Österreichs Beste Arbeitgeber 2020 – Resilienz in Krisenzeiten

Proaktive Arbeitgeber managen die Krise und schützen ihre Mitarbeitenden.

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Worthington Industries Austria zählt bereits zum vierten Mal in Folge und insgesamt zum 13. Mal zu den besten Arbeitgebern Österreichs. Der Geschäftsführer des Kienberger Herstellers von Hochdruckbehältern, Timo Snoeren bringt es auf den Punkt: „Letzten Herbst haben wir eine wirtschaftliche Flaute nicht von der Hand weisen können. Wir mussten daher im November die Kapazitäten an den Markt anpassen und eine Schicht abbauen – von vier auf drei. Trotzdem haben uns unsere Mitarbeiter wieder ein tolles Zeugnis ausgestellt. Dass wir nochmals die höchste Bewertung in unserer Kategorie bekommen haben, zeigt, wie sehr sich unsere Kollegen für das langfristige Wohl unseres Werks engagieren.“

Das Engagement der Firma wiederum kommt den Mitarbeitern im aktuellen Arbeitsalltag sehr zugute: Worthington war einer der ersten Betriebe in der Region, die extra Maßnahmen zum Schutz aller Arbeitskräfte gegen die Ansteckung durch COVID-19 setzte, bevor diese überhaupt als verpflichtend galten. Die Produktion wurde sogar für zwei Tage stillgelegt, währenddessen das Management einen wohlüberlegten Aktionsplan ausarbeitete. In guten und in herausfordernden Zeiten zeichnet sich der 400 Mitarbeiter zählende Metallbetrieb durch eine sehr geringe Fluktuationsrate aus – nicht wenige Mitarbeiter sind bei Worthington ihr ganzes Berufsleben lang. Franz Puchegger, Personalchef bei Worthington, hält fest, dass bei Worthington Menschlichkeit, Transparenz und das Motto „Ja Sagen und Ja Tun“ zähle. Diese Prinzipien galten auch für die Gespräche, die der Personalchef im November vergangenen Jahres wegen der Umstellung auf das Drei-Schicht-Modell führen musste: „Es stand dabei immer eine Einigung auf Augenhöhe im Vordergrund. Der Großteil dieser Kollegen bekräftigte, dass sie jederzeit wieder zu Worthington zurückkommen würden.“ Spätestens, wenn die neue Produktionshalle für die Herstellung von Wasserstofftanks im Sommer 2020 fertiggestellt ist, soll das auch wieder möglich sein. Seit 200 Jahren werden am Kienberger Standort Hochdruckbehälter für die Befüllung mit Gasen produziert. Seit 1998 gehört das Unternehmen – ehemals Firma Heiser – zu Worthington Industries aus Ohio, USA. Mit einem Jahresumsatz von ungefähr 100 Millionen Euro zählt der Kienberger Standort zu den weltweit führenden Anbietern der Branche.

(v.l.n.r) Thorsten Nicklass, CEO Elli und Martin Klässner, CEO has·to·be GmbH.

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Am Beispiel has·to·be

Das Radstädter Unternehmen has·to·be holte sich den dritten Platz in der SMALL-Kategorie. has·to·be-CEO Martin Klässner fühlt sich angesichts der Top-Platzierung in seiner Arbeit bestätigt: „Wir sind der Überzeugung, dass ein positives Arbeitsklima sowohl für Mitarbeiter als auch das Unternehmen wichtig ist. Auch in den kommenden Jahren werden wir alles dafür tun, ein leistungsförderndes und positives Umfeld für die MitarbeiterInnen der has·to·be zu schaffen.“ Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Personalleiter Christopher Potuznik weiß, durch welche Benefits Arbeitnehmer nicht nur glücklich bleiben, sondern auch bestmögliche Leistungen abrufen können. „Unsere MitarbeiterInnen wissen, dass wir sie wertschätzen und unser Erfolg gibt uns Recht. Im Jahr 2020 ist es wichtig, alte Strukturen ad acta zu legen und das Arbeitsumfeld modernen Anforderungen anzupassen. Flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und Homeoffice sollten heutzutage Standard sein – nicht nur in Krisenzeiten.“

Ein stetig wachsendes Umfeld braucht laufend neue Ideen. Deshalb erweitert has·to·be stetig sein Team und sucht motivierte Mitarbeiter, welche die Zukunft der E-Mobilität mitgestalten und Europa elektrifizieren wollen. Als Teil des has·to·be Teams können zahlreiche Vorteile genutzt werden – kostenloses Fitnesscenter, Weiterbildungen oder ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Arbeitszeit sind nur einige davon. „Unsere Mitarbeiter sind einer Meinung: Die ausgezeichneten Rückmeldungen, die wir laufend bekommen sowie Onlinebewertungen, etwa auf Kununu, sprechen eine eindeutige Sprache“, so Potuznik.

Gleich zwei Atos-Töchter

Die Atos-Tochterunternehmen addIT und unit-IT waren heuer erneut unter den Preisträgern der begehrten Auszeichnung. Der Kärntner IT-Dienstleister addIT konnte sich bereits zum achten Mal in Folge mit einem ganzheitlichen Zugang zur Mitarbeiterzufriedenheit und seinen daraus entwickelten treffsicheren Maßnahmen als Top-Arbeitgeber profilieren. Mit der fünften Auszeichnung in ebenso vielen Jahren bewies unit-IT mit Hauptsitz in Oberösterreich ebenfalls Konstanz in Sachen ausgezeichneter Arbeitsplatzkultur. Punkten konnte das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern u.a. durch die großen Spielräume bei der Gestaltung der Arbeit, die ausgezeichnete interne Kommunikation und die große Transparenz bei Entscheidungen.

Johann Martin Schachner, CEO von Atos Österreich: „Dass auch heuer wieder zwei Atos-Tochterunternehmen zu den Top-Arbeitgebern Österreichs zählen, ist ein Grund zu großer Freude und bestätigt unsere Unternehmensphilosophie. Mit der Bereitstellung eines flexiblen, familienfreundlichen Arbeitsumfeldes und interessanten Projekten, die in jeder Karrierephase viele Entwicklungsmöglichkeiten bieten, können wir auf motivierte und engagierte Mitarbeiter zählen. Diese Auszeichnung ist eine Ehre für uns und zugleich ein Ansporn, weiterhin dafür zu sorgen, dass die Menschen, die bei uns arbeiten, sich wohlfühlen und die Möglichkeit haben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.“

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