Autor: Andreas Hummel

Smartes Wohnen anno 2040

Published on 2. November 2020

Smarte Technologien werden das Wohnen in den kommenden zwei Jahrzehnten radikal verändern – dies prognostiziert der international renommierte Zukunftsforscher Ray Hammond in seinem Report „Super Smart Living – The Mid-21st-Century Home“.

Biometrie und Gesichtserkennungssoftware sollen künftig mehr Sicherheit gewährleisten; zudem werde es den Bewohnern – noch stärker als bereits heute – von überall her möglich sein, ihr Zuhause zu kontrollieren; die entsprechenden Daten werden ihnen via Schnittstelle an ein Medium ihrer Wahl übermittelt. Dies können smarte Kontaktlinsen, Brillen, tragbare Projektionsgeräte oder Bildschirme sein. Auf der anderen Seite werden entsprechend an die Stelle der klassischen Einbrecher in Zukunft immer öfter Hacker treten: Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) werden diese sich nicht mehr über das Fenster, sondern über das Heimnetzwerk Zugang zu dem Haus oder der Wohnung verschaffen – die Datensicherheit wird daher immer wichtiger.

Gesichtsscanner statt Wohnungsschlüssel? Biometrie gehört die Zukunft und soll mehr Sicherheit gewährleisten.

Wohlig mit guter Ökobilanz

Bewohner werden auch jederzeit verschiedenste Daten abrufen können, um die Raumtemperatur besser zu regeln; die Steuerung von Luftqualität und Energieverbrauch erfolgt automatisch auf Basis der Klima- und Wettervorhersagen.

Darüber hinaus sollen smarte Technologien für deutliche Energieeinsparungen von bis zu 75% sorgen. Ebenso wird der Wasserverbrauch auf ein Drittel der heute in einen durchschnittlichen Haushalt üblichen Menge reduziert werden.

Komfort dank Robotern

„Alltägliche Aufgaben im Haushalt werden in zwei Jahrzehnten hauptsächlich von Robotern übernommen, deren Präsenz zur Normalität wird“, ist Hammond überzeugt. Roboter-Chefköche zaubern dann exzellente Gerichte auf den Tisch, die Temperatur miteinander vernetzter Öfen und Herde wird über eine Fernsteuerung reguliert.

Der smarte Kühlschrank überprüft Frische und Qualität der darin enthaltenen Lebensmittel und sorgt auch dafür, dass fehlende Produkte gleich nachgekauft werden; auch die automatische Bezahlung ist damit verknüpft.

Wichtiges zu Hause drucken

Mit 3D-Druckern kann in Zukunft laut Hammond jeder Gegenstände zum eigenen Gebrauch zu Hause fabrizieren.

Und es kommt noch besser, glaubt man Hammond: Der Standard für drahtlose Kommunikationstechnologie wird im Jahr 2040 demnach 7G sein, eine 100.000fach schnellere Technologie als sie heute bei der Übertragung riesiger Datenmengen zum Einsatz kommt.

Kleidung, Spielsachen, Sportzubehör oder Werkzeuge kann dann per 3D-Drucker jeder zu Hause für den eigenen Gebrauch fabrizieren. Und sogar Häuser und Wohnungen könnten vor Ort in Einzelteilen gedruckt und von einem Team von Robotern zusammengesetzt werden. Der große Vorteil: Dadurch würden rund 60% günstigere Unterkünfte geschaffen und der in vielen Städten herrschende Wohnungsmangel wäre endlich überwunden.

Feine Freizeitmöglichkeiten

Auch für außergewöhnliche Unterhaltung muss im Jahr 2040 das Haus nicht mehr verlassen werden. Interaktives virtuelles Entertainment wird durch viele smarte Services geboten: Der Wohnbereich verwandelt sich in ein großes holografisches Kino. Ein Zusammenspiel von Virtual Reality, Augmented Reality und holografischen Technologien ermöglicht realistische und interaktive Spiele, Sport, atemberaubende Reisen oder spezielle Bildungsaktivitäten.

Vernetzte Steuerung von Hauselektronik als Vorstufe zu den futuristischen Visionen.

Manche Prognosen Hammonds mögen zwei Jahrzehnte bevor sie Wirklichkeit werden noch sehr futuristisch wirken; Easy Living als Vorstufe zu smartem Wohnen ist aber bereits jetzt für viele Menschen präsent …

Österreichische Finanzchefs wegen COVID-19 im Stimmungstief

Published on 2. November 2020

Bereits zum Ende des Vorjahres zeichnete sich eine gewisse Ernüchterung unter Europas Finanzvorständen ab. Durch die weltweite COVID-19-Pandemie hat sich die Stimmung im ersten Quartal 2020 jedoch nochmals drastisch verschlechtert. Das Beratungsunternehmen Deloitte verzeichnet im aktuellen CFO Survey ein Rekordtief seit 2015. Insgesamt wurden im März 2020 rund 1.000 Finanzvorstände aus 18 europäischen Ländern zur aktuellen Situation befragt, darunter auch 50 Top-CFOs in Österreich.

„Das Coronavirus hinterlässt deutliche Spuren in der österreichischen Wirtschaft. Der Großteil der Finanzchefs zeigt sich daher wenig optimistisch: Rund zwei Drittel der österreichischen Befragten blicken pessimistischer in die finanzielle Zukunft ihres Unternehmens als noch vor drei Monaten“, erklärt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Langfristige Auswirkungen auf Umsatz

Weltweit kursieren die unterschiedlichsten Szenarien zum weiteren Verlauf der Krise und der damit einhergehenden Rezession. Die europäischen Finanzchefs sind laut Deloitte Umfrage derzeit wenig zuversichtlich: Über drei Viertel erwarten innerhalb der nächsten sechs Monaten sinkende Unternehmensumsätze durch COVID-19. In Österreich rechnen zwei Drittel zumindest mit einem kurzfristigen Rückgang, 57 % befürchten auch auf lange Sicht rückläufige Umsatzzahlen.

„Anstelle einer schnellen und starken Erholung bereiten sich die Unternehmen auf eine eher schleppende Erholung ihres Geschäftes vor. Das wird sich längerfristig auf den Erfolg der meisten Unternehmen auswirken“, analysiert Marterbauer.

Trüber Ausblick für Beschäftigung

Aufgrund der verhaltenen Geschäftserwartungen fahren aktuell viele europäische Unternehmen ihre Einstellungspläne zurück. Auch unter den heimischen CFOs gehen 43 % der Befragten von einem Rückgang der Mitarbeiteranzahl in den nächsten zwölf Monaten aus. Dieses Ergebnis markiert eine Trendumkehr im Jahresvergleich. Im vorigen Quartal erwarteten die meisten Unternehmen noch einen Anstieg – aber das war vor COVID-19. Auch die Risikobereitschaft nimmt ab: Nur ein Viertel der österreichischen Befragten ist derzeit bereit, höhere Risiken in der Bilanz einzugehen.

„Generell kommt es aktuell zu einer Neubewertung des Risikoumfeldes durch die Finanzvorstände: Die schlechten Konjunkturaussichten haben den Fachkräftemangel derzeit als größten Risikofaktor abgelöst. Auch die sinkende Auslandsnachfrage bereitet den CFOs momentan Kopfzerbrechen“, ergänzt Deloitte Experte Gerhard Marterbauer.

Reaktive Maßnahmen zur Abfederung

Um die Folgen von COVID-19 für das eigene Unternehmen einzudämmen, setzen viele Befragte auf reaktive Maßnahmen. 55 % der heimischen Unternehmen wollen in erster Linie die Ausgaben reduzieren. Auch neue Arbeitsmodelle für die Belegschaft (52 %) sowie die Überprüfung der Kommunikation mit wichtigen Stakeholdern (42 %) stehen jetzt weit oben auf der Unternehmensagenda. Diese Tendenz lässt sich laut der Deloitte Studie in ganz Europa feststellen.

Auch die strategische Ausrichtung der Unternehmen wird durch die jüngsten Entwicklungen beeinflusst: Neben der Senkung der Kosten und des Betriebsaufwandes sind das Wachstum in bestehenden Märkten und das Vorantreiben der Digitalisierung die zentralen strategischen Ziele der österreichischen CFOs. „In der derzeitigen Krise konzentrieren sich die Unternehmen auf die Sicherung der Liquidität und die effektive Nutzung vorhandener Ressourcen“, sagt Marterbauer. „Auch die Digitalisierung wird nun stark vorangetrieben – das kann auch ein Erfolgsfaktor für die Zeit nach der Krise sein.“ 

Konjunktur: Schnellere Erholung als nach Lehmann

Published on 6. September 2020

Sie sind selten geworden, die guten Nachrichten. Aber es gibt sie: „Die Weltwirtschaft erholt sich von der Corona-Krise deutlich schneller als von der Lehmann-Krise 2008/2009“, so Prof. Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, bei einer Veranstaltung des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) in Wien.

Der Optimismus des Ökonomen beruht auf Fakten: Der weltweite Güterverkehr lag im Juni nur noch um rund neun Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Zum Vergleich: Nach der Lehmann-Krise begann die Erholung der Weltwirtschaft erst acht Monate nach dem Kollaps des Geldinstituts. Und es dauerte mehr als ein Jahr, um im Welthandel wieder auf das Niveau zu kommen, dass die Wirtschaft nach dem Corona-Lockdown jetzt in nur zwei Monaten erreicht hat. „Der Welthandel scheint deutlich robuster zu reagieren“, so der Österreicher, der seit März 2019 das renommierte deutsche Institut leitet.

Das gilt auch für die Eurozone. Mit einem Einbruch von 23 Prozent hat es den Handel der Eurozonen-Länder zwar besonders hart getroffen, aber auch hier zeigt die Konjunkturkurve deutlich nach oben. Im Juni lag der Handel nur noch um ca. zehn Prozent unter dem Februar-Niveau.

Prof. Gabriel Felbermayr beim Internationalen Forum für Wirtschaftskommunikation.

Staatshilfen notwendig und sinnvoll

Zu der raschen Erholung beigetragen hätten vor allem die Staatshilfen, die sehr viel umfangreicher ausgefallen sind als nach der Lehmann-Krise – „und das ist auch gut so“, urteilt Felbermayr. Die Gefahr einer Inflation sieht der Top-Ökonom nicht, da alle Staaten sich stark verschulden würden und deshalb keine Gefahr einer Währungs-Abwertung bestehe.

Der große Gewinner der Krise ist China, dort befindet sich die Industrieproduktion bereits wieder auf Vor-Corona-Niveau.  „Als einzige große Volkswirtschaft wird China heuer mit einem BIP-Plus von rund zwei Prozent Wachstumstreiber bleiben“, analysiert Felbermayr, „dadurch gewinnt das Land an Bedeutung.“

Wirtschafts-Masochismus

Ein Ende der Globalisierung erwartet der Experte nicht. „Schon seit zehn Jahren stagniert der Welthandel und geht tendenziell zurück, die Corona-Krise hat diese Entwicklung beschleunigt, „die Welt bewegt sich von der Hyperglobalisierung zur Slowbalisation.“ Vor allzu heftiger Globalisierungs-Kritik warnt der Ökonom. Gerade für exportabhängige Länder wie Österreich und Deutschland sei das „Wirtschafts-Masochismus“.

Den von der Bundesregierung beschlossenen Investitions-Bonus hält der Experte für eine gute Sache, da er für alle gelte und eine mühsame Differenzierung, wer Anspruch hat und wer nicht, entfällt. Felbermayr: „Nur sieben bis acht Prozent der Unternehmen sind durch den Lockdown wirklich auf Null und müssen komplett neu starten. Viele andere haben zwar Umsatz verloren, machen aber nach wie vor Geschäfte.“

Arbeitszeitverkürzung – bitte nicht!

Wenig Freude hat Felbermayr mit der Diskussion über Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. „Dadurch würden nur die Lohnkosten steigen, unsere Produkte wären am Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig. Aus meiner Sicht ist Arbeitsverkürzung ein Rezept für Massenarbeitslosigkeit!“

Redaktion: Arne Johannsen

Keine Förderungen mehr für „tote Pferde“

Published on 31. August 2020

Deutliche Kritik an der aktuellen Förderungspolitik in Corona-Zeiten übt die Wiener Unternehmensberatung Advicum Consulting. Aufgrund des COVID-19-Schocks werde rund um die Welt versucht, die am Boden liegende Wirtschaft mit milliardenschweren Förder- und Überbrückungsprogrammen zu stabilisieren. „Förderungen, Stundungen und Garantien führen dazu, dass Unternehmen, die es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, irgendwie am Leben gehalten werden. Viele davon existieren aber bloß als ‚Zombie-Unternehmen‘ weiter und schädigen durch falsche Ressourcenallokation die gesunden Teile der Wirtschaft“, betont Advicum Equity-Partner Daniel Knuchel.

Gesunde Unternehmen zahlen die Rechnung

„Eine uralte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab“, vergleicht Knuchel. „Doch wie interpretieren wir das? Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung toter Pferde zu erhöhen.“ Das künstliche am Leben halten von Unternehmen, denen es schon vor der Krise schlecht ging, die Verführung zu weiterer nachhaltiger Verschuldung, führe nur dazu, dass die gesunden Unternehmen die Rechnung zahlen, so Knuchel. Besser sei es, spätestens jetzt auf die Selbstreinigungskraft der Wirtschaft zu vertrauen. Verzögerung und Stabilisierung seien an sich nichts Schlechtes, doch alles habe ein Ende. „Auf die Phase, die Ende dieses/Anfang nächsten Jahres auf uns zurollen wird, müssen wir uns mit Konsequenz, Fingerspitzengefühl und Mut zur Veränderung vorbereiten statt weiterhin mit dem Füllhorn wahllos Fördergelder auszustreuen“, fordert der Advicum- Experte.

Spreu von Weizen trennen

Mit der Beantwortung von drei wesentlichen Fragen könne man zügig Entscheidungen über den Zustand eines Unternehmens treffen, die eine gesunde und nachhaltige Wirtschaft braucht:

  • Ist die Förderwürdigkeit des Unternehmens uneingeschränkt gegeben? (Vergangenheitsperspektive)
  • Führt Covid-19 tatsächlich zu einer starken Betroffenheit des Unternehmens? (Gegenwartsperspektive)
  • Bestehen erhebliche Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells? (Zukunftsperspektive)

„Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen macht eine sinnvolle Ressourcenallokation möglich, und sowohl die personellen als auch die finanziellen Mittel würden dorthin gelenkt, wo sie zukünftig den größten Mehrwert stiften können“, erklärt Knuchel.

Corona Corporate Health Check

Auf Basis dieser Fragen hat Advicum Consulting einen einfachen „Gesundheits-Check für Unternehmen“ entwickelt, der die grundsätzliche Überlebenschance und Zukunftsperspektive eines Unternehmens abklärt. Auf dieser Grundlage können dann individuelle Maßnahmenpakete definiert, Finanzierungsmöglichkeiten abgeklärt und eine positive 2Weiterentwicklung gesichert werden. Bei nicht mehr gegebener Zahlungs- oder zukünftiger Lebensfähigkeit kann rechtzeitig Insolvenz eröffnet werden – noch ehe gutes Geld dem schlechten endlos nachgeworfen wird.

Advicum Consulting

Die Advicum Consulting GmbH, ein eigentümergeführtes österreichisches Beratungs- und Investmentunternehmen, verfügt über umfassende Erfahrungen in Managementconsulting und Corporate Finance. Seit der Gründung im Jahr 2002 hat Advicum hunderte Projekte von über 300 Kunden betreut und in die Realität umgesetzt. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Transformations-Management, die Veränderung von Strategien, Strukturen, Abläufen, Denk- und Handlungsmustern in einem Unternehmen, um dieses deutlich wettbewerbsfähiger zu machen. Besonders aktuell in diesem Zusammenhang ist die Verknüpfung von „Old & New Economy“, insbesondere durch Automatisierung und Digitalisierung. Die Branchenschwerpunkte liegen in den Bereichen Immobilienwirtschaft, Industrie, Handel und im Public Sector.

Rückfragehinweis:

  • Advicum Consulting GmbH Bauernmarkt 10/16 1010 Wien Tel.: +43 (1) 236 1116 office@advicum.com
  • PR-Büro Halik Tel.: Tel.: +43 (2266) 67 477 office@halik.at

Trotz Krise: Viele Österreicher haben dieses Jahr Aktien zugekauft

Published on 23. August 2020

„Ein guter Finanzplaner setzt sich intensiv und genau mit den Bedürfnissen seiner Kunden auseinander. Das ist vor allem in Krisenzeiten gefragt. Durch die Erhebung bekommen wir einen tieferen Einblick in die finanziellen Wünsche und Sorgen der Österreicher. Dabei gab es durchaus einige Überraschungen“, kommentiert Mag. Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Financial Planners. Wenig verwunderlich ist, dass sich beinahe alle Kunden (93 Prozent) mit finanziellen Ängsten an ihren Finanzberater gewandt haben. Mehr als zwei Drittel der Kunden (70 Prozent) bereitete die Verschuldungssituation der Nationalstaaten Kopfzerbrechen. Passend zum Klischee der Österreicher als fleißige Sparer, sorgten sich auch zwei von drei Konsumenten (63 Prozent) um ihr Geld auf der hohen Kante. Ebenso war die Sicherheit des Euros für gut jeden zweiten (55 Prozent) ein Thema. So manche böse Zunge würde behaupten, die Österreicher würden sich in finanzieller Sicherheit wiegen – oder hätten sehr großes Vertrauen in die heimische Politik. So fürchtet sich nur jeder Dritte (34 Prozent) vor der Einführung neuer Steuern und auch die Sorge vor der Deflation spielt keine große Rolle (8 Prozent). Die Umfrage des Verbandes zeigt mitunter ein zeitliches Angst-Barometer: Kunden waren mit Bekanntgabe des Lockdowns im März am besorgtesten um ihr Vermögen (73 Prozent), gefolgt von April (18 Prozent).

„Anleger haben größtenteils einen kühlen Kopf bewahrt und keine emotionalen Kurzschluss-Entscheidungen getroffen“, meint Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Financial Planners.

Österreicher trotzen lang gehegtem Klischee

Heimischen Investoren eilt üblicherweise der Ruf voraus, risikoscheue Aktien-Verweigerer zu sein. Diesem Bild wird in der Umfrage des Verbandes getrotzt: Immerhin gaben 92 Prozent der befragten Finanzplaner an, während der Covid-19-Krise zumindest gelegentlich von Kunden kontaktiert worden zu sein, um Zuzahlungen in Veranlagungsformen mit höherem Aktienanteil vorzunehmen. „Die Österreicher sind dafür bekannt, fleißige Sparer zu sein, aber eher auf renditeschwache Anlageformen wie das Sparbuch zu setzen. Wir beobachten, dass der Aktienanteil steigt. Es ist allerdings noch viel Aufklärungsarbeit im Bereich der Finanzbildung erforderlich, um zu verdeutlichen, dass die Börse auch für den Durchschnittsösterreicher Chancen bietet“, ist Siegler überzeugt. Wenige Finanzplaner (36 Prozent) wurden von ihren Kunden seit dem Lockdown im März kontaktiert, um Notverkäufe von Veranlagungspositionen vorzunehmen. Siegler zufolge ist das ein Indiz, dass Österreicher sattelfester in Geld-Fragen werden: „Anleger haben größtenteils einen kühlen Kopf bewahrt und keine emotionalen Kurzschluss-Entscheidungen getroffen. Diese Entwicklung hin zum mündigen Konsumenten ist eine Bestätigung unserer Arbeit als Verband.“

Rettungsringe dankend angenommen

Ein weiterer Teil der Befragung widmete sich finanziellen Engpässen. Das Konzept der Kurzarbeit in Österreich bot Medienberichten zufolge hierzulande für viele Unternehmen und Mitarbeiter Entlastung. Das bestätigt auch die Erhebung des Verbandes. Nämlich berieten mehr als zwei Drittel der Probanden (83 Prozent) ihre Klienten rund um das Thema Kurzarbeit für Mitarbeiter. Neben der Regierung waren allerdings auch heimische Banken gefragt, um die Liquidität für die Wirtschaft zu sichern. Die meisten kamen dieser Verantwortung nach, indem sie unter anderem Stundungen für Kredite zur Verfügung stellten. Dieses Angebot ist auch dankend angenommen worden – immerhin wurden 71 Prozent der befragten Finanzplaner zumindest gelegentlich auf eine Erweiterung des Kreditrahmens angesprochen.

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Richtig Schluss machen

Published on 23. August 2020

Unternehmen sollten eine Trennung von Mitarbeitern, möglichst fair gestalten. Sie sollten darauf achten, dass in diesem Prozess das Selbstwertgefühl der zu kündigenden Mitarbeiter gewahrt bleibt, die verbleibenden Mitarbeiter nicht unnötig demotiviert werden und die Firma keinen langfristigen Schaden erleidet.

Am ehesten gelingt dies mit einem vorab formulierten Drehbuch für den Kündigungs- und Trennungsprozess. Dieses sollte unter anderem folgende Fragen beantworten:

  • Nach welchen Kriterien wird entschieden, wer entlassen wird?
  • Zu welchem Zeitpunkt erfolgt die Kündigung?
  • Wann und wie wird die Kündigung ausgesprochen?
  • Wer führt die Kündigungs- und Trennungsgespräche?
  • Wie werden die verbleibenden Mitarbeiter über die Kündigungen informiert?
  • Wie werden sie gegenüber den zu kündigenden und den verbleibenden Mitarbeitern begründet? Und:
  • Wie gestalten wir den Trennungsprozess?

Im Gespräch ruhig und sachlich bleiben

In der Regel sollte der unmittelbare Vorgesetzte die betroffenen Mitarbeiter über ihre Kündigung informieren – selbst wenn diese von der Personalabteilung versandt wird. Er sollte sich vorab unter anderem  fragen: Teile ich dem Mitarbeiter in dem Gespräch nur die Kündigung mit und setze ich mich mit ihm anschließend nochmals zusammen, um zu vereinbaren, wie die Trennung gestaltet wird? Oder sollen das Kündigungs- und Trennungsgespräch zum selben Zeitpunkt stattfinden?

Die Entscheidung hierüber sollten Sie davon abhängig machen:
  • Wer ist Ihr Gegenüber?
  • Wie wird er/sie vermutlich reagieren?
  • Rechnet der Mitarbeiter bereits mit einer Kündigung oder fällt er aus allen Wolken?

Ist Letzteres der Fall, empfiehlt sich meist eine Trennung von Kündigungs- und Trennungsgespräch. Denn dies gibt dem Gekündigten die Chance, den Schock Kündigung zunächst zu verdauen und sich auf das Trennungsgespräch vorzubereiten.

Führungskräfte scheuen sich in Kündigungsgesprächen oft, die Hiobs-Botschaft auszusprechen. Also reden sie endlos um den heißen Brei. Dies erhöht nur unnötig die Qual des Mitarbeiters, der in der Regel schnell ahnt, worauf das Gespräch hinaus läuft. Sagen Sie stattdessen nach einer kurzen Einleitung zum Beispiel: „Wie Sie wissen, ist unser Auftragsvolumen um ein Drittel eingebrochen. Deshalb musste die Unternehmensführung einige Sparmaßnahmen beschließen. Dazu zählen vier betriebsbedingte Kündigungen in unserem Bereich. Sie, Herr/Frau …, zählen leider zu den Betroffenen. Wir werden das Arbeitsverhältnis mit Ihnen zum 30.6. beenden.“

Emotionen akzeptieren und Verständnis zeigen

Auf diese Nachricht reagieren Mitarbeiter unterschiedlich – manche geschockt, manche gelassen, manche wütend. Lassen Sie es zu, dass Ihr Mitarbeiter Emotionen zeigt. Äußern Sie hierfür Verständnis. Und geben Sie ihm ausreichend Zeit, die Fassung wiederzugewinnen. Gelingt ihm dies nicht, sollten Sie das Regeln der Trennungsmodalitäten vertagen.

Zuweilen müssen Führungskräfte Kündigungen aussprechen, von denen Sie nicht überzeugt sind. Dann dürfen Sie im Gespräch mit dem Mitarbeiter Ihre Bedenken nicht äußern, denn Sie nehmen die Aufgabe Kündigen stellvertretend für die Unternehmensleitung wahr. Außerdem geraten Sie in eine schwierige Situation, wenn der Gekündigte gegenüber Dritten äußert „Sogar mein…“ bzw. „… unser Chef empfindet die Kündigung als ungerecht“. Er wird Sie also als Kronzeuge gegen die Unternehmensführung verwenden.

Bei Kündigungen werden Führungskräfte oft mit Vorwürfen konfrontiert wie: „Aber vor einem Monat planten Sie mit mir doch noch…“ Oder: „Bei der Weihnachtsfeier erklärten Sie noch, unsere Arbeitsplätze seien sicher.“ Stehen Sie dann zu Ihren Worten und Taten. Bedauern Sie Ihren Irrtum. Sagen Sie, dass Sie zum damaligen Zeitpunkt die Situation anders einschätzten, diese sich in der Zwischenzeit aber aufgrund der Faktoren A, B, C geändert hat.

In der Regel fragen die zu kündigenden Mitarbeiter: „Warum gerade ich?“ Geben Sie dem Mitarbeiter eine inhaltlich verständliche Erklärung. Lassen Sie sich aber  keinesfalls auf eine Diskussion über die Auswahlkriterien ein. Denn wer die Gründe für die Kündigung diskutiert, diskutiert die Kündigung selbst.

Kündigung begründen, ohne die Person zu kränken

Wie schwierig eine Kündigung zu begründen ist, hängt weitgehend vom Anlass ab. Bei verhaltensbedingten Kündigungen ist das Begründen leicht. Hier gilt es vor allem, das rechtliche Prozedere zu beachten. Schwieriger ist es, wenn ein Mitarbeiter nicht die gewünschte Leistung erbringt. Dann sollte die mangelnde Passung zwischen Aufgaben und Qualifikation im Gespräch im Vordergrund stehen.

Entlässt ein Unternehmen betriebsbedingt eine größere Zahl von Mitarbeitern, dann muss deren Auswahl meist gemäß gesetzlich vorgegebener Kriterien wie Alter, Familienstand und Dauer der Betriebszugehörigkeit erfolgen. Auch dann ist das Begründen vergleichsweise einfach. Anders ist die Situation, wenn in die Auswahl auch Faktoren einfließen, wie: Wer bringt welche Leistung? Und: Welche Fertigkeiten braucht das Unternehmen? Dann wird das Begründen schnell zur heiklen Aufgabe. So zum Beispiel, wenn Sie gegenüber einem Techniker begründen sollen, warum er gehen muss, während seine Berufskollegen, die dieselben Aufgaben verrichten, bleiben dürfen. Bei solchen Kündigungen kann es vorteilhafter sein, eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses anzustreben.

Die Übergangszeit bis zum Ausscheiden regeln

Ist die Kündigung ausgesprochen und begründet, gilt es, die Zeit zwischen der Kündigung und dem Austritt aus dem Unternehmen zu regeln. Hierfür können Sie einen separaten Termin vereinbaren. Im Trennungsgespräch selbst sollten Sie Ihrem Mitarbeiter einen Weg aufzeigen, wie der Trennungsprozess gestaltet werden kann. Außerdem sollten Sie ihm Hilfe beim Suchen einer neuen Stelle anbieten. Zum Beispiel, indem Sie seine Wünsche beim Formulieren des Arbeitszeugnisses berücksichtigen.

Den Blick wieder in Richtung Zukunft richten

Nicht selten ist eine bezahlte Freistellung bis zum Ausscheidungstermin für beide Parteien die sinnvollste Lösung. Denn solange der oder die gekündigten Mitarbeiter noch im Unternehmen verweilen, sind auch die Noch-Kollegen innerlich hin- und hergerissen. Einerseits haben sie Mitleid mit ihren Kollegen, andererseits sehen sie oft die Notwendigkeit der Kündigungen. Dieser innere Zwiespalt wirkt sich negativ auf ihre Arbeitsmoral aus. Er hindert sie zudem, ihren Blick in Richtung Zukunft zu wenden. Dies sollte in dem für alle Beteiligten schmerzhaften Prozess Personalabbau jedoch möglichst schnell wieder geschehen.

Zum Autor: Alexander Pifczyk ist Senior Consultant und Partner bei der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal (link is external). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Führung, Change- und Projekt-Management.

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kvm-tec High Tech aus Österreich – we keep it simple but it´s really good

Published on 23. August 2020

KVM Extender werden weltweit in Projekten eingesetzt und überall dort benötigt, wo PC und Bildschirm voneinander entfernt installiert sind  – z.B die PCs in den Serverraum ausgelagert sind und Video und USB Signale über große Distanzen ohne Verzögerung auf die Monitore übertragen werden. So sind die „KVM Powerboxen“ –  Made in Austria weltweit in Kontrollräumen, Kraftwerken, Spitälern und Medizintechnik, oder im Broadcastbereich in Fernsehstationen und Ü-Wagen anzutreffen.

Da KVM Extender immer mehr an ergonomischen Features am Arbeitsplatz unterstützen und in Netzwerken und IT Infrastrukturen unkompliziert einzusetzen sind, wird es im KVM Markt in den nächsten Jahren zu einem starken Wachstum kommen. kvm-tec ist es gelungen, sich am internationalen KVM Markt einen Namen zu machen und Trends im KVM Bereich zu setzen. Das ist möglich, da es bei kvm-tec drei große Leidenschaften gibt – Technologie, Marketing und Sales.  So wie sich das Entwicklerteam von kvm-tec ein Ziel gesteckt hat, jedem KVM Extender eine ganz besondere Note zu verleihen und somit innovative Features entwickelt, die die KVM Welt bereichern, so hat sich das Marketing und Sales Team das Ziel gesteckt die Marke kvm-tec international bekannt zu machen.

Mit dem Motto kvm-tec – we keep it simple ist es gelungen ein junges, dynamischen, buntes Marketing aufzubauen und durch ein junges, dynamisches und flexibles Sales Team kvm-tec international am Markt zu vertreten. Besonders stolz ist man bei kvm-tec darauf, dass es gelungen ist in einem High Tech Unternehmen einen hohen Frauenanteil im Team zu haben. So ist neben MitarbeiterInnen in der Technik und Support das Account Management und die Order Abteilung, sowie Marketing und Sales in weiblicher Management Hand. Die Philosophie von kvm-tec heißt gemeinsam zu wachsen und Erfolg zu haben.

Um dies zu erreichen werden nicht nur Kundenbeziehungen international gepflegt, sondern auch die Beziehungen im kvm-tec Team gestärkt. Nicht umsonst wird das Firmengebäude vom kvm-tec Team Homebase genannt und das kvm-tec Team als kvm-tec Familie bezeichnet. Im kvm-tec Team werden Erfolge gefeiert, aber auch Konflikte angesprochen und jeder weiß, dass Teamwork- Dream-Work bedeutet. Das wird nicht nur im kvm-tec Team im Headquarter gelebt, sondern auch mit den Teamkollegen in Indien und China. Im kvm-tec Team wird die Fokussierung auf die Kernkompetenz jedes einzelnen Mitarbeiter/in gefördert. Damit sind besondere Fähigkeiten gemeint, die den „Drive“ jedes Menschen ausmachen. Es sind ganz Fähigkeiten wie: Prozesse optimieren, die Weiterentwicklung von Menschen zu fördern, Wissen zu vermitteln, zu recherchieren und viel andere. Damit ein Mitarbeiter/in selbstsicher auf diese Fähigkeiten zurückgreifen kann und auch in Krisenzeiten resilienter ist, braucht es ein stabiles und transparentes Leadership, eine gute Kommunikation und eine gute Portion Hausverstand, sowie ein Arbeitsumfeld, in dem jedes Teammitglied selbstwirksam sein kann.

„Erfolgreich sein heißt eine tolle Teamkultur mit Fokussierung auf die einzigartige Persönlichkeit jedes Teammitgliedes zu leben und diese mit Offenheit und Wertschätzung zu fördern. Das Ergebnis sind herausragende Produkte & Features mit viel mehr an Gewinn für den Kunden.“ (Ingrid Pfurtscheller, MSc – Marketing und Sales)

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Leadership: Warum in harten Zeiten nur Ehrlichkeit zählt

Published on 11. August 2020

„Wir sind …“ „Wir machen …“ „Wir wollen …“ Solche Sätze prägen die firmeninternen Kommunikationsmedien fast aller (Groß-)Unternehmen – angefangen von deren Führungsleitlinien bis hin zu deren Mitarbeiterzeitschriften. Und auch ihre Führungskräfte appellieren im Gespräch mit den Mitarbeitern oft an das kollektive Wir. Gerade so als hätten die Inhaber bzw. Kapitalgeber der Unternehmen sowie deren Führungskräfte und Mitarbeiter identische Interessen und als säßen alle im selben Boot.

Doch dann brechen zum Beispiel – wie aktuell nicht selten im Gefolge der Covid 19-Pandemie – die Umsätze weg oder die Erträge sinken. Und die Unternehmensleitung muss einen Teil der Belegschaft in Kurzarbeit schicken und Sozialleistungen streichen. Oder mittelfristig muss sich das Unternehmen aufgrund nötiger Umstrukturierungen und Sparmaßnamen sogar von Mitarbeitern trennen. In solchen Situationen entpuppt sich das kollektive Wir meist schnell als ideologische „Seifenblase“, die platzt, wenn die Sonne mal nicht mehr scheint.

Unternehmen sind Zweckgemeinschaften

Denn spätestens dann wird jedem klar: Unternehmen sind keine Großfamilien, in denen alle gemeinsam durch dick und dünn gehen. Unternehmen sind Zweckgemeinschaften – also soziale Gebilde, in denen sich Personen mit unterschiedlichen Interessen zeitweise zusammenschließen, um wechselseitig voneinander zu profitieren. Und wenn ein oder mehrere Beteiligte aus der Zusammenarbeit keinen Nutzen mehr ziehen oder sich neue Ziele setzen? Dann trennen sich die Wege meist wieder. Das klingt hart, entspricht jedoch meist der betrieblichen Realität.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welchen Nutzen haben Unternehmen davon, sich in den Mitarbeitergesprächen und -publikationen so zu präsentieren, als seien sie soziale Einrichtungen? Keinen! Denn hierdurch werden nur die Interessengegensätze verschleiert, die zwischen den „Stakeholdern“ bestehen. Also werden sie in den Mitarbeitergesprächen auch nicht erörtert. Und folglich werden auch keine tragfähigen Kompromisse ausgehandelt, wie die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt werden.

Bei einer steifen Brise bricht der „Sozialkitt“ weg

In Boom-Zeiten ist das kein Problem. Denn dann ist genug zum Verteilen da. Anders ist dies in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Oder wenn ein Unternehmen aufgrund von Marktveränderungen vor „harten“ Einschnitten steht. Dann zeigt sich: Die Führung jedes Unternehmens unterliegt auch Sachzwängen, denen sie sich nicht entziehen kann – so auch in der aktuellen Situation aufgrund der Marktverwerfungen, die corona-bedingt in vielen Branchen entstanden sind.

Für die meisten Mitarbeiter ist diese Erkenntnis nicht neu. Schließlich sind sie weder naiv, noch dumm. Sie erachten den Appell an das kollektive Wir ohnehin als Führungsrhetorik und die glatt gebürsteten Führungs-Leitlinien sowie Mitarbeiterpostillen entlocken ihnen nur ein müdes Gähnen. Denn sie wissen: Was im Unternehmensalltag letztlich zählt, ist Leistung … und das, was unter dem Strich hängen bleibt.

Für manche Mitarbeiter – speziell junge, die vom „New deal“ im digitalen Zeitalter träumen – ist das Wegbrechen des Sozialkitts in Krisen- oder Marktumbruchzeiten aber eine Desillusionierung:

  • „Haben unsere Chefs nicht gesagt, dass …?“
  • „Steht in unseren Leitlinien nicht,…?“
  • „Habe ich nicht,…?

Sie fühlen sich verraten und verkauft. Also gehen sie innerlich auf Distanz zu ihrem Arbeitgeber, was auch ihre künftige Arbeitshaltung prägt.

Ein tragfähiges Fundament schaffen

Deshalb sollten Führungskräfte im Führungsalltag möglichst selten an das kollektive Wir appellieren. Statt diese verschleiernde Führungsrhetorik zu gebrauchen, sollten sie im Gespräch mit ihren Mitarbeitern klar herausarbeiten:

  • Welche gemeinsamen Interessen haben wir und wo divergieren diese? Und:
  • Welche Interessen lassen sich (nur) unter bestimmten Voraussetzungen unter einen Hut bringen?

Dann können sie leichter ein solides Fundament für eine Zusammenarbeit legen, die auch in schwierigen Zeiten trägt. Denn die Mitarbeiter spüren: Mein Chef ist ehrlich. Er verschweigt uns zum Beispiel nicht, dass das Erzielen von Gewinn zu den undiskutierbaren Zielen des Unternehmens zählt. Oder in der aktuellen Situation, dass er selbst nicht weiß, wie es mittel- und langfristig weitergeht. Er akzeptiert aber auch, dass meine Ziele teils andere als seine und die des Unternehmens sind. Und er versucht die verschiedenen Interessen – soweit möglich – unter einen Hut zu bringen.

Also sind die Mitarbeiter zwar enttäuscht, wenn ihr Vorgesetzter ihnen situationsabhängig zum Beispiel verkündet:

  • „Tut mir leid, unsere Erträge sind weiter eingebrochen. Deshalb kann ich (bzw. kann das Unternehmen) nicht,…“ Oder:
  • „Aufgrund der Marktveränderung müssen wir die Arbeit neu strukturieren. Deshalb muss ich (bzw. das Unternehmen),…“

Dies belastet aber nicht Beziehung der Mitarbeiter zu ihrem Vorgesetzten (sowie zumeist auch weniger zum Unternehmen). Denn er war ihnen gegenüber ehrlich und verkaufte ihnen nicht ein X für ein U. 

Zum Autor: Prof. Dr. Georg Kraus ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal. Er ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Universität Karlsruhe, der IAE in Aix-en-provence, der St. Gallener Business-School und der technischen Universität Clausthal.

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BMW X5 45e: Mit dem Plug-In Hybrid ins Tannheimer Tal

Published on 27. Juli 2020

Vielleicht drei Eckdaten zu Beginn: Systemleistung 394 PS, elektrische Reichweite bis zu 87 Kilometer, 385 Kilometer elektrische Gesamtwegstrecke im Zuge unseres Entspannungsurlaubes im Genusshotel Hohenfels in Tannheim. Zahlen, die eigentlich schon alles über dieses ganz besondere Auto sagen. Mehr als sonst gebietet der Fahrer eines X5 45e über eine Bandbreite an Möglichkeiten, die anderswo eine ganze Modellpalette nicht aufbieten kann. Erschwerend kommt dazu, dass die Entscheidung, wieviel Kraft ich aus welcher Quelle beziehen möchte, keine leichte ist. Die kostenlose Ladestation beim reizvollen Naturhotel begünstigte freilich die rein elektrische Mobilität. 

Hier ein kleiner Auszug was alles laut Testprotokoll abgearbeitet wurde: Den 2,4 Tonnen schweren Bären nach 5,6 Sekunden über die 100 km/h-Grenze fliegen lassen – Check. Das M Sportpaket, bestehend unter anderem aus Sportbremse, 8-Gang-Sport-Automatic-Getriebe und Aerodynamikpaket, auf einsamen Landstraßen auf dessen Sportlichkeit testen – Check. Sich im lautlosen E-Modus auf Feldwegen an Feldhasen anschleichen – Check. Selbige ein paar Minuten später via BiTurbo Reihen-Sechszylinder aufschrecken – Check. Luftgefedert und quasi abgeschottet vom Rest der Welt einfach durch die Gegend cruisen – Check.


Nicht alles lässt sich unter politisch korrekt einordnen, wobei man dieses Schubladendenken als SUV-Fahrer sowieso hinter sich lassen sollte. Davon abgesehen sind der Lithium-Ionen-Akku im Ausmaß von 24 kWh und die für einen Plug-in rekordverdächtige rein elektrische Reichweite ein ungemein starkes Argument. Wer alles richtig macht, Stichwort Laden, und lange Etappen vermeiden kann, wird seinen Benzinverbrauch tatsächlich in jenem Bereich wiederfinden, auf dem die NoVa-Befreiung basiert. Dagegen spricht neben der mauen Ladeleistung von 3,7 kW in erster Linie das Gesamtkunstwerk Antrieb.

Der traumhafte Benziner und die traumhafte 8-Gang-Automatik sind für sich betrachtet ja schon ein Ritterschlag für jeden BMW. 113 zusätzliche Strom-Pferde sind die Kirsche auf der Torte. Das harmonische Zusammenspiel der Motoren und der ständige Überfluss an Newtonmeter und Kraft üben eine derartige Anziehungskraft aus, dass es schlicht Überwindung kostet, in den E-Modus zu wechseln. Der Reiz des lautlosen und in einer weißen Weste eingehüllten Büffels hat in dem nahezu perfekten SUV einen schwereren Stand, als wir gemeinhin von Plug-in´s gewohnt sind. 


Sonst fällt in einem BMW X5 nichts schwer. Die Akkus nagen ein wenig am Gepäckvolumen, maximale 1.720 Liter und hohe Variabilität halten aber tapfer dagegen. High-end Interieur, tolle Bedienung, perfekte Verarbeitung, umfangreiche und unaufdringliche Assistenzsysteme und mannigfaltige Luxusoptionen bis hin zu Laserlicht oder Fond-Entertainment sind Garanten für die Leichtigkeit des Seins. Finanziell braucht´s die auch, wie wohl der X5 45e als Schnäppchen durchgeht. Ab-Preis EUR 77.550,00, selbst der schwächere Diesel mit weniger Serienausstattung ist teurer. Dass sich der mit Paketen aufgefüllte Testwagen auf EUR 121.662,00 belief, ist wieder eine andere Geschichte.        

Was er kann:

Premium als Standard. Luxus als Kür.  

Was er nicht kann:

Sein ökologisches Ansinnen nach außen tragen.   

Ändern würden wir:

Den Gedanken ein Extra wegzulassen.           

Extralob gibt es:

Wie flink der X5 mit Integral-Aktivlenkung und Sportpaket sein kann.       

Daten BMW X5 xDrive 45e

Motor: 6-Zylinder BiTurboBenziner/E-Motor

Systemleistung: 394 PS

Max. Drehmoment: 600 Nm

Testverbrauch: rund 9,2 Liter

Vmax: 235 km/h

0 auf 100 km/h: 5,6 Sek

Preis ab EUR 77.550,00 

Redaktion: Oliver Weberberger

Vermarktungsstart für Top-Eigentumswohnungen in Döbling („Teopilic“)

Published on 25. Juli 2020

Kennen Sie „Teopilic“? Nun, das ist jener Name unter dem der heutige 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling im Jahr 1114 erstmals urkundlich erwähnt wird. 1336 taucht dann erstmals der Name “Töbling” auf, der dem heutigen Namen schon sehr ähnelt. Folgt man den Historikern, so lässt sich dieser Name vom mittelhochdeutschen Wort „tobel“ (= eine tiefgefurchte enge Bachrinne) ableiten. Der Krottenbach, der Ober- von Unterdöbling trennt und mittlerweile zu einem großen Teil unter der Erde verschwunden ist, „soll diese Annahme rechtfertigen“ heißt es in der Bezirksgeschichte.

Zurück in die Gegenwart: Mit einem Grünanteil von nahezu 48% an der gesamten Fläche zählt Döbling zu den größten Grünoasen in der Großstadt Wien. Lediglich die zum Teil deutlich größeren Bezirke Hietzing, Penzing und Donaustadt, sowie das etwas kleinere Hernals weisen einen höheren Grünanteil aus.

Inmitten dieser „Oase“ entsteht in der Raffelspergergasse ein Wohnobjekt der Extraklasse. “La Belle Vie”, so der Name des Projektes, umfasst – aufgeteilt auf zwei Häuser – 19 exklusive Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Die offene Architektur des Objektes sorgt für lichtdurchflutete Räume und holt das Grün in die Wohnungen. Durchdachte Grundrisse und eine hochwertige Ausstattung, die unter anderem Eichenparkettböden, Fußbodenheizung und Klimaanlage, ein Smart Home System, Video-Gegensprechanlage und eine elektrische Außenbeschattung umfasst, runden das Objekt ab. 

Als besonderes Gusto-Stückerl präsentiert sich das exklusive Penthouse in der obersten Etage. Die großzügig angelegte Dachgeschoßwohnung verfügt über drei Dachterrassen mit Größen von ca. 7 bis 28 m² – exklusiver Blick über die Dächer von Wiens inklusive. So ganz nebenbei sei erwähnt, dass die Dachterrasse auch einen Whirlpool beherbergt.

Preislich bewegen sich die Wohnungen, die sowohl den Eigenbedarf decken als auch als Anlegerwohnungen geeignet sind, in einem Preisband zwischen 330.000 und 1.492.000 Euro.

Mehr zu den Wohnungen finden Sie hier: https://bit.ly/01_neu_bextop_immo01

Eckdaten:

Wohneinheiten: 19

Wohnfläche(n): 44 – 156 m2      

Zimmer: 2 – 4

alle Wohnungen mit Balkon, Terrasse oder Eigengarten

Kaufpreise: € 330.000 bis € 1.492.000

Fertigstellung: Herbst 2020

Standort: 1190 Wien

Makler: IMMOfair