwei Jahre reine Bauzeit

Das Projekt ist in mehrere Bauphasen unterteilt und beginnt mit der Errichtung der Baustelleneinrichtungsfläche „Ost“ in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Wettmannstätten. Hier wird die komplette Infrastruktur zur Versorgung des Bauabschnittes „Ost“ bereitgestellt, unter anderem die Sicherheitszentrale, eine Logistikleitstelle, Baubüros, Mannschafts- und Sanitärcontaineranlagen, eine Werkstatt mit Lager- und Abstellflächen, die Betonmischanlage, zwei Ladegleise mit Zugwaschanlage und Ladezone. Offizieller Baustart ist dann der 1. Mai 2021. Die Arbeiten werden rund um die Uhr in der kürzest möglichen Bauzeit abgewickelt und dauern daher lediglich rund 23 Monate. Während der Bauphase verantwortet die ARGE zusätzlich die Gesamtkoordination der Baulogistik und die Baustellensicherheit.

„Es macht uns stolz, mit unserer Expertise zum Gelingen dieses wichtigen Infrastrukturprojekts für Österreich beizutragen“, erklärt Johannes Fürst, Prokurist der Porr Bau GmbH. Und Robert Kumpusch, Geschäftsführer der Rhomberg Bahntechnik GmbH, ergänzt: „Uns freut insbesondere, dass wir gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen nun ein Projekt umsetzen werden, dass dank der innovativen Ideen und der wirtschaftlichen Herangehensweise ein besonders nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Ergebnis verspricht.” Beide Partner setzen auf die Bündelung ihrer Fachkompetenzen und Erfahrung, um die Aufgabe termin- und kostentreu sowie zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers abzuwickeln. Das Vorhaben ist Teil der Koralmbahn.

Die österreichische Bahnspezialisten Porr und Rhomberg haben den Auftrag für das ÖBB-Großprojekt Koralmtunnel bekommen.

Hinter den Kulissen

In Österreich ist Porr führend im Bausektor und realisiert erfolgreich komplexe Vorhaben im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau. Die Schwerpunkte liegen dabei vor allem im Wohn-, Büro-, Ingenieur- und Straßenbau sowie im Spezialtiefbau. Neben der Zentrale in Wien ist die Porr mit zahlreichen Niederlassungen flächendeckend in allen Bundesländern im Einsatz. Mit einem Anteil von 44 Prozent bzw. einer Leistung von 2,462 Mrd. Euro ist Österreich der wichtigste Heimmarkt. Die heimischen Niederlassungen sind Teil der börsennotierten Porr AG mit ca. 20.000 Mitarbeitern und einer Produktionsleistung von rund 5,6 Mrd. Euro. (Stand 31.12.2019).

Im Geschäftsbereich Bahn bietet die Rhomberg Sersa Rail Group mit der Rhomberg Bahntechnik das umfassende Leistungsspektrum eines Totalunternehmers an. Dazu zählen Planungs- und Projektmanagement, gewerblicher und maschineller Gleisbau, Planung, Errichtung und Instandhaltung hochleistungsfähiger Bahntrassen, besonders im Bereich Feste Fahrbahn, Baustellenlogistik, elektrotechnische Ausrüstung sowie der schienengebundene Einbau von Lärmschutzelementen. Als Unternehmen der Rhomberg Sersa Rail Group zählt die Rhomberg Bahntechnik zu Europas umfassendstem Bahntechnik-Unternehmen. Die Rhomberg Sersa Rail Group beschäftigt ca. 2.200 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018/19 erwirtschaftete die Gruppe in acht Ländern auf drei Kontinenten einen Umsatz von rund 430 Millionen Euro.

Die Bahn und die Masken

Published on 2. Juni 2020

Mit Corona sind MNS-Masken zu täglichen Begleitern geworden. Das Tragen ist in Geschäften, Zügen und am Bahnhof Pflicht. Um den neuen Alltag ein Stück weit besser meistern zu können, sind die Snackautomaten am Wiener Hauptbahnhof in Kooperation mit arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich mit MNS-Masken bestückt. Die Schutzbehelfe wurden von unterschiedlichen Sozialen Unternehmen angefertigt.

Die ÖBB haben dabei rund 1.100 MNS-Masken von sozialökonomischen Betrieben angekauft. Diese sind in allen 23 Snackautomaten an den Bahnsteigen und im Gebäude des Wiener Hauptbahnhofs erhältlich. Die Masken sind aus Stoff und können damit gewaschen und wiederverwertet werden – ein sehr umweltfreundlicher Aspekt. Ein Stück kostet 7 Euro – die Einnahmen kommen den Sozialen Unternehmen zugute.

„Im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel haben wir in der Regierung Regelungen getroffen, die einen sicheren Betrieb ermöglichen, wozu das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gehört“, kommentiert Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Die Kooperation mit arbeit plus habe doppelten Mehrwert, erklärt ÖBB-CEO Andreas Matthä. „Einerseits bieten wir unseren Fahrgästen einen hochwertigen MNS direkt am Bahnhof. Andererseits unterstützen wir arbeit plus dabei, neue Wege zur Gestaltung und Verteilung von Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen zu können.“ Denn neben dem gesellschaftlich sinnvollen Produkt geht es auch darum, Arbeitsplätze im sozialen Bereich und für ohnehin schon Benachteiligte zu erhalten.

„Die arbeit plus #maskforce steht für den Schutz der Gesundheit und bringt mit ihren nachhaltig produzierten MNS-Masken auch Vorteile für die Umwelt und den Erhalt von Arbeitsplätzen von Menschen mit sich“, erklärt arbeit plus-Geschäftsführerin Schifteh Hashemi . Die rund 200 Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus, deren gemeinsame Zielsetzung die Reintegration von Menschen in den Arbeitsmarkt ist, haben ihre Arbeitsweisen sehr rasch und innovativ auf die Krisensituation angepasst und neue Dienstleistungen und Produkte entwickelt. Etwa 30 Unternehmen österreichweit, die an ihren Standorten auch über Nähereien verfügen, haben flexibel und spontan auf die Produktion von Schutzbehelfen umgesattelt. So konnten Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die in ebendiesen Unternehmen wieder Fuß im Arbeitsmarkt fassen, bestehen bleiben und zum Teil sogar ausgeweitet werden.

Die Snackautomaten am Wiener Hauptbahnhof sind jetzt auch mit MNS-Masken bestückt.

Auf den ÖBB Bahnhöfen kommen Schutzbehelfe aus folgenden Sozialen Unternehmen zum Einsatz = „das hilfreiche Dutzend“:

  1. gabarage – Upcycling Design: Mit Upcycling-Masken steht das soziale Unternehmen aus Wien für soziales Engagement und ökologische Nachhaltigkeit.
  2. Kümmerei gute Arbeit powered by Job-TransFair in Wien verhilft am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen zu einer neuen Anstellung, die ihren Fähigkeiten und Lebensumständen gerecht wird – so auch bei der MNS-Produktion.
  3. Nachbarinnen: Mit den Masken aus der Nähwerkstatt der Nachbarinnen wird die Selbstermächtigung von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund und der Gesellschaft als Ganzes unterstützt.
  4. lebmit&bunttex ist ein sozialökonomischer Betrieb im Textil- und Lebensmittelbereich in Gmünd und unterstützt Frauen beim (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt.
  5. Luna – Frauenbeschäftigungsprojekt Hollabrunn: Zielsetzung des gemeinnützigen Beschäftigungsprojekts Luna ist es, arbeitslosen Frauen aus der Region Hollabrunn den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern.
  6. S|B|S Social Business Service GmbH: Die „Produktion mit Weitblick“ in Purgstall an der Erlauf schafft u.a. mit der MNS-Maskenproduktion Zukunftsperspektiven für Mensch und Region.
  7. St:WUK Natur.Werk.Stadt: Vielfältig, nachhaltig, kreativ sind die Schlagworte, für die das Grazer Projekt steht – und so sind auch ihre Masken.
  8. St:WUK Die Manufaktur: Der Verein zur Förderung von Menschen mit besonders erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt eröffnet u.a. in der Näherei in Graz neue Perspektiven.
  9. uniT: Im Rahmen des Beschäftigungsprojekts der Kulturinitiative uniT Graz werden im Theater am Lend Upcycling NMS-Masken genäht.
  10. Jugend am Werk Steiermark ist mit den Projekten/Standorten neuplanen und inservice Feldbach Teil der arbeit plus #maskforce und steht für Qualifizierung und Reintegration in den Arbeitsmarkt.
  11. Die Koryphäen: Der regional engagierte, sozial-ökonomisches Betrieb aus dem Burgenland setzt auf die Kraft der Talente und Fähigkeiten, die seine Mitarbeiter ins Unternehmen einbringen.
  12. 4everyoung: Das soziale Unternehmen aus Kärnten produziert im Rahmen des Beschäftigungsprojektes „Gute Dinge“, wie etwa MNS-Masken.