Autor: webmaster_popp

Österreich braucht digitale Investitionen

Published on 5. Dezember 2019

Das zeigt der Österreichische Infrastrukturreport 2020 der Initiative Future Business Austria: 52% nennen den digitalen Wandel als entscheidend, 33% den Klimawandel und nur 13% den demografischen Wandel.

„Die infrastrukturpolitischen Prioritäten der österreichischen Manager an die Adresse der Regierungsverhandler sind damit klar formuliert“, bilanziert Studienautor David Ungar-Klein. Die hohe Relevanz der digitalen Infrastruktur zeigt sich auch an den Einschätzungen zu mangelnden Investitionen in diesen Bereich. Gibt es zu wenige Investitionen in Breitband und Digitalisierung, gehen 80% der Befragten davon aus, dass der Wirtschaftsstandort Österreich zurückbleibt; 37% erwarten den Verlust von Arbeitsplätzen.

A1 forciert den Glasfaser-Ausbau und legt zugleich die Basis für das 5Giganetz.

Digitaler Infrastrukturausbau sichert fast 60 Milliarden

Sorgt Österreich hingegen für eine erstklassige digitale Infrastruktur, bei der gerade die 5G-Technologie als neue Meta-Infrastruktur eine Schlüsselrolle spielt, so kann der Standort von einer erheblichen Produktivitätssteigerung durch den Einsatz neuer digitaler Anwendungen profitieren. Nach Schätzungen der Manager beträgt das Produktivitätssteigerungspotenzial durch neue digitale Anwendungen enorme 15,2%.

Eine Modellrechnung für den Österreichischen Infrastrukturreport 2020 auf Basis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2018 zeigt: Die Realisierung dieses Potenzials würde für Österreich eine Produktivitätssteigerung von rund 58,7 Mrd. € möglich machen. „Setzt man diese zusätzliche Wertschöpfung in Relation zu den kolportierten Kosten des 5G-Ausbaus von zehn Milliarden Euro, wird deutlich, wie wichtig diese Investitionen für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sind. Damit sollte auch für die nächste Bundesregierung klar sein: Gerade in konjunkturell herausfordernden Zeiten sind Investitionen in die digitale Infrastruktur Österreichs bestens investiert: Ein investierter Euro bringt sechs Euro Wertschöpfung“, resümiert Bernhard Felderer, volkswirtschaftlicher Experte des Österreichischen Infrastrukturreports 2020.

All-time-high für Infrastruktur

Die 5G-Technologie erlaubt erweiterte mobile Breitbandverbindungen, um Mobilgeräte mit möglichst hohen Datenraten zu versorgen.

Der Österreichische Infrastrukturreport 2020 zeigt auch an, wie sich der Stellenwert der Infrastruktur in den vergangenen Jahren verändert hat. „Wir verzeichnen heuer ein All-time-high: Für 69 Prozent der befragten Manager – 2007 waren dies nur 29 Prozent – stellt die Infrastruktur die wichtigste Größe für einen Wirtschaftsstandort dar. Das ist der höchste je erreichte Zustimmungswert. Die Wahrnehmung der Bedeutung des Infrastrukturfaktors hat sich damit in weniger als zehn Jahren mehr als verdoppelt“, so Studienautor Ungar-Klein.

Dass die Infrastruktur als sehr wichtig für den Standort angesehen wird, ist als äußerst positiv anzusehen, denn der Ausbau, etwa für 5G, stellt durchaus Herausforderungen dar: Im Bereich der Kommunikationsinfrastruktur – dem Fundament der Digitalisierung – ist eine flächendeckende Verfügbarkeit von Gigabit-Anbindungen und 5G ein durchaus ambitioniertes, relevantes Ziel. Die Digitalisierung schafft Jobs, denn sie trägt nicht zuletzt wesentlich zur Attraktivierung und Sicherung des heimischen Wirtschaftsstandorts bei. Allerdings werden sich die Berufe zukünftig verändern – ebenso wie die Qualifikation steigen wird müssen. Wie sich bereits heute zeigt, wandert die arbeitsintensive Industrie vermehrt vor allem in Richtung China ab. Als digitaler Frontrunner kann es Österreich durchaus gelingen, bereits abgewanderte Unternehmen wieder an den ursprünglichen Standort zurückzubringen. Wir müssen aufhören, Digitalisierung als Gefahr zu sehen und stattdessen viel mehr die Chancen nutzen, die sie mit sich bringt.

Die Digitalisierung schafft Jobs und trägt zur Sicherung des heimischen Wirtschaftsstandortes bei.

Mit Blick auf das Programm der nächsten Bundesregierung sind auch die Einschätzungen der befragten Manager relevant, welche Infrastrukturausbauprojekte für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs hohe Priorität haben. Dabei führen mit großem Abstand die Forderungen nach dem Ausbau neuer Technologien für den Klimaschutz (89%) bzw. für Energieeffizienz (81%) vor der Sicherung gegen Cyber- und Terrorangriffe (64%) und dem Ausbau des 5G-Mobilfunkstandards (57%) sowie der Bahnhochleistungsstrecken (54%). Danach folgen die Breitspuranbindung (44%Prozent) und der Bau der dritten Piste am Flughafen Wien (41%).

Oldies but Goldies

Published on 5. Dezember 2019

Wie stark ist die Erfahrung älterer Mitarbeitenden in den heimischen Unternehmen gefragt? Laut Hernstein Management Report findet das Wissen der „Oldies“ in vier von fünf Unternehmen Anerkennung, wobei die IT/Telekom-Branche bei der Sicherung des Know-hows der „Goldies“ eine Vorreiterrolle einnimmt.

„Unternehmen wissen, wie wertvoll die jahrzehntelange Erfahrung ihrer Mitarbeitenden ist“, bestätigt Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts für Management und Leadership. „Es ist eine Art immaterielles Vermögen, das es für das Unternehmen zu sichern gilt.“ Etwa ein Drittel der Unternehmen setzt Maßnahmen – vorrangig informeller Art –, damit dieses Know-how in der Organisation erhalten bleibt. „Zielführend ist ein gesunder Mix aus informellen und formellen Aktivitäten“, rät Kreitmayer. „Gerade für den Erfolg des informellen Wissenstransfers sind die Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeitenden und ihre bzw. seine Beziehung zum Unternehmen essenziell.“

33% der befragten Führungskräfte geben an, dass das Know-how und die Erfahrung älterer Mitarbeitender in ihrem Unternehmen sehr geschätzt werden; weitere 48% meinen, dass dies „eher“ der Fall ist. Führungskräfte mit langer Führungserfahrung – 20 Jahre oder mehr – stimmen dem noch stärker zu: Hier meinen 43%, dass das Wissen sehr geschätzt wird. Viele dieser Befragten gehören selbst zur Gruppe der „älteren Mitarbeitenden“.

Michaela Kreitmayer rät zu einem gesunden Mix aus informellen und formellen Aktivitäten um den Wissenstransfer sicherzustellen.

Ein weiteres interessantes Detail: Je kleiner das Unternehmen, desto höher die Anerkennung für das Know-how Älterer. Während in 46% der Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitenden dieses sehr geschätzt wird, sind es bei Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitenden lediglich 25%.

Know-how behalten!

32% der Unternehmen setzen aktiv Maßnahmen, um das Wissen älterer Kolleginnen und Kollegen zu sichern. Interessant dabei ist, dass die IT/Telekom-Branche mit 40% das Ranking anführt. Der öffentlichkeitsnahe Sektor (28%) und das Sozial- und Gesundheitswesen (20%) liegen hingegen am Ende des Branchenvergleichs.

Die befragten Führungskräfte nannten für den Wissenstransfer am häufigsten informelle Gespräche zwischen älteren Mitarbeitenden und ihren Kolleginnen und Kollegen (21%) – ein naheliegendes, aber strategisch wenig steuerbares Instrument. Anders verhält es sich bei der zweithäufigsten angeführten Maßnahme, den regelmäßigen Meetings (16%). Dahinter folgen schriftliche Dokumentationen (12%) sowie Workshops und Seminare (11%). In 10% der Unternehmen sind Mentoring- oder Buddy-Programme im Einsatz.

Nur in der Finanzbranche gibt es beim informellen Austausch eine deutliche Abweichung nach unten: Diese Maßnahme wird nur bei 13% der Unternehmen dieser Branche eingesetzt und liegt damit genau gleichauf mit Workshops und Seminaren. Die gängigste Methode zum Wissenstransfer in dieser Branche sind regelmäßige Meetings, die in 22% aller Unternehmen zu diesem Zweck stattfinden; hier dürfte wohl die starke Regulatorik, welcher der Finanzsektor ausgesetzt ist, ihre Wirkung zeigen und eine Tendenz zur Formalisierung ausgelöst haben.

Quelle:

Zum Thema „Oldies but Goldies“ hat Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung KG für den Hernstein Management Report 1.530 Führungskräfte sowie Unternehmer online befragt. Hier geht es zum Report.

Warum dem digitalen Vertrieb die Zukunft gehört

Published on 5. Dezember 2019

Die Zeiten, in denen der Außendienst eine Firma nach der anderen abgeklappert hat, sind vorbei. Zu ineffizient sind Kaltkontakte angesichts steigender Umsatzvorgaben, zu lange die Projektvorlaufzeiten, zu teuer dafür gute Vertriebsmitarbeiter. Und auch der Kaufprozess hat sich entscheidend geändert.

Studien von Microsoft und Roland Berger belegen, dass im B2B-Bereich 60 bis 70% der Entscheidungen über eine Internetrecherche initiiert werden. Digitale Tools können wesentlich darin unterstützen, den Prozess im Vorfeld weitgehend zu automatisieren, um den Vertriebsmitarbeiter erst in einer späteren Phase zu involvieren. Mit dem Einsatz solcher Werkzeuge können die Vertriebsmitarbeiter höher qualifizierte Tätigkeiten übernehmen und damit die Effizienz steigern.

Anton Malischew ist Managing Partner der easyconsult GmbH und Spezialist für digitale Vertriebslösungen.

Neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten

Bisher lebten die Anbieter hauptsächlich vom Produkt und seiner Qualität; Marketing und Vertrieb wurden oft vernachlässigt. Heute ist der reine Produktverkauf nicht mehr ausreichend, um erfolgreich am Markt zu sein. Vielmehr haben sich Anbieter zu Vermittlern von Lösungen für Problemstellungen der Kunden entwickelt.

Damit rückt die Beratungsleistung in den Vordergrund. Viele Branchen – etwa der Maschinenbau – haben hohen Handlungsbedarf, neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen zu entwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben. Sinnvolles Digitalisieren kann dabei helfen, das Produktportfolio durch Automatisierung zu erweitern und das Unternehmen vom Verkauf der Produkte hin zu Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Viele Anbieter haben die sich bietenden Chancen bereits erkannt und ihr Produktportfolio um zusätzliche Services wie Predictive Maintenance oder Product as a Service erweitert.

Wie Unternehmen zukünftig zu Leads kommen

Ein großes Potenzial liegt in Marketing Automation. Dabei geht es um das Verschränken von Marketing und Sales. Basis sind jene Daten, aus denen die Interessen und Wünsche der Kunden identifiziert und daraus Marketingaktionen abgeleitet werden können. Ziel ist es, das Interesse des Kunden sukzessive zu steigern, indem man ihn zum richtigen Zeitpunkt mit für ihn relevantem Content beschickt.

Oliver Witvoet ist Geschäftsführer der easyconsult GmbH und blickt auf langjährige Erfahrung im CRM-Bereich zurück.

Hat der Kunde einen gewissen Schwellenwert im „Lead-Scoring-Modell“ erreicht, wird er zu einem „Sales-Ready-Lead“. Diesen kann nun der Vertrieb mit einer passenden Strategie bearbeiten. Dafür bieten sich nicht nur die klassischen Kanäle wie Website, E-Mail oder Newsletter an, sondern auch Social Media. In den Sozialen Medien kann man sich beispielsweise sehr gut im Servicebereich positionieren; großer Vorteil: Es lässt sich mit relativ wenig Aufwand mit der Community bidirektional kommunizieren und so auf effiziente Weise Marketing betreiben.

Künstliche Intelligenz im Vertrieb

Künstliche Intelligenz (KI) bietet in Verbindung mit modernen CRM-Plattformen wie Dynamics 365 in der Cloud enorme Möglichkeiten, Daten auszuwerten; Basis dabei sind jene Informationen über potenzielle Kunden, die im Internet zur Verfügung stehen (beispielsweise von Websites, Portalen, Stellenausschreibungen oder Google Maps).

Diese Daten werden laufend strukturiert in einer Datenbank abgelegt und nach Attributen – beispielsweise „innovativ“ – automatisch kategorisiert. Über intelligente Abfragen kann man nun gezielt nach möglichen Kunden suchen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Bedarf an einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung haben. KI-Tools können hochqualifizierte und priorisierte Leads zum richtigen Zeitpunkt mit einem Gesprächsaufhänger an den Vertrieb liefern. Damit wird der Prozess deutlich verkürzt, das lästige „Klinkenputzen“ fällt weg. Mittels KI lassen sich aber auch Handlungsempfehlungen, Verkaufschancen und Abschlusswahrscheinlichkeiten ermitteln oder auch sogenannte Sentiment-Analysen erstellen, um Meinungen und Stimmungen in den Sozialen Medien auszuwerten.

KI bietet enorme Möglichkeiten, die Daten über potentielle Kunden auszuwerten.

Den Kunden im richtigen Moment abholen

Marketing Automation ermöglicht es, die Reise des Kunden genau zu verfolgen und ihn im passenden Moment abzuholen. Anhand der digitalen Kontaktpunkte (wie E-Mails, Social Media, Website, Blogs, Foren, etc.), die Anbieter und Kunden verbinden, lassen sich Leads generieren.

Durch gezieltes Management dieser Touchpoints kann das Unternehmen kurzfristige Käufe generieren, aber auch langfristig loyale Kunden gewinnen. Marketing Automation muss aber vom Top-Management unterstützt werden; ebenso ist eine übergreifende Zusammenarbeit von Vertrieb und Marketing entscheidend für den Erfolg.

Die Zukunft des Vertriebs

Digitale Vertriebslösungen stehen zwar noch am Anfang. Einige Unternehmen setzen aber bereits heute KI und digitale Technologien ein, um beispielsweise Adressdaten automatisch zu aktualisieren. Fest steht, dass Marketing und Vertrieb noch stärker zusammenwachsen werden. Vertriebsmitarbeiter übernehmen vermehrt hochspezialisierte Tätigkeiten, unterstützt durch Software-Tools, während die reine Laufarbeit weniger wird. Präzise Handlungsempfehlungen und ein hoher Automatisierungsgrad dominieren zukünftig den Sales-Bereich.

Kaufentscheidungen werden aber nach wie vor menschlich bleiben, geprägt von Emotionen und Einstellungen. Jene Unternehmen, die heute nicht auf Marketing und Vertrieb fokussieren, die nicht neue Services entwickeln und Plattformen aufbauen, werden es zukünftig schwer haben. Denn in der digitalen Vertriebsunterstützung steckt ein enormer Mehrwert, den es zu nutzen gilt.

Autoren:

Anton Malischew ist Managing Partner der easyconsult GmbH und Spezialist für digitale Vertriebslösungen.

Oliver Witvoet ist Geschäftsführer der easyconsult GmbH und blickt auf langjährige Erfahrung im CRM-Bereich zurück.

easyconsult Homepage

Ganz konkret Steuern sparen

Published on 5. Dezember 2019

Gerade im Hinblick auf Prämien oder die Absetzbarkeit diverser Ausgaben lohnt es sich für Unternehmen, offene Steuerfragen noch vor 2020 abzuarbeiten. „Auf steuerlicher Seite gibt es zum Ende dieses Jahres wieder einige Punkte zu berücksichtigen. Jetzt ist noch ausreichend Zeit, um rechtzeitig die notwendigen Schritte zu setzen“, betont Wilfried Krammer, Senior Manager in der Steuerberatung bei Deloitte Österreich.

Anschaffung von Anlagevermögen lohnt sich

Wenn Unternehmer vor Anfang 2020 abnutzbares Anlagevermögen anschaffen und in Betrieb nehmen, profitieren sie von der Halbjahres-Abschreibung für Abnutzung. Daher ist jetzt ein strategisch guter Zeitpunkt für den Kauf von Büroeinrichtungen, Computern oder Kraftfahrzeugen. Außerdem sollte auch das Sachanlagevermögen auf Abschreibungserfordernisse überprüft werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von maximal 400 € können gleich abgeschrieben werden.

Vor 2020 noch Büroeinrichtung zu kaufen, ist wegen der Halbjahres-Abschreibung für Abnutzung eine gute Idee.

„Ein wichtiger Punkt: Mit dem Steuerreformgesetz 2020 wird die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter ab 1.1.2020 auf 800 Euro erhöht. Die Verschiebung der Anschaffung von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten zwischen 400 und 800 Euro ins nächste Jahr könnte daher im Einzelfall steuerlich insgesamt vorteilhafter sein“, ergänzt Krammer.

Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag

Natürliche Personen mit betrieblichen Einkünften über 30.000 € können durch Investitionen in begünstige Wirtschaftsgüter auch einen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag geltend machen. Dieser beträgt bis zu 13% des Gewinns, maximal 45.350 € pro Jahr. Um den Gewinnfreibetrag steuerlich optimal zu nutzen, sollte laut Krammer jedenfalls der voraussichtliche Jahresgewinn 2019 vorab geschätzt und die erforderliche Investitionshöhe ermittelt werden. Auch der Kauf bestimmter Wertpapiere bis zum 31.12.2019 ermöglicht die Geltendmachung des Freibetrags.

GSVG-Befreiung für Kleinstunternehmer

Kleinstunternehmer können noch bis 31.12.2019 eine Befreiung von den Pensions- und Krankenversicherungsbeiträgen beantragen, wenn die steuerpflichtigen Einkünfte 2019 aus der unternehmerischen Tätigkeit 5.361,72 und die Umsätze 2019 30.000 € nicht übersteigen. Antragsberechtigt sind insbesondere Jungunternehmer und Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben.

Die Befreiung von Krankenversicherungsbeiträgen ist gerade für Kleinstunternehmer oft eine wichtige Entlastung.

Einnahmen-Ausgaben-Rechner

Ein weiterer Steuertipp: Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern besteht die Möglichkeit, das steuerliche Ergebnis durch das Vorziehen von Ausgaben zu senken. Beispielsweise könnten noch vor Jahresende Lieferanten bezahlt oder die voraussichtliche GSVG-Beitragsnachzahlung 2019 geleistet werden.

Bilanzen in Angriff nehmen

Auf der Agenda stehen jetzt auch bilanzsteuerrechtliche Themen sowie das Einleiten von steuerlichen Liquiditätsmaßnahmen. Auf Basis einer Prognoserechnung kann ein Herabsetzungsantrag für Vorauszahlungen für 2020 gestellt werden. „Unternehmen sollten Themen wie die Beantragung von FFG-Jahresgutachten und Forschungsprämien unbedingt auf ihre Steuer-Checkliste geben“, rät Wilfried Krammer. „Auch um die Rückvergütung von Energieabgaben sollte man sich jetzt kümmern.“

Steuerlich relevante Fristen für Unternehmen

TOP LEADER hat die steuerlich relevanten Fristen für Unternehmen für Sie zusammengefasst.
  • Der Gruppenantrag zur Begründung einer Unternehmensgruppe muss nachweislich vor Ablauf des Wirtschaftsjahres unterfertigt werden; die Einreichung muss innerhalb eines Monats beim Finanzamt erfolgen.
  • Mit 31.12.2019 endet grundsätzlich die siebenjährige Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen des Jahres 2012 (UStG: bei Gebäuden bis zu 22 Jahre).
  •  Mit 31.12.2019 tritt die absolute Verjährung für Abgaben des Jahres 2009 ein.
  •  Bis 31.12.2019 kann die Energieabgabenvergütung 2014 noch beantragt werden.

Tipps für Privatpersonen

Mit 2019 wurde der Familienbonus Plus eingeführt. Dieser kann je nach Alter der Kinder bis zu 1.500 € betragen und reduziert direkt die zu bezahlende Einkommensteuer. „Sofern der Familienbonus Plus nicht schon durch den Dienstgeber im Rahmen der Lohnverrechnung berücksichtigt wurde, sollte der Bonus unbedingt im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beantragt werden“, so Krammer.

Spenden an begünstigte Organisationen können bis zu einer Höhe von maximal zehn Prozent der Jahreseinkünfte steuerlich abgesetzt werden. Laut Deloitte ist es empfehlenswert, die personenbezogenen Daten zu kontrollieren, die der jeweiligen Spendenorganisation vorliegen; der Spendenempfänger muss nämlich die eingegangenen Spenden beim Finanzamt melden.

Personenversicherung und Wohnraumschaffung

Sanierung und Schaffung von Wohnraum muss vor dem Jänner 2016 vertraglich fixiert worden sein.

Ausgaben, die vor 2016 abgeschlossene Personenversicherungen wie private Kranken- oder Unfallversicherungen betreffen, sind auch 2019 noch steuerlich absetzbar. Dasselbe gilt für Ausgaben zur Wohnraumschaffung und -sanierung, falls der Vertrag bereits vor 2016 abgeschlossen oder die Sanierung vor dem 1. Jänner 2016 gestartet wurde. Mit Veranlagung 2020 können diese Ausgaben letztmalig geltend gemacht werden.

Einfuhrumsatzsteuer

Mit 1.1.2020 entfällt die Freigrenze von 22 € im Bereich der Einfuhrumsatzsteuer; Paketsendungen aus dem Drittland wie den USA oder China unterliegen dann ab dem ersten Euro der österreichischen Umsatzsteuer. „Wer gern bei Online-Shops in Drittländern einkauft, muss sich wegen Wegfall der Freigrenze ab 2020 auf höhere Kosten einstellen“, warnt Wilfried Krammer.

Umsatzsteuer auf elektronische Publikationen

Leseratten können sich freuen: E-Books werden ab 2020 deutlich billiger.

Mit 1.1.2020 wird die Umsatzsteuer auf elektronische Publikationen von 20 auf 10% gesenkt. Wer mit dem Kauf des neuesten E-Books daher bis nach Silvester wartet, kann sich möglicherweise über günstigere Preise freuen. „Voraussetzung für eine Preisersparnis ist aber, dass der Steuervorteil von den Händlern an die Kunden weitergegeben wird“, betont Krammer.

Werbungskosten und auswärtige Berufsausbildung

Fortbildungs-, Ausbildungs- und Umschulungskosten können steuerlich abgesetzt werden; hier können Studien- und Kursgebühren, Fachliteratur sowie Reisekosten geltend gemacht werden. Wenn die Berufsausbildung eines Kindes außerhalb des Wohnorts stattfindet, können die Ausgaben dafür außerdem mit einem Pauschalbetrag von 110 € monatlich steuerlich berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit gibt es allerdings nur, wenn innerhalb des Einzugsbereichs des Wohnorts keine Möglichkeit für eine vergleichbare Ausbildung besteht.

Privatpersonen können Fortbildungs-, Ausbildungs- und Umschulungskosten steuerlich absetzen.

Sowohl Krankheits- als auch Pflegekosten können zum Teil als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abgesetzt werden; dafür müssen sie allerdings den einkommensabhängigen Selbstbehalt zwischen 6 und 12% übersteigen. „Sollten die Krankheitskosten 2019 bereits hoch ausgefallen sein, könnte sich die Durchführung einer bevorstehenden Behandlung noch im heurigen Jahr lohnen“, argumentiert Wilfried Krammer. „Die Gesamtkosten lassen sich so eventuell steuerlich verwerten.“ Bei Erkrankungen wie Diabetes, Tuberkulose sowie Leber- oder Nierenleiden kann außerdem aufgrund der notwendigen Diätverpflegung ein monatlicher Pauschalbetrag geltend gemacht werden.

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Beim Spenden sind „wir" groß

Published on 5. Dezember 2019

83% der österreichischen Unternehmen engagieren sich laut Fundraising Verband Austria in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Für immer mehr gehört es zur Firmenphilosophie, einen bestimmten Anteil des Jahresgewinns zu spenden, was eindeutig für die steigende soziale Verantwortung von Österreichs Betrieben spricht.

Spendenmotor in der Wirtschaft sind die zahlreichen und oft regelmäßigen Zuwendungen der kleinen und mittleren Betriebe – durchschnittlich pro Jahr beachtliche 6.400 €. Insgesamt spenden Österreichs Unternehmen rund 100 Mio. € im Jahr; das Engagement läuft dabei vornehmlich auf lokaler und regionaler Ebene ab.

Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, die Sportförderung, Menschen mit Behinderung und sozial Bedürftige gegeben. 62% der Betriebe unterstützen Hilfsorganisationen durch Sponsoring – sie engagieren sich also für eine Organisation, von der eine Gegenleistung wie z.B. Werbung bzw. Kommunikation erwartet wird.

Knappe 20% führen Mitarbeiteraktivitäten zugunsten einer Non-Profit-Organisation durch wie z.B. Verdopplung eines von Mitarbeitern gespendeten Betrages. Rund 16% der Unternehmen sammeln im Rahmen von Veranstaltungen (z.B. Versteigerung, Spendengala).

Und warum?

Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria.

Als Motiv, sich zu engagieren, gibt die Hälfte der Unternehmen allgemein die humanitäre bzw. weltanschauliche Einstellung an. Rund 40% wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben. Für jede dritte Firma gehört gemeinnütziges Engagement zu ihrer Unternehmensphilosophie.

„Mit unserem Service- und Informationsangebot möchten wir möglichst viele Unternehmen – insbesondere die KMU – motivieren und ihnen beim Engagement und bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beratend zur Seite stehen“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, die kürzlich initiierte Initiative „Aktion Wirtschaft hilft!“ mit dem Ziel, eine Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu bauen. Als Vorbild gilt dabei das international verbreitete „Committed Giving“. „Immer mehr Unternehmen verpflichten sich, jährlich ein oder zwei Prozent ihres Betriebsergebnisses für gemeinnützige Zwecke zu spenden“, erläutert Lutschinger. „Würden Österreichs Unternehmen ein Prozent ihres Gewinns für gemeinnützige Projekte spenden, gäbe es rund 300 Millionen Euro für humanitäre, soziale, Bildungs- und Umweltanliegen“ – also rund das Dreifache des derzeit aufgebrachten jährlichen Gesamtbetrags.

Noan und Packrafting Europe

Das Team von Noan legt den Fokus besonders auf Bildungsprojekte.

Das für besondere Olivenprodukte bekannte Unternehmen „Noan“ beispielsweise gibt den Gewinn jährlich an Bildungsprojekte weiter. „In den vergangenen Jahren konnten wir so über 230.000 Euro spenden“, erklären die beiden Gründer Margit und Richard Schweger.

Ebenso engagiert ist Seon Crockford-Laserer mit seinem auf Packrafting-Ausstattung spezialisierten Unternehmen „Packraft Europe“. Er hat sich dem Schutz der Umwelt verschrieben und ist mit seinem Betrieb Mitglied von „1% for the planet“. Bei dieser internationalen Initiative verpflichten sich Unternehmen, jährlich ein Prozent des Umsatzes zu spenden. „Unsere Vision ist, die natürlichen Wildnisgebiete zu schützen, die wir selbst so schätzen und genießen“, meint Crockford-Laserer. „Mit unserem Unternehmen möchten wir es für die Menschen einfacher und sicherer machen, die Natur zu entdecken und sich mit ihr zu verbinden. Wenn Sie schon einmal auf einem unberührten Fluss gepaddelt oder ein Wildnisgebiet erkundet haben, können Sie nicht anders, als dieses zu schützen und zu pflegen.“

Crowdfunding-Plattform für das Rote Kreuz online

Das Rote Kreuz versucht sich mit einem neuen Auftritt am Instrument “Crowdfunding”.

Das Rote Kreuz wiederum hat das Instrument „Crowdfunding“ für sich entdeckt. Mit dem digitalen Auftritt auf www.jetzt-helfen.at werden Online-Spenden für ausgewählte Projekte gesammelt. „Die Spender entscheiden selbst, wie viel sie in welche Kampagnen investieren möchten“, erläutert Tobias Mindler vom Roten Kreuz Burgenland. Die Spenden fließen zu 100% in die Finanzierung der Projekte und sind steuerlich absetzbar. Mindler: „Täglich hat das Rote Kreuz Kontakt zu Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Persönliche und regionale Nähe ist Teil unserer Arbeit – und wir haben versucht, diese Nähe auch bei Onlineprojekten zu gewährleisten.“

Die altbekannten und bewährten Möglichkeiten, zu spenden, bleiben selbstverständlich unverändert. „Crowdfunding ist eine zusätzliche Möglichkeit für Menschen, die Spenden lieber über das Internet abwickeln“, bestätigt Mindler. „Natürlich kann man das aber auch nach wie vor über die bisher bekannten Wege machen.“

Mit einer White-Label-Plattform ermöglicht es die Crowdinvesting-Plattform Conda, die aktuellen Crowdfunding-Projekte des Roten Kreuzes technisch umzusetzen. Conda ist Österreichs größte Crowdinvesting-Plattform; seit seiner Gründung 2013 konnte das Unternehmen erfolgreich insgesamt 106 Projekte mit mehr als 25 Mio. € finanzieren. Mittlerweile zählt Conda mehr als 30.000 Investoren zur Community.

Zurück zur Aktion „Wirtschaft hilft!“, die Unternehmen dabei unterstützt, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zentrales Serviceinstrument dafür ist der Spendenguide für Unternehmen; darin findet sich neben einem ausführlichen Service- und Informationsteil ein Überblick über die Arbeit und die Projekte von 43 gemeinnützigen Organisationen. Diese decken ein breites inhaltliches und gesellschaftliches Spektrum ab – von der Kinderhilfe, über die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at.

Vorbildliche Spendenideen

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ holt mit einem eigenen Award engagierte Unternehmen vor den Vorhang. Bis Mitte Jänner 2020 sind Österreichs Unternehmen aufgerufen, ihre erfolgreichen, innovativen und kreativen Spendenprojekte mit österreichischen Unternehmen einzusenden; im Frühjahr werden dann die besten als „Unternehmensspender des Jahres“ gekürt.

„Fundraiser des Jahres“ Werner Kerschbaum, Generalsekretär Rotes Kreuz, mit Günther Lutschinger, GF des Fundraising Verbands.

Aktueller „Fundraiser des Jahres“ ist der langjährige Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, Werner Kerschbaum, einer der engagiertesten Österreicher für humanitäre Anliegen. Seit 1999 hat der gebürtige Steirer beim Österreichischen Roten Kreuz den gesellschaftlichen Blick für soziale Fragen geschärft. Als Generalsekretär von 2012 bis 2019 hat er die Geschicke dieser wichtigen Institution für humanitäre Hilfe entscheidend gelenkt und damit das österreichische Spendenwesen nachhaltig mitgeprägt. Mit großem Mut, Idealismus und Menschlichkeit ging er stets als Botschafter voran, wenn es darum ging, das gesellschaftliche Miteinander und Solidarität mit den schwächeren Mitgliedern unserer Gesellschaft einzumahnen. „Aus Liebe zum Menschen“ ist nicht nur das Motto des Österreichischen Roten Kreuzes, sondern auch sein persönliches Credo: Zwei Jahrzehnte lang hat er die Entwicklung der führenden Hilfsorganisation des Landes entscheidend geprägt.

Zuletzt wurden 2018 Heli Dungler, Gründer und Stiftungspräsident von Vier Pfoten, 2017 KHM-Generaldirektorin Sabine Haag, 2016 der langjährige Caritas-Präsident Franz Küberl, 2015 Alexander Wrabetz für die ORF-Hilfsaktion „Helfen wie wir“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk und 2013 Willi Resetarits für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Weitere Fundraising Awards-Preisträger 2019

Der Award für den besten Fundraising-Spot des Jahres (Partner: ORF) ging an die Kinderhilfsorganisation Plan International. Die Spot-Kampagne „#siekann“ setzt sich unter dem Motto „Mädchen verändern die Welt“ für gleiche Chancen und ein selbstbestimmtes Leben für Mädchen und Frauen ein.

In der Kategorie „Beste Fundraising Innovation des Jahres“ (Partner: VSG Direkt) machte World Vision Österreich mit einer von der Firma Formunauts entwickelten Software das Rennen. Diese Innovation ermöglicht nicht nur eine nachhaltigere und effizientere Spendenwerbung im öffentlichen Raum, sie macht die positiven Auswirkungen der eigenen Arbeit für die Fundraiser unmittelbar sichtbar und fördert so deren Motivation.

Caritas Österreich und die Verbund AG überzeugten die Jury in der Award-Kategorie „Partnerschaft des Jahres“ (Partner: Erste Bank). Der Verbund-Stromhilfefonds der Caritas bietet notleidenden Menschen in Österreich seit 2009 umfassende Unterstützung im Energiebereich mit finanzieller Soforthilfe, Energieberatungen und gratis Gerätetausch.

Den Preis für das beste Direct Mailing des Jahres (Partner: Österreichische Post AG) holte in diesem Jahr der KHM-Museumsverband. Der von der Agentur fundoffice entwickelte Spendenbrief sprach den wissenschaftlichen Background der „Vermeyen Kartons“ aus der Hochrenaissance an und zeigte in personalisierter Form das Vor- und Nachher der Restaurierung dieses wichtigen kulturellen Erbes.

Das WUK, Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser, wurde mit dem Fundraising Award für die Fundraising-Aktion des Jahres (Partner: Sextant) ausgezeichnet. Die ebenfalls von der Agentur fundoffice konzipierte Spendenkampagne „WUK retten. Jetzt!“ wirbt seit Ende 2018 mit einem umfassenden Maßnahmenmix für die Sanierung der denkmalgeschützten Kultureinrichtung.

In der Kategorie „Fundraising Online-Kampagne des Jahres“ (Partner: yuutel) ging der Award an SOS Kinderdorf Österreich für die Kampagne anlässlich des „Giving Tuesday“. SOS-Kinderdorf hatte als eine der ersten österreichischen Spendenorganisation die Idee einer gezielten Online- Fundraising-Kampagne zum internationalen Tag des Gebens. Dabei verdoppelt ein Unternehmenspartner die ersten 5.000 € an Spenden im Rahmen der Kampagne.

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Das sind Österreichs-Top-Vorstände

Published on 5. Dezember 2019

Am 13. November hat der „Börse Express“ mit seinem Partner Deloitte zum bereits 14. mal die Preise zum „CEO und CFO des Jahres“ in den Kategorien „National“, „International“ sowie „CFO- Newcomer des Jahres“ vergeben. Zahlreiche namhafte Gäste fanden sich zu diesem Anlass in den Wiener Räumlichkeiten von Deloitte Österreich ein.

„Bei den CEO & CFO Awards geht es um betriebswirtschaftliche Exzellenz und herausragende Führungsqualitäten“, erklärte Karin Mair, Partnerin und C&I-Leaderin bei Deloitte Österreich. „Die diesjährigen Preisträger vereinen diese Eigenschaften in der täglichen Arbeit für ihre Unternehmen sowie Kunden. Sie leisten allesamt einen wichtigen Beitrag für den Erfolg unseres Wirtschaftsstandorts.“

Beste CEOs: Rainer Seele und Elisabeth Stadler

Zum besten nationalen CEO des Jahres gewählt wurde Rainer Seele, CEO der OMV AG.

Bester nationaler CEO des Jahres ist Rainer Seele, CEO der OMV; die Jury würdigte speziell die „konsequente Neuausrichtung und stabile Position seines Unternehmens in dem sehr anspruchsvollen Marktumfeld“. Unter Seeles bisheriger Amtszeit hat sich die OMV zu einem international anerkannten Player im Öl- und Gasgeschäft entwickelt; Seele habe dabei stets ein „gutes Gespür für Innovation und alternative Geschäftsideen“ bewiesen.

Zur besten internationalen CEO wurde Elisabeth Stadler, CEO der Vienna Insurance Group, gewählt. Die gebürtige Niederösterreicherin verstehe es nicht nur, neue Impulse zu setzen, sondern auch eine ausgezeichnete Kapitalstruktur zu bewahren, so die Jury. Das beweise unter anderem das aktuelle „A+“-Rating von Standard & Poor’s. Ihr umfassendes Fachwissen bringe Stadler außerdem stets verständlich auf den Punkt – eine Qualität, die von der Jury ebenfalls honoriert wurde. „Ich sehe diese Auszeichnung als Wertschätzung für das gesamte Team der Vienna Insurance Group. Durch den engagierten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es gelungen, unseren Konzern als stabilen und verlässlichen Partner zu positionieren“, kommentierte Stadler die Auszeichnung.

Beste CFOs: Monika Stoisser-Göhring und Walter Oblin

Die Wahl zur besten nationalen CFO fiel auf Monika Stoisser-Göhring, CFO von AT&S. Die Steirerin war bereits 2017 als „CFO-Newcomerin des Jahres“ ausgezeichnet worden. Sie gilt als topinformierte, strukturierte Denkerin, die sehr offen und lösungsorientiert agiert. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von der Ruhe, mit der die Finanzabteilung unter Stoisser-Göhring das Unternehmen aktuell in die nächste Wachstumsphase begleitet. Stoisser-Göhring: „Ich freue mich über die fachliche Anerkennung, die dieser Award für das Finance-Team unterstreicht. Neben der gestiegenen Innenfinanzierungskraft ist eine gesunde Bilanzstruktur die Basis für Investitionen in neue Technologien – und die haben wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet. Damit sind wir für das geplante Wachstum der AT&S hervorragend aufgestellt.“

Als bester internationaler CFO überzeugte Walter Oblin, CFO der Österreichischen Post. Er konnte vor allem durch die „hohe Prognosequalität seiner Aussagen und seine integre Persönlichkeit“ punkten. Laut Jury hält der gebürtige Kärntner seine Arbeitsqualität bereits seit zehn Jahren auf höchstem Niveau. Oblin ist zudem ausgezeichnet vernetzt und engagiert sich als Präsident des CFO Club Österreich für einen regen Austausch.

Liane Hirner ist die „CFO Newcomerin“

Die „CFO Newcomerin des Jahres“ heißt Liane Hirner, CFO der Vienna Insurance Group. „Die gebürtige Steirerin hat sich, von der Wirtschaftsprüfung kommend, auf eindrucksvolle Weise sehr schnell in ihre CFO-Rolle eingelebt. Darüber hinaus zeichnet sich Hirner durch ihre Top-Expertise im bilanziellen und regulatorischen Versicherungsbereich aus“, fasst Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich, die Jurybegründung des CFO Clubs zusammen.

„Es freut und ehrt mich sehr, dass mein erfolgreicher Perspektivenwechsel von einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen zu einem internationalen Versicherungskonzern mit dieser Auszeichnung honoriert wird. Als CFO ist man in der spannenden und herausfordernden Lage, wirtschaftlich nachhaltigen Erfolg mitzugestalten und in Zeiten des stetigen Wandels für Stabilität zu sorgen“, so Liane Hirner.

Im Anschluss an die Preisverleihung nutzten die hochkarätigen Gäste die Chance, sich in lockerer Atmosphäre weiter auszutauschen. Unter ihnen waren Google Austria-Country Director Christine Antlanger-Winter, Wilhelm Celeda (CEO Kathrein Privatbank), Reinhard Czerny (CFO IBM), Stefan Dörfler (CFO Erste Group Bank), Andreas Fleischmann (Vorstand Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien), Gernot Heschl (CEO VBV Pensionskasse), Franz Hiesinger (CFO Mayr-Melnhof Karton), Robert Koubek (Geschäftsführer Verbund Thermal Power), Markus Richter (CFO Engel Austria), Enver Sirucic (CFO Bawag PSK), Angelika Sommer-Hemetsberger (Vorstand Österreichische Kontrollbank), Christine Sumper-Billinger (Geschäftsführerin Bundesrechenzentrum) und Philipp Zielke (CFO CEE SAP).

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86 Prozent Wirtschaftswachstum: Oh, wie schön ist Guyana!

Published on 5. Dezember 2019

Guyana? Das hat doch mit dem Klimawandel zu tun? Stimmt: Nach Ansicht von Klimaexperten der Weltbank gehört Guyana zu den Staaten im südamerikanisch-karibischen Raum, die von einem Anstieg des Meeresspiegels im Zuge des Klimawandels besonders stark betroffen sein werden. Ein Meeresspiegelanstieg von einem Meter würde in Guyana ein Gebiet überschwemmen, in dem 70% der Bevölkerung leben und 40% der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes liegen.

Wo liegt dieses Land überhaupt? Zwischen 1° und 8,5° nördlicher Breite und zwischen 57° und 61° westlicher Länge. Der tiefste Punkt befindet sich an der Atlantikküste, der höchste Punkt ist der Berg Roraima-Tepui mit 2.810 m. An der Grenze zu Venezuela und Brasilien erhebt sich das Bergland von Guayana, nach dem der Staat benannt wurde.

Guyana liegt im Nordwesten Südamerikas zwischen Venezuela, Brasilien und Suriname.

Bewegte Vergangenheit – glorreiche Zukunft?

Die ersten Europäer siedelten sich vor rund vier Jahrhunderten an; in der Vergangenheit wechselte Guyana zwischen niederländischer, französischer und britischer Herrschaft hin und her. Am 26. Mai 1966 wurde Guyana unabhängig. Und jetzt kommt’s: „Guyana wird das reichste Land der Hemisphäre und möglicherweise das reichste Land der Welt.“ Mit dieser doch gewagt anmutenden Aussage prophezeit der US-Botschafter des derzeit noch zweitärmsten Landes von Südamerika, Perry Holloway, eine goldene Zukunft. Denn nach doch eher beschaulichen 4,4% Wachstum heuer könnte Guyana im nächsten Jahr die traditionellen Musterschüler in Sachen Wachstum, wie China und Indien, mit einem prognostizierten Plus von 86% weit in den Schatten stellen. „Wir setzen von sehr niedrigem Niveau zu einem Stratosphärensprung an“, zitiert die Wirtschaftsplattform Bloomberg dazu Guyanas Finanzminister Winston Jordan.

Eine Schlüsselrolle beim prognostizierten Wirtschaftswachstum spielt der US-Ölkonzern ExxonMobil, der laut Bloomberg baldigst die ersten Ölpumpen anwerfen will (oder dies zum Zeitpunkt, wenn Sie diesen TOP LEADER-Newsletter lesen, bereits getan hat.) Bis 2025 soll die tägliche Förderung dann auf 750.000 Barrel und damit knapp 120 Mio. Liter Rohöl ansteigen. Parallel zur Ölförderung erwartet der IWF dann auch einen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP): Bis 2024 soll sich Guyanas Wirtschaftsleistung von derzeit 3,6 auf knapp 13,5 Mrd. € fast vervierfachen (!). Der Ölsektor könnte laut IWF zudem in nur fünf Jahren 40% der Wirtschaft Guyanas ausmachen.

Die Ölvorkommen wurden vor der Küste entdeckt.

ExxonMobil sucht bereits seit 2008 und damit ein Jahr nach der Verstaatlichung des Ölsektors im benachbarten Venezuela vor Guyana nach Öl. Medienberichten zufolge hat der US-Konzern mittlerweile 13 Ölfelder mit einem Volumen von insgesamt 5,5 Mrd. Barrel Öl ausfindig gemacht. Die Exploration konzentriert sich dabei auf ein als „Stabroek Block“ bezeichnetes, rund 26.800 km2 großes Gebiet, in dem das bereits 2015 entdeckte Ölfeld „Liza“ nun auch als erstes angezapft wird. „Mit an Bord“ ist laut Bloomberg der chinesische Ölkonzern China National Offshore Oil Corporation (CNOOC). Und auch andere Unternehmen wie der französische Total-Konzern, der in London sitzende multinationale Tullow-Konzern und Spaniens Repsol sind in den Gewässern Guyanas auf der Suche nach Öl.

Norwegen als großes Vorbild

Bereits jetzt ist von den weltweit bedeutendsten Funden seit der Jahrtausendwende die Rede. Geht es nach der US-Behörde United States Geological Survey (USGS), dann ist Stabroek die weltweit zweitgrößte, noch unerschlossene Ölquelle. Experten gehen davon aus, dass vor Guyana noch weit mehr Öl entdeckt werden könnte – zehn Mrd. Barrel seien „realistisch“, heißt es dazu im Industrieportal VDMA mit Verweis auf eine Studie des Beratungsunternehmens Wood Mackenzie. Guyana könne im nächsten Jahrzehnt „mit Leichtigkeit viertgrößter Ölproduzent in Lateinamerika“ werden „und womöglich sogar an Venezuela und Mexiko vorbeiziehen, um den zweiten Platz (hinter Brasilien) zu belegen“.

Guyanas Zentralbank in der Hauptstadt Georgetown.

Während der IWF davor warnt, dass bereits kleinste Änderungen der bisher prognostizierten Ölproduktion zu großen Schwankungen in der gesamtwirtschaftlichen Leistung führen könnten, hegt die Regierung Guyanas offenbar große Pläne. Finanzminister Jordan kündigte bereits an, mit einem Teil der aus den Lizenzgebühren erwarteten Gelder Autobahnen zu bauen, um die Küstenstädte mit dem dünn besiedelten Landesinneren zu verbinden.

Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft sollen zunächst aber in einen Staatsfonds fließen – ganz nach dem Vorbild Norwegen soll auch in Guyana damit für kommende Generationen vorgesorgt werden. Allein der Blick auf das Nachbarland Venezuela macht jedenfalls mehr als deutlich, dass Ölreichtum auch mit großen Herausforderungen einhergeht. Während die von hoher Arbeits- und Perspektivlosigkeit geplagte Bevölkerung auf einen Ölboom hofft, der auch ihr zugutekommt, wird somit auch vor einem „Ölfluch“ gewarnt, welcher Länder mit großen Ressourcenvorkommen heimsucht. „Wir haben die Erfahrungen in anderen Ländern miterlebt“, zitiert dazu Latina-Press Vincent Adams von der Umweltschutzbehörde Guyanas: „Sie hatten all diesen Ölreichtum, und vielen dieser Länder geht es jetzt schlechter als vor dem Öl.“

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Anzeichen für eine Trendwende im Fahrzeughandel

Published on 5. Dezember 2019

Im Oktober verzeichnete der EU-Neuwagenmarkt ein auf den ersten Blick bemerkenswertes Wachstum von neun Prozent, das allerdings in erster Linie auf das sehr niedrige Vorjahresniveau zurückzuführen ist. Im Herbst 2018 hatte nämlich die Umstellung auf den neuen Prüfstandard WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure ) EU-weit zu einem Absatzeinbruch geführt. Mit 1,18 Mio. neu zugelassenen Pkw lag der Absatz in diesem Jahr im Oktober etwa auf dem Niveau von Oktober 2017.

In Österreich lag der Absatz zwar zwölf Prozent höher als im Oktober 2018, aber immerhin noch elf Prozent unter dem Niveau von Oktober 2017. Im bisherigen Jahresverlauf ist das Absatzniveau hierzulande fünf Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum – damit hat sich der österreichische Markt deutlich schlechter entwickelt als der EU-Markt, der derzeit um 0,7% unter dem Vorjahresniveau liegt.

Der EU-Neuwagenmarkt stieg im Oktober um neun Prozent vom niedrigen Vorjahresniveau.

Kräftig aufwärts ging es im vergangenen Monat vor allem für jene Unternehmen, die im Vorjahr die stärksten Einbußen verzeichnet hatten – allen voran der Volkswagen-Konzern, der im Oktober 2018 EU-weit noch ein Minus von 22% eingefahren hatte, und der im Oktober dieses Jahres seine Neuzulassungen in der EU um 31% steigern konnte. Renault hatte im Vorjahr ein Minus von 15% eingefahren – in diesem Jahr stieg der Absatz um 13%.

„Die Situation auf dem Neuwagenmarkt normalisiert sich langsam, ist aber immer noch beeinflusst von den WLTP-Turbulenzen im Vorjahr“, fasst Gerhard Schwartz, Partner und Sector Leader Industrial Products bei EY Österreich, zusammen. „Aussagekräftiger als die Betrachtung auf Monatsbasis ist die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf – und die zeigt EU-weit nach wie vor leicht nach unten.“

Diesel stabilisiert sich

Der Diesel-Antrieb hat noch immer einen schweren Stand – allerdings verliert der Abwärtstrend inzwischen an Fahrt. In den Top-5-Märkten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien) sank der Absatz von Diesel-Pkw im Oktober um fünf Prozent, in den ersten drei Quartalen waren die Diesel-Neuzulassungen noch um 15% gesunken.

Dieselautos verlieren noch immer an Boden, aber der Abwärtstrend ist gebremst.

In Österreich und in Deutschland legte der Diesel-Absatz im Oktober gegenüber dem Vorjahr zu, in Großbritannien brachen die Verkäufe hingegen erneut um 28% ein. „In Österreich und Deutschland deutet sich eine Veränderung an, der Diesel-Marktanteil stabilisiert sich“, sagt Schwartz zu TOP LEADER. „In den südeuropäischen Ländern hingegen, wo das Kleinwagen- und Kompaktsegment eine größere Rolle spielen, verliert der Diesel-Antrieb weiter stark an Bedeutung.“

Elektroautos mit starkem Wachstum – aber Rückgang in Österreich

Weitgehend unbeeinflusst von den WLTP-Verzerrungen entwickeln sich in der EU die Neuzulassungen von Elektroautos. Und hier zeigt sich, dass der steile Aufwärtstrend der vergangenen Monate weiter Bestand hat: In den fünf größten Absatzmärkten kletterten die Neuzulassungen reiner Elektroautos um 65%, die Neuzulassungen von Plug-in-Hybriden stiegen sogar um 91%. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Marktanteil ganz oder teilweise elektrisch betriebener Neuwagen in den Top-5-Märkten bei 3,2%, ein Jahr zuvor betrug der Anteil 1,9%.

Österreich ist ein Sonderfall – hier sanken die Neuzulassungen reiner Elektroautos im Oktober um 38%, während sich die Zulassungen neuer Plug-in-Hybride fast verdreifacht haben (plus 160%). Der Marktanteil ganz oder teilweise elektrisch betriebener Neuwagen sank im Vergleich zum Vorjahr von 4,3% auf 3,4% – lag damit aber immer noch höher als im Durchschnitt der Top-5-Märkte. Im bisherigen Jahresverlauf stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden in Österreich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30%.

Tesla ist mit dem kürzlich vorgestellten Cybertruck einmal mehr eine Speerspitze am Markt für Elektroautos.

„Wir sehen einen kräftigen und stabilen Aufwärtstrend bei Elektroautos – sowohl in den großen EU-Märkten als auch in Österreich“, sagt Schwartz. „Noch ist der Marktanteil – vor allem in den südeuropäischen Ländern – sehr niedrig. Aber bereits für das kommende Jahr ist mit einer Verdopplung des Marktanteils zu rechnen – zahlreiche neue attraktive Modelle auch in niedrigeren Preisregionen werden die Elektromobilität für ganz neue Käufergruppen attraktiv machen.“ Die Hersteller hätten zudem ein großes Interesse, ab dem kommenden Jahr in großem Stil Elektroautos auf die Straße zu bringen, um ihre CO2-Bilanz aufzubessern und hohe Strafzahlungen abzuwenden, betont Schwartz. „Neue Modelle und günstige Finanzierungsangebote werden im neuen Jahr für einen kräftigen Schub sorgen.“

Unsicherer Ausblick

Ab dem Jahr 2020 gelten in der EU die neuen, deutlich strengeren Vorgaben für den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Neuwagenflotte – die Hersteller werden daher bestrebt sein, die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit hohem CO2-Ausstoß noch in das Jahr 2019 zu ziehen, was zu einem künstlichen Boom bei den Neuzulassungen großer Pkw/SUVs zum Jahresende führen könnte.

Umgekehrt könnten die Neuzulassungen von Elektroautos tendenziell ins kommende Jahr verschoben werden, was den Aufwärtstrend bei Elektroautos im November und Dezember leicht bremsen würde. Unterm Strich rechnet Schwartz mit einem Neuwagenabsatz in der EU auf dem Niveau des Vorjahres. „Angesichts einer schwächelnden Konjunktur hat sich der Neuwagenmarkt in diesem Jahr zufriedenstellend entwickelt“, resümiert Schwartz.

Der Fahrzeughandel im Jahresüberblick

2018 konnte der heimische Fahrzeughandel trotz Absatzeinbußen noch ein Umsatzplus von 1,9% nominell auf 47,3 Mrd. € verbuchen. Bis Juli 2019 hat sich die Pkw-Nachfrage weiter verlangsamt und einen Umsatzrückgang im Kfz-Handel von 1,1% nominell ausgelöst. Wie der aktuelle Branchenbericht zur Kfz-Wirtschaft der UniCredit Bank Austria zeigt, kann das Minus jedoch bis Jahresende 2019 ausgeglichen werden und die Branche damit ihr Vorjahresergebnis wieder erreichen.

Im August und September 2019 haben sich die Geschäftsvertrauenswerte der Kfz-Händler und die kurzfristigen Nachfrageerwartungen deutlich verbessert und kündigen ein Ende des Abschwungs noch in den nächsten Monaten an. Darüber hinaus werden die Pkw-Neuzulassungen, die bis September 2019 um 6,3% gesunken sind, vor dem Hintergrund des sehr hohen Rückgangs im vierten Quartal 2018 bis Jahresende wieder zulegen. Damit können im Kfz-Handel in den nächsten Monaten nicht nur weitere Absatz-, sondern auch leichte Umsatzzuwächse erwartet werden.

2018 gab es trotz Absatzeinbußen noch ein kleines Umsatzplus von 1,9% für den heimischen Fahrzeughandel.

„2020 wird sich die Autonachfrage in Österreich voraussichtlich weiter erholen, gestützt auf die erwarteten höheren Ausgaben für dauerhafte Konsumgüter und die unverändert günstigen Finanzierungsbedingungen“, analysiert Bank Austria-Ökonom Günter Wolf. „Dafür spricht auch die etwas verbesserte Konsumentenstimmung im Rahmen der jüngsten Konjunkturbefragung vom dritten Quartal 2019.“ Zuletzt hat sich die Zahl der Konsumenten, die innerhalb des nächsten Jahres ein Auto kaufen wollen, leicht erhöht.

Verkaufsaktionen bremsen die Pkw-Anschaffungskosten

Langfristig werden die Ausgaben der österreichischen Konsumenten für die Anschaffung und den Betrieb eines Autos vor allem von den Service- und Treibstoffkosten angetrieben. Von 2008 bis Mitte 2019 wurden Kfz-Serviceleistungen um 43% teurer, Kraft- und Schmierstoffe im Durchschnitt um drei Prozent; im Vergleich dazu legten die Verbraucherpreise um 21% zu.

Hingegen sind die Anschaffungskosten für neue und gebrauchte Kfz kaum gestiegen beziehungsweise seit 2008, trotz der stark steigenden Nachfrage nach stärker motorisierten und vielfach teureren Fahrzeugen, sogar um drei Prozent gefallen. Allein in den letzten fünf Jahren erhöhte sich der Neuzulassungsanteil von Pkw in der höchsten ausgewiesenen Motorleistungsklasse ab 126 kW von elf auf mehr als 14%.

Die hohen Preisnachlässe im Autohandel zeugen von hohem Konkurrenzdruck.

Die relativ schwache Entwicklung der Pkw-Anschaffungskosten ist unter anderem ein Hinweis auf die hohen Preisnachlässe im Autohandel; diese wiederum sind Ausdruck des hohen Konkurrenz-und Preisdrucks unter den Herstellern und im Autohandel selbst. Zudem bremsen strukturelle Veränderungen beim Neuwagenkauf die Preisentwicklung, insofern als der Großteil der erstmals zugelassenen Pkw bereits als verbilligte Vorführ- oder Jungwagen beziehungsweise als Leasingfahrzeuge am Markt kommen. (2018 wurden 38% der neu registrierten Pkw geleast.)

Der Fahrzeugbestand wird weiter steigen

Entsprechend dem wachsenden Motorisierungsgrad hat der Individualverkehr bzw. das Auto kaum von seinem hohen gesellschaftlichen Stellenwert eingebüßt. Noch 2018, als der Automarkt in Österreich nach einem Zulassungsrekord 2017 ins Minus rutschte, wurden 341.100 neue Pkw angemeldet, der dritthöchste jemals registrierte Wert. Insofern kann das Zulassungsminus von 6,3% bis September 2019 als ein Einlenken des Automarkts auf ein langfristiges Niveau interpretiert werden.

Der Motorisierungsgrad in Österreich ist mit 555 Pkw pro 1.000 Einwohner längst einer der höchsten im europäischen Vergleich (EU-Durchschnitt: 510 Pkw pro 1.000 Einwohner). Zudem ist die Fahrzeugflotte mit einem Durchschnittsalter von neun Jahren pro Pkw eine der jüngsten Europas (EU-Durchschnitt: elf Jahre).

Die Österreicher fahren im europäischen Durchschnitt relativ neue Autos

Dass Österreichs Konsumenten für den Fahrzeugkauf relativ zu ihren gesamten Konsumausgaben dennoch immer weniger ausgeben (seit Mitte der 90er-Jahre ist der Anteil von fünf Prozent auf drei Prozent gesunken), ist einerseits eine Folge des geringen Wachstums der Pkw-Anschaffungskosten, kann andererseits aber auch mit der stark gestiegenen Zahl an Leasing- und Firmenwagen erklärt werden. Auf jeden Fall ist der rückläufige Anteil der Ausgaben für die Anschaffung von Fahrzeugen am privaten Konsum kein Indikator für eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs.

Darüber hinaus finden sich kaum Indikatoren, die auf einen Rückgang des privaten Pkw-Verkehrs außerhalb der Ballungsräume hinweisen. Im gesamten Bundesgebiet ist der Pkw-Anteil an allen im Landverkehr zurückgelegten Wegen in den letzten zehn Jahren zwar geringfügig gefallen (um etwa einen Prozentpunkt auf circa 77%). Allerdings erklärt sich der Rückgang vor allem mit dem überproportionalen Anstieg der Beförderungsleistung anderer Verkehrsmittel, vor allem der Bahn. In Summe ist die Beförderungsleistung mit Pkw seit 2008 um 14% gestiegen.

Durch das Bevölkerungswachstum wird die Autonachfrage angetrieben

Das Auto bleibt im Hoch

Das Auto wird in Zukunft weiter an Stellenwert gewinnen. Laut der aktuellen Trendabschätzung des Umweltbundesamtes wird der Pkw-Bestand in Österreich von derzeit 5 Mio. Fahrzeugen bis 2050 fast kontinuierlich mit durchschnittlich 0,8% im Jahr auf rund 6,5 Mio. Fahrzeuge wachsen. Im Vergleich zu den letzten zwei Jahrzehnten, als die Zahl der Pkw in Österreich um durchschnittlich 1,3% im Jahr gestiegen ist, werden die Zuwächse zwar schwächer, der Motorisierungsgrad nimmt aber weiter zu. Angetrieben wird die Autonachfrage vor allem von der steigenden Zahl der Einwohner, die 2050 in Österreich 9,7 Mio. erreichen sollte; pro 1.000 Einwohner würden dann 660 Pkw gezählt werden.

Die Fahrzeugnachfrage bleibt zudem in Schwung, weil ein Teil der Flotte sukzessive von Verbrennungsmotoren auf Elektro- oder Hybridantriebe umgestellt wird. Das Umweltbundesamt schätzt, dass der Bestand an vollelektrischen und Plug-in-Hybridfahrzeugen in Österreich von derzeit 33.000 Pkw bis 2030 auf 1,2 Mio. und bis 2050 auf rund 4,4 Mio. Pkw zunimmt.

„Parallel zum steigenden Motorisierungsgrad wächst der Druck auf die Kfz-Wirtschaft in Österreich“, meint Wolf. „Kurzfristig werden die Hersteller den Verkaufsdruck auf das Händlernetz noch verstärken, da sie deutlich mehr Diesel- und Elektrofahrzeuge absetzen müssen, um den CO2-Flottenverbrauch zu senken. Langfristig verliert die Branche mit der Verbreitung neuer Mobilitätsangebote, beispielsweise unter dem Stichwort ‚Shared Mobility‘, Anteile am Neuwagengeschäft. Letztendlich wird es zu einer weiteren Konsolidierung der bestehenden Händlernetze kommen.“

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Österreichs wertvollste Markenunternehmen 2019

Published on 11. November 2019

Das European Brand Institute (EBI) hat heuer die Österreichische Markenwert Studie zum 16. Mal durchgeführt und die wertvollsten Markenunternehmen, basierend auf dem „trend-Top-500 Ranking der umsatzstärksten Unternehmen Österreichs“ vom Juni 2019, ermittelt.

Laut Studienautor Gerhard Hrebicek, dem Präsidenten des European Brand Institute, lässt sich daraus „ein Milliardenpotenzial für österreichische Markenunternehmen ableiten, wenn die letztgültigen internationalen Standards bei den Lead-Brands angewendet werden. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ergeben sich daraus Investments in Marken, neue Jobs, ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts und damit mehr Wohlstand.“

Die wertvollsten heimischen Unternehmen nach ihrem Markenwert 2019:

  1.  Red Bull          13,185
  2.  Swarovski         3,465
  3.  Novomatic        3,433
  4.  Spar                   2,072
  5.  Raiffeisen          2,059
  6.  ÖBB                   1,894
  7.  Erste Group      1,825
  8.  OMV                  1,330
  9.  XXXLutz            0,909
  10.  Signa Retail       0,904

Angaben in Milliarden Euro
Quelle: Österreichische Markenwert Studie

Die zehn wertvollsten Austro-Markenunternehmen sind zusammen mehr als 31,076 Mrd. € wert und wachsen jährlich durchschnittlich um sechs Prozent.

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Fußball verbindet: Netzwerken im SK Rapid Business Club

Published on 11. November 2019

Was Fußball und Wirtschaft gemeinsam haben? So einiges. Denn Begriffe wie Taktik, Aufstellung und Zusammenspiel prägen nicht nur das Geschehen auf dem Rasen, sondern sie können auch auf das Unternehmertum umgemünzt werden. Nicht umsonst heißt es, als Unternehmen muss man gut aufgestellt sein – und zwar mit einem erfolgreichen Team und einem guten Netzwerk.

Hier kommt der SK Rapid Business Club ins Spiel. Die grün-weiße Netzwerkplattform des Rekordmeisters ist die größte ihrer Art in Österreich und richtet sich an alle, die nicht nur Spieltage in gehobenem Ambiente verbringen, sondern auch wirtschaftliche Wachstumspotenziale identifizieren und neue Geschäftsbeziehungen anbahnen wollen. Denn die Rapid-Gemeinschaft besteht nicht nur aus den zahlreichen Fans in ganz Österreich – übrigens ist Grün-Weiß der beliebteste Fußballverein des Landes (Quelle: Market Marktforschungs GmbH) – sondern auch aus Meinungsführern unterschiedlicher Branchen, die mit dem SK Rapid Business Club eine ideale Möglichkeit finden, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

SK Rapid Business Club

Netzwerken am Spieltag und darüber hinaus

Im SK Rapid Business Club können Unternehmer ganz einfach mit anderen in Kontakt treten, vor allem, da sie mit der gemeinsamen Leidenschaft für Fußball bereits eine ideale Gesprächsbasis haben. So treffen bei den Heimspielen der Hütteldorfer auf insgesamt vier Ebenen des Business Clubs durchschnittlich rund 2.000 Personen zusammen, um ihre Mannschaft anzufeuern, aber auch das eigene Netzwerk um Größen aus der Wirtschaft, Politik, Kultur und dem Sport zu erweitern, oder auch um Partnern, Kunden und Mitarbeitern eine Freude zu machen. Sei es im Stadion selbst, kurz bevor das Spiel losgeht und die Spannung bereits zum Greifen ist, in der Pause bei Tisch und erstklassigem Catering des Partners food affairs, bei einem Glas Wein an der Wein Burgenland Bar oder einem Cocktail auf der Tanqueray Cocktailterrasse am Dach des Allianz Stadions.

Auch über den Spieltag hinaus bietet der SK Rapid Business Club zahlreiche Möglichkeiten, Networking auf höchstem Niveau zu betreiben. Dafür engagiert sich nicht nur das Vertriebsteam, die als Business Enabler Kontakte vermitteln und Kooperationsmöglichkeiten aufzeigen. Der SK Rapid hat für seine Business Club-Mitglieder und Partner außerdem mit der SK Rapid Spielverlagerung und dem SK Rapid Doppelpass exklusive Veranstaltungsformate ins Leben gerufen, die als Brückenbauer dienen, um andere Mitglieder, aber auch interessante Gäste aus unterschiedlichen Branchen kennenzulernen.

Kontakte knüpfen und Kunden gewinnen

Neben dem Netzwerken stehen aber auch diverse Werbe- und Kommunikationsleistungen im Vordergrund des Business Clubs. Alle Mitglieder sind etwa im grün-weißen Branchenbuch sowohl online als auch in gedruckter Form verzeichnet – damit können Rapid-Fans beispielsweise schnell und einfach Dienstleistungen aus der Rapid-Familie in Anspruch nehmen. Zudem bietet das Grüne Netzwerk online einen eigenen Bereich, um mit anderen Unternehmen in Verbindung zu treten.

„Mehr als 500 Unternehmen sind bereits Mitglied im SK Rapid Business Club, womit unsere Netzwerkplattform die größte ihrer Art in Österreich ist. Das bestätigt einmal mehr, dass der SK Rapid nicht nur beliebt und bekannt ist, sondern für Partner auch echten Mehrwert bietet – sowohl in Sachen Imagetransfer und Reichweite als auch wenn es um das Knüpfen interessanter neuer Kontakte geht. Denn das fällt am Spieltag bei einzigartiger Stadionatmosphäre und darüber hinaus bei diversen grün-weißen B2B-Veranstaltungen besonders leicht“, so Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft/CEO der SK Rapid GmbH.

Wie wird man aber Mitglied im SK Rapid Business Club? Jeder Inhaber eines Business profitiert automatisch von den Vorteilen der grün-weißen Netzwerkplattform. Der exklusive Zutritt zu den Heimspielen des SK Rapid sowie viele weitere Highlights runden das Angebot ab, das gerne als individuelles Package je nach Unternehmensgröße und Bedürfnissen zusammengestellt werden kann! Alle Infos rund um den SK Rapid Business Club finden Sie hier.

In unserer 360 Grad Tour durch den VIP und Businessbereich können Sie außerdem virtuell in die Welt des SK Rapid Business Club eintauchen.

Übrigens: Weihnachten steht vor der Türe. Wer Kunden, Partnern oder Mitarbeitern gerne eine grün-weiße Freude machen möchte, verschenkt heuer ein VIP-Tagesticket für ein Heimspiel des SK Rapid und lädt damit nicht nur zum Fußballabend in gehobenem Ambiente, sondern auch zum Kontakte Knüpfen ein!

Bei Interesse am SK Rapid Business Club kontaktieren Sie uns gerne per Telefon unter unserer Business Hotline 0820 92 1899 (werktags von 9-12 Uhr; österreichweit 0,20 Euro/Min aus allen Netzen) oder per Mail unter rapid.businessclub@skrapid.com http://skrapid.com

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