Start-Up vor den Vorhang!

Published on 15. April 2020

Premiere im deutschsprachigen Raum: Mit Skilliam ist eine Plattform online gegangen, die einen virtuellen Marktplatz in Zeiten von „Social Distancing“ schafft. Hinter der Idee steckt ein Mutter-Sohn-Start-Up.

Die innovative Idee stammt aus Kärnten und soll ab sofort jene vernetzen, die aufgrund der Corona-Krise vermehrt zuhause bleiben müssen. Die Plattform funktioniert wie ein virtueller Marktplatz: Zusammengeführt werden auf www.skilliam.com Künstler sowie Experten und Trainer u.a. aus den Bereichen Sport, Ernährung, Motivation oder Persönlichkeitsbildung mit Menschen, die nach genau jenen Angeboten suchen, die aufgrund der sozialen Einschränkungen in der realen Welt derzeit jedoch nicht genutzt werden können.

Aufgebaut ist Skilliam wie ein soziales Netzwerk – hochgeladen werden können Videos von Fitnessprogrammen bis hin zu Konzerten oder Kabaretts sowie Fotos, Rezepte oder auch personalisierte Trainings- und Ernährungspläne. Nutzer können den unterschiedlichen Coaches und Künstlern online folgen, ihre Dienste abonnieren und sich in Gruppenchats miteinander austauschen. Die Teilnahme an der Plattform selbst ist kostenlos.

Hinter der Idee steckt mit Klaus Fluch ein junger Kärntner Unternehmer, der den Online-Dienst in zweijähriger Entwicklung gemeinsam mit seiner Mutter Elpis Dirninger aufgebaut und nun – kurz vor dem offiziellen Start – an die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise angepasst hat. „Ursprünglich war es die Idee, dass Skilliam gefragten Influencern die Möglichkeit bietet, ihr Know-how auf dieser Plattform zu verkaufen. Aufgrund der aktuellen Lage haben wir das Angebot nun aber entsprechend verändert und erweitert“, erklärt Fluch.

Skilliam eröffnet damit in einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit nun jenen Unternehmern eine neue Chance, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ihre Leistung derzeit nur beschränkt oder gar nicht verkaufen können. „Dazu zählt vor allem die Fitnessbranche, da gemeinsamer Sport in geschlossenen Räumen sehr lange nicht möglich sein wird, wie auch die Szene der Künstler, die ihre Auftritte derzeit ebenso absagen müssen“, sagt Fluch.

In den kommenden Wochen wird die Plattform mit Hunderten Angeboten gefüllt, die zum Teil kostenlos zur Verfügung gestellt werden können, aber auch zum Kauf angeboten werden. „Genau hier bietet sich für unsere Nutzer die Möglichkeit, die durch die Krise entfallenen Einnahmen zu kompensieren“, sagt Fluch. Skilliam selbst wird technisch und inhaltlich laufend erweitert. Der Name des neuen Online-Dienstes leitet sich übrigens aus dem englischen Wort „Skills“ ab – auf Deutsch „Kompetenzen“.

Die Seite www.skilliam.com ist seit 14. April 2020 online, der Dienst soll zukünftig auch als App zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt werden.

Elpis Dirninger mit Sohn Klaus Fluch.

Mutter-Sohn-Start-Up in Kärnten

Seit zwei Jahren arbeitet der aus Ossiach in Kärnten stammende Klaus Fluch (30) an der Realisierung der Plattform www.skilliam.com. Unterstützt wird er dabei von seiner Mutter Elpis Dirninger (50), die mit der „MConcepts GmbH“ ein erfolgreiches Unternehmen für Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement führt, in dessen Geschäftsbereich auch das neue Start-Up eingegliedert ist.

Durch die Auswirkungen der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben die beiden Unternehmer das Angebot des Online-Dienstes an die aktuelle Situation angepasst. Fluch hat eine technische Ausbildung: Er absolvierte die Höhere Lehranstalt für Elektronik in Klagenfurt und hat sein Studium an der Montanuniversität in Leoben derzeit für die Entwicklung von Skilliam unterbrochen.