Kategorie: IMMO

Smartes Wohnen anno 2040

Published on 2. November 2020

Smarte Technologien werden das Wohnen in den kommenden zwei Jahrzehnten radikal verändern – dies prognostiziert der international renommierte Zukunftsforscher Ray Hammond in seinem Report „Super Smart Living – The Mid-21st-Century Home“.

Biometrie und Gesichtserkennungssoftware sollen künftig mehr Sicherheit gewährleisten; zudem werde es den Bewohnern – noch stärker als bereits heute – von überall her möglich sein, ihr Zuhause zu kontrollieren; die entsprechenden Daten werden ihnen via Schnittstelle an ein Medium ihrer Wahl übermittelt. Dies können smarte Kontaktlinsen, Brillen, tragbare Projektionsgeräte oder Bildschirme sein. Auf der anderen Seite werden entsprechend an die Stelle der klassischen Einbrecher in Zukunft immer öfter Hacker treten: Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) werden diese sich nicht mehr über das Fenster, sondern über das Heimnetzwerk Zugang zu dem Haus oder der Wohnung verschaffen – die Datensicherheit wird daher immer wichtiger.

Gesichtsscanner statt Wohnungsschlüssel? Biometrie gehört die Zukunft und soll mehr Sicherheit gewährleisten.

Wohlig mit guter Ökobilanz

Bewohner werden auch jederzeit verschiedenste Daten abrufen können, um die Raumtemperatur besser zu regeln; die Steuerung von Luftqualität und Energieverbrauch erfolgt automatisch auf Basis der Klima- und Wettervorhersagen.

Darüber hinaus sollen smarte Technologien für deutliche Energieeinsparungen von bis zu 75% sorgen. Ebenso wird der Wasserverbrauch auf ein Drittel der heute in einen durchschnittlichen Haushalt üblichen Menge reduziert werden.

Komfort dank Robotern

„Alltägliche Aufgaben im Haushalt werden in zwei Jahrzehnten hauptsächlich von Robotern übernommen, deren Präsenz zur Normalität wird“, ist Hammond überzeugt. Roboter-Chefköche zaubern dann exzellente Gerichte auf den Tisch, die Temperatur miteinander vernetzter Öfen und Herde wird über eine Fernsteuerung reguliert.

Der smarte Kühlschrank überprüft Frische und Qualität der darin enthaltenen Lebensmittel und sorgt auch dafür, dass fehlende Produkte gleich nachgekauft werden; auch die automatische Bezahlung ist damit verknüpft.

Wichtiges zu Hause drucken

Mit 3D-Druckern kann in Zukunft laut Hammond jeder Gegenstände zum eigenen Gebrauch zu Hause fabrizieren.

Und es kommt noch besser, glaubt man Hammond: Der Standard für drahtlose Kommunikationstechnologie wird im Jahr 2040 demnach 7G sein, eine 100.000fach schnellere Technologie als sie heute bei der Übertragung riesiger Datenmengen zum Einsatz kommt.

Kleidung, Spielsachen, Sportzubehör oder Werkzeuge kann dann per 3D-Drucker jeder zu Hause für den eigenen Gebrauch fabrizieren. Und sogar Häuser und Wohnungen könnten vor Ort in Einzelteilen gedruckt und von einem Team von Robotern zusammengesetzt werden. Der große Vorteil: Dadurch würden rund 60% günstigere Unterkünfte geschaffen und der in vielen Städten herrschende Wohnungsmangel wäre endlich überwunden.

Feine Freizeitmöglichkeiten

Auch für außergewöhnliche Unterhaltung muss im Jahr 2040 das Haus nicht mehr verlassen werden. Interaktives virtuelles Entertainment wird durch viele smarte Services geboten: Der Wohnbereich verwandelt sich in ein großes holografisches Kino. Ein Zusammenspiel von Virtual Reality, Augmented Reality und holografischen Technologien ermöglicht realistische und interaktive Spiele, Sport, atemberaubende Reisen oder spezielle Bildungsaktivitäten.

Vernetzte Steuerung von Hauselektronik als Vorstufe zu den futuristischen Visionen.

Manche Prognosen Hammonds mögen zwei Jahrzehnte bevor sie Wirklichkeit werden noch sehr futuristisch wirken; Easy Living als Vorstufe zu smartem Wohnen ist aber bereits jetzt für viele Menschen präsent …

Willkommen im neuen Heim, BUWOG!

Published on 20. Oktober 2020

Auch die Corona-Krise konnte die Fertigstellung des neuen Kunden- und Verwaltungszentrums der BUWOG nicht stoppen: Nach insgesamt rund 25 Monaten Bauzeit und nur wenigen Wochen Verzögerung haben Anfang Juni die ersten Mitarbeiter unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien das neue Bürogebäude in der Rathausstraße 1 im ersten Wiener Gemeindebezirk bezogen. Das von der ARGE Schuberth Schuberth/Stadler Prenn/Ostertag entworfene Gebäude am Standort des ehemaligen Rechenzentrums der Stadt Wien präsentiert sich als moderne Arbeitswelt, die auch Kunden zum Wohlfühlen einlädt.

„Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 hat sich die BUWOG zum aktivsten privaten Wohnbauträger Österreichs entwickelt – darauf sind wir sehr stolz. Wir haben uns für den Standort in der Rathausstraße entschieden, um einerseits für unsere Kunden sowie für unser Team zentral erreichbar zu sein. Andererseits setzen wir mit der prominenten Standortwahl ein Zeichen, das unserem Ruf als erfolgreiches Wiener Wohnbauunternehmen gerecht wird“, so Daniel Riedl, Vorstandsmitglied der Vonovia SE und verantwortlich für das gesamte BUWOG-Geschäft in Österreich, über den Neubau. Andreas Holler, für das Development verantwortlicher Geschäftsführer der BUWOG Group GmbH: „Wir haben hier im Herzen von Wien einen architektonischen Blickfang geschaffen, mit dem die Marke BUWOG noch lange Zeit in Verbindung gebracht werden wird.“

Die BUWOG ist Österreichs stärkste Marke im Bereich „Wohnen“.

Sobald es die Corona-bedingten Umstände wieder zulassen, empfängt ein mit Bibliothek und gemütlichen Sitzmöglichkeiten ausgestatteter Wartebereich in der Eingangshalle die Kunden. Der Kunden- und Vertriebsbereich verfügt über bequeme Sofas, eine Kinderspielecke und im Showroom werden Interessierten unterschiedliche Ausstattungsmuster präsentiert. Vom Raumkonzept bis zum Schreibtisch – alles ist hochmodern und entspricht dem neuesten Stand der Technik. Offene, helle Flächen mit viel Glas prägen die Arbeitsumgebung ebenso wie Besprechungszonen und Rückzugsmöglichkeiten. Die Kombination aus Begegnungszonen und ruhigen Arbeitsplätzen lässt viel Freiraum für Kreativität und Innovation, fördert damit die Unternehmenskultur und schafft neue Chancen. Hinzu kommt die optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sowie die ausgezeichnete Infrastruktur in der Umgebung. Ein Supermarkt befindet sich direkt im Gebäude, Apotheken und gastronomische Angebote in unmittelbarer Nähe.

Gesundheit am Arbeitsplatz

Die mit dem Gütesiegel für familieundberuf ausgezeichnete BUWOG legt auch im neuen Kunden- und Verwaltungszentrum Priorität auf Gesundheit und Sicherheit sowie die ausgewogene Work-Life-Balance der Mitarbeiter. Um ihrem Anspruch als familienfreundlicher Arbeitgeber gerecht zu werden, wurde im neuen Bürogebäude ein Familienbüro mit zwei Arbeitsplätzen eingerichtet: Es verfügt über einen Spielebereich, der Kindern unterschiedlicher Altersgruppen Unterhaltungsmöglichkeiten bietet. Eltern können ihrer Arbeit nachgehen und wissen dabei ihre Schützlinge sicher aufgehoben. Büromöbel wie höhenverstellbare Schreibtische entsprechen ergonomischen Anforderungen und hochmoderne Tageslicht-Stehlampen spenden angenehmes Licht, das über Bewegungsmelder gesteuert wird. Darüber hinaus versorgt das neue Bistro das BUWOG-Team täglich mit frischgekochten Speisen aus Großteils regionalen Produkten.

Bereits bei der ersten Entwurfsplanung wurde dem schonenden Umgang mit Ressourcen größter Wert beigemessen. Anstatt das frühere Bestandsgebäude einfach abzureißen, wurde das ehemalige Rechenzentrum der Stadt Wien in mehreren Etappen und in enger Zusammenarbeit mit BauKarussel, zurückgebaut. Gemeinsam mit der ReUse-Plattform „Harvest Map“ wurden sämtliche wiederverwertbare Bauteile, inklusive Möbel und Innenausstattung, gezielt einer neuen Funktion zugeführt. Letztlich konnten rund 90 Prozent des Gebäudes über eine Aufbereitungsanlage als Sekundärrohstoff in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Der Neubau wurde mit Augenmerk auf den Einsatz nachhaltiger Baumaterialien sowie auf das Produkt- und Chemikalienmanagement für gesunde Raumluft entwickelt. bauXund begleitete die Ausführung und stellte die Integration der bauökologischen Vorgaben des Bauvorhabens, der ÖGNI- Kriterien, für alle Subunternehmer-Leistungen sicher. Das neue Kunden- und Verwaltungszentrum der BUWOG erhielt bereits das Gold-Vorzertifikat der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen). Ziel ist nach Fertigstellung des Projekts die ehest mögliche, endgültige Auszeichnung des Projektes mit dem Level „Gold“.

Architektur, die sich sehen lassen kann

Das neue Kunden- und Verwaltungszentrum der BUWOG fügt sich optimal in den Standort des früheren „Glaspalastes“ ein. Bei der Planung des Baukörpers durch die ARGE Schuberth Schuberth/Stadler Prenn/Ostertag wurde darauf Bedacht genommen, dass die Sichtachse von der Josefstädterstraße zum Stephansdom erhalten bleibt. Arkaden rund um das Gebäude erhöhen zudem die Attraktivität für den Fußgängerverkehr. Für die Gestaltung der Innenräume zeichnet das Architekturbüro Atelier Heiss verantwortlich. „Gemeinsam mit der Arge und dem Atelier Heiss ist es uns gelungen, ein Bürogebäude zu entwickeln, das von außen wie von innen Stil und Leichtigkeit versprüht. Damit schaffen wir die Basis für ein angenehmes Arbeitsklima sowie eine Wohlfühlatmosphäre für unsere Kunden“, so Andreas Holler. „Unser Generalunternehmer, in diesem Fall die STRABAG, hat hier Großartiges geleistet, um unsere Vision zu realisieren.“

Der für das BUWOG-Geschäft in Österreich zuständige Vonovia-Vorstand Daniel Riedl.

Bis auf Weiteres wird es aufgrund des Coronavirus im neuen Kunden- und Verwaltungszentrum keine persönlichen Kundentermine geben; die Mitarbeiter werden in einer Art Schichtbetrieb den Bürobetrieb nach den vergangenen Monaten im Home-Office langsam wieder hochfahren. „Wir können es aber kaum erwarten, unsere Kunden sowie unsere Geschäftspartnerinnen und -partner hoffentlich bald in der Rathausstraße begrüßen zu dürfen“, meint Daniel Riedl.

Sechster Markendiamant in Folge

Nahezu gleichzeitig mit der Übersiedlung siegte die BUWOG bei den European Real Estate Brand Awards zum sechsten Mal in Folge als stärkste Marke im Bereich Residential Development. Für das Ranking der erfolgreichsten Immobilienmarken untersucht das European Real Estate Brand Institute europaweit die Top-Player der Immobilienbranche. In diesem Jahr wurden bei der größten Verbraucherstudie dieser Art über 196.000 Personen zur persönlichen Erfahrung mit über 1.000 Immobilien-Marken befragt. Mit einem gemessenen Brand-Value von 93,04 steigerte die BUWOG ihren Markenwert gegenüber dem Vorjahr und setzte sich in der Kategorie „Strongest Brand Residential Developer“ für Österreich durch.

Die jährlich durchgeführte Studie liefert wissenschaftlich abgesicherte valide Daten zur Markenpositionierung. Aus den abgebildeten Ergebnissen lassen sich wesentliche strategische Handlungsempfehlungen ableiten. Das European Real Estate Brand Institute evaluiert bei der größten wissenschaftlich anerkannten Markenwert-Studie über 1.000 Immobilienunternehmen auf 45 europäischen Märkten. Als Berechnungsbasis dient ein Markenwertmodell, das empirisch, wissenschaftlich, valide, qualitative und quantitative Methoden verbindet.

Vor den Vorhang, Wiener Neustadt!

Published on 20. Oktober 2020

Im Zentrum von Wiener Neustadt – unmittelbar angrenzend an den Stadtpark – entsteht in den kommenden Jahren ein lebendiges und nachhaltiges neues Stadtquartier mit einem diversifizierten Mischnutzungskonzept. Klemens Hallmann, Gründer und Alleineigentümer der HALLMANN HOLDING, hat gemeinsam mit seiner 100%igen Tochtergesellschaft SÜBA AG sowie mit dem renommierten Architekturbüro Moser Architects einen intensiven Planungs- und Evaluierungsprozess gestartet und sich ein hohes Ziel gesetzt: Eine innovative Quartiersentwicklung mit höchsten Standards für Qualität und Nachhaltigkeit, die Bedürfnisse der Menschen in Wiener Neustadt erfüllen soll.

Das Gelände an der Lederergasse 31 war vom 16. Jahrhundert bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts vor allem eines: ein Ort des sozialen Miteinanders. Während der städtische Brauhof mit seinem weitläufigen Garten und mehreren Sälen viel Platz zum Verweilen bot, war auch der Stadtpark seit jeher ein besonderer Erholungsraum für die Menschen vor Ort. Nachdem ab 1969 nur mehr große Handelsunternehmen auf dem Gelände ansässig waren, bekommen die Wiener Neustädter das Areal nun wieder zurück.

„Wir lassen die ursprüngliche, soziale Bedeutung des Areals wiederaufleben und geben den Wiener Neustädtern einen Teil ihrer Stadt zurück. Durch einen diversifizierten Nutzungsmix mit modernem Wohnraum, großzügigen öffentlichen Plätzen und attraktiven Einkaufs- sowie Gastronomie-Möglichkeiten wollen wir starke nachhaltige Akzente im Herzen der Stadt setzen und ein einzigartiges architektonisches Landmark-Projekt gestalten. Damit ermöglichen wir einen Mehrwert für die Stadt selbst und für ihre Bevölkerung. Überdies setzen wir für das Land Niederösterreich richtungsweisende Impulse bei der Stadtentwicklung“, erklärt Hallmann. Er hat das Potenzial des zentral gelegenen urbanen Areals erkannt und war federführend bei der gesamten Projektentwicklung.

Nach abgeschlossenem Widmungsverfahren wird das Projekt ehestmöglich eingereicht. Nach Vorliegen des Baubewilligungsbescheids wird unverzüglich mit dem Bau begonnen. Vom Startschuss der Bauarbeiten weg wird die Fertigstellung des gesamten Stadtquartiers rund drei Jahre benötigen. Das Projektvolumen umfasst ca. 200 Mio. Euro.

Klaus Schneeberger (Bürgermeister Wiener Neustadt), Marius Moser (CEO Moser Architects) Heinz Fletzberger (Vorstand SÜBA AG).

Starker Impuls für die zukünftige Stadtentwicklung

„Das Wohnen per se hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert“, meint Hallmann. „Mittlerweile verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit, Wohnen und Freizeit und es bedarf ganzheitlicher Konzepte, die diesen veränderten Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen. Diese Erkenntnisse lassen wir selbstverständlich auch in unsere Planungen hier in Wiener Neustadt einfließen.“

Im Rahmen der innovativen Quartiersentwicklung wird eine Nettonutzfläche von 55.000 m2 auf einer Grundfläche von 23.000 m2 neugestaltet. Neben einem diversifizierten Wohnungsmix bildet ein vielfältiges Bildungsangebot ein wesentliches Key-Asset des Projekts. Ein musischer Bildungscampus, bestehend aus einem Kindergarten, einer Volksschule, einer Neuen Mittelschule sowie einem auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Konzertsaal, macht das Projekt vor allem auch für junge Familien interessant. Abgerundet wird das neue Stadtquartier durch attraktive Einkaufsmöglichkeiten, ein umfassendes Ärztezentrum, kleinformatige Gastronomie-Flächen, einladende Fitnessbereiche sowie moderne Büroflächen sowohl im Erdgeschoss als auch auf den Dächern. Die öffentlich nutzbaren Angebote nehmen 44% der Gebäudefläche ein. Durch die vielseitige und zukunftsträchtige Mischnutzung wird das Prestige-Projekt nicht nur einen großen Beitrag für die Menschen in Wiener Neustadt leisten, sondern darüber hinaus die zukünftige Stadtentwicklung aktiv mitgestalten.

Cleverer Wohnungsmix für alle Generationen

Insgesamt werden rund 600 Wohneinheiten realisiert – inklusive Balkons, Terrassen oder Privatgärten. Der Wohnungsbereich wird 56% der Gebäudeflächen umfassen. Der durchdachte Wohnungsmix richtet sich dabei sowohl an junge als auch an ältere Menschen und reicht von Micro-Apartments bis hin zu betreutem Wohnen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 25 und 85 m2. Besondere Bedeutung hat auch die Leistbarkeit für die Verantwortlichen: „Die Grundrisse werden bei dem Projekt entsprechend flexibel geplant, wodurch wir den Menschen für jede Lebensphase den richtigen Wohnungstyp anbieten können. Dabei werden sie in Abhängigkeit zum Preis und der Kaufkraft gestellt, um so vor allem auch leistbar zu bleiben. Es werden Mietwohnungen ebenso wie Eigentumswohnungen angeboten“, erklärt Heinz Fletzberger, Vorstand der SÜBA AG.

„Das vorliegende Projekt ist für die Stadt Wiener Neustadt gleich aus mehreren Gründen von immenser Bedeutung“, bestätigt Bürgermeister Klaus Schneeberger. „Erstens zeigt es, wie innovative Stadtentwicklung in Zukunft ablaufen wird: Wir verdichten bereits versiegelte Flächen im Stadtkern und können dadurch Grünräume erhalten. Zweitens schaffen wir mit dem Quartier neuen Wohnraum in der Innenstadt und sorgen damit für erhöhte Frequenz, was wiederum direkt dem Handel zugutekommt. Und drittens können wir mit dem Kindergarten, der Volks- und Mittelschule, sowie der Musikschule Platz für wichtige öffentliche Einrichtungen schaffen, wodurch wir auch die Qualität der Aus- und Weiterbildung vor allem unserer Kinder massiv erhöhen. Im Rahmen der nun folgenden Ausstellung können sich die Bürger noch vor der Realisierung aktiv einbringen und selbst auch Vorschläge machen.“

Heinz Fletzberger (Vorstand SÜBA AG) und Klemens Hallmann (Gründer und Alleineigentümer der Hallmann Holding.

CO2-Reduktion durch Einsatz innovativer Technologien

Auch die Nachhaltigkeit wird im Rahmen des smarten Mischnutzungskonzepts bei dem Landmark-Projekt großgeschrieben. Durch den Einsatz innovativer Technologien wie beispielsweise der Betonkernaktivierung, bei der über das Grundwasser, Erdwärmesonden und Wärmepumpsysteme die Gebäudedecken als Wärme- und Kältespeicher eingesetzt werden, wird der CO2-Fußabdruck maßgeblich reduziert.

In Kombination mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen und Grünstrom sowie den angestrebten klimaaktiv- und Greenpass-Zertifizierungen untermauern die Projektentwickler rund um Klemens Hallmann eindrucksvoll die ökologische Verantwortung, der sie bei diesem Projekt nachkommen. Die grüne Handschrift zeigt sich außerdem auch in puncto Bodenschutzstrategie: Die Liegenschaft ist derzeit zu 100% versiegelt und wird im Zuge der Neuentwicklung des Areals und im Sinne einer zukunftsfähigen Raumordnung zu entsiegeltem, urbanem Raum umgewandelt.

Darüber hinaus spielt die Begrünung des Areals eine zentrale Rolle in der Quartiersentwicklung. Neben dem unmittelbar angrenzenden Stadtpark sorgen großzügige Grünflächen mit beschatteten Sitzgelegenheiten, vertikale Gärten und begrünte Dächer für eine willkommene Erholungsmöglichkeit im urbanen Raum. Ergänzt wird dieses Green Building-Konzept durch eine klimaschonende autofreie Zone. Hierfür wird eine unterirdische, ein- und zweigeschossige Tiefgarage mit ca. 900 Parkplätzen, E-Ladestationen, Fahrradstellplätzen sowie Carsharing-Angeboten geplant. Zusätzlich wird das bestehende, infrastrukturelle Angebot der Umgebung um eine Bushaltestelle im Bildungscampusbereich erweitert. Der Einsatz innovativer, energieeffizienter Technologien wird überdies bei den neuen Wohnungen für im Vergleich deutlich günstigere Betriebskosten sorgen.

Neuinterpretation bestehender architektonischer Merkmale

Bei der Gestaltung des Stadtquartiers gehen die Projektentwickler bewusst auf die vorhandenen architektonischen Gestaltungsmerkmale ein, um das Areal nahtlos in die Umgebung einzubetten. Dabei sind neben der traditionellen österreichischen Dachform mit kleinteiliger Deckung vor allem Erker als prägnante Ausbuchtung der Fassade und schattenspendende sowie witterungsgeschützte Arkaden von Bedeutung und werden im Zeitgeist von Morgen neu interpretiert.

„Bei einem Projekt dieser Dimension ist es unabdingbar, auf die vorhandenen Strukturen einzugehen und auch das große Ganze – also das bestehende Ortsbild – im Blick zu haben. Durch die Neuinterpretation der traditionellen Elemente brechen wir das mögliche Volumen auf, um qualitative Aufenthaltsbereiche im Innen- und Außenraum entwickeln und Durchblicke, Einblicke und inszenierte Räume kreieren zu können. Durch die Höhenstaffelung der einzelnen Baukörper in Kombination mit viel Grün in Form von Rasenflächen und schattenspendenden Bäumen haben Klemens Hallmann und ich gemeinsam ein stimmiges Gebäudeensemble geschaffen, das die öffentlichen Plätze perfekt akzentuiert und einen identitätsstiftenden Mehrwert für alle Bewohner bietet“, so Marius Moser, CEO der Moser Architects, über die gestalterische Identität des Projekts.

Integration der Stadtbevölkerung als Erfolgs Momentum

Nicht nur bei der ganzheitlichen Planung des Projekts gehen die Projektentwickler auf die Bedürfnisse der Wiener Neustädter ein, sondern auch bei der Namensfindung. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs mit den Schulen und Bildungsstätten Wiener Neustadts wird die Stadtbevölkerung aktiv miteinbezogen und zur Namensgebung animiert. Dabei werden die besten Namensvorschläge mit hochwertigen Preisen, die den jeweiligen Klassen direkt zugutekommen, prämiert.

„Bei der Planung und Entwicklung dieses Landmark-Projekts in Wiener Neustadt stehen die Anliegen und Bedürfnisse der Bewohner an oberster Stelle“, verspricht Klemens Hallmann. „Mit der Quartiersentwicklung wollen wir aus dem Areal, das in den vergangenen Jahren primär als Wirkungsstätte großer Handelskonzerne gedient hat, wieder einen nachhaltigen, zukunftsorientierten, pulsierenden und modern gestalteten Lebensraum machen, in dem sich die Menschen über Generationen hinweg wohl fühlen können.“

Hinter den Kulissen

Klemens Hallmann ist ein österreichischer Unternehmer und Investor. Die von ihm gegründete HALLMANN Corporate Group ist eine der großen österreichischen Unternehmensgruppen mit Schwerpunkt auf Immobilien und Unternehmensbeteiligungen. Klemens Hallmann ist Alleineigentümer und Aufsichtstrat der SÜBA AG, einem seit über 39 Jahren erfolgreichen Bauträger. Zudem ist Hallmann Kernaktionär und Aufsichtsrat bei MagForce AG, einem auf dem Gebiet der nanotechnologisch unterstützten Krebstherapie führenden Unternehmen, sowie Kernaktionär der auf digitale Finanzberatung spezialisierten JDC Group.

Neben den oben genannten Beteiligungen ist Klemens Hallmann Aufsichtsrat und Großaktionär der PANTAFLIX AG sowie der Film House Germany AG und deren Tochtergesellschaften Summerstorm Entertainment und Egoli Tossell Film New GmbH sowie Executive Producer mehrerer internationaler Kinofilme.

Die HALLMANN HOLDING ist seit über 20 Jahren in der Entwicklung und Adaptierung qualitativ hochwertiger Immobilien-Projekte in Österreich, Europa und weltweit sowie als Investor tätig. Einen der Schwerpunkte bilden der Erwerb von Luxusimmobilien, Zinshäusern und die Revitalisierung von Liegenschaften. In Österreich zählt sie mittlerweile zu einem der großen unabhängigen Akteure auf diesem Gebiet.

Zinshäuser unter der Lupe – und ein Blick auf die Wiener Stadtentwicklung

Published on 18. September 2020

Die Covid-19-Pandemie hat den Wunsch nach Sicherheit verstärkt. Investoren haben ihre Strategie angepasst und setzen auf weniger Risiko, während private Käufer mehr Eigenkapital einbringen und finanzielle Mittel von anderen Anlageformen abziehen.

Diese Faktoren lassen die Nachfrage am Zinshausmarkt dynamisch steigen. „Wir erwarten ein sehr gutes Zinshausjahr – um ein Rekordjahr vorauszusagen, ist es jedoch noch zu früh“, erklärt Investmentmakler Markus Arnold von Arnold Immobilien.

Starke Nachfrage beflügelt Preise

Besondere Nachfrage besteht in der Bundeshauptstadt. Seit dem Frühling haben sich hochwertig sanierte und gut vermietete Häuser um zehn Prozent verteuert. „Denn Investoren wollen sich um nichts mehr kümmern müssen“, meint Arnold. Das schlägt sich auf die Einstiegspreise nieder: Wenn alles passt, werden für Häuser in Topqualität und -lage derzeit Spitzenpreise bezahlt. Im besonderen Fokus stehen die Bezirke eins bis neun, wobei Häuser in Szenevierteln alles toppen. Außerhalb des Gürtels wird es deutlich billiger.

Im vergangenen Jahrzehnt sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise um rund 140 Prozent gestiegen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Rendite beim Zinshausinvestment fast völlig in den Hintergrund gerückt ist. Laut Markus Arnold geht es vielmehr darum, Geld in einen sicheren Hafen zu bringen.

Hohe Renditen bei Landzinshäusern

Außerhalb Wiens besteht die größte Nachfrage in Oberösterreich und in der Steiermark, wobei sich das Interesse eher auf die Landeshauptstädte fokussiert. Lokale Investoren hingegen greifen auch außerhalb von Linz und Graz zu. Diese „Landzinshäuser“ bringen aufgrund der absolut niedrigen Preise mehr Rendite: „In Wels beispielsweise sind das immerhin zwischen drei und vier Prozent“, schildert Arnold.

Übrigens verzeichnet die Berliner Niederlassung von Arnold Immobilien eine ähnliche Situation wie in Österreich: Berlin und andere deutsche Landeshauptstädte boomen. Sekundärstädte locken mit günstigen Renditen und Preisen.

Derzeit wird auch von internationalen Investoren das heimische Zinshaus stark nachgefragt. Aufgrund des strengen Mietrechtsgesetzes kommt eher der Neubau infrage, berichten die Arnold Immobilien-Niederlassungen aus Berlin, Bratislava, Prag und Budapest. Das größte Interesse verzeichnen derzeit die neuen Niederlassungen in Mailand und Madrid, wo die Corona-Pandemie die größten Eruptionen hervorgerufen hat. „In unsicheren Zeiten kann der Immobilienstandort Österreich ganz besonders punkten“, resümiert Arnold.

Immobilienwerte mit Blick in die Zukunft

Ganz generell unterliegen Immobilien unterliegen dynamischen Prozessen, daher macht es einen großen Unterschied, wenn auch ihr zukünftiges Potenzial berücksichtigt wird. „Die klassischen Parameter für die Ermittlung des Wertes einer Immobilie wie z.B. Bausubstanz, Lage, Anbindung an den öffentlichen Verkehr etc., orientieren sich an der Gegenwart“, erklärt Markus Arnold – inwieweit etwa Zwischengeschoße, Anbauten, Umwidmungen und Ähnliches vorgenommen werden können. Ein zusätzlicher Hebel, gerade in dynamisch wachsenden Städten wie Wien, kommt von der Stadtentwicklung und Raumplanung. „Wenn diese beiden Faktoren abgebildet werden, sind deutlich höhere Werte zu erzielen.“

Wien wächst, jedoch nicht alle Teile profitieren davon gleichermaßen. Arnold: „Während es mancherorts boomt, prägen immer häufiger auch Leerstände, besonders in den innerstädtischen Lagen, das Stadtbild.“ Diese Entwicklung wird durch den Onlinehandel noch beschleunigt – Grund genug für die Stadt Wien, diesem Trend mit dem STEP-Fachkonzept entgegenzuwirken. Dessen Zielsetzung besteht darin, die Attraktivität der Geschäftsstraßen zu sichern und in den neuen Stadtteilen der Bundeshauptstadt lebendige Zentren zu schaffen. Die Verkaufsflächen beispielsweise sind zwischen 2006 und 2014 in den peripheren Lagen um ein Drittel gewachsen, stagnieren hingegen in den klassischen Einkaufsstraßen. Deshalb soll in den städtischen Lagen der Bestand erneuert und durch Gestaltungsmaßnahmen – etwa im öffentlichen Raum – attraktiver werden. Für dezentrale Einkaufszentren oder Fachmarktzentren sind klare Beschränkungen geplant – ohne gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr geht künftig gar nichts mehr.

Auswirkungen des Wachstums

Die Herausforderungen aufgrund des Wachstums der Stadt werden auch vor dem Hintergrund der Pandemie weiterhin bestehen. Bis 2044 wird ein Bevölkerungszuwachs von rund 20 Prozent erwartet. Für die Bezirke 10, 11 und 20 bis 22 wird sogar ein Wachstum von bis zu 27 Prozent vorausgesagt. Die extremen Preisentwicklungen für Wohnen haben auch bis ins Umland durchgeschlagen, was den sogenannten Suburbanisierungstrend verstärkt hat.

Der Schlüsselfaktor für eine funktionierende und attraktive bauliche Entwicklung der Stadt, auf den hinkünftig gesetzt wird, ist die Grundstücksmobilisierung. „Anhand der zukünftigen Entwicklung Wiens kann man erahnen, in welchem dynamischen Umfeld sich Immobilien vielfach befinden“, sagt Jakobus Schlager, Leiter der Akquisition bei Arnold Immobilien. Die Immobilienbewertung versucht, den Wert einer Immobilie zu einem bestimmten Stichtag zu ermitteln. Jedoch fällt dieser ermittelte Wert meist geringer aus als der reale Marktpreis. Per Definition gelten Immobilien als „unbeweglich“. Fließt bei der Immobilienbewertung das Know-how der Stadtentwicklung mit ein, macht das einen deutlichen Unterschied.

„Ein weiterer wichtiger Aspekt steckt vielfach im Gebäude selbst, inwieweit eine Liegenschaft in eine andere Nutzung umgewandelt werden kann“, erklärt Schlager. Manchmal kann ein Hotel in ein Wohngebäude umgewandelt oder ein altes Bankgebäude zu einem Hotel entwickelt werden. Wenn sich beide Liegenschaften in Wien oder in einer anderen boomenden Region befinden, so lässt das den deutlichen Wertunterschied erahnen

Auch in den ländlichen Räumen können Liegenschaften ungeahntes Potenzial entfalten, wenn etwa ältere Fachmärkte in ein Logistiklager für den boomenden Onlinehandel umgenutzt werden. Arnold Immobilien versucht diese Veränderungen in und um die Immobilie mit ihrem Konzept der „Dynamischen Liegenschaftsbewertung“ möglichst umfassend abzubilden. „Dafür haben wir die Kompetenz und die Augen und Ohren für unsere Kunden am Markt, um den wahren maximalen Wert einer Liegenschaft zu erzielen“, sagt Markus Arnold.

Betongold bleibt beständig – Immobilien bleiben krisenfest

Published on 11. August 2020

Kaufpreise für Wohnungen am heimischen Markt sind spürbar gestiegen. Mietobjekte in Wien sind hingegen im internationalen Vergleich leistbar. In Städten wie Luxemburg, Paris und London mietet es sich deutlich teurer. Welche Folgen die Corona-Krise auf den Immobilienmarkt hat, wird sich zwar erst zeigen – jedoch dürfte Covid-19 laut den Experten keine signifikanten Auswirkungen auf die Eigenheimpreise haben.

Im Schnitt kostet der Wohnungs-Quadratmeter hierzulande bei Erstbezug 4.176 Euro. Das entspricht rund zehn durchschnittlichen Bruttojahresgehältern für eine 70 m2-Wohnung. Die Alpenrepublik liegt damit im europäischen Ländervergleich auf dem dritten Platz. In Wien müssen sogar durchschnittlich 4.868 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. In Tschechien sind die Wohnungspreise in Relation zum durchschnittlichen Bruttojahresgehalt am höchsten: Eine 70 m2-Neubauwohnung kostet dort mehr als elf Bruttojahresgehälter.

„Diese Preisentwicklung ist immer noch auf das günstige Zinsumfeld, die bisher steigenden Baukosten und die wachsende Beliebtheit von Immobilien als Anlageform zurückzuführen“, erklärt Gabriele Etzl, Partnerin bei Jank Weiler Operenyi/Deloitte Legal.

Eigentum in Frankreichs Hauptstadt am teuersten

Paris bleibt mit 12.863 Euro pro Quadratmeter beim Wohnungskauf die teuerste europäische Stadt. Städte wie Luxemburg mit 9.565, München mit 8.250 und London mit 7.699 Euro pro Quadratmeter zählen ebenfalls zu den teuren Pflastern in Europa.

Laut aktuellem Deloitte Property Index zeichnet sich außerdem ein anhaltend starkes Stadt-Land-Gefälle ab. In fast allen analysierten Ländern liegen die Wohnungspreise in den Ballungszentren deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. Ausnahmen bestätigen aber die Regel: In Graz werden Verkaufspreise unter dem Bundesdurchschnitt erzielt (85 Prozent).

Moderate Mietpreise in Wien

Im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten ist Wien eine leistbare Mieterstadt. Hier kostet der Quadratmeter durchschnittlich 9,90 Euro. Zum Vergleich: In Luxemburg müssen Mieter mit 30,70 Euro pro Quadratmeter rechnen, in Paris sind es im Schnitt 28,30 Euro.

„So teuer Eigentum hierzulande ist, so leistbar ist das Mieten“, kommentiert Etzl. „Bei einer Stadt mit einer hohen Lebensqualität wie Wien ist es bemerkenswert, dass sich die Mietpreise noch auf einem erschwinglichen Niveau halten können. Ein Grund dafür ist sicherlich die preisdrückende Wirkung im Vollanwendungsbereich des österreichischen Mietrechtsgesetzes sowie geförderter Wohnbau.“

Immobilienmarkt in Covid-19-Zeiten

Derzeit lassen sich laut Deloitte noch keine handfesten Prognosen hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die heimischen Mietpreise stellen. Es ist damit zu rechnen, dass zahlreiche Wohnungen, die vor der Krise noch über Online-Plattformen touristisch vermietet wurden, nun langfristig regulär vermietet werden. Das würde den Preisdruck weiter erhöhen.

Auf Kaufpreise wird die Krise laut den Deloitte Experten allerdings kaum Auswirkungen haben. „In der letzten Rezession hat der Rückgang der Bautätigkeit in Kombination mit niedrigen Finanzierungskosten und nachfolgendem wirtschaftlichem Aufschwung die Wohnimmobilienpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben“, erinnert Etzl. „Dieses Mal ist es anders: Die Projektentwickler sind auf Komplikationen besser vorbereitet. Trotz Verzögerungen bei der Genehmigung von Bauvorhaben dürfte es zu keinem signifikanten Ausfall der Bautätigkeit kommen.“

Ein Blick in die (Immo-)Glaskugel

Gemeinsam mit der EBS Wirtschaft und Recht hat der globale Immobiliendienstleister Savills vier Hypothesen erstellt, wie die Post-Covid-19-Immobilienwelt aussehen könnte.

Sobald die kurzfristigen Verwerfungen der Krise überwunden sind, dürfte der Immobilienmarkt über alle Nutzungsklassen hinweg Aufwind erfahren.

An der Asset-Klasse Immobilien führt weniger denn je ein Weg vorbei

„Flight-to-safety“ ist das Gebot der Stunde in unsicheren Zeiten wie diesen. Fehlende Anlagealternativen, gestiegene Risikoprämien für Staatsanleihen, eine verlängerte Nullzinspolitik und ein langfristiges Inflationsrisiko – ausgerechnet diese düsteren Wolken über der Wirtschaft und den Finanzmärkten könnten die Asset-Klasse Immobilien umso heller strahlen lassen. Denn sie bieten das, was durch Konkurrenzprodukte wie Anleihen nicht mehr erzielt werden kann: Attraktive Renditen. Zudem sind sie vergleichsweise sicher. Sobald die kurzfristigen Verwerfungen der Krise überwunden sind, dürfte der Immobilienmarkt über alle Nutzungsklassen hinweg Aufwind erfahren.

Wohnimmobilien werden noch attraktiver

Wohnimmobilien bieten in vielerlei Hinsicht Sicherheit: Auf der einen Seite schaffen sie Lebens- und Rückzugsräume für Menschen und stillen damit existenzielle Grundbedürfnisse, auf der anderen Seite stellen sie genau deshalb weitestgehend wertstabile Kapitalanlagen dar. Die Wohnungsmieten sind ein Ausdruck dieser Sicherheit, da sie voraussichtlich auch im Zuge der Covid-19-Pandemie und der zu erwartenden Rezession vergleichsweise stabil bleiben. In Krisenzeiten ist das Begrenzen von Risiken bei vielen Investoren oberstes Gebot. Gleichzeitig ist der Anlagedruck bei vielen Investoren nicht kleiner geworden und Renditen für risikoarme Kapitalanlagen, wie etwa Staatsanleihen, befinden sich auf einem Rekordtief. Das Wohnsegment kommt dieser Gemengelage entgegen und dürfte für Investoren noch interessanter werden.

Wohnimmobilien bieten in vielerlei Hinsicht Sicherheit.

Hinzu könnte kommen, dass die Pandemie und ihre Begleiterscheinungen wie gewachsene Homeoffice-Strukturen den Status der Wohnung als existenzielles, nicht substituierbares Gut sogar noch stärken und infolgedessen zu einem höheren Wohnflächenbedarf führen.

Flexible Workspaces gewinnen an Bedeutung

Die Corona-Pandemie könnte den Büromarkt langfristig drastisch verändern. Viele Menschen wurden im Zuge der Krise an das räumlich flexible Arbeiten herangeführt. Der Wunsch, in Zukunft ebenfalls räumlich flexibler zu arbeiten, dürfte langfristig nicht nur den Trend zum Homeoffice, sondern auch zu Flexible Workspaces begünstigen. Sie könnten als Instrument für das Gewinnen und Halten von Mitarbeitern genutzt werden, da ein Hybrid-Modell, welches das Arbeiten sowohl im Büro als auch in Flexible Workspaces in Wohnnähe erlaubt, attraktiv sein könnte.

Das Angebot an Flexible Workspaces könnte einer solchen Nachfrage zügig folgen, da sie sich durch geringe Markteintrittsbarrieren auszeichnen. Seit Beginn der Pandemie haben dies auch andere Akteure erkannt: Hotels bieten leere Zimmer als Arbeitsplatz an, obsolete Einzelhandels- und Gastronomieflächen stellen weiteres Potenzial für eine Nachnutzung als Flexible Workspace dar.

Größer, grüner, günstiger: Die Peripherie wird gestärkt

Die Krise hat bereits nachhaltige Verhaltensänderungen hervorgerufen und als Digitalisierungsbeschleuniger gewirkt. Wird auch nach der Pandemie vielerorts an mobilen Arbeitskonzepten festgehalten, haben betroffene Mitarbeiter eine größere Entscheidungsfreiheit bei der häuslichen Standortwahl. Gleichzeitig steigen die Relevanz einer eigenen Büro- und Arbeitsfläche und der Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum, sodass Randbezirke und periphere Stadtlagen aufgrund ihrer günstigeren Bodenpreise an Attraktivität gewinnen.

Auch kleinere Städte könnten demnach eine Aufwertung erleben, wenn es zu sinkenden Distanzkosten bei der Wohnortwahl kommt. Zudem nimmt die Sensibilität für Sicherheit und Freiraum zu. Eine dezentralere Stadtentwicklung wäre die Folge. Für den Immobilienmarkt könnte dies vor allem im Wohnsegment vielseitige und neue Chancen eröffnen. Ein guter Anfang wäre dabei eine Orientierung an den drei G’s „größer, grüner und günstiger“.

Sonniges Branchenklima in der Bauwirtschaft

Published on 6. März 2020

Auch im Vorjahr war die Bauwirtschaft einer der wachstumsstärksten Sektoren in Österreich. Mit neun Prozent preisbereinigt hatte die Bauwirtschaft im Jahr 2018 das stärkste Umsatzwachstum seit 15 Jahren, im Gesamtjahr 2019 wurde ein immer noch beachtliches Umsatzplus im Bereich von vier bis fünf Prozent real erreicht; allein bis September legte der Umsatz preisbereinigt um sieben Prozent zu, mit ähnlich hohen Zuwächsen im Hoch- und im Tiefbau. Und im November 2019 ist das Geschäftsvertrauen in allen Sparten sogar weiter gestiegen. Im Hochbau signalisierten die Vertrauenswerte, dass die Neubautätigkeit langsam von den Adaptierungsarbeiten als Impulsgeber abgelöst wird – eine Entwicklung, die sich 2020 wahrscheinlich fortsetzen wird. Voraussichtlich wird der Wohnungsneubau auch 2020 zulegen, und auch die Tiefbauunternehmen beurteilten ihre Auftragslage im November deutlich besser als in den Vormonaten. Die Wachstumsaussichten der Sparte sind auch über die ersten Monate 2020 hinaus positiv, Grund ist die zu erwartende lebhafte Entwicklung der Straßen- und Tunnelbauinvestitionen.

Auch der Wohnungsbau wird 2020 voraussichtlich zulegen.

Das überdurchschnittlich hohe Beschäftigungswachstum von vier Prozent in den ersten elf Monaten 2019 ist ein Spiegel der anhaltend erfreulichen Baukonjunktur. Die Zahl der Arbeitsplätze hat sowohl im beschäftigungsintensiven Hochbau als auch im Tiefbau in ähnlich hohem Ausmaß zugelegt. Inzwischen wurde die gute Baukonjunktur durch das ungewöhnlich warme Winterwetter zusätzlich unterstützt: In der Bauwirtschaft ist die saisonbereinigte Arbeitslosenquote tendenziell stark sinkend und mit 8,2 Prozent im Jänner 2020 um einen ganzen Prozentpunkt tiefer als im Vorjahr. Die Bauwirtschaft, die einen Beschäftigtenanteil von rund sieben Prozent hat, sorgt derzeit für ein Viertel des Beschäftigtenanstiegs und ist für fast 50% des Rückgangs an Arbeitssuchenden in Österreich verantwortlich.

Grenzenlose Erfolgsbeispiele

Der Branchenleader Strabag profitiert von der anhaltend erfreulichen Baukonjunktur.

Der Strabag SE-Konzern als Branchenleader hat im Geschäftsjahr 2019 das dritte Jahr in Folge eine Rekordleistung erwirtschaftet: Mit einem Anstieg um zwei Prozent auf 16,6 Mrd. € übertraf der börsennotierte, europäische Technologiekonzern für Baudienstleistungen seine eigene Prognose. Insbesondere die Zunahme im Heimatmarkt Österreich sowie im Verkehrswegebau in Polen, Ungarn und Tschechien charakterisierten das Geschäft. Zu den 2019 eingeworbenen Projekten gehören der Bau eines Abschnitts der Autobahn D35 und die Modernisierung mehrerer Bahnstrecken in Tschechien, die Ertüchtigung von Brücken auf der deutschen BAB9 bei Allersberg, zwei Bergbauaufträge beim Bergwerk El Teniente in Chile, die Verkehrswegebau- und Ingenieurtiefbauarbeiten der Umfahrung Boll-Sinneringen in der Schweiz, die Sanierung des Südabschnitts der Budapester U-Bahn M3 in Ungarn sowie die Errichtung einer Abwasserpumpstationsanlage in Katar, eines Pumpspeicherkraftwerks in Dubai und eines Pumpwerkabschnitts für die Abwasseraufbereitungsanlage in Toronto, Kanada.

Laut CEO Thomas Birtel geht die Strabag SE davon aus, im Geschäftsjahr 2020 ein Leistungsniveau von über 16 Mrd. € halten zu können. „Wie bereits in den Vorjahren blicken wir auf ein Rekordjahr zurück. Angesichts unseres hohen Auftragsbestands und basierend auf den Planungen unserer operativen Einheiten, sehen wir für das aktuelle Geschäftsjahr weiterhin eine beständige Nachfrage im europäischen Bausektor – von einer allgemeinen konjunkturellen Eintrübung oder gar einem Einbruch kann aus unserer Sicht also keine Rede sein.“

Strabag-CEO Thomas Birtel sieht weiterhin eine stabile Nachfrage im Bausektor.

Auch die Porr setzt ihren Erfolgsrun fort und konnte sich vor Kurzem beispielsweise einen Großauftrag in Polen holen. „Bei unserem jüngsten Bahnbau-Deal handelt es sich um ein wichtiges Investitionsprojekt, das die Verkehrsinfrastruktur nachhaltig verbessert“, kommentiert Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Innerhalb von 34 Monaten wird die Porr S.A. die Gleisanlagen der Eisenbahnlinie E59 im Abschnitt Krzyż–Dobiegniew (Kilometer 81 bis 105), inklusive der Infrastruktur, modernisieren. Die Arbeiten umfassen die Rekonstruktion von ca. 47 Streckenkilometern entlang der Eisenbahnlinie Nr. 351, den Bau von zwölf Weichen, die Errichtung von Ingenieurbauten (15 Durchlässe, neun Brücken sowie neun Viadukte) und die Modernisierung von sechs Bahnübergängen. Zudem inkludiert der Auftrag auch den Wiederaufbau einer Oberleitung entlang des gesamten Bauabschnitts sowie den Bau von sechs barrierefreien Plattformen. Dank diesem Investitionsprojekt mit einem Gesamtwert von 331 Mio. € werden Personenzüge ab dem Jahr 2022 die Eisenbahnstrecke E59 mit bis zu 160 km/h und Güterzüge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h befahren. Dadurch werden die Reisezeit von der Hauptstadt Großpolens nach Westpommern um 50 min verkürzt und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen für den Güterverkehr in Westpommern maßgeblich aufgewertet.

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss freut sich darüber, dass es gelungen ist, die Investorenbasis zu verbreitern.

Auch bei ihren Finanzen hat die Porr kürzlich gepunktet und die Emission und eine neue Hybridanleihe in Höhe von 150 Mio. € bei nationalen und internationalen institutionellen Investoren platziert. Damit ist es gelungen, die Investorenbasis der Porr zu verbreitern, die Zinskonditionen zu optimieren und sich langfristig die Finanzierung über die neue Hybridanleihe zu sichern. Die Emission war deutlich überzeichnet, und der Zinssatz konnte aufgrund der hohen Nachfrage bei 5,375% am unteren Ende der ausgegebenen Preisspanne festgelegt werden. „Es freut uns, dass wir diese neue Hybridanleihe wieder erfolgreich platzieren konnten und dass neben den bisherigen auch neue Investoren ihr Vertrauen in die Porr und unsere Strategie ausgesprochen haben“, sagt Strauss. Der Emissionserlös soll für die Stärkung der Kapitalbasis und die Optimierung der Bilanzstruktur verwendet werden und die allgemeine Wachstumsstrategie unterstützen.

So wohnt Österreich 2020

Published on 6. März 2020

Mehr als zwei Drittel (78%) der Österreicher residieren laut einer aktuellen Studie (FindMyHome.at) in einer Wohnung. Besonders begehrt sind dabei mittelhohe Etagen wie der zweite oder dritte Stock, die zu Fuß gut erreichbar sind, sowie Neubauwohnungen, die mit 54% knapp die Mehrheit gegenüber Altbauwohnungen bilden.

Diese Wohnform ist vor allem bei den 30- bis 40-Jährigen beliebt. Nicht überraschend: Die junge Generation ist ziemlich flexibel, das Sozialleben findet oft außerhalb der eigenen vier Wände statt – in dieser Phase legen sich die wenigsten gern fest. Ein Haus wäre da einfach ein zu großer Schritt (und für einige auch zu teuer).

Miete versus Eigentum: Eine Altersfrage

Je älter man ist, umso eher kommt ein Wohnungskauf infrage.

Allgemein setzt sich der Trend, Eigentum anzuschaffen, aber fort: Mittlerweile 49%, also beinahe die Hälfte aller Befragten, wohnen in den „eigenen vier Wänden“. Für Eigentum sprechen dabei vor allem der Sicherheits- und der Anlagegedanke. Für 37% zählt das Zuhause als Wertanlage, 36% fühlen sich im Eigentum sicherer und 13% geben an, die Immobilie geerbt bzw. geschenkt bekommen zu haben. Weitere sieben Prozent sehen Eigentum langfristig als günstigere Wohnform an.

Knapp mehr als die Hälfte (51%) lebt allerdings noch in Miet-Immobilien; besonders die Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahren zieht dieses Wohnkonzept vor. Dies hat laut Erhebung folgende Gründe: Ein Drittel will flexibel bleiben, ein weiteres Drittel verfügt nicht über genügend Eigenmittel und für den Rest ist Mieten günstiger bzw. ein Kredit keine Option.

Balkon, Terrasse oder Garten bei 63 Prozent ein Muss

Geht es um die Immobilienwahl, zählt bei vielen Suchenden die Lage zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Mittlerweile aber fast genauso wichtig: Eine attraktive Außenfläche – für fast zwei Drittel (= 63%) der Befragten sind ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garten eine zentrale Voraussetzung für die Wahl einer Immobilie.

Schon 74% der Befragten wohnen auch bereits in einer Immobilie mit Außenfläche. Bei 40% bedeutet dies einen Balkon oder eine Terrasse bis 10 m2. Gerade in innerstädtischen Wohngegenden sind Außenflächen ein immer teurer werdendes Gut, das mit höheren Investitionen verbunden ist. Wer also auf der Suche nach größeren Freiflächen ist, wird eher in ländlichen Gebieten fündig. Im ländlichen Bereich wohnen mehr als ein Drittel (39%) der Teilnehmer in Immobilien mit mindestens 100 m2 Fläche, meist in Form eines Gartens, der als Außenbereich genutzt werden kann.

Ein kleines bisschen Grün oder eine Terrasse ist für die meisten ein Muss.

Single, vergeben oder verheiratet?

Ob bei der Immobiliensuche nach Miete, Eigentum, einer Wohnung oder gar einem Haus gesucht wird, steht meist im Zusammenhang mit dem aktuellen Familienstand. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. So wohnt der Großteil der Singles (91%) in einer Wohnung, die zu mehr als zwei Dritteln (69%) zur Miete bezogen wird.

Verheiratete wohnen hingegen vermehrt (61%) in Eigentum, mehr als ein Drittel (36%) davon in einem Haus. Ist der Beziehungsstatus allerdings „nur“ „vergeben“, so hält sich das Verhältnis zwischen Miete (51) und Eigentum (49%) die Waage.

Und im Alter?

Die Hälfte aller Österreicher (exakt 48%) will im Alter zu Hause wohnen, aber schon an zweiter Stelle bei den Wohnpräferenzen steht mit 23% das Betreute Wohnen in barrierefreien, speziell für ältere Menschen adaptierten Wohnhäusern. Wesentlich geringen Anklang finden Alters-/Senioren- oder Pflegeheime (zehn) und erst recht Seniorenresidenzen (fünf Prozent).

Da kommt sogar ein Winterquartier im Süden mit mobiler Pflege noch besser an (sechs Prozent). Am wenigsten können sich die Österreicher vorstellen, im Alter im Haus oder in der Wohnung der Kinder und Enkel zu wohnen.

Externe Betreuung attraktiver

Viele wollen auch im Alter in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben und dort gepflegt werden.

Von den Personen, die in den eigenen, bisherigen vier Wänden wohnen bleiben wollen, wünschen sich 26% einen mobilen Pflegedienst und 22% eine Betreuung durch die eigene Familie.

In der Altersgruppe 50plus steigt die Attraktivität von mobilen Pflegediensten sogar auf 34%, während die der Betreuung durch die eigene Familie auf 20% sinkt – schließlich sind die weiblichen Familienmitglieder, die diese Pflegetätigkeiten in den meisten Fällen durchführen, oft selbst berufstätig und damit gar nicht verfügbar oder Pflegende wie zu Pflegende bereits in einem Alter, dass dies für beide unzumutbar oder gar unmöglich ist.

„Fakt ist, die Altersgruppe 60plus umfasst derzeit in Österreich mehr als 2,2 Millionen Menschen und bis 2029 werden es noch um eine halbe Million mehr sein“, kommentiert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von Re/Max Austria. „Experten sprechen schon von einer drohenden grauen Wohnungsnot, auf die aber Österreich keinesfalls ausreichend vorbereitet ist.“ Die Politik ist also gefordert, sowohl das Angebot bei der mobilen Pflege weiter zu verstärken, als auch betreubares Wohnen entsprechend zu ermöglichen.

Eigenvorsorge schadet nicht

Die Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen tun gut daran, sich frühzeitig Gedanken zu machen, inwieweit ihre Wohnsituation altersgerecht und barrierefrei und somit gegebenenfalls auch mit Rollstuhl oder Rollator bewältigbar ist. Danach ist zu prüfen, ob allfällige Adaptierungen nötig, möglich und sinnvoll sind; eine Alternative dazu kann auch ein entspannter, weil rechtzeitiger Wohnungswechsel sein.

Besitzer von Eigenheimen sollten sich frühzeitig mit dem Thema altersgerechtes Wohnen auseinandersetzen.

Der kann auch aus finanziellen Überlegungen heraus ein Thema werden; schließlich hängt die „Leistbarkeit des Wohnens“ ja direkt mit der Vermögens- und Einkommenssituation der älteren Bevölkerung zusammen. Diese wird sich aufgrund des staatlichen Pensionsaufwands für die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er-Jahre (Babyboomer) wohl kaum deutlich verbessern. Da ist Wohnen im Eigentum ganz besonders von Vorteil: Zum einen hat man keine Miete zu bezahlen und zum anderen einen Vermögenspolster, den man immer noch liquidieren und in betreubares Wohnen investieren kann.

Auch kann ein Einfamilienhaus mit Garten für eine alleinstehende ältere Person derart mit Kosten und Mühen verbunden sein, die man sich irgendwann nicht mehr antun will. Dies ist ein häufiger Grund, rechtzeitig aus dem vorhandenen Immobilienwert Kapital zu schlagen – durch Vermietung oder Verkauf – und sich den Lebensabend mit der so zusätzlich gewonnenen finanziellen Freiheit und Sicherheit zu verschönern.

Dauerhaftes Einkommen oder maximaler Einmalerlös

Die Immobilienwirtschaft wiederum ist aufgerufen, innovative und für die Beteiligten sichere Vermarktungsmodelle anzubieten. So sollen verkaufswillige ältere Menschen aus einem Verkauf zu einem absolut sicheren Maximalpreis nicht nur einen Einmalerlös, sondern – je nach Wunsch – auch ein laufend fließendes Zusatzeinkommen (für Lebensqualität oder Pflegeaufwand) in einer notariell abgesicherten Form erhalten können.

Alternativ dazu können Senioren auch Eigentümer bleiben, ihre Immobilie vermieten und selbst in betreubares Wohnen ziehen. In allen Fällen ist ein unverbindliches Gespräch mit vertrauenswürdigen Rechts- und Immobilien-Experten sicher kein Fehler …

Top-aktuelle Herausforderungen

Die türkis-grüne Bundesregierung bei ihrer Klausurtagung in Krems.

Bekanntlich hat die neue Regierung aus ÖVP und Grünen inzwischen offiziell den Weg in Richtung Klimaneutralität eingeschlagen. Und die Energiewende birgt neben Herausforderungen auch Chancen, wie sich beispielhaft beim Thema Wohnen und Heizen zeigt. Denn geht es nach den Regierungsplänen, kommt auf die heimischen Installationsbetriebe eine arbeitsreiche Zeit zu: Bis zum Jahr 2035 soll in Österreich keine Kohle- und keine Ölheizung mehr im Einsatz sein. Und fünf Jahre später dürfte nach den derzeitigen Plänen auch kein fossiles Gas mehr zum Heizen verwendet werden. Bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden. Und das schlägt sich neben Verkehr und Industrie eben auch beim Wohnen nieder.

In sehr vielen Fällen bedeutet die Absage an Kohle, Erdöl und Erdgas, dass ein neues Heizungssystem installiert wird. Und das kommt zumeist nicht billig. In einem Einfamilienhaus schlägt der Austausch der Zentralheizung schnell einmal mit fünfstelligen Euro-Summen zu Buche. Bisweilen noch schwieriger ist die Lage für Mieter: Sie haben gar nicht die Möglichkeit, auf eigene Faust ihre Heizungsanlage umzubauen. Dazu kommt: Gerade in Mehrfamilienhäusern ist die Umstellung auf klimaneutrale Heizsysteme in vielen Fällen nur dann sinnvoll, wenn das Gebäude zuerst entsprechend saniert wurde. Auch das kostet Geld, oftmals noch deutlich mehr als der Umbau des Heizsystems.

Austro-Investmentmarkt wird (noch) attraktiver

Österreich ist und bleibt für die überwiegende Mehrheit der Investoren ein attraktiver Standort für Immobilienanlagen. 96% der Anleger schätzen den heimischen Markt heuer als attraktiv bis sehr attraktiv ein, was einer Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das sind Ergebnisse des Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2020 der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür wurden rund 50 Immobilieninvestoren befragt, die in den vergangenen Jahren am österreichischen Immobilienmarkt aktiv waren.

Laut Alexander Wlasto von EY Österreich wird die Situation in Österreich immer herausfordernder.

Alexander Wlasto, Partner und Leiter des Sektors Real Estate bei EY Österreich: „Der österreichische Immobilienmarkt ist weiterhin ein beliebtes Ziel von heimischen wie internationalen Investoren. Die Situation wird aber immer herausfordernder. Wir befinden uns mittlerweile im Spätzyklus des Immobilienmarktes.“ Anzeichen dafür sind die von den Umfrageteilnehmern präferierten Strategien. So geben 83% der Befragten an, ihren Fokus auf Nischenprodukte legen zu wollen. Immerhin 81% setzen auf Projektentwicklungen in eigener Regie, ebenso viele wollen im Ankauf nur selektiv vorgehen. Die Gewinnmitnahme durch Verkäufe sowie Investments im Ausland kommen für je 72% der Investoren infrage.

Bezogen auf das Marktumfeld, gehen je 84% der Investoren davon aus, dass die Themen Baulandknappheit und Grundstücksspekulation im laufenden Jahr in den Vordergrund treten werden. „Die Marktteilnehmer spüren die Angebotsknappheit tagtäglich; sie erwarten völlig zu Recht ein stringentes Handeln der öffentlichen Hand, um dem entgegenzuwirken: etwa durch Baulandausweisungen, schnellere Baurechtschaffung oder auch Baugebote“, erklärt Erich Sorli, Partner bei EY Österreich. Zudem fordert rund die Hälfte der Studienteilnehmer ein wirkungsvolles Vorgehen gegen Geldwäsche. Dass globalpolitische Unsicherheiten und Instabilitäten 2020 auf den österreichischen Immobilienmarkt durchschlagen werden, erwarten hingegen weniger als die Hälfte der Befragten. Nach Einschätzung der Studienteilnehmer wird sich der Fokus der Investoren im Vergleich zu 2018 und 2019 in Bezug auf die Nutzungsarten auch 2020 nicht wesentlich verändern. Hohes Interesse besteht weiterhin an Wohnimmobilien. So erwarten die Investoren in allen Lageklassen im Wohnsegment weiterhin steigende Preise. Im Bürosegment hingegen werden überwiegend gleichbleibende Preise erwartet, während Einzelhandelsimmobilien aus Sicht der Investoren verlieren. Folglich wird die Nutzungsart Büro nur noch laut 24% der Teilnehmer im Jahr 2020 stark im Investoreninteresse liegen, während das im Vorjahr noch 40% der Befragten so sahen.

Demografischer Wandel beeinflusst Immobilienmarkt

Der demografische Wandel bringt Bewegung in den Immobilienmarkt.

Wie schon in den Vorjahren identifizieren auch im Jahr 2020 96% der Investoren den demografischen Wandel als größten Treiber des Immobilienmarkts. Einen weiterhin starken Trend sehen 62% der Befragten in der Globalisierung der Investmentströme. Während sich im Vorjahr noch alle Befragten einig waren, dass die Digitalisierung die Branche in den kommenden fünf bis zehn Jahren maßgeblich beeinflussen werde, so sind heuer 15% anderer Meinung. „Beim Blick auf die Digitalisierung ist ein gesunder Realitätssinn eingekehrt“, so Wlasto „Der positive Effekt wird in der Branche erkannt und erprobt.“ 88% der Befragten sind der Meinung, dass digitale Prozesse Effizienzgewinne in der Immobilienbranche generieren. Die Grundlage für die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft bilden unternehmensübergreifende Datenstandards und -strukturen – in dieser Frage herrscht Einigkeit unter den Investoren.

An Bedeutung gewinnt wie oben bereits erwähnt der Klimawandel: 57% meinen, dass er den österreichischen Immobilienmarkt zukünftig beeinflussen wird. So steigt auch das Umweltbewusstsein in der Branche: 88% der Investoren erwarten, dass Wetterextreme die Anforderungen sowohl an die Baubranche als auch an die Stadtentwicklung erhöhen werden. Bei der Anmietung von Objekten sehen lediglich zwölf Prozent der Befragten Nachhaltigkeitskriterien als weniger relevant an – für die Mehrheit (88%) spielen sie eine relevante Rolle. „Nachhaltigkeit gewinnt nach einem leichten Durchhänger in den vergangenen Jahren spürbar wieder an Bedeutung bei Investmententscheidungen“, sagt Wlasto.

Quellen:
  1. Wohnreport 2019: FindMyHome.at analysierte die Antworten von 150 Immobiliensuchenden
  2. Re/Max Studie „Wohnen in allen Facetten“ im Alter
  3. EY Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2020