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Sicherheit made in Austria

Sicherheits- und Schließsysteme sind ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor und heimische Betriebe haben jede Menge erprobte Lösungen und spannende Innovationen zu bieten. Und: „Rundherum“ gibt es spektakuläre Geschichten zu erzählen, denn österreichische Ideen sperren zuverlässig Stadien ebenso wie Opern.

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Zu einem global bedeutenden Hersteller von mechanischen und elektronischen Schließsystemen hat sich auch das Familienunternehmen EVVA mit Stammsitz in Wien-Meidling entwickelt. Hier gilt Nomen est omen: Angefangen hat es bei der Erfindungs-Versuchs-Verwertungs-Anstalt (EVVA) vor fast einem Jahrhundert mit vielen Ideen und dem Tatendrang zur Umsetzung. 1919 haben sich dafür drei Ingenieure zu einem Start-up – wie man heute sagen bzw. schreiben würde – zusammengetan. 1937 erhielt EVVA für ein Zylinderhangschloss das erste Patent und ebnete damit den Weg in die Sicherheitstechnik. „Ein weiteres Erfolgsbeispiel und zugleich ein wichtiger Meilenstein für unsere Expansion war die Erfindung und Patentierung der mechanischen Systeme GPI und MCS vor mittlerweile vier Jahrzehnten“, berichtet Executive Vice President Johann Notbauer im public-Gespräch. „Diese sind bis heute von enormer Bedeutung für die Entwicklung der Sicherheitsbranche bei den mechanischen Systemen.“

EVVA denkt innovativ und will z.B. Wetter- und Bewegungs- oder auch airbnb-Daten integrieren.

© EVVA

Präsent in Dänemark, Italien … und im Stephansdom

Neben dem aus mehreren Gründen einzigartigen Hauptstandort (der im wahrsten Wortsinn „gewachsen“ ist) am Wienerberg existieren mittlerweile zehn Niederlassungen in Europa und ein Netzwerk von mehr als 1.000 Elektronik- und Mechanik-Vertriebspartnern. EVVA-Schließsysteme gibt es inzwischen rund um den Globus – z.B. auf dem Kreuzfahrtschiff Queen Mary, in der Oper in Kopenhagen, im neuen Juventus-Stadion in Turin und natürlich auch im Stephansdom. Ein gutes Beispiel für den manchmal unkonventionellen Zugang zu neuen Lösungen und Geschäftsmodellen ist AirKey, eine Innovation aus dem Jahr 2014, die bis heute in puncto Sicherheit, Funktionalität und Smartphone-Kompatibilität unverändert singulär ist. „Der Ausgangspunkt für diese wegweisende Innovation war die Vision eines Mitarbeiters“, erinnert sich Bereichsleiter Martin Kernthaler. „Die darauf folgende Entwicklungsarbeit erfolgte dann von einem eigens abgestellten Team an unserem Firmenhauptsitz.“

Mit Xesar 3.0 wurde – als noch Messen veranstaltet wurden – auf der Weltleitmesse Security Essen eine komplett neue Systemarchitektur dieses vielfältigen Schließsystems präsentiert. „War das System ursprünglich auf den Einzelplatzbetrieb kleinerer Objekte ausgelegt, wurden wir im Zuge der erfolgreichen Marktbearbeitung immer öfter mit der Aufgabenstellung großer Objektlösungen mit Mehrnutzerbetrieb konfrontiert“, berichtet Notbauer. Für Xesar wie auch für AirKey wird mit KeyCredits auch ein innovativer Vermarktungsansatz umgesetzt. „Bei beiden entstehen wie in der Mechanik-Welt nur dann Kosten, wenn eine neue Zugriffsberechtigung ausgestellt, also ein neuer Schlüssel benötigt wird“, erklärt Notbauer. Inzwischen offeriert EVVA auch pay-per-use sowie Flatrate-Modelle und damit ein je nach Kundenanforderung maßgeschneidertes Angebot.

Nachdem Integration ein großes Thema bleibt, will EVVA seine mechanischen und elektronischen Zutrittssysteme noch stärker integrieren, um optimale Lösungen aus beiden Welten zu entwickeln – auch auf der Prozessebene im Sinne kundenorientierter Möglichkeiten der Projektierung und Bestellung. Weiters möchte EVVA mit Daten in verschiedensten Bereichen und Umgebungen entsprechende Mehrwerte erforschen und realisieren. „Mit AirKey kann man schon heute Ortsdaten erfassen und mit der Send a Key-Funktion nutzerorientiert verwerten“, kann sich Notbauer zahlreiche weitere Szenarien für vorhandenes Datenmaterial vorstellen. „Eine künftige Weiterentwicklung könnte z.B. die Anbindung von airbnb-Daten oder auch die Integration von Wetter- und Bewegungsdaten mit Zutrittsdaten sein.“

Das innovative Start-up Secureo reüssiert mit Online-Sicherheitsprodukten.

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Ein Start-Up sorgt für Sicherheit

Sieht sich EVVA auch in der Eigendarstellung als „mehr als hundertjähriges Start-Up“, so kann das Innsbrucker Jungunternehmen Secureo uneingeschränkt als solches gelten. Im Oktober 2019 hat man für die weitere Finanzierung neben dem Bestandsinvestor aws Gründerfonds unter der Federführung der Peak Pride die Haselsteiner Familienprivatstiftung und die VPS GmbH gewonnen.

Mit dem Online-Verkauf von Digitalzylindern, Alarmanlagen, Tresoren, Zutrittslösungen und weiteren Sicherheitsprodukten verzeichnet das „Einhorn“ dreistellige jährliche Wachstumsraten und beliefert mehr als 7.000 Kunden in 48 Ländern. Das zu Beginn eigenfinanzierte Geschäftsmodell ist damit bereits auf dem Weg zum europäischen Marktführer für Online-Sicherheitsprodukte. „Wir können auch Sonderaufträge wie die Lieferung eines zwei Tonnen schweren Tresors auf die Färöer Inseln oder die Montage eines Schließsystems auf einer 2.200 Meter hoch gelegenen Alm professionell abdecken“, verspricht der 27jährige Gründer und strategische Geschäftsführer Richard Leitgeb. Trotz des reinen Onlinefokus konnte Secureo mehrere Großkunden mit bis zu sechsstelligen Auftragssummen lukrieren. Zu den Kunden zählen deutsche Automobilkonzerne, bekannte Fußballvereine sowie große Schiffswerften – auch und gerade in Zeiten wie diesen wird eben „Sicherheit aus Österreich“ konsequent nachgefragt!

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