Kategorie: Technology

Digitale Gebäude im Fokus

Published on 31. Oktober 2020

Die Preise des zweiten Digitalimpuls Awards von Drei Österreich wurden kürzlich verliehen. Österreichische Unternehmen aller Branchen waren dazu aufgerufen, Projekte in Zusammenhang mit digitaler Transformation und Innovation einzureichen.

Das große Interesse überstieg die Anzahl der Einreichungen des Vorjahres und übertraf sämtliche Erwartungen. Mehr als 150 Einreichungen wurden von einer namhaften Jury (Digitalisierungsministerin Margarethe Schramböck, Vorstand des Instituts für KMU-Management (WU Wien) Dietmar Rößl, Teamleiter Information & Communication Technologies der FFG Thomas Zergoi, Drei CEO Jan Trionow sowie Herwig Langanger, Vorsitzender der Geschäftsführung „Die Presse“) in einem zweistufigen Verfahren selektioniert. Die einreichenden Unternehmen wurden in die beiden Kategorien „Innovation“ und „Transformation“ eingeordnet.

1. Platz Innovation: LineMetrics

Das 2012 gegründete Unternehmen LineMetrics aus Haag (Niederösterreich) entwickelt in seinen Büros in Wien und Berlin Lösungen in den Bereichen Monitoring, IoT (Internet of Things) und AI (Artificial Intelligence). Mit einer einfachen, massentauglichen und rasch einsetzbaren Lösung zur Effizienzsteigerung bestehender Gebäude überzeugte LineMetrics die Jury. Über Funksensoren und die Analyse von Daten via AI werden Optimierungspotenziale rasch sichtbar. Zu „Simplify it“ gehört auch eine mobile App für Mitarbeiter vor Ort, mit der das vernetzte Objekt mit seinem digitalen Zwilling verknüpft ist.

Der zweite Platz in der Kategorie Innovation ging an das Grazer Bioinformatik-Unternehmen Innophore für das Human Cavitom Project zur Identifizierung von Wirkstoffen zur Behandlung neuartiger Krankheiten. Den dritten Platz erhielt das Unternehmen MyPrivacy für eine Lösung zur sicheren Speicherung sensibler Unternehmensdaten.

1. Platz Transformation: Palfinger Structural Inspection

Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen VCE Vienna Consulting Engineers, der Angst Group (Vermessung und Photogrammetrie) sowie der Palfinger AG, die als international führender Hersteller von Lifting Solutions über eine Palette an Brückeninspektionsgeräten verfügt. Die ausgezeichnete Lösung „Structinspect“ ist durch den Einsatz künstlicher Intelligenz ein Paradebeispiel für Transformation im digitalen Zeitalter.

Der zweite Platz in der Kategorie Transformation ging an Emporia Telecom für die „Mach dein Smartphone einfach“-App, mit der das Linzer Unternehmen digitale Anwendungen wie die Lösung von Parkscheinen oder den Kauf von Zugtickets auch für Senioren zugänglich macht. Den dritten Platz erhielt die Erste Group Bank für eine innovative Blockchain-Lösung für rasche Transaktionen. (pj)

Drei CEO Jan Trionow mit Peter Furtner und Albrecht Karlusch (Palfinger Structural Inspection).

Österreich für die UN SDGs:

Acht digitale Projekte qualifizieren sich für die Internationale Auszeichnung WSA

Eine 15-köpfige Expertenjury hat die acht besten digitalen Projekte 2020 aus Österreich gekürt: Eine mobile App, die Covid-19 Testresultate (LABUNIQ) übermittelt und die Wartezeit auf die schriftlichen Testresultate umgeht, eine integrative Mobilitätsanwendung für Pendler (Fluidtime) oder das Plaudernetz der Caritas gegen Vereinsamung älterer Menschen- die Gewinner des WSA Austria zeichnen sich durch smarte Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen aus.

Schubu digitalisiert Schulbücher, während Bee-O-Meter mit digitalen Bienenstöcken ein EU-weites Monitoring von Umweltfaktoren ermöglicht. Als Tourismusland profitiert Österreich gerade von Lösungen wie „Die Vergangenheit ist jetzt“, einer Augmented Reality Tour durch Wien, und von ARCHES, einem großangelegten partizipativen Projekt für digitale Lösungen für die Barrierefreiheit von Kulturstätten. Uptraded wiederum ermöglicht es, Kleidung einfach mit anderen Usern zu tauschen, anstatt sie wegzuwerfen.

WSA als perfekte Plattform

Digitale Anwendungen, die sich nicht nur am möglichen Profit messen, sondern vor allem daran, konkrete Lösungen für die Gesellschaft zu bieten: Die renommierte Auszeichnung des in allen UN Mitgliedsstaaten durchgeführten WSA erhalten nur jene, die ICT nutzen, um einen aktiven Beitrag zu den UN SDGs zu leisten. Seit der Gründung 2003 wurden 700 Anwendungen weltweit ausgezeichnet, 26 davon aus Österreich.

Die Begrenzung des Marktes macht es für österreichische Unternehmer unumgänglich, auch auf Internationalisierung Wert zu legen – WSA bietet die perfekte Plattform, um Produkte einer weltweiten Jury und Community von 182 Staaten zu präsentieren. Daher gibt es seit 2017 mit dem WSA Austria eine eigene nationale Vorauswahl. Lisa Fassl, Matthias Haas und Christian Rupp sind die Nationalen Experten Österreichs für den WSA: „Dass Österreich auf der Liste der Länder mit den meisten gewonnenen World Summit Awards den ersten Platz belegt, ist jedes Jahr eine steile Vorlage für die WSA Austria Vorentscheidung, wer im internationalen Wettbewerb für Österreich an den Start geht!“

In den vergangenen Jahren wurden die österreichischen WSA Nominierungen aus Preisträgern lokaler Wettbewerbe wie Constantinus Award, oder dem Staatspreis für Multimedia und e-Business ausgewählt. In Vorbereitung auf den World Summit Award Kongress in Wien und um die inhaltlichen Alleinstellungsmerkmale des WSAs hervorzukehren, veranstaltete der WSA 2017 erstmals einen österreichischen Vorentscheid, der in allen Bundesländern ausgeschrieben wurde. Mittlerweile wird der WSA Austria unabhängig durch ein lokales Experten-Komitee durchgeführt. (pj)

Die Gewinner des WSA Austria 2020

  • Government & Citizenship: Plaudernetz
  • Health & Well-Being: LABUNIQ – Schnelle Covid-19 Befunde mit digitaler App
  • Smart Settlements & Urbanization: Fluidtime
  • Culture & Tourism: Augmented Reality Tour Die Vergangenheit ist jetzt
  • Learning & Education: Schubu
  • Environment & Green Energy: Bee-O-Meter
  • Business & Commerce: Uptraded
  • Inclusion & Empowerment: ARCHES

Sei willkommen, Künstliche Intelligenz!

Published on 19. Oktober 2020

Frau und Herr Österreicher sind davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz (KI) ihr Leben durch neue Angebote und Services verbessern wird und dass KI-Anwendungen einer der Erfolgsfaktoren für Unternehmen sind. KI ist in den Köpfen der Verbraucher angekommen, sie verknüpfen mit der Technologie einen Gewinn an Bequemlichkeit und eine passgenauere Unterstützung.

Wie „wir“ auf das Thema KI schauen: Dieser Frage ist der IT-Dienstleister adesso in einer neuen Studie nachgegangen. 80 Prozent der Verantwortlichen in Unternehmen sind davon überzeugt, dass KI Anwendungen einer der Erfolgsfaktoren sind.

Die Mehrheit der Österreicher – nämlich 55 Prozent – versprechen sich sogar persönliche Vorteile vom Einsatz der Technologie KI. 82 Prozent gehen davon aus, dass Roboter in Zukunft lästige Aufgaben übernehmen und ihnen das Leben erleichtern. Auch wenn 70 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass KI-gestützte Anwendungen viele Berufsbilder überflüssig machen werden – Angst um den eigenen Job haben lediglich 12 Prozent. „Künstliche Intelligenz ist in den Köpfen der Verbraucher angekommen, sie verknüpfen mit der Technologie einen Gewinn an Bequemlichkeit und eine passgenauere Unterstützung“, erklärt Reto Pazderka, Geschäftsführer bei adesso Austria. „Die positiven Aspekte von KI-Technologien überwiegen sowohl bei Unternehmern als auch bei Verbrauchern. Eine grundlegende Neugier ist zu erkennen – darauf können die Verantwortlichen in den Unternehmen bauen.“

Chatbots und konkrete Einsatzszenarien

Chatbots sind für viele Unternehmen eines der ersten konkreten Einsatzszenarien für KI. Die dialogbasierten Systeme werden häufig in externen Serviceprozessen eingesetzt. Die große Mehrheit der Kunden kann sich vorstellen, mit einem Chatbot zu kommunizieren. Ein durchaus überraschendes Ergebnis: Die Verbraucher, die bereits Chatbot-Erfahrung haben, bewerten den Dialog durchaus positiv – 59 Prozent mit „gut“ oder besser.

Und wie sieht es im eigenen Alltag aus und in welchen Bereichen würden Verbraucher Chatbots nutzen? Einen Termin bei Behörden über eine Chatbot-Anwendung zu vereinbaren, können sich aktuell zwei Drittel der Verbraucher (69 Prozent) vorstellen, an der Beratung beim Online-Kauf wäre knapp jeder Zweite (43 Prozent) interessiert und Unterstützung bei der Eröffnung eines Kontos bei einer Bank käme für 32 Prozent in Frage.

Die Akzeptanz für KI-Systeme hängt, das zeigt die Umfrage, stark vom einzelnen Anwendungsfall ab. Die Vorteile von KI-basierten Systemen wie die durchgängige Erreichbarkeit, keine oder kürzere Wartezeiten sowie das einfachere Finden von Informationen sieht eine überwältigende Mehrheit der Befragten. 59 Prozent der Verbraucher, die bereits Erfahrung mit einem Text-Chatbot gesammelt haben, bewerten den Dialog als durchaus positiv. Insbesondere überzeugte sie die Fähigkeit des Chatbots, schnell und präzise Antworten zu finden.

Datenschutz ist aus Verbrauchersicht wichtig

Wenn es um das Sammeln von Daten geht, ist die Mehrheit der Befragten kritisch. Weniger als ein Drittel findet es beispielsweise gut, wenn Unternehmen ihnen anhand ihrer bisherigen Einkäufe, besuchten Websites oder Aktivitäten in sozialen Netzwerken automatisiert individualisierte Angebote machen.

„Unternehmen müssen die Datenschutz-Bedenken der Endkunden ernst nehmen, da den Verbrauchern häufig praktische Erfahrungen mit KI-Anwendungen fehlen“, rät Pazderka. „Dieser Herausforderung müssen sich Unternehmen stellen, sie müssen das Potenzial von KI stärker nutzen und überzeugende Angebote aufbauen. Dabei ist es wesentlich, den Mehrwert der jeweiligen KI-Lösung für jeden Einzelnen auf den Punkt zu bringen.“

Künstliche Intelligenz ist die Eigenschaft eines IT-Systems, menschenähnliche, intelligente Verhaltensweisen zu zeigen.

Hinter den Kulissen

Der Begriff künstliche Intelligenz, kurz KI, ist nicht einheitlich definiert – auch weil die KI-Forschung seit ihren Anfängen in den 1950er Jahren eine interdisziplinäre ist. In der Praxis hat sich jedoch folgende Definition als sinnvoll erwiesen: „Künstliche Intelligenz ist die Eigenschaft eines IT-Systems, menschenähnliche, intelligente Verhaltensweisen zu zeigen.“

Der Begriff künstliche Intelligenz steht für Informatikanwendungen, die das Zeigen intelligenter Verhaltensweisen zum Ziel haben. Künstliche Intelligenz soll Menschen beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen – nicht überflüssig machen. Dies setzt bei den KI-Systemen folgende Kernfähigkeiten voraus: Wahrnehmen, Verstehen, Handeln und Lernen. Sie erweitern das Grundprinzip „Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe“ aller EDV-Systeme. Dabei ist das wirklich Neue an den heutigen KI-Systemen das Lernen und damit verbunden das Verstehen.

Geschäftsprozesse neu gestalten

Speziell Dienstleistungsunternehmen wie Banken und Versicherungen, aber auch Software-Unternehmen haben schon vor der Corona-Pandemie viel Zeit und Geld in KI investiert. Sie setzen beispielsweise auf KI-Disziplinen wie Robotic Process Automation (RPA), Knowledge-Management-Software, digitale Assistenten und Predictive Analytics. Dabei sehen sie den Nutzen der KI vor allem im Managen der Kundenkontakte und des Services. Mit Hilfe der KI sollen z.B. die angebotenen Leistungen und die Kundenansprache individueller gestaltet werden.

Google stellte bereits 2018 mit Google Duplex eine Technologie vor, die es ermöglicht, dass KI-Systeme scheinbar echte Gespräche mit Menschen führen – zumindest solche von kurzer Dauer und zu Themen, für die das System zuvor trainiert wurde. Beim Anschauen der YouTube-Videos, in denen Google Duplex vorgestellt wird, wird schnell klar: Menschen können die Computerstimme nicht von der Stimme eines echten Menschen unterscheiden, und das System versteht echte menschliche Sprache und reagiert adäquat hierauf. Es vereinbart zum Beispiel für seinen Nutzer einen Friseurtermin oder bestellt einen Restauranttisch. Solche Systeme werden künftig von Unternehmen gewiss zunehmend eingesetzt werden, beispielsweise um telefonisch Bestellungen, Beschwerden oder Fehler- bzw. Schadensmeldungen aufzunehmen und zu bearbeiten. Dabei lernt das System durch das Feedback der Anrufer ständig hinzu.

KI-Einführung erfordert Change-Management

Der Einsatz künstlicher Intelligenz bedingt einen Veränderungsprozess in den Unternehmen. Denn hierbei werden bisher von Menschen verrichtete Arbeiten von Maschinen übernommen; Menschen werden nur noch zu Beginn benötigt, um das System zu trainieren. Damit geht ein Wandel der Unternehmenskultur einher. Unter anderem deshalb sollten die betroffenen Mitarbeiter am Einführungsprozess beteiligt sein. Ein Patentrezept hierfür gibt es (noch) nicht. Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu machen, dass die Einführung von künstlicher Intelligenz zwangsläufig ein zielgerichtetes Change-Management erfordert.

Die aktuell bestehenden KI-Systeme können noch keine komplexen (Telefon-)Analysen und Beratungen durchführen. Doch es gibt bereits Systeme, die solche Prozesse unterstützen. Der aktuelle Entwicklungsstand der KI offenbart bereits zahlreiche Möglichkeiten, Geschäftsprozesse zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

Servicetipp für Top Leader:

Die Adesso-Studie ist kostenfrei per Download erhältlich:

https://ki.adesso.at/at/Nächste-Schritte/Studie.html

Kann Technologie die Welt retten? – Im Schulterschluss zu mehr Nachhaltigkeit

Published on 8. September 2020

  • Naturschutz ist Menschenschutz: Unsere eigene Gesundheit ist von der Gesundheit unserer Umwelt abhängig
  • Das große Potential von Technologie kann nur mit dem richtigen Mindset erfolgreich realisiert werden
  • Technologie muss denjenigen zur Verfügung stehen, die für den Erhalt unserer Erde kämpfen
  • Eine Zusammenarbeit über Branchen-, Organisations- und Landesgrenzen hinweg ist essenziell
  • Nur mit Digitalisierung kann die österreichische Landwirtschaft nachhaltig wirtschaften

Wien, am 02.09.2020 – Um den Klimawandel entgegenzuwirken, ist eine gesellschaftsübergreifende Zusammenarbeit notwendig. Da sind sich alle einig. Nur, wie soll dieses Zusammenspiel aussehen, um rasche und tatsächliche Effekte zu erzielen und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Politische Rahmenbedingungen, Maßnahmen aus der Wirtschaft und wissenschaftliche Belege sind gleichermaßen essenziell. Technologie ist in vielen Bereichen ein wichtiger Hebel, der die Gestaltung einer nachhaltigeren Welt ermöglicht.

Das Europäische Forum Alpbach jährte sich dieses Jahr zum 75. Mal und ist – so wie fast alles heuer – anders! Auch im außergewöhnlichen Jahr 2020 dient das Forum unter dem diesjährigen Thema „Fundamentals“ als Nährboden für viele spannende Gespräche, die zum ersten Mal virtuell übertragen werden. Nachhaltigkeit ist das Fundament unserer Gesellschaft und zieht sich durch alle Bereiche. Heute kann sich kein Unternehmen und keine Institution mehr vor dem Thema verschließen und diejenigen, die schneller voranschreiten können, sollten dies auch tun. Aus diesem Grund hat Microsoft Anfang des Jahres eine umfangreiche Nachhaltigkeits-Initiative ins Leben gerufen. Das Unternehmen fokussiert dabei stark auf die Förderung der Wissenschaft, eine branchenübergreifende Zusammenarbeit und die Unterstützung von politischen Reformen. Aus diesem Grund lud Microsoft im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche am 1. September 2020 zu einer Podiumsdiskussion mit ausgewählter ExpertInnen-Runde als Live-Webcast.

Unter dem Titel „Kann Technologie die Welt retten“ diskutierten Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Alois Rosenberger, Direktor der Bundeslehr- und Forschungsanstalt Francisco Josephinum, Robert van de Kerkhof, Chief Commercial Officer bei Lenzing AG, und Dorothee Ritz, General Managerin Microsoft Österreich unter der Leitung von PULS 4 Info-Chefin Corinna Milborn, über die Chancen und Bedingungen der Technologie, mit besonderem Fokus auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen – global wie national.

„Wir brauchen die Technologie. Ohne sie wird die Lebensmittelversorgung in Zukunft nicht funktionieren.“

Alois Rosenberger

„Für Microsoft ist Nachhaltigkeit und Klimaschutz klar ein Fundament. Es geht also um das Essenzielle, etwas unbedingt Notwendiges, das fundamental für unsere Gesundheit, unser Glück und unsere Weiterentwicklung ist. Wir können ein Problem jedoch nur dann bewältigen, wenn wir es im Kern verstehen. Dafür braucht es die notwendigen, technologischen Ressourcen, um verlässliche Daten zu generieren.“

Dorothee Ritz
Microsoft in Alpbach, (v.l.n.r) Rosenberger, Ritz, van de Kerkhof und BM Köstinger

Schlüsselfaktor Zusammenarbeit: Mensch im Mittelpunkt

Die weltweite Krise, ausgelöst durch Covid-19, beschäftigt die Gesellschaft auf allen Ebenen und verlangt unsere Aufmerksamkeit. Dennoch steht der Kampf gegen den Klimawandel weiterhin ganz oben auf der Agenda. Das Bewusstsein gegenüber den Vorteilen der Digitalisierung ist gerade in den letzten Monaten stark gestiegen. Laut einer aktuellen Studie [1], die im Auftrag des deutschen Umweltministeriums durchgeführt wurde, erfahren die Möglichkeiten der Digitalisierung für Umwelt und Klima breitere Akzeptanz. Der Anteil der befragten Personen, die die Vorteile der Digitalisierung sehen, ist von 33% auf 47% gestiegen. Ein Momentum, das es zu nutzen gilt. „Wir benötigen Technologie, um nachhaltig zu wirtschaften und den Planeten zu retten“, sind sich Alois Rosenberger und Robert van de Kerkhof einig. „Gleichzeitig sehe ich Technologie jedoch auch als Teil des Problems. Wir müssen als Industrie, aber auch als Konsumenten, bewusster werden im Umgang mit unseren Ressourcen. Dazu kann jede und jeder einen Beitrag leisten“, fügt van de Kerkhof hinzu. Um den systematischen Wandel vollends durchführen zu können, werden strategische Partnerschaften über Branchen- und Organisationsgrenzen bis hin zu Landesgrenzen hinaus immer wichtiger. „Unser Nachhaltigkeitsziel ist nicht nur emmisionsfrei zu werden. Es geht darüber hinaus. Wir engagieren uns und unsere Partner, auch Abfallprodukte zu recyceln und den Energiebedarf so gering wie möglich zu halten“, so Dorothee Ritz. „Als Teil der Allianz für Netto-Null arbeiten wir gemeinsam mit führenden Unternehmen auf globaler Ebene am Umbau der gesamten Wirtschaft in Richtung Netto-Null-Emissionen.“

Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Ein gesellschaftsübergreifendes Wechselspiel

Klimaforscherinnen und -forscher warnen, dass uns die Zeit davonlaufe und wir besser heute als morgen handeln müssen. Die Lage ist ernst. Vorhandene Lösungsansätze müssen breitflächig bereitgestellt und auch umgesetzt werden. Wirtschaft und Forschung setzen dabei immer mehr auf technologische Lösungen. Effizientes Wirtschaften mit verringertem CO2-Ausstoß als Folge, Vermeidung von Überproduktionen in der Lebensmittelindustrie und wertvolle Daten-Analysen, um die Artenvielfalt zu erhalten, sind nur einige mögliche Einsatzbereiche. In Österreich ist die digitale Transformation innerhalb der Agrarwirtschaft ein Schlüsselfaktor für eine nachhaltigere Landwirtschaft.

 „Digitalisierung in der Landwirtschaft eröffnet uns das Potential für noch höhere Lebensmittelqualität und Regionalität. Durch Precision Farming lassen sich Lebensmittel auch mit weniger Dünger und Pestizideinsatz produzieren. Das schont die Umwelt und den Ressourceneinsatz. Digitale Plattformen ermöglichen auch die Vernetzung der Konsumentinnen und Konsumenten mit Direktvermarktern und somit zu mehr regionalen Lebensmitteln – nicht zuletzt die Coronakrise war hier ein Katalysator. Und alle gewinnen dadurch: der Konsument kann auf regional produzierte, frische Ware zugreifen. Die kürzeren Transportwege wirken sich positiv auf das Klima aus. Und die Landwirte gewinnen durch die Direktvermarktung an Selbstbestimmung“.

Elisabeth Köstinger

Die Digitalisierung der Landwirtschaft ermöglicht nicht nur eine effiziente Lebensmittelproduktion, sondern erzielt auch eine Kostensenkung und sorgt für erhöhtes Tierwohl. Beispielsweise kann durch kameragesteuerte Hackgeräte eine Reduktion des Pestizideinsatzes erwirkt werden. Die Nutzung von Satelliten-, Drohnen- und Handybildern, GPS oder Bodenanalysen ermöglichen die exakte Anpassung an den individuellen Bedarf. Der Einsatz von Düngemitteln kann so eingegrenzt werden. „Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist essenziell für eine nachhaltigere Wirtschaftsweise“, so Alois Rosenberger und erklärt: „Es ist eine Illusion, dass wir ohne technologische Unterstützung fähig sein werden, die ganze Welt zu ernähren. In ein paar Jahrzenten wächst die Weltbevölkerung auf 10 Milliarden Menschen an – da werden wir technologische Unterstützung benötigen, um nachhaltig und effizient Landwirtschaft betreiben zu können.“

Der Wille ist vorhanden, Lösungen ebenso, aber oft scheitert es an den Grundbedingungen. Das beste Auto bringt uns nicht nach vorne, wenn dafür die notwendige Autobahn fehlt. Die Plattform Digitalisierung der Landwirtschaft, die vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus eingerichtet wurde, forciert zudem die Ausbildung junger Landwirtinnen und -wirte und soll die Digitalisierung für Bäuerinnen und Bauern greifbar machen. „Neben der Entwicklung der notwendigen Lösungen, müssen wir zudem sicherstellen, dass es genug Fachkräfte gibt. Die digitale Weiterbildung ist ein vitaler Teil der Nachhaltigkeitsarbeit“, ist auch Dorothee Ritz der Meinung.

Breakout Session Alpbach Panel und BM, Ritz, Milborn und Köstinger.

Ganzheitlicher Ansatz und Transparenz: Strukturen aufbrechen

Als eine der grundlegenden Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz von Digitalisierung im Namen der Nachhaltigkeit sehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Demokratisierung der vorhandenen Lösungen und Ressourcen. „Die Nutzung von technologischen Lösungen darf für die Anwender auch nicht zu komplex werden. Daher haben wir die Digitalisierung in der Landwirtschaft in den Lehrplänen der Land- und Forstwirtschaftlichen Schulen verankert und 1,3 Millionen Euro für die digitale Aufrüstung dieser Schulinfrastrukturen in die Hand genommen. Spätestens seit der Coronakrise wissen wir, wie wichtig es ist breitflächig digitale Lösungen nutzen zu können – das beginnt im Schulalltag und geht bis zu autonomen Lenksystemen“, betont Bundesministerin Köstinger. Die Frage der Nutzung der Technologie, ist auch immer eine der Ethik. „Wir erreichen mehr, indem wir Expertisen verbinden. Die Technologie ist bereits vorhanden und muss am richtigen Ort zum Einsatz kommen“, so Ritz und führt weiter fort „Deshalb haben wir Microsoft AI for Earth ins Leben gerufen, um den Forscherinnen und Forschern, die sich für den Erhalt unserer Erde einsetzen, die notwendigen technologischen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“ Denn je schneller die Daten, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, analysiert werden können, desto schneller können passende Maßnahmen, wie zum Beispiel zum Erhalt gefährdeter Tierarten, entwickelt werden.

Die große Anzahl an Einsatzgebieten zeigt die Komplexität der Herausforderung. „Die Herausforderung ist das Ungewisse. Wir müssen unzählige Daten sammeln, interpretieren und diese für den richtigen Zweck nutzen“, bringt es van de Kerkhof auf den Punkt. „Wir machen aber konsequent einen Fehler, wenn wir jedes Jahr behaupten: es ist Fünf vor Zwölf. Es ist bereits Fünf nach Zwölf, wenn wir unseren Blick auf die immer sichtbareren Auswirkungen werfen. Die ganze Textilbranche muss sich ihrer Verantwortung bewusstwerden und auch handeln. Wir wünschen uns ein globales Ziel, für das die Politik den globalen, aber auch fairen Rahmen zügig schafft und an dem sich alle orientieren können und müssen.“ Es gibt nicht DIE eine Lösung, im Kampf gegen den Klimawandel. Ein ganzheitlicher Ansatz ist notwendig. Für einen zielgerichteten und sinnvollen Einsatz von technologischen Lösungen ist Transparenz ausschlaggebend. Klimaschutz geht uns alle etwas an. Heute kann sich kein Unternehmen und keine Institution mehr vor dem Thema Nachhaltigkeit und dem effizienten Einsatz von Ressourcen verschließen. Nicht für sich allein, sondern als Teil des Ganzen. 

Weiterführende Infos:

Die Prinzipien des Microsoft-Ansatzes

Immer, wenn wir als Unternehmen ein neues und komplexes gesellschaftliches Thema angehen, verschaffen wir uns zunächst fundierte Kenntnisse und definieren dann Prinzipien als Basis für unser weiteres Vorgehen. So sind wir bereits bei den Themen Datenschutz und ethischer Umgang mit künstlicher Intelligenz vorgegangen – und diesem Ansatz folgen wir nun auch, um unsere anspruchsvollen CO2-Ziele umzusetzen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass sieben Prinzipien bzw. Elemente entscheidend sind.

  1. Wissenschaft und Mathematik als Fundament. Wie nachstehend erläutert, stützen wir unsere Arbeit auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und auf die genauesten mathematischen Modelle.
  2. Verantwortung für unsere CO2-Bilanz. Wir übernehmen Verantwortung für alle CO2-Emissionen, die wir als Unternehmen ausstoßen. Bis 2030 sollen die Emissionen um mehr als die Hälfte reduziert werden. Zugleich wollen wir der Atmosphäre mehr CO2 entziehen als wir ausstoßen.
  3. Investitionen in neue Technologien zur CO2-Reduzierung und CO2-Beseitigung. Wir werden eine Milliarde US-Dollar in einen neuen Klimainnovationsfonds investieren. Damit wollen wir die Entwicklung von Technologien zur Verringerung von CO2 und zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre vorantreiben, die uns und der Welt helfen, CO2-negativ zu werden.
  4. Wir befähigen unsere Kunden weltweit, ihren CO2-Fußabdruck zu senken. Dafür werden wir Technologien entwickeln und bereitstellen, die sie dabei unterstützen.
  5. Effektivität und Transparenz. Wir werden jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen, in dem wir unsere Fortschritte auf Grundlage von strengen und weltweit gültigen Berichtsstandards transparent darlegen.
  6. Wir setzen uns für eine klimafreundliche Politik ein. Wir unterstützen politische Initiativen zur Beschleunigung der CO2-Reduzierung und der CO2-Entfernung aus der Atmosphäre.
  7. Wir binden unsere MitarbeiterInnen ein. Wir sind uns bewusst, dass wir unsere MitarbeiterInnen brauchen, wenn wir Innovationen vorantreiben wollen. Deshalb werden wir neue Möglichkeiten schaffen, wie sie sich einbringen können.

Zitate:

Elisabeth Köstinger:

„Digitalisierung in der Landwirtschaft eröffnet uns das Potential für noch höhere Lebensmittelqualität und Regionalität. Durch Precision Farming lassen sich Lebensmittel auch mit weniger Dünger und Pestizideinsatz produzieren. Das schont die Umwelt und den Ressourceneinsatz. Digitale Plattformen ermöglichen auch die Vernetzung der Konsumentinnen und Konsumenten mit Direktvermarktern und somit zu mehr regionalen Lebensmitteln – nicht zuletzt die Coronakrise war hier ein Katalysator. Und alle gewinnen dadurch: der Konsument kann auf regional produzierte, frische Ware zugreifen. Die kürzeren Transportwege wirken sich positiv auf das Klima aus. Und die Landwirte gewinnen durch die Direktvermarktung an Selbstbestimmung“

„Der Umbau des Wirtschaftssystems ist die größte Herausforderung unserer Generation. Wir müssen die Klimakrise global lösen, mit effizienterer Energiegewinnung durch beispielsweise Wasserstoff. Die österreichische Landwirtschaft operiert technologisch auf internationalem Höchstniveau. In Zukunft müssen wir alle noch besser gemeinsam zusammenarbeiten, um noch nachhaltiger zu werden.“

„Wenn wir über Digitalisierung reden und wie sie die Welt verbessern kann, muss man sagen, dass eine großflächig zugängliche und sichere Telekommunikationsinfrastruktur die Voraussetzung dafür ist. Das hat sowohl für den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich große Bedeutung aber bringt auch Chancengleichheit in den ländlichen Regionen.“

Alois Rosenberger:

„Wir brauchen die Technologie. Ohne sie wird die Lebensmittelversorgung in Zukunft nicht funktionieren.“

„Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist essenziell für eine nachhaltigere Wirtschaftsweise. Es ist eine Illusion, dass wir ohne technologische Unterstützung fähig sein werden, die ganze Welt zu ernähren. In ein paar Jahrzenten wächst die Weltbevölkerung auf 10 Milliarden Menschen an – da werden wir technologische Unterstützung benötigen, um nachhaltig und effizient Landwirtschaft betreiben zu können.“

„Es ist eine Illusion, dass man in einem Nationalpark sämtliche Lebensmittel für den Markt erzeugen kann. Wir können uns mithilfe der Technologie und verschiedener Prozesse möglichst der Natur annähern, aber die Ernährung der Weltbevölkerung ohne technologische Hilfsmittel wird, in Hinblick auf den Klimawandel, nicht funktionieren.“

Breakout Session Alpbach, Milborn und van de Kerkhof.

Robert van de Kerkhof:

 „Wir benötigen Technologie, um nachhaltig zu wirtschaften und den Planeten zu retten. Gleichzeitig sehe ich Technologie jedoch auch als Teil des Problems. Wir müssen als Industrie, aber auch als Konsumenten, bewusster werden im Umgang mit unseren Ressourcen. Dazu kann jede und jeder einen Beitrag leisten“

„Die Herausforderung ist das Ungewisse. Wir müssen unzählige Daten sammeln, interpretieren und diese für den richtigen Zweck nutzen. Wir machen aber konsequent einen Fehler, wenn wir jedes Jahr behaupten: es ist Fünf vor Zwölf. Es ist bereits Fünf nach Zwölf, wenn wir unseren Blick auf die immer sichtbareren Auswirkungen werfen. Die ganze Textilbranche muss sich ihrer Verantwortung bewusstwerden und auch handeln. Wir wünschen uns ein globales Ziel, für das die Politik den globalen, aber auch fairen Rahmen zügig schafft und an dem sich alle orientieren können und müssen.“

„Wir als Marktführer müssen eine Vorreiterrolle einnehmen und Verantwortung zeigen. Für unsere Industrie wünsche ich mir ein ‚Fair playing field‘, so dass wir alle angehalten und motiviert sind, die Technologie richtig und nachhaltig zu nutzen.“

Dorothee Ritz:

„Für Microsoft ist Nachhaltigkeit und Klimaschutz klar ein Fundament. Es geht also um das Essenzielle, etwas unbedingt Notwendiges, das fundamental für unsere Gesundheit, unser Glück und unsere Weiterentwicklung ist. Wir können ein Problem jedoch nur dann bewältigen, wenn wir es im Kern verstehen. Dafür braucht es die notwendigen, technologischen Ressourcen, um verlässliche Daten zu generieren.“

„Unser Nachhaltigkeitsziel ist nicht nur emmisionsfrei zu werden. Es geht darüber hinaus. Wir engagieren uns und unsere Partner, auch Abfallprodukte zu recyceln und den Energiebedarf so gering wie möglich zu halten. Als Teil der Allianz für Netto-Null arbeiten wir gemeinsam mit führenden Unternehmen auf globaler Ebene am Umbau der gesamten Wirtschaft in Richtung Netto-Null-Emissionen.“

„Neben der Entwicklung der notwendigen Lösungen, müssen wir zudem sicherstellen, dass es genug Fachkräfte gibt. Die digitale Weiterbildung ist ein vitaler Teil der Nachhaltigkeitsarbeit.Wir erreichen mehr, indem wir Expertisen verbinden. Die Technologie ist bereits vorhanden und muss am richtigen Ort zum Einsatz kommen. Deshalb haben wir Microsoft AI for Earth ins Leben gerufen, um den Forscherinnen und Forschern, die sich für den Erhalt unserer Erde einsetzen, die notwendigen technologischen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“

Quelle Statistik:

Wuppertal Institut + Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young), Studie: „Zwischenbilanz COVID-19: Umweltpolitik und Digitalisierung“ (https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/5089/)

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

Published on 27. Juli 2020

Eine Zukunft mit deutlich reduziertem CO2-Ausstoß und Unabhängigkeit vom Import fossiler Rohstoffe scheint zum Greifen nahe. Grund dafür ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) und der AVL List Gmbh mit dem Ziel, Europas innovativste Power-to-Liquid-Anlage zu errichten. Diese soll es ermöglichen, Wasserstoff in Verbindung mit Kohlendioxid in klimafreundliche, synthetische Brenn- und Kraftstoffe umzuwandeln.

Der große Vorteil synthetischer Brenn- und Kraftstoffe liegt darin, dass die energetische Nutzung im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral erfolgt. Somit würde damit eine massive Reduktion von Treibhausgasemissionen erreicht, ohne dabei auf Autos, Flugzeuge oder herkömmliche Heizungen verzichten zu müssen, denn: Eine Umrüstung bestehender Infrastruktur ist für die Verwendung nicht nötig. Auch die wirtschaftliche Rentabilität steht im Fokus: „Mit der von uns geplanten Anlage wird der Wirkungsgrad für die Erzeugung des synthetischen Brenn- und Kraftstoffes signifikant verbessert und so der Energieeinsatz an erneuerbarem Strom erheblich gesenkt“, erklärt Prof. Helmut List, CEO der AVL List GmbH. „Dadurch erzielt man auch deutlich niedrigere Herstellungskosten. Auf diesem Weg kann erneuerbare Energie kostengünstig, praxistauglich und effizient speicherbar gemacht werden.“

Österreich als Green Innovation Leader

Ein Umstand, durch den laut Jürgen Roth, Fachverbandsobmann Energiehandel WKO und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Wärme und Öltechnik, nicht „nur“ die Umwelt profitiert, sondern auch viele Bürger: „Österreich = Green Innovation Leader. Die Vision eines leistbaren, CO2-neutralen, flüssigen und genormten Brenn- und Kraftstoffes, 100 Prozent Made in Austria, wird mit unserer Pilotanlage Realität. Dadurch leisten wir unseren Beitrag zum Umweltschutz und sorgen gleichzeitig dafür, dass bewährte Technik weiterhin verwendet werden kann.“

Konzept der 1-MW-Pilotanlage.

Österreich möchte bis 2030 Strom bilanziell zu 100 Prozent erneuerbar produzieren. Der im Sommer durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen entstehende Energieüberschuss muss für den Winter gespeichert werden. Konkret wird beim PtL-Verfahren (Power-to-Liquid) dieser überschüssige Strom aus Solar- und Windenergie verwendet, um Wasserstoff herzustellen. Dieser wird zusammen mit Kohlendioxid mittels des Fischer-Tropsch-Verfahrens chemisch verflüssigt. Dadurch entstehen synthetische Brenn- und Kraftstoffe, welche wie Diesel und Heizöl sofort verwendbar sind oder weiterverarbeitet werden können, zum Beispiel zu Kraftstoff für Flugzeugturbinen.

Mehr Unabhängigkeit vom internationalen Rohstoffmarkt

Der Bau der PtL-Anlage ist vollständig ausfinanziert und soll bereits in 24 Monaten die Produktion von flüssigen, CO2-neutralen Energieträgern zu leistbaren Preisen ermöglichen. Auch Magnus Brunner, Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, sieht gewaltiges Potenzial bei diesem Projekt: „Mein Zugang ist, dass unsere ambitionierten Klimaschutzziele durch Technologieoffenheit und Innovation am effektivsten erreicht werden können. Durch neue Lösungsansätze ebnen wir den Weg in eine nachhaltige Zukunft und schaffen damit gleichzeitig einen entscheidenden Vorteil für den Wirtschaftsstandort. Österreich wird durch den Ausbau erneuerbarer Energieträger sowie durch solche innovativen Ansätze unabhängiger vom Import fossiler Rohstoffe.“

IWO und AVL planen den Aufbau einer 1-MW-PtL-Demoanlage, die über eine elektrische Anschlussleistung von 1 MW erneuerbaren Strom verfügt und zweistufig ausgeführt wird. In der ersten Stufe wird Wasserstoff auf Basis des innovativen SOEC-Prozesses mit mehr als 80 Prozent Wirkungsgrad erzeugt. Parallel dazu wird CO2 aus einem Industrieabgas bzw. aus einer Biogas/Biomasse Anlage abgeschieden. In der zweiten Stufe werden Wasserstoff und CO2 einer Fischer-Tropsch-Syntheseanlage zugeführt, in der synthetischer Kraftstoff in drei unterschiedlichen Fraktionen erzeugt wird. In Summe wird die 1-MW-Anlage ungefähr 500.000 L Dieseläquivalent pro Jahr produzieren. Aufgrund des hocheffizienten SOECProzesses und weiterer Optimierungen werden dafür um 20 bis 30 Prozent weniger erneuerbarer Energieinput benötigt.

Die Hochtemperaturelektrolyse wird dabei komplett von AVL entwickelt, während die Fischer-Tropsch-Synthese gemeinsam mit einem Partner realisiert wird. Der Aufbau der Gesamtanlage wird von einem österreichischen Anlagenbauer unterstützt. Die genaue Detailauslegung erfolgt aktuell in einer Konzeptphase, die kürzlich gestartet wurde. Diese Anlage wird im europäischen Kontext eine der ersten Versuchsanlagen für die industrielle Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen darstellen und einen neuen Benchmark bezüglich der Energieeffizienz definieren. Die Anlage soll in ungefähr zwei Jahren den Testbetrieb aufnehmen. Der Standort wird aktuell in der Konzeptphase untersucht und festgelegt.

Erzielbare Herstellkosten von synthetischen Kraftstoffen.

Wirtschaftlichkeit und Potenzial

Entscheidend für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen sind die erzielbaren Herstellkosten. Der mit Abstand wichtigste Einflussfaktor auf die Herstellkosten ist der Strompreis, gefolgt von den erzielbaren Betriebsstunden. Dank des in diesem Projekt verfolgten innovativen Technologieansatzes liegen die erzielbaren Herstellkosten um 25 bis 35 Prozent unter denen von konventionellen Verfahren, primär bedingt durch den geringeren Stromverbrauch des Hochtemperaturelektrolyse-Verfahrens. Unter der Annahme eines niedrigen, jedoch realistischen Strompreises zeigt sich, dass Herstellkosten im Bereich von 1€/l bzw. knapp darüber möglich sind. In einem österreichischen Kontext sind wahrscheinlich dezentrale Anlagen in einer Größenordnung von 30 bis 100 MW vorteilhaft, die an bestehende CO2-Quellen (idealerweise Biomasse- bzw. Biogasanlagen) gekoppelt werden. Für zentrale, große Anlagen sind enorme Mengen an CO2 notwendig, die schwierig lokal bereitgestellt werden können.

Das Potential zur Herstellung von synthetischen Kraftstoffen ist erheblich: Im Jahr 2030, unter Annahme des Zieles der Bundesregierung einer bilanziell zu 100 Prozent regenerativen Stromerzeugung, könnten allein durch Ausnutzung von Überschussstrom 240 Mio. l synthetischer Kraftstoff erzeugt werden. Dies entspricht Energie, die sonst verloren wäre und nicht genutzt werden könnte. Bezieht man dann auch noch das verbleibende Potenzial von erneuerbaren Energieressourcen (PV, Wind, Wasserkraft) in Österreich mit ein, könnten 1,7 Mrd l synthetische Kraftstoffe hergestellt werden. Dies würde bei Weitem den Bedarf der Luftfahrt, den heutigen Heizölverbrauch oder etwa 20 Prozent des gesamten heutigen Benzin- und Dieselverbrauchs abdecken.

Hinter den Kulissen: die beiden Partner

AVL ist das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und das Testen von Antriebssystemen (Hybrid, Verbrennungsmotoren, Getriebe, Elektromotoren, Batterien, Brennstoffzellen und Software) für Pkw und Nutzfahrzeuge, deren Integration in das Fahrzeug, stationäre Hochleistungs-Anwendungen sowie ADAS/Autonomes Fahren. AVL beschäftigt weltweit mehr als 11.500 Mitarbeiter. 2019 betrug der Umsatz 1,97 Milliarden Euro.

Das IWO ist die Interessensvertretung der Mineralölwirtschaft am Raumwärmemarkt. Zu den Aufgaben des Instituts für Wärme und Öltechnik zählen die Erforschung und Entwicklung von klimafreundlichen, flüssigen Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen und die Mitgestaltung des Transitionsprozesses von fossilen Brenn- und Kraftstoffen zu Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen.

75 Jahre Innovationsgeist: Fronius im Jubiläumsjahr

Published on 27. Juli 2020

Was vor 75 Jahren als Ein-Mann-Betrieb und einer einfachen Idee begonnen hat, ist heute aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Am 20. Juni 1945 unterzeichnete Firmengründer Günter Fronius folgende Bekanntmachung: „Im Hause der Gastwirtschaft ‚Rankleiten‘ habe ich eine Fach-Reparaturwerkstätte für Radio- und Elektrotechnik eingerichtet. Reparaturen von Geräten werden von mir jederzeit übernommen und in und außer Hause durchgeführt. Ich bitte die geehrten Kunden, sich mit vollem Vertrauen an mich zu wenden.“

Es war der Startschuss einer Erfolgsgeschichte, die bis heute Bestand hat und aktuell in dritter Generation weitererzählt wird. Ausgangspunkt war die Gemeinde Pettenbach, wo sich immer noch der Firmensitz von Fronius befindet. Hier lebte und arbeitete Günter Fronius, nachdem er eine alte Militärbaracke im Austausch für Reparaturarbeiten bekam. Zur damaligen Zeit war das Laden von Autobatterien keine Selbstverständlichkeit – ein Umstand, den er so nicht akzeptieren wollte. Der gelernte Elektrotechniker entwickelte eine Lösung, damit die Batterien länger verwendet werden können. „Das hat sich in der Gegend herumgesprochen und von da an war ich ausgelastet“, erinnert sich der 2015 in hohem Alter verstorbene Unternehmensgründer in einem Video. „Was wir sind und wofür wir stehen, fußt somit auf einem nachhaltigen Gedanken meines Großvaters“, sagt Fronius Geschäftsführerin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, die die Geschicke des oberösterreichischen Familienunternehmens seit 2012 leitet.

Mit einer Fach-Reparaturwerkstätte für Radio- und Elektrotechnik gestartet, sprach Günter Fronius mit seinen Batterielade- und Schweißgeräten bald eine große Zahl an Kunden an.

Schweißrevolution, Internationalisierung und Sonnenstrom

1950 erweiterte Günter Fronius das damalige Produktportfolio um Schweißtransformatoren. Auf dieser technologischen Basis wuchs Fronius in den folgenden Jahrzehnten zu einem stattlichen mittelständischen Unternehmen heran, das der Elektrotechniker 1980 an seine Kinder Brigitte Strauß und Klaus Fronius übergab. Diese leiteten einen Wachstums- und Internationalisierungskurs ein, der zur Gründung von Tochtergesellschaften in aller Welt führte. 1992 wurde zudem beschlossen, auf das „Zukunftsthema“ Sonnenenergie zu setzen.

„Wir wurden in diesem Zusammenhang sehr lange für Träumer gehalten und belächelt“, erinnert sich Engelbrechtsmüller-Strauß immer wieder gerne. „Das hat sich stark geändert – nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Klimaschutzpolitik. Was früher als alternativ galt, ist längst in sämtlichen Lebensbereichen angekommen, weshalb die Business Unit Solar Energy nun schon die Hälfte unserer gesamten Geschäftstätigkeiten ausmacht.“

Drei Business Units – eine Mission

Als Fach-Reparaturwerkstätte für Radio- und Elektrotechnik gestartet, hat Fronius heute drei Standbeine: Schweißtechnik, Photovoltaik und Batterieladetechnik. Darüber hinaus forscht das Unternehmen stets an modernsten Technologien, aus denen sich teils neue Geschäftsideen ableiten lassen. So unterschiedlich diese Gebiete auf den ersten Blick erscheinen mögen, so klar ist die seit 75 Jahren definierte Mission, die von mehr als 4.760 Fachkräften in 28 Ländern verfolgt wird: Elektrizität als Kraftstoff der Zukunft zu erforschen und zu kontrollieren. Fronius wandelt mit seinen Produkten Sonnenenergie in Wechselstrom um, führt batteriebetriebenen Intralogistikfahrzeugen neue Energie zu und nutzt Strom aus der Steckdose für revolutionäre Schweißprozesse. Ist der Grundgedanke auch gleich geblieben, die Zeit hat dennoch für grundlegende Veränderungen gesorgt. Fronius ist kein reiner Produktionsbetrieb mehr, sondern längst als Hightechunternehmen anerkannt. Sämtliche Produkte basieren auf hochkomplexen Softwarelösungen, Datenmanagementsysteme und Apps sorgen für benutzerfreundliche Lösungen.

Diese Form der Innovationskultur zieht sich wie ein roter Faden durch die 75-jährige Geschichte und hat dem Unternehmen unzählige Preise und Awards eingebracht. Das weltweit leichteste tragbare – und seit einigen Jahren wahlweise mit Lithium-Ionen-Akku ausgestattete – Elektroden-Handschweißgerät, Österreichs erste grüne Wasserstoff-Betankungsanlage oder der sogenannte Cold Metal Transfer, also das thermische Fügen von Stahl und Aluminium, sind nur einige Beispiele, die Fronius einzigartig machen. Insgesamt hält man bei 1.253 erteilten Patenten und ist somit einer der Innovationsführer auf dem Weltmarkt.

Fronius SOLH2UB: die erste innerbetriebliche Wasserstoff-Betankungsanlage Österreichs.

Und Covid-19?

„Trotz einer frühzeitigen Setzung von Maßnahmen haben sich Auswirkungen auf das Unternehmen ergeben“, berichtet COO Herbert Mühlböck. „Kontrollsysteme konnten entlang der gesamten Lieferkette installiert werden, die im Zusammenspiel mit unserem internen Risikomanagement die Abfederung negativer Auswirkungen unterstützen.“ Dank dieser Mechanismen konnten größere Auswirkungen verhindert werden. Mühlböck: „Eine Intensivierung relevanter Kommunikationskanäle unterstützt uns, Engpässe frühzeitig zu erkennen und in Zusammenarbeit mit der Produktionsplanung in der Fabrikssteuerung zu berücksichtigen, wodurch Stillstände weitestgehend vermieden werden können.“

Summa summarum blickt man bei Fronius im Jubiläumsjahr somit positiv in die Zukunft. Mühlböck: „Wir sind zuversichtlich, diese herausfordernde Zeit auch weiterhin gut zu meistern. Dennoch legen wir nach wie vor starken Fokus auf die Bewältigung der Situation. Unser internes Risikomanagement evaluiert auch in Zukunft laufend die Entwicklungen entlang unserer gesamten Supply Chain, um ehestmöglich auf etwaige Einflüsse reagieren zu können.“

Status als „TOP-Arbeitgeber“ bestätigt

Dass Fronius gut mit den Mitarbeitern „kann“, hat eine unabhängige Studie des Personaldienstleisters Randstad bestätigt, bei der Arbeitnehmer weltweit nach ihrer Meinung zu bekannten Unternehmen befragt wurden. Die Randstad Employer Brand Research 2020 hat die 150 größten Unternehmen des Landes untersucht. Mehr als 3.700 Österreicher haben dabei die Attraktivität der ihnen bekannten Unternehmen als Arbeitgeber bewertet.

Die Befragten in Österreich im Alter zwischen 18 und 64 stellten Fronius dabei ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Im Gesamtranking der attraktivsten Arbeitgeber Österreichs konnte Fronius auf Platz 3 vorrücken, nachdem man 2019 zum ersten Mal die Top 10 erreicht hatte. Unter den Industriebetrieben wurde Fronius außerdem bei den Studienteilnehmern zur Nummer 1 Arbeitgebermarke auserkoren.

Top Leader-Innovationen Made in Austria: 3D-Druck mit Industriestandards

Published on 15. Juni 2020

Weltweit ist es nun erstmals gelungen, cm-große Prüfkörper für Materialspezifikationen nach ISO-Standards mittels einer 3D-Drucktechnologie herzustellen, die auch eine Auflösung von 200 Nanometern erlaubt. Dem Innovationsführer für hochpräzisen 3D-Druck basierend auf 2-Photonen Polymerisation (2PP) , der UpNano GmbH aus Wien, gelang dieser industrierelevante Fortschritt unter Verwendung eines ihrer spezifischen Photopolymere auf ihrem kommerziell verfügbaren NanoOne-Drucker. So können nun Prüfkörper in der für ISO-Tests notwendigen Größe und Form hergestellt werden. Dieser Fortschritt ist auch Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Technischen Universität Wien (TU Wien). Bislang galt es für 2PP 3D-Drucker, die eine Auflösung im Nanometerbereich haben, als unmöglich, Bauteile drucken zu können, die so groß sind, dass sie für ISO-Standardtests verwendet werden können. Die patentgeschützte „Adaptive Auflösungstechnologie“ der UpNano macht dieses nun in Verbindung mit einem leistungsstarken Laser möglich – und damit die Herstellung von Nano- und Mikrobauteilen für Industrie und Hochschulen mit Materialien, die nach ISO-Standards spezifiziert sind.

Hochauflösender 3D-Druck erlaubt es, Bauteile herzustellen, die kleiner und präziser sind als dies mit irgendeinem anderen traditionellen Herstellungsverfahren möglich ist. Je bekannter allerdings das Potenzial dieser Technologie wird, desto mehr benötigen Industrie und Forschungseinrichtungen weltweit verlässliche Informationen zur Qualität der Vielzahl an unterschiedlichen Materialien, die für verschiedene Anwendungen verwendet werden. An solche Informationen zu gelangen erweist sich allerdings oft als schwierig, weil die meisten Standardverfahren zur Materialspezifikation Prüfkörper erfordern, die wesentlich größer sind als es mit 2-Photonen Polymerisation (2PP) gezeigt wurde. Doch jetzt gelang es dem Technologieführer für hochauflösenden 3D-Druck basierend auf 2PP, der UpNano GmbH (Wien), mit ihrem NanoOne-Drucksystem – das eine Auflösung im Nanometerbereich ermöglicht – Testkörper in der erforderlichen cm-Größe herzustellen.

Einer für alle(s)

„Dank unserer geschützten Adaptiven Auflösungstechnologie passt sich die Größe des Laserfokuspunkts an die erforderliche Geometrie des Bauteils und an die Auflösung an. Dies ermöglicht es den Anwendern eines NanoOne-Druckers, je nach Bedarf Probekörper mit 100 nm-Details oder auch in cm-Größe herzustellen“, erklärt Peter Gruber, Leiter Technologie und Mitbegründer der UpNano. „Wir haben nun die letztere Fähigkeit unseres Systems genützt, um Biegefestigkeits-Probekörper mit 2 cm Länge und Zugsfestigkeits-Probekörper mit 3,5 cm Länge zu drucken.“ Unter Verwendung des universell einsetzbaren Photopolymers UpPhoto konnte UpNano 30 Biegefestigkeits-Probekörper, mit unterschiedlichen Querschnitten, als Kleinserie auf einem einzigen Probenhalter in weniger als 10 Stunden herstellen und 12 Zugfestigkeits-Probekörper in einem Druckprozess mit einer standardisierten Geometrie in weniger als 9 Stunden drucken. Mit dieser Geschwindigkeit ist das NanoOne-System das schnellste derzeit auf dem Markt verfügbare hochauflösende 3D-Drucksystem. Überdies wird diese Anzahl an Prüfkörpern serielle Testungen mit statistisch soliden Ergebnissen und so die Materialprüfung nach ISO-Standards möglich machen.

Die „Adaptive Auflösungstechnologie“ von UpNano ermöglicht erstmals Materialspezifikation nach ISO.

„Der Mangel an standardisierten Materialien ist ein ernsthaftes Hindernis beim Einsatz hochleistungsfähigen 3D-Drucks für industrielle Anwendungen. Dezentralisierte Produktionsprozesse der weltweiten Industrie sowie Gewährleistungsrechte basieren auf Standards und Normen. Wenn das eigene Material oder Gerät in dieses ausgefeilte System nicht hineinpasst, dann mag es zwar für Prototypen geeignet sein, aber nicht für die serielle Produktion,“, betont Bernhard Küenburg, Geschäftsführer der UpNano, die Wichtigkeit des Innovationsfortschritts, den das Unternehmen erzielt hat.

Die UpNano ist in der Lage, die Anforderungen der technischen Industrie zu erfüllen – und stärkt dadurch ihre Position als Innovationsführer im aufstrebenden Markt für Hochleistungs-3D-Druck – eine Position, die sie sich durch die Entwicklung und den Verkauf des schnellsten 2PP 3D-Drucksystems erarbeitet hat, das einen bis zu hundertmal schnelleren Durchlauf für kurze Produktionszyklen als andere auf dem Markt befindliche Systeme aufweist.

Mit lebenden Zellen drucken

Die technischen Fähigkeiten des NanoOne-Systems sind für die Anforderungen der technischen Industrie geeignet, bedienen aber überdies auch jene von Forschungseinrichtungen. Erst kürzlich verkaufte UpNano ein Drucksystem an die Medizinische Universität Wien. Hier wird das System für verschiedene Forschungszwecke eingesetzt. Der Einsatz des sogenannten UpBio Photopolymers ermöglicht es, mit dem NanoOne-Drucksystem auch filigrane Strukturen, die in der biomedizinischen Forschung als Gerüste, Membranen oder Mikrokanäle benötigt werden, herzustellen. Dieses spezielle Photopolymer ermöglicht den 2PP 3D-Druck von eingebetteten, lebenden Zellen und ist somit für die biomedizinische Forschung ideal geeignet.

Durch die gleichwertige Berücksichtigung der Bedürfnisse von Industrie und Forschung treibt die UpNano Möglichkeiten und technische Fähigkeiten kontinuierlich weiter voran. Eine fokussierte in-house Forschung in Kooperation mit der TU Wien und ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Industrie werden die Position der UpNano als Innovationsführer auf dem Markt weiter stärken.

Hinter den Kulissen

Im September 2018 als Spin-Out der TU Wien gegründet, ist die UpNano ein in Wien ansässiges Hightech-Unternehmen mit Fokus auf Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung von hochauflösenden 3D Druck-Systemen, die auf 2 Photonen-Polymerisation basieren. Mit ihrem ersten kommerziellen Produkt, dem NanoOne-Drucksystem, können Mikropartikel mit Strukturdetails bis zu 200 nm Auflösung gedruckt werden. Aufgrund des sehr schnellen Druckprozesses ist auch die Herstellung von Teilen bis zur Größe von mehreren Zentimetern realisierbar.

Mit dem NanoOne-Drucksystem können Mikropartikel mit Strukturdetails bis zu 200 nm Auflösung gedruckt werden.

Szenenwechsel zu Covid-19: 3D-Druck gegen das Virus

Wiener Universitäten, die Wiener Stadtwerke und der Krankenanstaltenverbund (KAV) entwickeln in einem Forschungsprojekt Filtereinheiten für Cov-2-Virus Pandemie Atemschutzmasken. Die Gehäuse werden mittels 3D-Druck erstellt und die Masken wurden von Ärzten der MedUni Wien sowie der Berufsfeuerwehr in Wien dem Praxistest unterzogen. Die Schutzmasken wurden bereits vom Österreichischen Forschungs- und Prüfinstitut (OFI) positiv getestet. Sie finden somit Einsatz in hochsensiblen Bereichen. Auf der Intensivstation sowie in allen Bereichen, wo es Kontakt mit hochinfektiösen Patienten gibt, sollen sie den höchsten Schutz vor Ansteckungen bieten. Auf Basis der Vorlage wird demnächst die Massenproduktion in Österreich umgesetzt.

Die Unternehmen der Stadtwerke haben zu dem Zweck eng mit der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien zusammengearbeitet. Die Konzernbereiche Facilitycomfort, Wiener Netze, Wien Energie und die Wiener Linien haben ihre 3D-Drucker auf Hochtouren laufen lassen, um Prototypen zu drucken, weiterzuentwickeln und fertigzustellen. „Auf Grundlage des Forschungsprojekts können wir demnächst Schutzmasken in Österreich produzieren, die höchsten Schutz vor Ansteckungen bieten“, so die zuständige Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, Ulli Sima. Die Konstruktionspläne und 3D-Daten für die Filtereinheiten stammen aus der Arbeitsgruppe von Markus Aspelmeyer an der Fakultät für Physik der Universität Wien, die Montage der Prototypen erfolgte in den Labors von Wolfgang Drexler an der MedUni Wien. Die 3D-Daten wurden an ‚Sparox‘, einem Innovationsprojekt der Wien Energie, geschickt, das einerseits ein Online Marktplatz für Ersatzteile im Energiesektor, andererseits auch auf 3D-Druck spezialisiert ist. „Wir haben mit ‚Sparox‘ großes Know-how im Bereich 3D-Druck. Es ist großartig, dass wir helfen können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren sofort bereit, mitzumachen und bei dem Forschungsprojekt an vorderster Front dabei. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Wiener Stadtwerke Generaldirektor Martin Krajcsir.

3D-Drucke zur Eindämmung des Virus

Masken zum Schutz des medizinischen Personals sind am Weltmarkt Mangelware und wenn, dann derzeit nur zu exorbitant hohen Preisen verfügbar. Mithilfe der entwickelten Filtereinheiten wird es demnächst möglich sein, Cov-2-Virus Pandemie Atemschutzmasken in Massenproduktion in Österreich herzustellen. Die Unternehmen der Wiener Stadtwerke nutzen ihre 3D-Drucker vielseitig, um das Corona-Virus einzudämmen. Die Wiener Linien drucken für ihre MitarbeiterInnen Gesichtsschutzmasken, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Das Schutzschild besteht aus einem PETG-Kunststoff, der besonders robust ist. Mehrere hundert Stück wurden bereits produziert.

Die Wiener Netze produzieren für einen sicheren Bürobetrieb Halterungen für Plexiglasscheiben, die den Büroräumlichkeiten angepasst sind, um dadurch Ansteckungen am Arbeitsplatz zu vermeiden. Weiters statten sie die Kantinen ebenfalls mit speziellen Halterungen aus dem 3D-Druck aus.

Austro-Start-Up forscht auf Weltniveau

Published on 18. Mai 2020

Das 2017 von Michael Lukesch gegründete Biotech-Unternehmen Valanx Biotech konnte sich eine sechsstellige Seed-Beteiligung eines Syndikats bestehend aus IST cube, tecnet equity und SOSV aus den USA sichern. Hinzu kommt eine Förderungsfinanzierung durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Höhe eines siebenstelligen Betrags. Valanx Biotech ist am – mit dem IST Austria verbundenen – Technologiepark IST Park angesiedelt und entwickelt auf Basis eines patentierten Ansatzes eine hochspezifische Technologieplattform. Diese ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Herstellung von genau definierten Protein-Wirkstoffkonjugaten sowie Peptidkonjugaten. Die Technologie soll in der Arzneimittelentwicklung, Diagnostik und Biosensorik ihre Anwendung finden.

CEO Michael Lukesch: „Mit unserer Technologie werden wir Pharma- und Biotechnologieunternehmen unterstützen, Proteinwirkstoffe rascher und zuverlässiger herzustellen. Durch unseren Prozess werden Proteinkonjugate in ihrer molekularen Zusammensetzung genau definiert, was in der Produktion und auch in der Wirkstoffsicherheit einen signifikanten Vorteil bietet. Viele Impfstoffe sind Proteinkonjugate. Die jüngsten pandemischen Ereignisse zeigen zweifellos das außerordentliche Potential unseres Zugangs auf.“

Synthetische Biologie

Mit den neuen Investoren hat Valanx ein umfangreiches (inter-)nationales Netzwerk an Bord geholt. „Zusammen mit der Erweiterung unseres Teams und der Besiedelung unseres neuen Labors im erst kürzlich eröffneten IST Park in Klosterneuburg leitet dieses Investment eine neue Phase in unserer Entwicklung ein“, sagt Lukesch. „Nun wollen wir unsere revolutionäre Technologie der Proteinkonjugation so schnell wie möglich zur Marktreife entwickeln und gezielt auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse hin anpassen.“

(v.l.n.r) Alexander Schwartz (IST cube), Markus Wanko (IST Austria Park), Michael Lukesch (Valanx), Dores Agneter (tecnet) und Christian Laurer (tecnet)

Der Schwerpunkt der nächsten Monate wird auf der Optimierung der Technologie sowie auf dem Ausbau der Kontakte zu Industriepartnern liegen.

Dazu der Lead Investor IST cube: „Valanx setzt innovative Techniken aus der Synthetischen Biologie ein, um kreative Lösungen für ein bislang ungelöstes Problem der Kunden in der Pharmaindustrie und darüber hinaus anzubieten. Mit unserem Investment unterstützen wir das hohe Potenzial der Valanx-Technologie und das starke Team unter der Leitung von Michael Lukesch. Gerade jetzt zeigt sich, dass wissenschaftsbasierte Startups dringend benötigte Lösungen bieten. IST cube setzt seine Arbeit mit Startups auch in der Krise mit vollem Engagement fort.“

Doris Agneter, CEO von tecnet equity: „VALANX verspricht, die Konjugate als Werkzeug für völlig neue Anwendungen der Industrie einsetzbar zu machen. Wir schaffen als Investor das Umfeld, dass diese disruptive Technologie ihr volles Potenzial entwickeln kann. Gemeinsam mit IST Cube und SOSV ermöglichen wir Entwicklungsarbeit auf Weltniveau“.

Hinter den kapitalen Kulissen

IST cube ist ein Investment Fund, der vom Institute of Science and Technology Austria gemeinsam mit weiteren Investoren ins Leben gerufen wurde. IST cube fokussiert auf Startups mit akademischem Hintergrund, sowie junge High-Tech-Unternehmen in Österreich, denen Finanzmittel in frühen Entwicklungsphasen, sowie Anschlussfinanzierungen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus bringt IST cube internationales Know-how in der Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen in seine Portfolio-Unternehmen ein.

tecnet equity ist mit einem Fondsvolumen von rund 50 Millionen Euro einer der führenden Eigenkapitalgeber für Frühphaseninvestments in Österreich. tecnet finanziert junge Technologieunternehmen und Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen durch Venture Capital. Die Unterstützung geht weit über das finanzielle Investment hinaus. Mit persönlichem Engagement, einem internationalen Netzwerk und langjähriger Erfahrung begleitet tecnet seine Portfolio-Unternehmen zum Erfolg. Als klassischer Early Stage Investor ist tecnet seit vielen Jahren ein aktiver Teil der österreichischen Startup-Szene.

Gratis zu den Bits und Bytes kommen

Published on 4. Mai 2020

Mit digitalen Lösungen von ABB können Unternehmen ihre Produktionslinien aus der Ferne verwalten sowie die installierten Robotersysteme mit optimaler Leistung und wenig menschlicher Interaktion weiterbetreiben.

Bis Jahresende 2020 stellt der ABB-Geschäftsbereich Robotik und Fertigungsautomation die wichtigsten seiner Software-Lösungen etwa für Zustandsüberwachung und -diagnose oder Anlagenverwaltung sowie Tools zur Ferndiagnose und -überwachung von Produktionslinien, auf denen wichtige Versorgungsgüter hergestellt werden, kostenlos zur Verfügung.

Gratis zum digitalen Zwilling

Ein Beispiel dafür ist die Simulations- und Offline-Programmiersoftware RobotStudio, die eine vollständige digitale Nachbildung physischer Anlagen ermöglicht (= „digitaler Zwilling“). Mit dem Offline-Programmiertool können Nutzer eine komplette Roboterinstallation in einer virtuellen 3D-Umgebung erstellen, simulieren und testen, ohne die tatsächliche Produktionslinie unterbrechen zu müssen. Sämtliche Funktionen von RobotStudio, einschließlich aller PowerPacs und CAD-Konverter, Digital Twin sowie Virtual Reality-Sitzungen, sind ab sofort kostenlos verfügbar.

Zum Thema „Elektrifizierung“

Für viele Unternehmen besteht gerade jetzt eine besondere Herausforderung darin, kritische Betriebsabläufe aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig der Personalbestand vor Ort auf ein Minimum reduziert wird, um die Sicherheit für die Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Deshalb sind bei ABB jetzt diverse Softwarelösungen für Energie- und Anlagenmanagement kostenlos verfügbar:
  • Ability Electrical Distribution Control System (EDCS): digitale Energiemanagement-Plattform, mit der Betriebe bis zu 30% Betriebskosten einsparen können.
  • ABB Ability Backup-Management für elektrische Systeme – DataCare: Ermöglicht den einfachen Austausch technischer Informationen über Schutz- und Steuerrelais, um notwendig werdende Anpassungen und Modernisierungen mit geplanten Wartungen bestmöglich zu koordinieren und so die betriebliche Effizienz zu maximieren.
Des Weiteren erlässt ABB die Gebühren für drei neue Gebäudeautomationslösungen, welche die Sicherheit durch Ferndiagnose und -wartung erhöhen:
  • Building Care Service und Dali Manager
  • Videostreaming und -speicherung
  • Remote Lock Release

https://new.abb.com/products/robotics/de

Eine Geschichte garantiert ohne Virus

Published on 20. April 2020

Die Meldung war dem deutschen Staatsfernsehen eine Meldung in den Abendnachrichten wert: Mit Auslaufen des Wärmeliefervertrags nach Ende der Heizperiode hat Verbund den Kohlebetrieb im Fernheizkraftwerk Mellach südlich von Graz dauerhaft eingestellt und damit die Ära der Kohleverstromung in Österreich definitiv beendet. Die Schließung des letzten Kohlekraftwerks ist ein historischer Schritt: Unser Land steigt damit endgültig aus der Verstromung von Kohle aus und macht einen weiteren Schritt zum Ausstieg aus fossilen Energien. Bis 2030 soll Österreich zu 100 Prozent auf Ökostrom umgestellt werden. „Das Energiesystem wird sauber, leistbar und vor allem sicher umgebaut“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. „Das bringt uns auch wirtschaftliche Unabhängigkeit: Wir geben derzeit zehn Milliarden Euro für Importe von Kohle, Öl und Gas aus.“

Österreich zeigt mit der Schließung des letzten Kohlekraftwerks den Weg in eine nachhaltige Zukunft und wird zum Vorbild für andere in Europa. Der Umbau des Standortes zu einem Innovationsgelände ist ein gutes Beispiel, wie der Weg aus der fossilen Energiewelt hin zu einer innovativen und erneuerbaren Zukunft passieren kann.

Das letzte Kohlekraftwerk produzierte 34 Jahre lang Strom und Wärme für die steirische Landeshauptstadt Graz und kann künftig bei Bedarf kurzzeitig mit dem Brennstoff Erdgas für die überregionale Stromnetzstützung eingesetzt werden. „Am Weg von Old zu New Economy bleibt Mellach ein wichtiger Standort für uns, der ideale Voraussetzungen zur Entwicklung von Zukunftstechnologien bietet“, sagt Verbund-CEO Wolfgang Anzengruber.

Wolfgang Anzengruber, Verbund CEO Wolfgang Anzengruber.

Standort für die Energiezukunft

Mellach, zentral südlich von Graz gelegen und mit Anbindung über Straße, Schiene und Stromnetz, wird zum Innovations-Hub entwickelt: Mit Hotflex wurde eine Pilotanlage für Hochtemperaturelektrolyse und Brennstoffzellenbetrieb errichtet, bei der Strom in Wasserstoff umgewandelt wird. Auch großvolumige Batteriespeicher werden für den Einsatz als Pufferspeicher zum Beispiel bei Ultraschnellladestationen für die E-Mobilität am Standort getestet.

Mit der Einstellung des Kohlebetriebs im Fernheizkraftwerk Mellach ist Verbund vollständig aus der Kohleverstromung ausgestiegen. In den vergangenen 15 Jahren wurden alle Kohlekraftwerksblöcke wie etwa in Dürnrohr, Voitsberg, Zeltweg oder St. Andrä stillgelegt. Die noch älteren Ölkraftwerke wie etwa Neudorf-Werndorf oder Pernegg wurden bzw. werden bis zur „grünen Wiese“ rückgebaut.

Ein kurzer Blick zurück

Das Fernheizkraftwerk wurde von 1983 bis 1986 errichtet und konnte neben einer elektrischen Leistung von 240 Megawatt auch bis zu 230 Megawatt thermisch als Fernwärme vor allem für den Großraum Graz erzeugen. Seit der Inbetriebnahme im Dezember 1986 standen Kessel und Dampfturbine insgesamt etwa 180.000 Betriebsstunden lang im Einsatz. 34 Jahre lang lieferte das Fernheizkraftwerk etwa 80 Prozent der gesamten in Graz benötigten Fernwärme. Die zuverlässige Wärmelieferung aus Mellach bildete die Basis für den forcierten Ausbau der Fernwärmeversorgung in und südlich von Graz, was zu einem signifikanten Rückgang des Schadstoffausstoßes durch Einzelheizanlagen im Großraum der steirischen Landeshauptstadt führte.

Das Fernheizkraftwerk Mellach wurde bis zuletzt als hocheffiziente Kraftwerksanlage mit modernster Rauchgasreinigung betrieben und erzeugte in 34 Betriebsjahren mehr als 30 Milliarden Kilowattstunden Strom sowie 20 Milliarden Kilowattstunden Fernwärme. Verbund wird die Kraftwerksanlage für die Anforderungen der sogenannten Engpassvermeidung auf der Brennstoffbasis Erdgas betriebsbereit halten. Das Kraftwerk kann somit bei Bedarf kurzzeitig zur überregionalen Stromnetzstützung abgerufen werden. In dieser Funktion steht auch das benachbarte Gaskombikraftwerk Mellach regelmäßig im Einsatz.

Digital aktiv

Published on 15. April 2020

Digitales und mobiles Arbeiten sind spätestens seit Mitte März Realität in Österreich, stellen aber auch viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, die 99 Prozent von Österreichs Wirtschaft ausmachen, sind notwendige digitale Werkzeuge noch nicht verfügbar. Um Unternehmen, aber auch Arbeitnehmer, noch besser unterstützen zu können, bietet XING kostenlose Funktionen, aber vor allem Know How für Partner und Unternehmen.

„Jetzt braucht es rasche Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, um sie in ihrem Digitalisierungsprozess zu unterstützen. Bei vielen muss das nun viel schneller gehen als in ‚normalen Zeiten‘. Daher stellen wir unkompliziert und direkt ein Package zur Verfügung, das nicht lange erklärt werden muss und mit dem die Unternehmen arbeiten können“, sagt Kristina Knezevic, Country Managerin XING Österreich.

Alle Unternehmen und Institutionen, die aktuell systemrelevantes medizinisches Fachpersonal suchen, können XING Stellenanzeigen ab sofort kostenfrei nutzen und mit potenziellen Kandidaten rasch und digital in Verbindung treten. „Wir unterstützen in diesem so wichtigen Recruiting Prozess mit unserem XING Stellenmarkt, damit relevante Stellen rasch besetzt werden können“, so Knezevic. Zusätzlich können sich alle Unternehmen auch insbesondere für die Zeit nach der Krise rüsten und sich eine geeignete Bewerberdatenbank aufbauen. Alle Angebote unter: https://landing-recruiting.xing.com/coronahilfe/

Digitale Kundenakquise gratis

Gerade im Bereich Vertrieb hat sich der Arbeitsalltag radikal durch die Corona Krise geändert. Kundenakquise funktioniert in herausfordernden Zeiten am besten – und fast nur – digital. Mit dem digitalen Starterkit von XING wird die Akquise und deren Organisation vereinfacht. Dazu stehen Whitepaper drei Monate lang gratis zur Verfügung und XING ProBusiness kann 30 Tage kostenlos genutzt werden. Ebenso stehen die XING Event Tools für 3 Monate ohne Kosten zur Verfügung, mit denen auch digitale Events organisiert und verwaltet werden können. Unterstützt und auf die Tools eingeschult werden XING Kunden durch kostenlose Live-Webinare.

Damit aus „physical distancing“ nicht „social distancing“ wird, können alle XING Basis Mitglieder verlässlich über XING mit Kollegen, Kunden und Partnern Kontakt halten und bis Ende April die Premium Funktionen kostenlos in Anspruch nehmen, die es erlauben, auch Nachrichten an Nicht-Kontakte zu senden sowie das Netzwerk rasch und unkompliziert zu erweitern.

Auch ein kostenloses Unternehmensprofil – die digitale Visitenkarte für Unternehmen – kann einfach erstellt werden, sodass die Unternehmen, vor allem Kleinstunternehmen und EPUs, von Partnern und potenziellen Arbeitnehmern schnell gefunden werden können.

Darüber hinaus werden zahlreiche Online-Events und kostenlose Trainings im XING Eventmarkt unter https://www.xing.com/events angeboten und auch die XING News Redaktion bietet aktuellen Content unter https://www.xing.com/news

XING kooperiert sowohl mit der Initiative des Wirtschaftsministeriums „Digital Team Österreich“ als auch mit der „Internetoffensive Österreich“, dem Thinktank der Digitalwirtschaft, und stellt seine kostenlosen Tools und Leistungen auch über diese zur Verfügung. Zusätzlich vergibt XING über das „Digital Team Österreich“ 1.000 Gutscheine für eine 3-monatige Premiummitgliedschaft und über die „Internetoffensive Österreich“ können Unternehmen digitale Eventmanagement-Tools für 3 Monate gratis nutzen.

https://landing-recruiting.xing.com/coronahilfe